• Veröffentlichungsdatum: 20.07.2021
  • – Letztes Update: 28.07.2021

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Kampf im urbanen Gelände

Paul Schönbacher

Erkenntnisse und Erfahrungen

Seit dem Jahr 2017 hat die 4. Panzergrenadierbrigade die Themenführerschaft für den Kampf im urbanen Umfeld (Military Operations in Urban Terrain – MOUT). Die Brigade soll in weiterer Folge ein Planspiel auf der Ebene eines großen Verbandes mit internationaler Beteiligung planen und durchführen. Das Projekt und die bis dato gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass mechanisierte Kräfte unverzichtbar für ein derartiges Szenario sind.

Die 4. Panzergrenadierbrigade (4.PzGrenBrig) beschäftigt sich intensiv mit der Thematik „Kampf im urbanen Umfeld“ in Theorie und Praxis und soll nach mittlerweile fünf Jahren – also 2021 – ein Planspiel auf der Ebene großer Verband mit internationaler Beteiligung durchführen. Dieses Planspiel soll den Kampf mechanisierter Verbände in einer Großstadt inmitten der Zivilbevölkerung behandeln. Die im Österreichischen Bundesheer (ÖBH) vorhandene Vorschrift für den Kampf im urbanen Umfeld ist umfangreich, dennoch mussten die Problemstellung für den großen Verband zuerst in seiner Gesamtheit erfasst, die richtigen Fragen gestellt und die Vorgehensweise in einem Projektablaufplan festgelegt werden. Diese Praxis – das „Handwerk“ – trainierten die Soldaten der 4.PzGrenBrig intensiv im Gelände.

Die Themenführerschaften werden derzeit in den Streitkräften aufgrund der gebundenen Kräfte in Assistenzeinsätzen nur mit eingeschränkten Ressourcen weiterverfolgt. Die gefechtstechnische und taktische Ausbildung in der 4. Panzergrenadierbrigade wurde nachhaltig durch die gewonnenen Erkenntnisse weiterentwickelt.

Military Operations in Urban Terrain – MOUT

Die der 4. Panzergrenadierbrigade zugeordnete Themenführerschaft bei der „Bewältigung konventioneller Einsätze unter besonderer Berücksichtigung hybrider Bedrohungen im urbanen Raum inmitten der Bevölkerung“ entspricht dem Profil und Grundauftrag dieser für durchsetzungsfähige und robuste Einsätze vorgehaltenen Brigade. Eine umfassende Aufarbeitung war notwendig, bei der es zu bedenken galt, dass auch strukturell nicht abgebildete Fähigkeitenträger abzuleiten und darzustellen waren. Denn nur aufgrund des Umstandes, dass derzeit noch keine Drohnen bzw. Drohnenabwehr in den österreichischen Kampfverbänden integriert sind (dessen Notwendigkeit am aktuellen Beispiel des Konfliktes um Bergkarabach ersichtlich wurde), darf nicht der Fehler gemacht werden, diese Waffensysteme nicht einzubeziehen. Erfahrungen aus nationalen und internationalen Einsätzen mussten qualifiziert beurteilt, kriegsgeschichtliche Beispiele aufgearbeitet und durch eigene taktische bzw. gefechtstechnische Lösungsansätze so weit wie möglich mit den derzeit vorhandenen Ressourcen umgesetzt werden. Auch sollten sich aufgrund dieser tiefgreifenden Bearbeitung qualifizierte Beiträge zu Taktikparametern (Taktikhandakt) und Vorschriften sowie strukturelle Ableitungen ergeben und den Verband ermöglichen, Kaderfortbildungen auf hohem Niveau durchzuführen.

Definitionen

Bevor die 4. Panzergrenadierbrigade mit der Arbeit beginnen konnte, mussten Begriffe geklärt bzw. vereinheitlicht werden. Das Militärlexikon definiert den konventionellen Krieg, hybride Bedrohungen und den subkonventionellen Krieg (siehe Infobox), nicht jedoch den konventionellen Einsatz. Was den konventionellen Einsatz betrifft, wurde davon ausgegangen, dass jeder Einsatz des Bundesheeres als konventionell zu betrachten ist, da dieser den geltenden Rechtsnormen und Vorschriften folgt. Daher wurde der Begriff „konventionelle Einsätze“ grundsätzlich auf einen konventionell kämpfenden regulären Gegner bezogen.

