• Veröffentlichungsdatum: 07.12.2021
  • – Letztes Update: 09.12.2021

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Blackout: Ist die Bevölkerung vorbereitet?

Herbert Saurugg

Im Herbst 2012 wurde im TRUPPENDIENST erstmals über das Szenario Blackout berichtet. Neun Jahre später ist das Thema im Bundesheer und in der Öffentlichkeit angekommen. Unterschiedliche Organisationen und Akteure sprechen von einer konkreten Gefahr und der Notwendigkeit zum Handeln. Besonders gefordert ist die Bevölkerung, was noch viel stärker kommuniziert werden muss. Denn niemand kann Millionen Menschen versorgen oder helfen, wenn die gewohnten Strukturen nicht mehr funktionieren. Die Umfassende Landesverteidigung (ULV) des Kalten Krieges sollte, auch aufgrund der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, wieder stärker ins Blickfeld einer gesamtstaatlichen Krisenbewältigungsfähigkeit rücken.

Das Wording und die Ausgangslage der ULV sind längst überholt und obsolet. Die Vorgängergenerationen waren in den 1970er-Jahren deutlich weitsichtiger. Vieles wird heute für selbstverständlich hingenommen. Gleichzeitig ist die Gesellschaft so verwundbar wie schon lange nicht mehr. Die Lücke zwischen Erwartungen und Annahmen sowie der Realität könnte nicht größer sein. Egal auf welcher Ebene. Es fehlt an einer entsprechenden Sicherheitskultur und Glaubwürdigkeit, was zu immer mehr Misstrauen und Polarisierung führt. Hier braut sich eine gefährliche Mischung zusammen. Es wäre daher angebracht, das alte Konzept zu reaktivieren und mit einer Anpassung an die neuen Rahmenbedingungen der 2020er-Jahre zu versehen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden.

Falsche Erwartungen

Die Universität Wien fragte im April 2021 in einer repräsentativen Umfrage nach dem Vertrauen in die staatlichen Einrichtungen bei einem akuten Katastrophenfall. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie darauf vertrauen, „dass der Staat die Basisversorgung von Grundnahrungsmitteln, medizinischer Grundversorgung, öffentlicher Sicherheit und Energie- bzw. Wasserversorgung im Katastrophenfall (Blackout) für vier Wochen aufrechterhalten kann.“ Es ist erfreulich, wenn viele Menschen den staatlichen Fähigkeiten vertrauen. Gleichzeitig handelt es sich um falsche und unrealistische Erwartungen – denn der Staat sind wir alle. Wenn die gewohnten Strukturen nicht mehr funktionieren, können diese durch keine andere Organisation – auch wenn diese noch so gut vorbereitet wäre – ersetzt werden. Werden Erwartung nicht erfüllt, hat das große Auswirkungen auf die Stimmungslage und führt zwangsweise zu einem Vertrauensverlust. Hier fehlt die Geistige Landesverteidigung (GLV), um den Menschen ein realistisches Bedrohungsbild und die notwendigen Handlungskompetenzen zu vermitteln.

Geistige Landesverteidigung

Die GLV könnte heute wichtige Zusammenhänge und die Folgen der steigenden Komplexität vermitteln. Nach wie vor werden die Folgen eines Blackouts unterschätzt. Nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von vielen Entscheidungsträgern. Es geht nicht nur um einen großflächigen Stromausfall, sondern um einen schwerwiegenden und länger andauernden Versorgungsausfall, gefolgt von massiven Versorgungsengpässen. Darauf ist man überhaupt nicht vorbereitet. Während die Stromversorgung in Österreich nach rund einem Tag wieder funktionieren sollte, würde dies auf europäischer Ebene deutlich länger dauern. Aber auch dann herrscht noch lange keine Normalität. Denn es wird zumindest mehrere Tage dauern, bis nach dem Stromausfall die Telekommunikation – Handy, Festnetz und Internet – wieder halbwegs stabil funktioniert. Beim Wiederhochfahren muss mit erheblichen Problemen durch Hardwareschäden, Störungen und Überlastungen gerechnet werden – insbesondere, je länger der Stromausfall gedauert hat. Solange die Kommunikation nicht stabil ist, funktioniert keine Produktion, Logistik oder Warenverteilung – auch keine Treibstoffversorgung. Lokale Ausnahmen gibt es nur dort, wo etwas vorbereitet wurde.

