• Veröffentlichungsdatum: 15.06.2022
  • – Letztes Update: 22.06.2022

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Verlagerung des russischen Schwergewichtes

Markus Reisner

Nach über zwei Monaten Krieg gelang es den ukrainischen Streitkräften den umfassenden Angriff der russischen Truppen entscheidend zu verzögern und im Raum Kiew, Chernihiv und Sumy, im Norden und Nordosten der Ukraine, nachhaltig abzuwehren. Nach dem Rückzug der russischen Kräfte bis Anfang April nach Belarus und Russland, konnte das West- und Ostufer des Dnepr bei Kiew bis zur belarussischen Grenze wieder in Besitz genommen werden. Die russischen Truppen versuchen nun seit der sechsten Woche des Krieges das zentrale Schwergewicht in den Donbass zu verlegen. Dort soll in einer neuen Phase des Krieges durch die Einkesselung der ukrainischen Kräfte eine vorläufige Entscheidung gesucht werden.

­­Die ukrainischen Verteidiger leiden zunehmend unter einem nachhaltigen Mangel an schweren Waffensystemen. Die ukrainischen Streitkräfte starteten am 24. Februar mit über 260 000 Soldaten, 2 400 Panzern, über 500 Raketenwerfern sowie 250 S-300 Stück Fliegerabwehrsystemen ihren Abwehrkampf. Eine der stärksten Armeen Europas wird seitdem stetig abgenutzt und ihre Munitions- und Betriebsmittellager werden laufend zerstört. Die westliche Seite hat den Ernst der Lage erkannt und mit umfangreichen Waffenlieferungen begonnen, bzw. diese zugesagt. Die ersten signifikanten Lieferungen bestanden aus einem slowakischen S-300 Fliegerabwehrsystem sowie eines in Tschechien beladenen Güterzuges mit zehn Kampf- und zehn Schützenpanzern russischer Bauart. Polen meldete die Lieferung der ersten Tranche von insgesamt 200 geplanten Kampfpanzern russischer Bauart in die Ukraine. Schwere Artillerie (inkl. Artillerieaufklärungsradarsystemen), Drohnen (US-„Kamikaze“-Drohnen vom Typ „Switchblade“ und „Phoenix Ghost“) und vor allem Munition treffen nur langsam ein. Die USA gaben kürzlich bekannt 79 Stück Haubitzen vom Typ M777 vollständig geliefert zu haben. Erste Bilder aus der Ukraine bestätigen das. 

Wesentliche Komponenten der militärischen Kapazitäten der ukrainischen Streitkräfte wurden durch die laufenden russischen Angriffe ab dem 24. Februar bereits schwer getroffen. Das betrifft vor allem die aktiven und passiven Komponenten der Luftstreitkräfte und die Angriffsfähigkeit der Landstreitkräfte. Durch die Lieferung von Ersatzteilen, soll es zumindest bis Ende April gelungen sein etwa zwanzig ukrainische Kampfflugzeuge (vor allem MiG-29 Kampf- und Su-25-Erdkampfflugzeuge) wieder instand zu setzen. Die ukrainischen Marinestreitkräfte sind, mit Ausnahme von wenigen Einheiten in Odessa, zur Gänze vernichtet oder von den Russen in Besitz genommen.

Überraschender und nachhaltiger Erfolg der ukrainischen Seite

Der Erfolg der ukrainischen Seite im Norden des Landes war vor allem durch die angewandte Taktik auf unterster Ebene möglich. Hier spielte der Einsatz der eigenen Spezialeinsatzkräfte sowie der Nationalgarde eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zum Angriff der russischen Kräfte im August 2014, wurde diesmal von den konventionellen ukrainischen Streitkräften nicht versucht die russischen Kräfte in Grenznähe aufzuhalten. Das hatte 2014 zu massiven ukrainischen Verlusten geführt. Diesmal marschierten die russischen Kräfte ein und wurden von den Ukrainern vorerst nur gering in Verzögerungskämpfen gebunden. Man ließ die Russen vormarschieren, bis ihre Versorgungslinien überdehnt und ohne Sicherung verletzlich wurden. Dann schlugen die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte (inkl. Einheiten der Nationalgarde) zu. Sie zerstörten in dutzenden Hinterhalten die sich im Anmarsch befindlichen russischen Versorgungskonvois. Hinzu kam der dezentrale Einsatz der eigenen Artillerie kombiniert mit einem zeit- und raumoptimierten System der Feueranforderung (Softwareanwendung „GIS Arta“). Als nach fünf Tagen von den russischen Kräften zur Auffrischung eine erste operative Pause eingelegt wurde, stellten diese fest, dass sie von der Versorgung abgeschnitten worden waren. Es mussten nun Kräfte zur Sicherung eingesetzt werden. Diese Kräfte fehlten ab diesem Zeitpunkt den Verbänden an den Fronten.