Urbane Übungsmöglichkeiten

Da das beurteilte Bedrohungsbild mit ihren hybriden Bedrohungen für die Zukunft als Schwergewicht gesehen werden, waren subkonventionelle Taktiken und Gefechtstechniken, bei denen irreguläre Kampfweisen und auch Kampfmittel zur Anwendung kommen, von der Brigade mit zu berücksichtigen. Folglich ergab sich daraus eine Mischung des Bedrohungsbildes aus einem konventionell und subkonventionell kämpfenden Gegner. Der urbane Raum verlangt eine strikte Eingrenzung auf das urbane Umfeld, also auf eine Stadt oder Großstadt. Das Problem war (und ist), dass solche Anlagen in Österreich nicht existieren. Es musste also für das praktische Üben mit einem „gerüttelt Maß“ an Improvisation zunächst mit den im ÖBH verfügbaren Möglichkeiten das Auslangen gefunden werden. In weiterer Folge trainierten die Soldaten der 4.PzGrenBrig – erstmals in der Geschichte des ÖBH – auf dem Gefechtsübungszentrum Altmark (Sachsen-Anhalt) in der „Übungsstadt für Stadt- und Häuserkampf Schnöggersburg“. Das brachte einen enormen Erfahrungsgewinn für die österreichischen Truppen mit sich. Robuste Szenarien sind im Bundesheer-Plan festgelegt und durch die Vorgaben des Militärstrategischen Konzeptes 2017 (MSK 2017) definiert. Für das Inland sind darin die „Schutzoperation“ und die „Abwehroperation“ festgelegt. Letztere war für diese Themenführerschaft relevanter, da in Schutzoperationen der Fokus auf einen nicht konventionell kämpfenden Gegner gelegt wird. Die Bekämpfung eines solchen Gegners geschieht durch reguläre Truppen ebenfalls konventionell und verlangt, wie mittlerweile anerkannt, ebenfalls nach robusten Kräften.

Die Aussage „inmitten der Bevölkerung“ bedeutet, dass in allen Aspekten der Einsatzführung die Zivilbevölkerung, die sich im urbanen Raum befindet, berücksichtigt werden muss. Diese ist meist der Schlüssel zur Erlangung der Kontrolle über den urbanen Raum. Bei der Analyse des Einsatzraumes ist die Bevölkerung der integrale Bestandteil und hat demzufolge massive Auswirkungen auf die Einsatzführung und den Einsatzerfolg. Allein dieser Umstand bestätigte die Bedeutung der effektbasierten Planung bereits auf taktischer Ebene und verdeutlichte, wie sehr alle Möglichkeiten der Wirkung von Landstreitkräften im Bereich Manöver, Feuer, Beeinflussen und Informieren rechtzeitig berücksichtigt werden müssen.

Projektentwicklung

Der Fokus der Bearbeitungen war schwergewichtsmäßig auf die Einsatzart Angriff gelegt. Die Projektentwicklung betreffend, erstellte die Brigade ein taktisches Design mit nachfolgendem Gesamtziel: Die 4.PzGrenBrig verfügt über das militärische Wissen zum Anlegen von Planspielen „Kampf im urbanen Umfeld“ in allen Teilbereichen und trägt zur Fähigkeitenentwicklung „urbaner Kampf“ bei.

Um das Ziel zu erreichen, legte der Brigadestab Handlungslinien fest, die sich an den wichtigsten Fähigkeitsbereichen orientieren. Diese sind:

  • Command: Planung und Führung von robusten Einsätzen im urbanen Umfeld bis zur mittleren taktischen Führungsebene. 
  • Inform: Schaffung eines umfassenden Lagebildes für Einsätze der Brigade im urbanen Umfeld.
  • Engage: Durchsetzung eines militärischen Auftrages gegen einen nach militärischen Grundsätzen kämpfenden hybriden Gegner.
  • Protect: Höchstmögliche Minimierung eigener Verluste im Kampf unter gleichzeitigem Schutz der Bevölkerung vor Ort.
  • Sustain: Sicherstellung der Versorgung zur Unterstützung der kämpfenden Truppen im urbanen Umfeld.