Aufgrund der generell mangelhaften Eigenvorsorge ist damit zu rechnen, dass sich bereits am Ende der ersten Woche bis zu sechs Millionen Österreicher im Überlebenskampf befinden: Sie und ihre Familien haben nicht mehr ausreichend zu essen, da ihre Vorräte aufgebraucht, die Supermärkte leer oder zerstört sind und keine Lieferungen kommen. Dies führt zu einer psychischen Belastung, die man sich kaum vorstellen kann. Erwachsene können damit noch eher umgehen. Kinder haben damit keinerlei Erfahrungen und sind daran gewöhnt, dass immer alles da ist. Der Stress der Kinder könnte sich auf die Eltern übertragen. Da einige Millionen Menschen betroffen wären, wären das zu viele, um allen zu helfen. Besonders schlimm ist, dass das auch das Personal jener Organisationen und Unternehmen betrifft, die eine Notversorgung oder den Wiederanlauf der Versorgung sicherstellen müssen. Damit tritt rasch eine kaum beherrschbare Abwärtsspirale ein. Die einzige Chance, um diesem Szenario kurzfristig zu entkommen, ist die rasche Mobilisierung der Eigenvorsorge möglichst vieler Menschen. Das Österreichische Bundesheer hat kürzlich damit begonnen, das Personal zur Eigenvorsorge aufzufordern. Zusätzlich wurde mit dem Gemeindebund eine Kampagne gestartet, um die Gemeinden und die Bevölkerung anzusprechen. Nach vielen Jahren wird damit wieder ein wichtiger Aspekt der Geistigen Landesverteidigung aufgegriffen: Die Herstellung der Krisenfitness.

 

Wirtschaftliche Landesverteidigung

Durch den betriebswirtschaftlichen Fokus der vergangenen Jahrzehnte sind vorhandene Reserven und Puffer so gut wie überall den Optimierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen zum Opfer gefallen – auch beim Österreichischen Bundesheer. Krankenhäuser mussten beispielsweise Leistungen auslagern und sind damit wie alle anderen Einrichtungen von einer funktionierenden externen Logistik abhängig. Lager gibt es fast nirgends mehr. Egal, ob das Treibstoff bei Einsatzorganisationen oder die Verpflegung betrifft. Selbst wichtige Einrichtungen haben häufig nur mehr für wenige Tage Lebensmittel vorrätig, um sich, die betreuten Personen und das Personal versorgen zu können. Besonders kritisch ist der generelle Vorbereitungsstand in Pflegeeinrichtungen, was bei einem Blackout schwerwiegende Folgen haben wird.

Funktioniert die Grundversorgung nicht mehr, drohen rasch Eskalationen. Besonders kritisch wird es, wenn die Wasserversorgung ausfällt. Dann gibt es kaum mehr einen Spielraum. Auch wenn die Wasserversorgung in vielen Regionen funktionieren wird, bedeutet das noch lange nicht, dass alle etwas erhalten werden. Oft hängt diese von Drucksteigerungsanlagen ab, wie etwa in höhergelegenen Gebieten oder Hochhäusern. Hier ist ein Vorrat unverzichtbar. Die nicht mehr vorhandene Wirtschaftliche Landesverteidigung (WLV) hat sich auch bei der Corona-Pandemie bemerkbar gemacht: Überall fehlte notwendige Schutzausrüstung und eigene Produktionskapazitäten waren kaum mehr vorhanden. Vieles wurde zugunsten einer betriebswirtschaftlichen Optimierung ins Ausland ausgelagert. Das soll sich wieder ändern, auch wenn es dauern wird.

