• Veröffentlichungsdatum : 30.01.2024

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Grundlagen der Taktik: Übungsgegner ROT

Georg Stiedl

Die Kriege um Berg-Karabach (2020) als auch in der Ukraine (seit 2022) haben den konventionellen Kampf zwischen den Streitkräften zweier Staaten wieder in den Blickpunkt der Politik und einer breiten Öffentlichkeit geführt. Damit die in diesen bewaffneten Auseinandersetzungen feststell- und beobachtbaren Veränderungen des Gefechtes der Landstreitkräfte und ihre Ableitungen ihren mittelfristigen Niederschlag in der Offiziersausbildung finden, wird derzeit das Lehrskriptum der Landesverteidigungsakademie „OPFOR konventionelle Landstreitkräfte, Gefechtsaufgaben und Gliederungen“ einer vollständigen Überarbeitung unterzogen. Nachdem im TD-Heft 02/2023 die Kräfte und Mittel sowie die Organisation des Übungsgegners dargelegt wurden, wird in der aktuellen Ausgabe das taktische Verfahren Angriff am Beispiel der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade beschrieben.

Wesen des Angriffes aus Sicht des Übungsgegners A

Der (Übungs-)Gegner A betrachtet den Angriff als die wichtigste Einsatzart. Nur der entschlossene, mit hohem Tempo vorgetragene Angriff in die Tiefe ermöglicht die vollständige Zerschlagung des Feindes. Alle anderen Einsatzarten und Einsatzformen dienen nur dazu, die Voraussetzungen für einen erneuten Angriff zu schaffen.

Der Angriff wird mit dem Ziel geführt, den Gegner zu bezwingen, wichtige Räume beziehungsweise Linien oder Objekte in Besitz zu nehmen oder im Bedarfsfall die eigenen Stellungen wiederherzustellen. Dabei sollen die Verbände des Gegners vor allem mit Feuer, in erster Linie durch die Kräfte und Mittel der Kampfunterstützung, frühzeitig und entschlossen bekämpft werden, um das Manöver der eigenen Truppen in die Tiefe der gegnerischen Räume zu ermöglichen. Gegnerische Kräfte werden dabei vernichtet oder gefangen genommen sowie Waffen und Ausrüstung erbeutet. Vorbereitet sowie begleitet von Artillerie- und Luftunterstützung sollen die Kräfte unter Ausnutzung des Geländes schnell und entschlossen an die Flanken und/oder in den Rücken des Gegners vorstoßen, um seine geplante Einsatzführung zu verhindern, seine Gefechtsordnung aufzubrechen in weiterer Folge in Teilen zu schlagen. Unter der Niederlage des Gegners wird dabei jener Zustand seiner Truppen verstanden, der aufgrund des Verlustes an Kampfkraft eine Fortführung des Kampfes kurz- und mittelfristig verhindert.

Der Angriff kann gegen eine vorbereitete oder eine eilig bezogene Verteidigung des Gegners geführt werden. Der Gegenangriff gegen einen vorrückenden Gegner (Begegnungsgefecht) oder die Verfolgung eines sich zurückziehenden Gegners stellen weitere Arten des Angriffsgefechts dar. In diesem Artikel wird der Angriff gegen einen verteidigenden Gegner beispielhaft näher betrachtet.

Platz und Rolle der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade im Angriff einer Armee

Der Platz der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade (sbstmotSBrig) in der Gefechtsordnung der Armee wird im Angriffsplan der Armee durch den Armeebefehlshaber festgelegt. Die sbstmotSBrig kann in der ersten Staffel der Armee im Haupt- oder Nebenstoß angreifen, die zweite Staffel der Armee bilden oder sich als Allgemeine oder Mobile Reserve der Armee zur Verfügung halten.

Greift die sbstmotSBrig innerhalb der ersten Staffel der Armee an, besteht ihre Aufgabe in der Zerschlagung der gegenüberstehenden gegnerischen Gruppierung und der Erfüllung der nächsten Aufgabe der Armee. Die sbstmotSBrig wird dazu mit Kräften und Mitteln der Armee sowie der zweiten Armeestaffel verstärkt.

Wenn die sbstmotSBrig als zweite Staffel der Armee zum Einsatz kommt, hat sie den Angriffserfolg der ersten Staffel auszubauen und mit ihr gemeinsam die weitere Aufgabe bzw. Tagesaufgabe der Armee zu erfüllen. Sie kann aber auch eingesetzt werden, um Truppenteile der ersten Staffel, welche schwere Verluste erlitten haben, zu ersetzen oder zu verstärken, um feindliche Reserven zu zerschlagen, feindliche Luftlandungen zu vernichten oder um in eine neue Angriffsrichtung zu handeln.