 

Um die Zielerreichung überprüfen zu können, war es erforderlich, Effekte und Handlungen messbar zu machen. Beispielhaft sei der Fähigkeitenbereich „Engage“ angeführt, da hier die meisten, zum Teil zeitintensiven, praktischen Übungen im Gelände umgesetzt wurden. Um eine Konfliktpartei im urbanen Umfeld bewirken zu können, ist es erforderlich, „Tactics, Techniques und Procedures“ im urbanen Umfeld zu erarbeiten. Dafür wurde eigens die gefechtstechnische Truppenausbildung MOUT geplant und durchgeführt – ein Vorhaben, das in seiner Summe ein ganzes Quartal für ein Panzergrenadierbataillon beanspruchte und 2018 zweimal durchgeführt wurde. Zu diesem Zweck verlegte eine gemischt verstärkte Panzergrenadierkompanie KPE (Kaderpräsenzeinheit) für mehrere Wochen auf den Truppenübungsplatz Allentsteig, um in der Ortskampfanlage Steinbach zu üben.

Dadurch konnte die wechselnde Kampfweise der Panzergrenadiere (aufgesessener Kampf, abgesessener Kampf mit Feuerunterstützung etc.) im Kompanierahmen durch häufiges Anwenden gefestigt werden. Des Weiteren war bisher wenig darüber bekannt, wie sich die eigene Waffenwirkung im urbanen Raum entfaltet. Es wurden Tests mit scharfer Munition durchgeführt, z. B. im Zuge eines Artilleriebeschusses der verfallenen Ortschaft Pötzles (Truppenübungsplatz Allentsteig) durch das Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4 (AAB4) oder durch Erprobungsschießen des Amtes für Rüstung und Wehrtechnik (ARWT) mit den Munitionsarten des Schützenpanzers „Ulan“. Joint Fire Support im urbanen Umfeld musste ausgebildet und das Wissen um nutzbare Wirkmittel geschaffen werden. Gleicherweise waren die Führungssimulator- und Combined Arms Tactical Trainer-Ausbildung urban, das Erstellen von Bearbeitungshilfen zur Durchführung des Planungsverfahrens, das Analysieren der Gefechtsbeispiele Falludscha und Mossul sowie das Verfassen zweier Masterarbeiten zu diesem Thema genauso Bestandteil dieses Projektes, um nur einige Beispiele zu nennen. Durch diese umfangreichen Maßnahmen in den Bereichen Übung und Ausbildung sowohl im In- als auch im Ausland sowie von dem hierdurch erworbenen Wissen ihrer Soldaten, wird die Brigade noch über Jahre hinaus profitieren.

Projekterkenntnisse

In weiterer Folge wird ein Auszug aus den wichtigsten Erkenntnissen beschrieben. Dabei wird nach der Systematik „Technik – Taktik/Gefechtstechnik – Ausbildung“ vorgegangen. Als unabhängig von der Waffengattung – common to all – stellte sich heraus: Im technischen Bereich wird für den Einsatz im urbanen Umfeld ein Battlefield Management System verlangt. Ein in Echtzeit verfügbares Lagebild ist erforderlich, um die eigenen Reaktionszeiten verkürzen und zeitgemäß führen zu können. Was die Taktik und Gefechtstechnik anbelangt, ist eine im Gefechtsfahrzeug handhabbare Führungshilfe notwendig. Die 4.PzGrenBrig entwickelte deswegen ein „Urban Flip Book“, worin sämtliche Bereiche der für den Einsatz relevanten Stadt, in Form einer Karte abgebildet und von allen Nutzern einfach aufgefunden und angesprochen werden konnten. Für die Ausbildung ist zu beachten, dass alle Kommandanten mit den urbanen Formen des Manövers (z. B. Urban Thrust, Urban Penetration) vertraut sein müssen. Diese werden vom taktischen Dilemma im urbanen Umfeld begleitet: von den drei anzustrebenden Zielen im Gefecht – (1) geringe Kollateralschäden, (2) effektive Kontrolle des Raumes und (3) hohes Tempo – können maximal zwei erreicht werden. Daher muss bei den Varianten genau abgewogen werden, welche davon die Vorgaben des Kommandanten am besten erfüllt.