Unterschätzte Abhängigkeit

2021 häuften sich durch die Pandemie oder die Suezkanal-Blockade Lieferkettenprobleme. Ein Ende ist nicht absehbar. Beispielsweise mussten im Mai und Juni 2020 in Deutschland zwei große Schlachthöfe wegen Coronainfektionen geschlossen werden. Ein Schlachthof stand vier Wochen still. Der Wiederanlauf dauerte 18 Wochen. Der sich aufgestaute Rückstau von über einer Million Schlachtungen konnte erst im Februar 2021 aufgelöst werden. Nun ist die gesamte Versorgungskette – von der Ferkelproduktion, über die Aufzucht, Schlachtung und  Kühllager – aus dem Gleichgewicht. Die Folgen werden in den nächsten Monaten sichtbar werden. Wenn bereits Einzelereignisse derartige Folgen auslösen, dann ist nicht zu erwarten, dass nach einem Blackout rasch wieder Stabilität und Normalität herrscht. Ganz im Gegenteil. Wenn quer über Europa für wenige Tage die Produktion ausfällt, wird es Monate und Jahre dauern (Phase 3), bis wieder eine stabile Versorgung hergestellt werden kann – mit globalen Folgen, insbesondere für die Sicherheitslage. Fast alle Just-in-Time Logistikketten kommen aus dem Gleichgewicht, bis hin zum Finanzsystem. Man sollte sich daher auf eine krisenhafte Zeit einstellen. Durch eine umsichtige WLV könnten zumindest kritische Bereiche der Grundversorgung abgemildert werden. Davon ist man aktuell weit entfernt. Die regionale Selbstversorgungsfähigkeit wird wahrscheinlich wieder an Bedeutung gewinnen.

 

Zivile Landesverteidigung

Die dritte Säule der ULV ist die Zivile Landesverteidigung, wo es um das Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure des Katastrophenschutzes, der Unternehmen und auch der Bevölkerung geht. Österreich hat einen ausgezeichneten Katastrophenschutz. Jedoch würden die Folgen eines Blackouts auch diesen rasch überfordern. Insbesondere, da in der Phase 1 und 2 eines Blackouts nur eine sehr eingeschränkte Kommunikation möglich sein wird. Eine großflächige Lage ist damit nicht beherrschbar.

Das Bundesheer und Innenministerium haben nun begonnen, die eigenen Dienststellen und Standorte wieder autark zu machen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Fähigkeiten der betriebswirtschaftlichen Optimierung geopfert. Auch in vielen Kommunen fehlen die notwendigen Vorbereitungen und Handlungskompetenzen, um mit einer solch schwerwiegenden Krise umgehen zu können. Das sind die negativen Nebenwirkungen der vermeintlichen „Friedensdividende“. Gleichzeitig wurden mit der umfangreichen Vernetzung und den damit verbundenen wechselseitigen Abhängigkeiten Probleme geschaffen, die mit den altbewährten Vorbereitungen und Handlungskompetenzen kaum mehr beherrschbar sind.

Österreich wird krisenfit!

Die Österreichische Gesellschaft für Krisenvorsorge hat im Herbst 2021 die nationale Initiative „Mach mit! Österreich wird krisenfit!“ angestoßen. Ziel ist es, mit einer nationalen Dachmarke das Bewusstsein für eine notwendige Krisenvorsorge zu wecken. Diese erstreckt sich nicht nur auf die Grundversorgung mit Lebensmitteln, sondern soll viele andere Aspekte, wie die mentale Vorbereitung auf solche seltenen und schwerwiegenden Ereignisse (wie eine Pandemie), umfassen. Durch die Akzeptanz und das Wissen um die Folgen eines solchen Szenarios werden die unmittelbare Stressbelastung reduziert und neue Handlungsspielräume geschaffen. Der Krisenvorsorge soll wieder mehr Bedeutung geschenkt werden. Bereits jetzt müssen auf den unterschiedlichen Ebenen konkrete Handlungsschritte und Anpassungen erfolgen – nicht erst nach dem Schaden. Die Gesellschaft kann sich die erwartbaren Schäden eines Blackouts schlichtweg nicht leisten.

