• Veröffentlichungsdatum: 30.09.2022
  • – Letztes Update: 27.09.2022

  • 2 Min -
  • 325 Wörter
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Strike from the Sea

Norman POLMAR, John O´CONNELL

Norman POLMAR und John O´CONNELL

Strike from the Sea

The Development and Deployment of Strategic Cruise Missiles since 1934

217 Seiten, 18,5 x 26 cm, gebunden mit Schutzumschlag, SW-Bilder und Karten

€ 58,75

ISBN 978-1-68247-389-4

Naval Institute Press, Annapolis, 2020

Die beiden Autoren, international ausgewiesene Experten für Seestreitkräfte, schließen mit dem vorliegenden Buch über seegestützte Marschflugkörper (einem wesentlichen Mittel der nuklearen Abschreckung), eine längst fällige Lücke in der Marineliteratur.

Das Buch befasst sich eingehend mit der Entwicklung von Marschflugkörpern in den US-amerikanischen und sowjetisch/russischen Arsenalen. Diese hatten, mit nuklearen oder konventionellen Gefechtsköpfen ausgestattet, anfangs vor allem die Aufgabe, Ziele im Heimatland des Gegners zu treffen. Später kamen, auf Grund des technischen Fortschrittes, auch neue Aufgaben, wie Seeziel- oder U-Boot-Bekämpfung hinzu. Für die strategischen Waffen blieben aber Ziele in der Tiefe des gegnerischen Raumes und die dort liegenden Bevölkerungs- und Wirtschaftszentren mit ihrer Rüstungsindustrie im Fokus.

Ein Schwerpunkt des Buches ist die Entwicklung des „Regulus“-Programms der U.S. Navy, das als erstes einen U-Boot-gestützten Marschflugkörper mit Nuklearbewaffnung hervorbrachte. Ein eigenes Kapitel ist der Entwicklung strategischer Marschflugkörper der U.S. Air Force gewidmet, zwei eigene Kapitel befassen sich mit den Entwicklungen in der Sowjetunion.

In den 1970er Jahren begann die U.S. Navy mit einem neuen Programm, dessen Ergebnis der „Tomahawk“ Marschflugköper war. Dazu wurde zunächst entschieden das „Harpoon“- und „Tomahawk“-Programm zu trennen und unabhängig voneinander zu verfolgen. In den 1980er Jahren begann dann die Einrüstung der „Tomahawk“ in Vertikalstartern auf den ersten nukleargetrieben Angriffs-U-Booten (SSN). Obwohl die „Tomahawk“ als Nuklearwaffe erdacht wurde, kam ab 1982 zunächst die konventionelle Version („Tomahawk Anti-Ship Missile“) auf Überwasserkriegsschiffen zum Einsatz, ab 1983 folgte die U-Boot-Version.

Abschließend widmen sich die Autoren noch dem Zukunftsaspekt. Im Anlagenteil werden die verschiedenen Marschflugkörper mit den wichtigsten technischen Daten sowie die US- bzw. sowjetischen/russischen Träger-U-Boote erklärt. Das Buch bereitet die Entwicklungsgeschichte der strategischen Marschflugkörper in umfassender und verständlicher Weise auf, vermittelt interessante Hintergrundaspekte unterstützt durch umfangreiche Bebilderungen und kann dem interessierten Leser so ein detailliertes Bild vermitteln.

-hb-

 

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