Das ganze militärische Handeln im urbanen Umfeld ist von intensiven Anstrengungen im Bereich der Informationsoperationen zu begleiten, um die Unterstützung der dortigen und auch der eigenen Bevölkerung zu gewinnen. Um sicherzustellen, dass alle Soldaten die grundlegenden Tactics, Techniques and Procedures (TTP) auch wirklich beherrschen, sind Volltruppenübungen im Sinne einer „Gefechtstechnischen Truppenausbildung“ (GTA) unabdingbar. Diese haben im Jahr 2018 beide österreichischen Panzergrenadierbataillone für je ein Quartal gebunden und wurden mit den Kaderpräsenzeinheiten durchgeführt. Im Vorfeld der aktiven Übungsphase kooperierte die 4.PzGrenBrig intensiv mit dem Institut Jäger der Heerestruppenschule bezüglich der Ausbildungsinhalte. Die wesentlichsten Eckpfeiler dieser Ausbildung waren das Führungsverfahren der Kompanie, die Feuervorbereitung, der Einbruch in die Ortschaft, das ab- und aufgesessene Vorgehen ins Angriffsziel (AZ) sowie das Nehmen und Halten des AZ. Dafür wurde die Panzergrenadierkompanie durch ein Joint Fire Support Team, einen Kampfpanzerhalbzug sowie einen Scharfschützentrupp verstärkt.

 

Aufklärung

Zieldatenfähige Drohnen müssen ununterbrochen (24/7) verfügbar sein. Ohne diese Luftmittel ist es nicht möglich, im unübersichtlichen Bereich einer Großstadt einen Überblick über die Lage zu gewinnen, denn kurze Sichtstrecken am Boden erfordern Luftmittel. Zudem müssen die Soldaten der Aufklärungstruppe über hochmobile und geschützte Trägerfahrzeuge verfügen, da sie räumlich eng an die vorgehende Kampftruppe angebunden sein müssen.

Artillerie

Die Truppe muss über eine hochpräzise Zielerfassungsfähigkeit in Kombination mit Präzisionsmunition verfügen. Großflächige Kollateralschäden durch Steilfeuerbeschuss sind in der heutigen Zeit gesellschaftlich nicht mehr zu rechtfertigen. Schon durch die Wahl des Stellungsraumes können Kollateralschäden deutlich reduziert werden. Wind und Flugbahn können durch Leucht- und Nebelgranaten beurteilt werden, was jedoch aufgrund der Sekundärwirkung dieser Munition Gefahren in sich birgt. Der Beobachtungstrupp muss gehärtet sein und die Verfahren der Kampftruppe beherrschen. Er muss in der Lage sein, den Schutzwert von Gebäuden zu beurteilen. Die Fähigkeitenentwicklung in den Bereichen Close Combat Attack und Close Air Support ist zu forcieren, was durch Beschickung internationaler Lehrgänge mit Kaderpersonal ständig erfolgt.