Mit dem Lebensmittelhandel werden konkrete Vorsorgeaktivitäten vorbereitet. Ziel ist es, der Krisenfitness ein positives Image zu verleihen. Der Handel wird die Bevölkerung mit entsprechenden Angeboten unterstützen, was eine Win-win-Situation schafft: Die Vorsorgegüter sind dort, wo sie im Anlassfall benötigt werden. Damit sinkt die Gefahr, dass frühzeitig Verkaufseinrichtungen zerstört werden, was für den Wiederanlauf der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern katastrophal wäre. Zum anderen bedarf es einer Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren (Gemeinden), um eine geordnete Abgabe und den Schutz der Verkaufseinrichtungen sicherzustellen. Das Land Steiermark hat 2019 eine Blackout-Arbeitsmappe für Gemeinden in Auftrag gegeben. Sie steht nun als Handlungsanleitung zur Verfügung und ist eine essenzielle Hilfestellung. Jedoch fehlt es häufig an personellen oder zeitlichen Ressourcen, um sich damit intensiver auseinanderzusetzen. Es liegt also nicht am fehlenden Wissen, sondern an einer breiten Umsetzung.

 

Simulation „Neustart“

Um die Komplexität eines Blackouts und dessen Folgen sowie die notwendige vernetzte Zusammenarbeit zu vermitteln, wurde die Simulation „Neustart“ entwickelt. Am Beispiel einer Kleinstadt können kommunale Krisenstäbe eine Blackout-Bewältigung trainieren. Dabei werden vielschichtige Szenarien, das unverzichtbare Zusammenwirken aller Akteure und die aktive Einbindung der Bevölkerung in die Krisenbewältigung vermittelt. Eine solche Krise kann nur bewältigt werden, wenn frühzeitig mit dem Informieren und Einbinden der Bevölkerung sowie mit dem Rationieren von Ressourcen begonnen wird. Dieses Trainingswerkzeug eignet sich für die Fortbildung jeglicher Krisenstäbe und zum Vermitteln von komplexen Zusammenhängen. Es ist beabsichtigt, in Zusammenarbeit mit der Theresianischen Militärakademie entsprechende Trainer auszubilden, um eine rasche Verbreitung und Fortbildung kommunaler Krisenstäbe sicherzustellen. Auch die Miliz kann hier eine wichtige Rolle übernehmen.

Militärische Landesverteidigung

Damit kommt die vierte Säule der ULV, die Militärische Landesverteidigung, ins Spiel. Diese wird weiterhin ihre klassische Rolle wahrnehmen müssen. Gleichzeitig wird es aber notwendig sein, diese weiterzuentwickeln und an die neuen Sicherheitsbedrohungen anzupassen. Immer im Sinne von „Sowohl-als-auch“. Das Militär muss sich an die neue Komplexität anpassen und darf sich nicht auf die rein militärische Denkweise zurückziehen. Im Gelöbnis der Soldaten steht: „Ich gelobe, mein Vaterland, die Republik Österreich, und sein Volk zu schützen und mit der Waffe zu verteidigen“. Mit der Waffe zu verteidigen, kommt erst an zweiter Stelle. Daher geht es auch um die Abwehr und Bewältigung jeglicher disruptiven Ereignisse, die das Gemeinwesen gefährden. Die Folgen eines Blackouts sollten definitiv dazugehören.