Nach ersten Erfolgen und mit zunehmendem Eintreffen von Aufklärungsdaten und Waffenlieferungen durch die USA und die NATO gingen die ukrainischen Streitkräfte in die Offensive über. So führen bis jetzt täglich bis zu fünfzehn unterschiedliche bemannte und unbemannte US- und NATO-ISTAR-Plattformen (Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance) Aufklärungsflüge entlang der ukrainischen Grenze durch und schöpfen SIGINT-Daten (Signals Intelligence) ab. Hinzu kommen die Daten der Satellitenaufklärung. Auf Basis dieser Daten wurde versucht die russische Führungsstruktur anzugreifen. Aufgrund der elektronischen Aufklärung der NATO wusste man, wo sich die Gefechtsstände der russischen Führungsstaffeln der eingesetzten Armeeverbände befanden. Das Ergebnis ist bis jetzt unter anderem die Tötung von bisher dreizehn Generälen und über zwanzig Obersten auf russischer Seite. Dies vor allem aufgrund gezielter Artillerie- und Raketenwerferangriffe (vor allem durch endphasengesteuerte Artilleriemunition wie vom Typ „Kvitnyk“ und die bereits genannte Softwarelösung „GIS Arta“). Die Ausfälle in den russischen Führungskadern begannen somit zu steigen. Hinzu kamen gezielte Störeinsätze im elektronischen Feld. Als sich nun die russischen Kommandeure mit ihren beweglichen Befehlsstellen nach vorne begaben, wurden sie wiederum Opfer weitreichender Scharfschützensystem der ukrainischen Spezialeinsatzkräfte.

Die russischen Spezialeinsatzkräfte konnten in dieser ersten, fast sechs Wochen dauernden, Phase nicht zur Gegenjagd eingesetzt werden. Sie waren vor allem in den ersten vierzehn Tagen des Konfliktes damit beschäftigt gewesen, vorher zugewiesene Ziele auszuschalten. Dazu zählten unter anderem mehrere ukrainische S-300 Fliegerabwehrstellungen. Diese stellten am Beginn eine große Bedrohung für die russische Luftwaffe dar. Auch beim gescheiteren Einsatz am Flugplatz Hostomel im Nordwesten von Kiew spielten russische Spezialeinsatzkräfte eine wesentliche Rolle. Es gelang zwar die Voraussetzungen für die Anlandung eines russischen Luftlandebataillons mit Hubschraubern zu schaffen, doch konnten wegen der überraschend starken und heftigen Gegenwehr durch leichte Fliegerabwehrlenkwaffentrupps die schweren IL-76 Transportmaschinen nicht anlanden. In weiterer Folge konnten die russischen Fallschirmjäger erst nach Verstärkung und 48 Stunden später in Richtung Kiew antreten. Vor Irpen (nordwestliche Kiew) wurden diese durch den gefluteten Irpenfluss und zerstörte Brücken gestoppt und ein komplettes Bataillon durch das Feuer ukrainischer Mehrfachraketenwerfer vom Typ BM-27 „Uragan“ in Butscha zerschlagen. Der Angriff auf Kiew war somit gescheitert.

Russischer Strategiewechsel und seine Folgen für die Operationsführung

Am Ende der sechsten Woche kam es zu einem Wechsel in der Strategie der russischen Einsatzführung. Nach mehreren Wochen Einsatzführung war klar, dass die geplante „Tiefe Operation“ der russischen Streitkräfte gescheitert war. Der Angriff an vier Fronten hatte nicht funktioniert. Die Belagerung von Kiew musste am West- und Ostufer des Dnepr nach 40 Tagen aufgegeben werden. Auch Charkiw, ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt und bedeutendes Operationsziel, hielt den Angriffen stand. Die russischen Streitkräfte zerstören zwar weiterhin täglich durch den Einsatz von Kampfflugzeugen, Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen gezielt Waffenlager, Artillerie und Kommunikationsknotenpunkte in der gesamten Ukraine, doch am Boden kam die Offensive ins Stocken. Als erreichbares Ziel wurde nun ein Angriff auf den Donbass festgelegt. Durch eine Schwergewichtsbildung soll die „Sicherheitsoperation“ erfolgreich weitergeführt werden.

Im Donbass wird daher nun versucht eine regionale Entscheidung durch die Einkesselung der ukrainischen Streitkräfte an der Kontaktline zu erzwingen. Durch gezielte Vorstöße aus den Räumen Izjum und Wolnowacha soll mit einer Nord- und Südumfassung ein Kessel gebildet werden. Ab der siebenten Woche wurden ca. 40 bis 
50 000 russische Soldaten und Gerät im Eisenbahntransport aus dem Norden der Ukraine in nur wenigen Tagen in den knapp 1 000 km entfernten Donbass im Süden verlegt. 