Panzer

Der Schutz gegen Panzerabwehr mit kurzer Reichweite ist vonnöten. Diese wird im urbanen Umfeld, auch aus höheren Gebäuden, eingesetzt. Dazu sind aktive und passive Schutzmaßnahmen nachzurüsten. Auch der Schutz gegen Drohnen ist notwendig. Gerade der aktuelle Konflikt um Bergkarabach zeigt zum wiederholten Mal, wie wehrlos Kampfpanzer gegen diese Waffen sind, wenn keine geeigneten Mittel zur Abwehr zur Verfügung stehen. Dieser Umstand trifft jedoch ebenso für den Einsatz im ländlichen Raum zu. Die Zusammenarbeit mit den Panzergrenadieren ist, das wird im urbanen Umfeld besonders deutlich, vollumfänglich notwendig. Die Elevation der Panzerkanone kann mit dem Schützenpanzer nicht mithalten und abgesessene Infanteristen sind erforderlich, um den Kampfpanzer zu schützen und den Raum zum Manövrieren beurteilen zu können. Hier sind Fehler sofort tödlich, da Kampfpanzer speziell im Heckbereich und von oben besonders verwundbar sind. Diese Schwäche wird durch den Panzergrenadier ausgeglichen. Darum wäre anzustreben, dass in Österreich eine urbane Trainingsanlage mit ausreichender Tiefe errichtet wird. Um in so einer Anlage zu üben, verlegte eine Kompanie des Panzerbataillons 14 im Jänner 2018 in die „Übungsstadt Schnöggersburg“ der Deutschen Bundeswehr in der Letzlinger Heide und erhielt dort ein realitätsnahes Einsatztraining.

Panzergrenadierbrigade

Die gepanzerten Kampf- und Gefechtsfahrzeuge (GKGF) benötigen eine Kamera zur Rundumsicht und für die absitzenden Panzergrenadiere ist ein ballistischer Schutz vorzusehen. Aus taktischer Sicht ist an dieser Stelle anzuführen, dass der schwere Granatwerferzug nun wieder Bestandteil der Grenadierbataillone ist. Dieser Zug ist das unmittelbare Steilfeuer unter der Führung des Bataillonskommandanten und somit für das Bataillon sofort verfügbar. Joint Fire Support Teams (siehe dazu auch TD-Heft 2/2014) und Scharfschützen werden auf Ebene der Kompanie benötigt, die zudem mit zahlreichen Elementen wie Pionieren und ABC-Abwehrsoldaten sowie Drohnenelementen zu ergänzen sind.

Ableitungen

Dieser Mix aus Fähigkeiten, gepaart mit dem Umstand, dass ein Kompaniekommandant mehrere Waffengattungen auf engstem Raum und häufig ohne direkte Verbindung zum Bataillonskommandanten alleine handhaben muss, stellt massive Anforderungen an das gefechtstechnische Können und an das taktische Verständnis dieser Funktion. Dieser Umstand muss künftig berücksichtigt werden. Der im Bundesheer gängigen Praxis, oftmals eher junge und unerfahrene Offiziere als Kompaniekommandanten einzuteilen und die älteren und erfahrenen Offiziere im Bataillonsstab zu verwenden, sollte aus Sicht der 4.PzGrenBrig überdacht und ihr entgegengewirkt werden. Für die Ausbildung selbst ergibt sich, dass TTP für den auf- und abgesessenen Stoß der Grenadiere beherrscht und, wie in früheren Zeiten üblich, das Joint Fire Support Team (damals der Artilleriebeobachter) bei Übungen und Ausbildungen immer berücksichtig werden muss. All diese Erkenntnisse werden von dem Umstand begleitet, dass für das Planungsverfahren im urbanen Umfeld sämtliche Beurteilungsschritte Besonderheiten aufweisen, die bei Fortbildungen geübt werden müssen. Das urbane Umfeld ist aus zukünftigen militärischen Konflikten nicht mehr wegzudenken. Es muss als fixer Bestandteil mit den Bereichen Technik, Taktik, Gefechtstechnik und Ausbildung in Zusammenhang gebracht werden. Die Ausbildung ist eine reine Truppenausbildung und innerhalb des Verbandes mit den Soldaten zu üben, um im Gefecht zusammenzuwirken und bestehen zu können. Das Fazit aus den bisherigen Aktivitäten im Zuge dieser Themenführerschaft lautet, dass mechanisierte Kräfte für den urbanen Kampf unverzichtbar sind. Die Trias aus Feuerkraft, Beweglichkeit und Schutz kann durch diese Truppen am besten verwirklicht werden.

Oberstleutnant dG Mag.(FH) Paul Schönbacher, PhD; Chef des Stabes der 4. Panzergrenadierbrigade.

 

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