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Hochgebirgsjäger in den „Schwarzen Bergen“ − 4/2018 (366)

 

Hauptthemen

Editorial

Als im November 1918 der Erste Weltkrieg nach 52 Monaten zu Ende ging, waren rund 17 Millionen Menschen tot, alle Kaiserreiche des Kontinents untergegangen. Die militärische Lösung für politische Probleme war einmal mehr gescheitert. Nun setzte sich europaweit der Gedanke durch, Republiken - unterschiedlicher Ausprägung - wären die bessere Staatsform. Sie würden dafür sorgen, dass es nie mehr Krieg geben würde. Ab Anfang Oktober 1918 machten sich massive Auflösungserscheinungen bei der k.u.k. Armee bemerkbar und ein Machtvakuum in der sich auflösenden Monarchie wurde befürchtet.

Doch dann geschah Bemerkenswertes. Am 21. Oktober 1918 versammelten sich die deutschsprachigen Abgeordneten Cisleithaniens im NÖ Landhaus in Wien, um eine Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich zu gründen. Dieser erste Schritt zur Errichtung einer demokratischen Republik erfolgte zwei Wochen vor dem Waffenstillstand (3./4. November) und drei Wochen vor der Verzichtserklärung Kaiser Karls I. (11. November), somit formal noch in der Monarchie. Als am 12. November die Republik Deutschösterreich ausgerufen wurde, war der Kommandant ihrer neuen bewaffneten Macht, der Volkswehr, bereits angelobt (8. November). Der Rückmarsch der k.u.k. Truppen, vor allem vom italienischen Kriegsschauplatz, war etwa zum selben Zeitpunkt abgeschlossen.

Die TRUPPENDIENST-Beiträge zu 100 Jahre Republik beschäftigen sich daher mit der Demobilisierung der k.u.k. Armee, einer herausfordernden Aufgabe für die junge Republik, sowie den militärischen und politischen Entwicklungen nach der Aufstellung der Volkswehr.

Das beiliegende TRUPPENDIENST-Spezial beleuchtet das letzte Kriegsjahr 1918 bis zu den Waffenstillständen. Zur Darstellung der Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg plant TRUPPENDIENST ein weiteres Spezialheft im Jahr 2020.

Oberst dhmtD Mag. Dr. Jörg Aschenbrenner

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