• Veröffentlichungsdatum: 15.11.2017

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Neue Panzerdokumentation im TV

Red TD

(Foto: Alfred Palmer, Library of Congress)
(Foto: Alfred Palmer, Library of Congress)

Der deutsche Fernsehsender ZDF startet im November die Ausstrahlung einer vierteiligen Dokumentationsreihe zur Entwicklung des Panzers. Erzählt wird unter anderem die Geschichte des österreichischen Ingenieurs Gunther Burstyn und seinem Versuch, ein gepanzertes Landschiff zu bauen. Sendestart: 21. November 2017

Der Panzer ist eine Idee, alt wie der Krieg. 1916 erfolgte an der Somme bei Flers erstmals der Einsatz britischer "Tanks". Die Dokumentation "Panzer!" von Florian Dedio und Barbara Necek begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Idee, betrachtet die Situation in der Gegenwart und wagt einen Blick in die Zukunft. Die Serie taucht ein in die Geschichten derer, die Panzer erfanden, bauten und fuhren, die in ihnen kämpften, töteten oder durch sie starben. Interviews mit Panzer-Veteranen, Generälen und Experten runden das Thema ab. Die ersten beiden Folgen werden am 21. November ab 20.15 auf ZDFinfo ausgestrahlt und sind danach mehr als ein Jahr online in der Mediathek abrufbar. 

Der Erste Weltkrieg

Im ersten Teil geht die Dokumentation auf die Suche nach den Ursprüngen der Panzer. Dabei begleitet sie den österreichischen Ingenieur Gunther Burstyn bei seinem Versuch, ein gepanzertes Landeschiff zu bauen. Ein Originalmodell des Panzers steht heute in der Panzerhalle des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Erzählt wird auch vom November 1917, als die "Tanks" zum ersten mal in Masse eingesetzt wurden - und so die deutschen Linien durchbrachen. 

Der Zweite Weltkrieg

Soldaten mit einem M3 Panzer in Fort Knox. (Foto: Alfred Palmer, Library of Congress)
Soldaten mit einem M3 Panzer in Fort Knox. (Foto: Alfred Palmer, Library of Congress)

Direkt an das Ende des Ersten Weltkrieges setzt der zweite Teil der Reihe an. Wie schaffte es Deutschland, trotz Verbotes Panzer zu produzieren und welche Rolle spielte dabei die Zusammenarbeit mit der Sowjetunion? Der Zweite Weltkrieg ging schließlich als der bisher größte Panzerkrieg in die Geschichte ein. Die Dokumentation begleitet Reichswehr- und Wehrmachtsoffizier Heinz Guderian bei der Entwicklung neuer Panzer und Panzertaktiken unter strengster Geheimhaltung. Außerdem bekommt man einen Einblick in die Entwicklung des sowjetischen Ingenieurs Mikhail Koshkin - dem legendären T-34, der ein Hauptrund für die deutsche Entwicklung von Jagdpanzern wie dem "Hetzer" war.

Mehr Panzer aus dieser Zeit gibt es im Deutschen Panzermuseum

Werkzeuge der Unterdrückung

Nachdem die deutschen Panzer letztendlich von den Panzern der Sowjetarmee besiegt wurden, scheint das Zeitalter der Panzer dem Zeitalter der Atombombe zu weichen. Doch der Koreakrieg, die sowjetische Niederschlagung der ungarischen Revolution beweisen das Gegenteil. Die USA geben ihren Verbündeten in Europa neu gebaute Panzer - das Säbelrasseln des Kalten Krieges beginnt. Über 100.000 Panzer laufen bis in die 80er-Jahre von den Fließbändern. Die USA und die Sowjetunion statten nicht nur ihre direkten Verbündeten aus, sondern jedes Land, das zahlen kann. So finden tausende Panzer ihren Weg in den Nahen Osten. Dort schlagen Israel und seine arabischen Nachbarländer Panzerschlachten, die denen des Zweiten Weltkrieges um nichts nachstehen. 

Verwundbare Kampfmaschine

Der vierte und letzte Teil der Serie geht auf das Ende des Kalten Krieges ein und den Verkauf von zehntausenden Panzern an Drittstaaten. Die Geschehnisse des Golfkrieges werden mit den US-Soldaten Douglas MacGregor und Eric Schwartz - und dem irakischen General Raad Hamdani nachgezeichnet. Der Film beleuchtet, wieso die amerikanischen Panzer den irakischen so stark überlegen waren und welchen Einfluss GPS auf den Panzerkrieg hat. Außerdem zeigt die Dokumentation den russischen Panzer T-14 und fragt, was ihn zum modernsten Panzer der Welt macht. 

Trailer zur vierteiligen Dokumentation "Panzer!":


 

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