Ab der neunten Woche wurde dort mit dem Angriff in einer Zangenbewegung aus dem Norden (südlich Izjum) und Süden (südwestlich Donezk) begonnen. Der Vormarsch erfolgt nun langsam (1,5 km/h), in Gefechtsform, mit Infanterieunterstützung und umfangreichem Artillerievorbereitungsfeuer. Bis zur zwölften Woche gewannen die russischen Zangenbewegungen kaum Raum, trotzdem konnten Tag für Tag Geländegewinne erreicht werden. Entlang des Flusses Donez toben heftige Gefechte. Durch das Legen von Pontonbrücken versuchen sich beide Seiten immer wieder an unerwarteter Stelle zu umfassen. 

Beim Vormarsch macht sich nun zunehmend der Mangel an massierter Infanterie bemerkbar. Es zeigt sich, dass der anfängliche russische Kräfteansatz von 200 000 Soldaten, die zunehmend abgenützt werden, bereits am Beginn zu gering gewählt worden ist. 

Durch diesen russischen Strategiewechsel war auch die ukrainische Seite gezwungen ihre Einsatzführung anzupassen. Den Ukrainern war es bis Mitte April immer wieder gelungen, lokale Abwehrerfolge zu erzielen und teils spektakuläre Angriffe gegen die russische Seite zu führen. Dazu zählten die laufenden Angriffe auf Logistikkonvois, aber auch die Versenkung eines russischen Landungsschiffes bei Berdjansk, ein Luftangriff mittels Kampfhubschrauber auf ein russisches Tanklager bei Belgorod, die Versenkung des russischen Flaggschiffes („Moskva“) der Schwarzmeerflotte und die wiederholten Angriffe auf die wichtige Schlangeninsel südlich von Odessa. Diese Erfolge wurden von Beginn an im Informationsraum verwertet und prägten bis jetzt wesentlich das Bild vom Kriegsverlauf. Die vielen ukrainischen Videos aus den Kampfgebieten zeigten jedoch meist Soldaten mit Panzerabwehr- und Fliegerabwehrlenkwaffen, aber keine Angriffe größerer mechanisierter Verbänden. Mitte April gelang es die Angriffe auf das russische Staatsgebiet auszudehnen. Mehrere Brände und Explosionen sowie die Feststellung der ukrainischen Seite: „… zu Angriffen auf russisches Staatsgebiet als legitimes Mittel der Verteidigung berechtigt zu sein“, zeigen das klar.

Derzeitige ukrainische Strategie und die Umsetzung am Gefechtsfeld 

Um den heftigen russischen Angriffen im Donbass zu begegnen, versucht die ukrainische Seite die russischen Kräfte an ungünstiger Stelle zu treffen. Dazu wurde Ende April im Raum nördlich und nordostwärts von Charkiw eine Gegenoffensive begonnen. Hier sah man zum ersten Mal auch Bilder von ukrainischen mechanisierten Kräften (unter anderem Panzer vom Typ T-80) im Angriff. 

Ohne zusätzlichen schweren Waffensysteme, können die ukrainischen Streitkräfte derzeit jedoch keine selbstständigen umfangreichen und groß angelegten Offensiven zur Zurückeroberung von Gebieten durchführen. Es liegen weiters Indikatoren dafür vor, dass die ukrainischen Streitkräfte in der Tiefe des Donbass (ostwärts von Dnipro und Saporischschja) dezentral mechanisierte Kräfte für einen möglichen Gegenstoß gegen die beiden Zangenbewegungen der russischen Streitkräfte im Donbass bereitgestellt haben. Ein möglicher Erfolg einer solchen Einsatzführung hängt jedoch davon ab, ob der Luftraum gegen mögliche russische Luftangriffe gesichert werden kann. Falls nicht, würden sie beim Heraustreten aus ihren Bereitstellungsräumen zerschlagen werden. Der formulierte Bedarf an deutschen „Gepard“ Fliegerabwehrpanzern sind ein Indiz dafür, dass dies erkannt wurde. Im Gesamten sind die ukrainischen Streitkräfte im Moment jedoch nicht in der Lage die russischen Kräfte gänzlich aus dem Land zu drängen. Wo die Russen zurückweichen, wie das bei Kiew und Chernihiw der Fall war, können die Ukrainer nachrücken. Durch lokal begrenzte Angriffe nördlich und ostwärts von Charkiw, bei Saporischschja und Cherson wird versucht die russischen Kräfte zum Abzug aus dem Donbass zu zwingen. 

