• Veröffentlichungsdatum: 19.09.2022

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TD e-Paper: Psychological Operations

RedTD

Das gezielte Beeinflussen des Gegners ist seit der Antike dokumentiert. Schon damals diente die überzogene Darstellung eigener Heldentaten oder der Gräueltaten des Gegners, das gezielte Streuen von Gerüchten und Geschichten immer nur einem Zweck: der Beeinflussung des Gegners oder der eigenen Truppe, um das Erreichen des eigenen militärischen Zieles zu erleichtern.

Die NATO definiert PsyOps als: „Planned activities using methods of communication and other means directed at approved audiences in order to influence perceptions, attitudes and behaviour, affecting the achievement of political and military objectives.” Das Österreichische Bundesheer (ÖBH) definiert PsyOps ähnlich, ergänzt diesen Begriff jedoch mit nationalen Vorgaben: „PsyOps sind geplante, kulturell angepasste, wahrheitsgemäße und mit der militärischen Einsatzführung synchronisierte psychologische Informationsaktivitäten unter Einsatz der Methoden der Kommunikation, um Wahrnehmung, Einstellung und Verhalten von festgelegten Zielgruppen zu beeinflussen und dadurch die militärische Zielerreichung zu unterstützen.

Im Militärstrategischen Konzept des Bundesheeres 2017 werden die Aufgaben von PsyOps-Kräften wie folgt beschrieben: „Die PsyOps-Truppe ist befähigt, mittels persönlichen Kontakts, Druckwerken, Radio- und TV-Botschaften sowie Nutzung digitaler Medien den Willen und die Moral gegnerischer Kräfte zu beeinflussen und zu schwächen und das Vertrauen definierter Zielgruppen in die eigenen Kräfte zu stärken.

Die Hauptaufgabe von PsyOps ist es somit, unter Einsatz unterschiedlicher Mittel der Kommunikation, die Einstellung, Wahrnehmung und das Verhalten von Zielgruppen (nach Möglichkeit positiv im eigenen Sinne) zu beeinflussen, um die militärische Auftragserfüllung zu unterstützen. Auf die verschiedenen Zielgruppen bezogen, sollen sie

  • den (Kampf)willen gegnerischer Gruppierungen schwächen,
  • Verbündete in ihrer Einstellung bestärken und
  • neutrale Gruppen für die eigene Sache gewinnen.

PsyOps sind ein „Force-multiplier“ und ein „Non-lethales“ Wirkmittel, womit aggressive Handlungen und Aktionen vermieden oder zumindest eingeschränkt werden können. Somit sind sie auch ein wesentliches Element zum Schutz der eigenen Truppe.

Dieses e-paper ist die Zusammenfassung der TD-Artikelserie über Psychological Operations (PsyOps) im Österreichischen Bundesheer von Oberstleutnant Alexander Schiller, dem Leiter der Abteilung PsyOps in der Auslandseinsatzbasis. Die Serie wurde in den Jahren 2021/22 (TD-Hefte: 379, 381, 382 und 384) publiziert und für dieses e-paper adaptiert und aktualisiert. Die einzelnen Beiträge sind unter den folgenden Links abrufbar:

 

 

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