Hier könnte das Bundesheer eine wichtige Rolle übernehmen: beim Unterstützen von Gemeinden bei der Umsetzung der „Blackout-Arbeitsmappe für Gemeinden“ und dem Herstellen der notwendigen Krisenfestigkeit als präventive Maßnahme. Damit wird die Gesellschaft weniger attraktiv für einen möglichen Aggressor. Auch die Miliz könnte durch ihre Verankerung in den Gemeinden und Unternehmen eine bedeutungsvolle Rolle übernehmen, denn: Führungsfähigkeit wird in Krisen wichtiger. Gleichzeitig können derart vernetzte Krisen nur durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen beherrscht werden. Vergleichbar mit dem Konzept des Jagdkampfes im Kalten Krieg oder der asymmetrischen Kriegsführung: Es gibt einen übermächtigen Feind, der nur mit dezentralen funktionalen Einheiten in Schach gehalten werden kann. Heute gibt es zum Glück keinen militärischen Feind, aber eine übermächtige potenzielle Bedrohung.

Dieses Konzept könnte daher bedeuten, dass dezentrale funktionale Einheiten heute in den Familien, Grätzeln, Ortsteilen oder Gemeinden beginnen. Auch militärisch gesehen wären kleine funktionale Einheiten erforderlich, die mit ihrem Fachwissen möglichst breit verteilt Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bei der Krisenbewältigung unterstützen und „bottom-up“ zur Erhaltung der Stabilität und Struktur beitragen. Nur so kann eine übergeordnete Ordnung und Stabilität wiederhergestellt werden.

Die Vorbereitung von „Schutz- und Hilfe-Zonen“ würde dem Ansatz entsprechen, ähnliche Sicherheitszonen wie in der Zeit der Raumverteidigung aufzubauen. Die kürzlich geschlossene Kooperation zwischen Bundesheer und Gemeindebund ist ein wichtiger Beitrag in diese Richtung. Derzeitige Ansätze, Soldaten oder auch Einsatzkräfte zentral zusammenzuziehen und punktuell einzusetzen, werden – wenn überhaupt – nur beschränkt funktionieren und vermutlich wenig effektiv sein. Hier wird ein neuer Denkrahmen benötigt, den bereits Albert Einstein formuliert hat: „Wir können die Probleme nicht mit der gleichen Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind.“

Zusammenfassung

Bei der Blackout-Vorsorge hat sich in Österreich in den vergangenen Jahren einiges getan. Jedoch haben auch die Probleme zugenommen. Das Eintrittsrisiko ist deutlich gestiegen. Ein Eintritt binnen der nächsten Jahre ist sehr realistisch und sollte erwartet werden. Man sollte daher ehrlich sein und keine falschen Erwartungen schüren: Ein Blackout würde eine enorme Belastungsprobe darstellen.

Niemand wird darauf ausreichend vorbereitet sein, da das bei einem derart gravierenden Ereignis schlichtweg nicht möglich sein wird. Daher geht es nicht nur um den Schutz oder die Abwehr, sondern insbesondere um die Bewältigungsfähigkeit und Anpassungsbereitschaft, um nach einem solchen Ereignis wieder rasch auf die Beine zu kommen und mit den Folgen umgehen zu können – sprich resilient zu sein, wobei die Widerstandsfähigkeit nur einen Teilaspekt darstellt. Entscheidender sind eine Lern- und Anpassungsfähigkeit, die Krisenfitness. Diese beginnt bei jedem Einzelnen mit der persönlichen Überlebensfähigkeit, um sich und seine Familie zumindest 14 Tage selbst versorgen zu können, damit man überhaupt wieder eine Notversorgung aufbauen kann. Es bleibt viel zu tun. Eine weitere „Kopf-in-den-Sand-Mentalität“ würde zu einem bösen Erwachen führen.

Major a. D. Herbert Saurugg, MSc; internationaler Blackout- und Krisenvorsorgeexperte und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge.

 

 

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