Die Ukrainer versuchen immer wieder ihre Spezialeinsatzkräfte als „Joker“ einzusetzen. Man kann zwar die russischen Truppenverbände im Donbass nicht direkt angreifen, aber auch dort scheint es erfolgversprechend zu sein, ihre Versorgungsrouten zu attackieren. 

Seit Anfang April versuchen die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte den Aufmarsch und den Beginn der russischen Offensive im Donbass zu stören, zu verzögern oder gar zum Stillstand zu bringen. Doch diesmal sind die russischen Streitkräfte besser vorbereitet. Sie setzen nun ihrerseits ihre Spezialeinsatzkräfte zur Gegenjagd ein. Viele dieser Aktionen wurden mit Wärmebildkameras dokumentiert. Die aus den Hinterhalten gemachten Bilder werden nun von der russischen Seite im Informationsraum verwertet. Exakt so, wie es die Ukrainer mit ihren Erfolgen in den ersten sechs Wochen machten. Die russische Seite konzentriert sich in ihren Informationsoperationen jedoch ausschließlich auf die eigene Bevölkerung.

Ausblick und mögliche weitere Eskalationen

Der Beginn der russische Offensive im Donbass zeigt, dass die russischen Streitkräfte immer noch davon überzeugt sind eine Entscheidung zu ihren Gunsten auf dem Gefechtsfeld zu erreichen. Der Wechsel zur langsamen traditionellen russischen Taktik zeigt die Handschrift des russischen regionalen Oberkommandierenden General Dvornikov. Die russischen Streitkräfte haben bereits hohe Verluste erlitten und sind noch immer an drei Fronten (Donbass, Charkiw, Cherson) gefordert. Es gelang Kräfte aus Mariupol freizumachen und die Stadt aus russischer Sicht „zu befreien“. Ein noch immer möglicher Erfolg der russischen Seite wird davon abhängen, ob sie in der Lage ist laufend eigene Kräfte und Reserven nachzuführen und im Gegenzug die ukrainische Versorgung in der Tiefe abzuschneiden. 

Für die ukrainischen Streitkräfte besteht die seit 24. Februar andauernde Herausforderung eines Abnützungskrieges. Eine große ukrainische Offensive erscheint erst mittelfristig, und unter der Voraussetzung von massiven westlichen Militärhilfen möglich. Die ukrainische Regierung muss dabei nicht nur die logistische Versorgung, sondern vor allem die laufende internationale Unterstützung sowie den Kampfwillen der eigenen Streitkräfte aufrechterhalten. In den russischen sozialen Netzwerken häufen sich die Bilder eroberter ukrainischer Stellungen im Donbass inklusive getöteter und gefangener ukrainischer Soldaten. Die ukrainische Seite versucht nun jeden eigenen Geländeverlust mit einer hohen Verlustrate auf Seiten der russischen Angreifer zu verbinden. Jeder Meter Boden wird erbittert verteidigt. Die zunehmenden Verluste wirken sich nachhaltig auf die Moral der russischen Truppen aus. Der Vorstoß im Raum Charkiw ist ein weiterer wichtiger Erfolg der Ukraine und wird entsprechend im Informationsraum verwertet.

Es besteht nach wie vor die Gefahr, dass beide Seiten versuchen könnten, durch eine Eskalation unmittelbar auf dem Gefechtsfeld oder in der Tiefe der beiden Länder eine Wende herbeizuführen. Das könnte auf russischer Seite etwa der Einsatz von chemischen Waffen oder gar taktischen Nuklearwaffen sein. Andererseits ist es bemerkenswert, dass zu wiederholten Abschüssen von „Kamikaze“-Drohnen über dem von den russischen Kräften im Besitz genommenen Kernkraftwerk Enerhodar (südwestlich von Saporischschja) gekommen ist. Beide Seiten werfen sich vor, für diese Einsätze verantwortlich zu sein. Die Anschläge in Russland selbst und auch in Transnistrien erhöhen zusätzlich den Druck auf die russische Seite. Diese könnten durchaus auch von Russland selbst inszeniert worden sein, um eine weitere eigene Mobilisierung in den nächsten Wochen zu begründen. Die Aussichten den Krieg schnell beenden zu können, schwinden immer mehr, während das Leiden der Zivilbevölkerung immer unerträglicher wird. Zudem sind erste Indikatoren für einen bereits laufenden überregionalen Wirtschaftskrieg zu erkennen. Hier besteht zunehmend die Herausforderung, dass sich die europäischen Staaten nicht auf eine geschlossene langfristige Strategie (z. B. zur Embargopolitik) einigen können. Dies könnte von Putin als willkommene Schwäche ausgenützt werden.

Oberst dG Dr. Markus Reisner, PhD; Leiter der Entwicklungsabteilung an der Theresianischen Militärakademie.

 

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