Wird die sbstmotSBrig als Allgemeine Reserve der Armee bereitgehalten, ist ihre Aufgabe, im Bedarfsfall die Anstrengungen in Richtung des Hauptstoßes zu verstärken, Gegenangriffe abzuwehren, Flanken und Lücken zu schützen und andere unvorhergesehene Aufgaben zu erfüllen.

Eine Brigade, welche als Mobile Reserve der Armee bereitgestellt wird, soll nach erfolgtem Durchbruch auf den Angriffserfolg der Hauptkräfte aufbauen und hochbewegliche Kampfhandlungen in der (operativen) Tiefe der gegnerischen Verteidigung durchführen. Um ein selbstständiges Handeln der Mobilen Reserve zu gewährleisten, wird diese in der Regel durch Kräfte der Heeresflieger, Luftsturmtruppen, Artillerie, Luftabwehr, Spezialtruppen, der Logistik und der medizinischen Unterstützung verstärkt. Aufgaben der Brigade als Mobile Reserve sind unter anderem der Angriff auf die Flanken und den Rücken der gegnerischen Hauptkräfte und die Vollendung ihrer Einschließung, die Blockierung von Rückzugswegen, die Einnahme von Flugplätzen und Nachschubbasen, die Einnahme und das Halten von Brückenköpfen an großen Wasserhindernissen und anderen wichtigen Räumen in der Tiefe des Gegners sowie die Störung der Truppenführung und der Handlungen des Gegners in seinem rückwärtigen Bereich.

Charakteristisch für die Handlungen einer Brigade als Mobile Reserve ist die Bildung von Streifzugabteilungen in Form von verstärkten motorisierten Schützenbataillonen (Bataillonskampfgruppen) zur Vernichtung von Gefechtsständen, Raketen-, Artillerie- und Flugabwehrstellungen sowie anderer wichtiger Objekte oder zum Bekämpfen und Einschränken gegnerischer Reserven. Eine Streifzugabteilung in der Stärke einer Bataillonskampfgruppe kann sich 20 bis 30 Kilometer von den Hauptkräften der Brigade lösen und ein bis zwei wichtige Ziele vernichten bzw. in Besitz nehmen.

Angriff gegen einen verteidigenden Gegner

Der Angriff einer selbstständigen motorisierten Schützenbrigade kann gegen eine vorbereitete oder eilig bezogene Verteidigung des Gegners geführt werden. Dabei erfolgt der Übergang zum Angriff auf einen verteidigenden Gegner entweder als „Angriff mit Heranführung aus der Tiefe“ oder als „Angriff aus der unmittelbaren Berührung mit dem Gegner“.

Je nach dem Grad der Verteidigungsvorbereitung, der gegnerischen Gefechtsordnung und Kampfführung sowie den Geländebedingungen können bei der Durchführung eines Angriffes zwei grundlegende Vorgehensweisen angewandt werden. Dabei zwischen dem „Angriff in einem Verantwortungsbereich“ und dem „Angriff in einem Angriffsstreifen“ unterschieden.

Die durchschnittliche Angriffsgeschwindigkeit eines Verbandes hängt von der Gliederung und dem Zustand des Gegners, dem Gleichgewicht der Kampfkraft beider Seiten und den Besonderheiten des Geländes ab.

Gefechtsaufgabe der sbstmotSBrig im Angriff

Die Gefechtsaufgabe der Brigade für den „Angriff in einem Verantwortungsbereich“ kann darin bestehen, den Gegner zu zerschlagen und eine Linie oder ein Objekt einzunehmen. Für diese Gefechtsaufgabe kann der angreifenden Brigade die gesamte Tiefe des Verantwortungsbereiches zugeordnet werden. Eine Unterteilung der Gefechtsaufgabe in eine nächste und eine weitere Aufgabe erfolgt in diesem Fall nicht.

Im Gegensatz zum „Angriff in einem Verantwortungsbereich“ wird die Gefechtsaufgabe einer Brigade beim „Angriff in einem Angriffsstreifen“ in eine nächste und eine weitere Aufgabe sowie eine weitere Angriffsrichtung unterteilt. Die nächste Aufgabe einer Brigade in einem Angriffsstreifen kann dabei darin bestehen, die erste Staffel der verteidigenden feindlichen Brigade (Regiment) zu zerschlagen und ihre erste Verteidigungsstellung einzunehmen. Die weitere Aufgabe besteht darin, den Angriff zu entwickeln, die gegnerischen Brigade- (Regiments-) Reserven zu zerschlagen und eine Linie in der Tiefe der Brigade (des Regimentes) in Besitz zu nehmen.

