• Veröffentlichungsdatum: 15.01.2019
  • – Letztes Update: 18.01.2019

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Neue Schiffe für die Deutsche Marine

Tristan Nikischer

Einrüsten der F 224 „Sachsen-Anhalt“ auf einer Hamburger Werft, 2018. (Foto: RedTD/Zanko)
Einrüsten der F 224 „Sachsen-Anhalt“ auf einer Hamburger Werft, 2018. Die F224 ist die dritte Einheit der Fregattenklasse 125. (Foto: RedTD/Zanko)

Die Deutsche Marine rüstet auf: In den nächsten Jahren wird ein zweistelliger Milliardenbetrag in die Beschaffung von neuen U-Booten, Fregatten, Korvetten und anderen Mehrzweckkampfschiffen investiert.

Ab 2019 wird die Deutsche Marine wieder „wachsen“. Gewisse maritime Rüstungsprojekte, wie die Fregatte F125, verzögerten sich seit Jahren.

Fregatte F125

Die Marine stellt 2019 zwei Fregatten vom Typ F125 in den Dienst: Im Frühjahr die „Baden-Württemberg“, im Herbst folgt die „Nordrhein-Westfahlen“. Zwei weitere Fregatten vom gleichen Typ sollen 2020 ausgeliefert werden. Die 150 Meter langen Fregatten werden in Kiel und Bremen gebaut und sind für globale und langfristige Einsätze ausgelegt, da sie zwei Jahre ohne Werftzeit unterwegs sein können. Das Rüstungsprojekt F125 kostet aufgrund langer Verzögerungen eine Milliarde Euro mehr. Der Gesamtpreis des Projektes beläuft sich auf 3,1 Milliarden Euro.

Sachsen-Anhalt (F 224) zur Einrüstung am Dock der Werft Blohm + Voss in Hamburg. (Foto: RedTD/Zanko)
„Sachsen-Anhalt“ (F 224) zur Einrüstung am Dock der Werft Blohm + Voss in Hamburg.
(Foto: RedTD/Zanko)
Bug der F 224, die 2019 in Dienst gestellt werden soll. (Foto: RedTD/Zanko)
Bug der F 224, die 2019 in Dienst gestellt werden soll.
(Foto: RedTD/Zanko)
Fregatte F 222 „Baden-Württemberg“ in der Werft Blohm + Voss in Hamburg im Juli 2014. (Foto: Bundesstefan/CC BY-SA 4.0)
Fregatte F 222 „Baden-Württemberg“ in der Werft Blohm + Voss in Hamburg im Juli 2014. Die Indienststellung des zukünftig größten Schiffes der Deutschen Marine verzögerte sich mehrmals. Sie soll im Frühjahr 2019 stattfinden.
(Foto: Bundesstefan/CC BY-SA 4.0)
Die noch nicht in Dienst gestellte Fregatte F 222 „Baden-Württemberg“ bei der magnetischen Vermessung an der Wilhelmshavener Wiesbadenbrücke. (Foto: Ein Dahmer/CC BY-SA 4.0)
Die noch nicht in Dienst gestellte Fregatte F 222 „Baden-Württemberg“ bei der magnetischen Vermessung an der Wilhelmshavener Wiesbadenbrücke.
(Foto: Ein Dahmer/CC BY-SA 4.0)

Korvette K130

Die Lürssen-Werft in Bremen beginnt am 7. Februar 2019 mit dem Zuschneiden von ersten Stahlplatten für den Bau von fünf Korvetten des Typs K130. Sie sollen zwischen Herbst 2022 und Sommer 2025 der Marine übergeben werden. Es ist das zweite Los des Schiffstyps. Die Schiffsteile werden auf Werften in Bremen, Kiel und Wolgast gefertigt und in Hamburg zusammengebaut.  Hauptaufgabe der K130 ist die Aufklärung der Überwasserlage und die Seezielbekämpfung. Für bereits in Dienst befindliche K130 werden zwei Drohnen für die Seeraumüberwachung beschafft.

