• Veröffentlichungsdatum: 03.10.2019
  • – Letztes Update: 04.10.2019

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Bunker gegen Hitler

Gerold Keusch

(Foto: RedTD/Michael Barthou)
(Foto: RedTD/Michael Barthou)

Nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 begann die tschechoslowakische Armee ab dem Jahr 1935 mit dem Bau ortsfester Vereidigungsanlagen an der Grenze zu Deutschland und später zu Österreich. Diese Anlagen wurden nach dem französischen Vorbild der Maginotlinie errichtet und waren das Rückgrat der tschechoslowakischen Landesverteidigung. Durch den Anschluss des Sudetenlandes 1938 wurde dieses Fortifikationssystem nutzlos, da es sich nun im Deutschen Reich befand. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Bunkeranlagen aus den 1930er-Jahren in die tschechoslowakische Verteidigungsdoktrin des Kalten Krieges eingewoben. Bis in die 1990er bildeten sie erneut das Rückgrat gegen eine militärische Bedrohung aus dem Westen, wenn auch unter anderen Vorzeichen.

Diese Artikelserie thematisiert die politischen und militärischen Hintergründe, die für den Bau des Tschechoslowakischen Walls ausschlaggebend waren sowie die Umsetzung der tschechoslowakischen Verteidigungsstrategie. Darüber hinaus werden die historischen Entwicklungen, die zur Annexion des Sudetenlandes und in weiterer Folge zur Zerschlagung der restlichen Tschechoslowakei geführt haben, aber auch deren Auswirkungen für den Beginn des Polenfeldzuges und somit des Zweiten Weltkrieges erörtert. Der örtliche Fokus liegt auf den südmährischen Verteidigungsanlagen des Tschechoslowakischen Walles, die ein Teil dieses Befestigungsgürtels an der Grenze und im Hinterland waren.

Einzelartikel der Serie


Teil 1:
  Hintergründe und Ausgangslage

Teil 2:  Organisation der tschechoslowakischen Landesverteidigung

Teil 3:  Die leichten Bunker des Walles

Teil 4:  Die schweren Bunker des Walles

Teil 5:  Politisch-militärische Entwicklungen zwischen 1938 und 1939 

Teil 6:  Die Bunker heute


Die Datenerhebung für diese Artikelserie, die in gekürzter Version im TRUPPENDIENST 367 (Ausgabe 1-2019) erschien, erfolgte durch den Besuch der Bunkermuseen in Slavonice und Satov und der mehrfachen Erkundung vor Ort an diversen Abschnitten an der tschechisch-österreichischen Grenze sowie im Hinterland. Zusätzlich wurde Fachliteratur gesichtet, aber auch Fotografien, Karten, Grafiken, diverse Websites sowie Primärquellen wie Protokolle, Verträge etc. ausgewertet. Darüber hinaus unterstützten das Sprachinstitut des Bundesheeres und Dr. Prokop Tomek vom Militärhistorischen Museum in Prag die inhaltliche Bearbeitung dieser Artikelserie.

Offiziersstellvertreter Gerold Keusch, BA ist Redakteur beim TRUPPENDIENST.

 

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