Allgemeine Gefechtsordnung einer sbstmotSBrig im Angriff

Die allgemeine Gefechtsordnung einer selbstständigen motorisierten Schützenbrigade im Angriff umfasst in der Regel die erste und die zweite Staffel, die unmittelbar geführten Artillerie- und Flugabwehrverbände, die Panzerabwehrreserve sowie die Bewegliche Sperrabteilung und die Abteilungen zur Sicherstellung der Bewegung. Darüber hinaus kann die Gefechtsordnung eine Allgemeine Reserve, eine Luftlandeabwehrreserve, Voraus-, Streifzug-, Umgehungs-, Sturm- und Spezialabteilungen, eine taktische Luftlandeeinheit und/oder eine Vorhut in Kompanie- bis Bataillonsstärke umfassen.

Bestimmt und geprägt ist der Angriff des Gegners A vor allem durch das Wirken mit „Feuer“. Die Brigadeartilleriegruppe umfasst dafür zumindest zwei Artilleriebataillone und ein Raketenwerferbataillon. Im Falle einer Verstärkung durch die Artilleriebrigade der Armee kann die Brigadeartilleriegruppe auf bis zu vier Artilleriebataillone mit insgesamt 72 (!) Artilleriegeschützen aufwachsen.

Angriff aus der unmittelbaren Berührung mit dem Gegner

Der „Angriff aus der unmittelbaren Berührung mit dem Gegner“ kann nach der notwendigen Umgruppierung der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade in einem Verteidigungsdispositiv oder nach der Ablösung der sich verteidigenden Truppen erfolgen.

Die Umgruppierung der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade, die in unmittelbarer Berührung mit dem Gegner verteidigt, erfolgt mit dem Ziel der Konzentrierung der Kräfte und Mittel in der Richtung des Hauptstoßes und des Beziehens der Bereitstellung für den Angriff. Die Umgruppierung ist einfach konzipiert und erfolgt innerhalb eines kurzen Zeitraumes unter Anwendung von Maßnahmen zur Tarnung der Kräfte und der Täuschung des Gegners. Sie erfolgt hauptsächlich nachts und unter dem Deckmantel der Verstärkung der Verteidigung.

Die in der ersten Staffel verteidigenden Kräfte beziehen in der Regel unmittelbar vor Beginn des Angriffes nach der Übergabe ihrer Verteidigungsbereiche an andere Verbände bzw. Einheiten die befohlene Bereitstellung. Die Kräfte der motorisierten Schützenbrigade, die in der zweiten Staffel verteidigen, verbleiben grundsätzlich in ihren Stellungen beziehungsweise Bereichen und gehen aus diesen zum Angriff über. Die zur Verteidigung aus den Zugsstützpunkten der ersten Staffel eingesetzten Kampfpanzer und Gefechtsfahrzeuge verbleiben ebenso und werden für die direkte Feuerunterstützung eingesetzt.

Erfolgt der Angriff durch neu herangeführte Kräfte, so erfolgt das Beziehen der Bereitstellung gleichzeitig mit der Ablösung der verteidigenden Kräfte im Verlauf von ein bis zwei Nächten vor dem Angriff. Die Aufklärungskräfte, die Artillerie, die Panzerabwehrreserve und die Bewegliche Sperrabteilung sowie ein Teil der Luftabwehrkräfte der ablösenden selbstständigen motorisierten Schützenbrigade gewinnen bereits im Vorfeld vorbereitete Stellungsräume, sodass sie die Heranführung der Hauptkräfte der Brigade decken können. Der verbliebene Teil der Luftabwehrkräfte gewinnt den Bereitstellungsraum gemeinsam mit den Kräften der ersten Staffel. Mit Beginn der Umgruppierung (Ablösung) sind alle Führungsstellen und Gefechtsstände der ablösenden Brigade errichtet.

Die Bereitstellungsräume für eine selbstständige motorisierte Schützenbrigade befinden sich innerhalb der ersten und zweiten Verteidigungsstellung. Dem Panzerbataillon einer motorisierten Schützenbrigade wird eine Ausgangsstellung in einer Entfernung von fünf bis sieben Kilometer vom gegnerischen vordersten Rand der Verteidigung (VRV) zugewiesen, den Kampf- und Schützenpanzern der ersten Staffel Bereitstellungen in einer Entfernung von zwei bis vier Kilometer vom VRV des Gegners. Die Luftabwehrkräfte und die Artillerie der abgelösten Kräfte können für die Feuervorbereitung und die Feuerunterstützung des Sturmangriffes zunächst im Raum verbleiben oder werden nach erfolgter Ablösung der ersten Staffel herausgelöst.

Der Beginn der Bewegung der Panzereinheiten und der Sturmangriff der motorisierten Schützeneinheiten erfolgen auf Befehl des Kommandanten der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade. Die motorisierten Schützeneinheiten gehen hinter den an die erste Staffel unterstellten Kampfpanzern zum Sturmangriff über, sobald diese ihre Gefechtsordnung passieren. Der Durchbruch der Verteidigung des Gegners und der Angriff in dessen Tiefe erfolgt in gleicher Weise wie bei einem „Angriff unter Heranführung der Kräfte aus der Tiefe“.