Die bereits im Dienst befindliche Korvette F 264 „Ludwigshafen am Rhein“ vom Typ K130 der Deutschen Marine in einem Dock der Norderwerft in Hamburg-Steinwerder. (Bild: © Ajepbah /Wikimedia Commons /Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE)
Die bereits im Dienst befindliche Korvette F 264 „Ludwigshafen am Rhein“ vom Typ K130 der Deutschen Marine in einem Dock der Norderwerft in Hamburg-Steinwerder.
(Bild: © Ajepbah /Wikimedia Commons /Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE)
Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ am Weg zu einer Übung. (Foto: Mark Harkin/CC BY 2.0)
Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ am Weg zu einer Übung.
(Foto: Mark Harkin/CC BY 2.0)
Fockmast der F 260. (Foto: Erik Lundin/CC BY-SA 3.0)
Fockmast der F 260.
(Foto: Erik Lundin/CC BY-SA 3.0)
Die Brücke der F 260 „Braunschweig“. (Foto: Erik Lundin/CC BY-SA 3.0)
Die Brücke der F 260 „Braunschweig“.
(Foto: Erik Lundin/CC BY-SA 3.0)

Mehrzweckkampfschiff 180

Das Mehrzweckkampfschiff 180 (MKS 180) soll in Zukunft das „Flaggschiff“ der Deutschen Marine werden. Die mittlere Überwasserkampfeinheit wird ungefähr 10.000 BRT verdrängen und in der Lage sein, Ziele in der Luft sowie über und unter Wasser zu bekämpfen. Das MKS 180 kann auch Landeinsätze führen. Die Marine will vier Stück (plus zwei optionale) kaufen. Sie werden im Frühjahr 2019 ausgeschrieben. Der erforderliche Parlamentsbeschluss soll im Sommer/Herbst 2019 folgen. Die Kosten des Rüstungsprojektes werden auf circa vier Milliarden Euro geschätzt. Ab 2027 soll jährlich ein Schiff ausgeliefert werden. Um die Ausschreibung sind die German Naval Yards in Kiel und die niederländische Werft Damen Shipyards mit Blohm und Voss in Hamburg als Partner bemüht. 

U-Boote

Das deutsche U-Boot-Geschwader in Eckernförde an der Ostsee wird voraussichtlich 2027 und 2030 als Teil einer Kooperation mit Norwegen zwei weitere U-Boote erhalten. Zurzeit verfügt es über sechs U-Boote. Die Vereinbarung mit dem skandinavischen Land umfasst ein geplantes Baulos von sechs Booten, vier Stück davon sollen an Norwegen gehen. Der Kaufvertrag wird vermutlich 2019 unterschrieben. Der Bau soll bei Thyssenkrupp Marine Systems in Kiel stattfinden.

Hubschrauber „Sea Lion“

Die Marine erhält am 24. Oktober 2019 die ersten von 18 neuen mittleren Transporthubschraubern des Typs NH90 „Sea Lion“. Sie sollen den Sikorsky S-61 „Sea King“, der seit 1975 im Dienst der Marine steht, ersetzen und seine Aufgaben übernehmen. Zu diesen zählt taktischer Lufttransport, Seeraumüberwachung, Search and Rescue (Suche und Rettung bei Seenotfällen) sowie Boarding (Entern von feindlichen Schiffen). Der „Sea Lion“ wurde gemeinsam von Frankreich, Italien, den Niederlanden und Deutschland entwickelt und soll in Zukunft von vielen europäischen NATO-Mitgliedsstaaten das Rückgrat der Hubschrauberflotte bilden.

NH90 der Heeresflieger der Bundeswehr. (Foto: Igge/ CC BY-SA 3.0).
NH90 der Heeresflieger der Bundeswehr.
(Foto: Igge/ CC BY-SA 3.0).
NH90 „Sea Lion“ der Königlich Niederländischen Marine. Die Niederlande waren ebenfalls an der Entwicklung des Hubschraubers beteiligt. (Foto: FlyboyHCH/CC BY 3.0)
NH90 „Sea Lion“ der Königlich Niederländischen Marine. Die Niederlande waren ebenfalls an der Entwicklung des Hubschraubers beteiligt.
(Foto: FlyboyHCH/CC BY 3.0)
NH90 „Sea Lion“ der französischen Marineflieger. Frankreich war einer der Mitentwickler des mittleren Transporthubschraubers. (Foto: Sirpa Marine/CC BY-SA 3.0)
NH90 „Sea Lion“ der französischen Marineflieger. Frankreich war einer der Mitentwickler des mittleren Transporthubschraubers.
(Foto: Sirpa Marine/CC BY-SA 3.0)
NH90 der Bundeswehr auf der Fachmesse ILA 2016. (Foto: Julian Herzog/CC BY 4.0)
NH90 der Bundeswehr auf der Fachmesse ILA 2016.
(Foto: Julian Herzog/CC BY 4.0)

Tristan Nikischer, BA ist Redakteur beim TRUPPENDIENST.

 

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