Angriff mit Heranführung aus der Tiefe

Der „Angriff mit Heranführung aus der Tiefe“ erfolgt in der Regel gegen eine schlecht vorbereitete gegnerische Verteidigung mit der aufeinanderfolgenden Entfaltung der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade in die Vorgefechts- und Gefechtsordnung zum Sturmangriff aus der Bewegung.
Der Bereitstellungsraum für einen Angriff mit Heranführung aus der Tiefe wird unmittelbar vor einem Angriff in einer Entfernung von 20 bis 40 Kilometer vom VRV des Gegners bezogen. Befindet sich der Verfügungsraum der Brigade maximal 60 Kilometer vom VRV entfernt, kann das Beziehen des Bereitstellungsraumes entfallen. Die Planung eines Angriffes mit Heranführung aus der Tiefe erfolgt in der Regel anhand der Karte. Eine Erkundung wird bei ausreichend zur Verfügung stehender Zeit durchgeführt.

Zur Gewährleistung der organisierten Heranführung der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade und ihres gleichzeitigen Sturmangriffes werden die Startlinie für den Vormarsch, die Entfaltungslinien, die Startlinie der (selbstständigen) Handlung, die Linie des Sturmangriffes sowie bei einem abgesessenen Angriff die Linie des Absitzens befohlen. Die Brigade rückt entlang einer oder mehrerer Marschstraßen an den VRV des Gegners vor, wobei die unmittelbare Unterstützung des Vormarsches durch Abteilungen zur Sicherstellung der Bewegung erfolgt.

Mögliche Sicherungsstreifen (Deckungszone) vorwärts der Hauptverteidigung werden von der Vorausabteilung beziehungsweise den Vorhuten überwunden. Die Vorausabteilung umgeht gegnerische Sicherungskräfte und versucht, wichtiges Gelände am beziehungsweise im Hauptverteidigungsabschnitt des Gegners einzunehmen. Die Vorhuten der Spitzenbataillone der ersten Staffel gewährleisten den ungehinderten Anmarsch der Hauptkräfte an den vordersten Rand der Verteidigung des Gegners sowie die Entfaltung der Hauptkräfte. Gegnerische Sicherungskräfte vorwärts des VRV werden durch die Vorhuten gebunden und durch Luftangriffe und Steilfeuer vernichtet. Die Vorausabteilung und die Vorhuten werden bei ihren Gefechtshandlungen durch Schläge der Raketentruppen und der Heeresflieger sowie durch das Feuer der Artillerie unterstützt.

Die Artillerie und Raketenartillerie gewinnen bereits vor den Hauptkräften unter der Deckung der Vorausabteilung oder der Vorhut(en) ihre Feuerstellungsräume und sichern das Heranführen der Truppenteile der ersten Staffel. Die „Feuersicherstellung der Heranführung“ beginnt mit oder im Verlauf des Anmarsches der ersten Staffel und wird bis zum Beginn der „Feuervorbereitung des Sturmangriffes“ fortgesetzt. Ebenso beziehen Teile der Luftabwehrkräfte ihre Feuerstellungen entlang von Straßenknoten, Übersetzstellen und Engstellen entlang der Marschstraßen, um die Heranführung und Entfaltung der Hauptkräfte zu decken. Die übrigen Luftabwehrkräfte marschieren mit den Hauptkräften.

Die Hauptkräfte rücken in der Regel in Vorgefechtsordnung vor, erhöhen bei Bedarf die Anstrengungen der Vorausabteilung (Vorhut) und entfalten für den Durchbruch des Hauptverteidigungsabschnittes des Gegners aus der Bewegung. Im Verlauf des Kampfes zur Überwindung des Sicherungsstreifens ergreift der Kommandant der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade Maßnahmen zur Aufklärung der gegnerischen Hauptverteidigungsstellungen und präzisiert das Verfahren zur Erfüllung der Gefechtsaufgabe, die Organisation des Feuers, die Gefechtsaufgaben der Unterstellten sowie deren Zusammenwirken. Die zunächst als Vorausabteilung eingesetzten Kräfte können nach der Entfaltung der ersten Staffel in die Gefechtsordnung den Angriff als zweite Staffel (Allgemeine Reserve) fortsetzen.

Angriff in einem Verantwortungsbereich

Der „Angriff in einem Verantwortungsbereich“, wird angewandt, wenn die gegnerische Verteidigung schlecht vorbereitet ist, einen Schwerpunktcharakter besitzt oder über ein unbesetztes Gelände verfügt. Sie besteht aus dem gleichzeitigen Vorgehen der Manöverbataillone der selbstständigen motorisierten Schützenbrigade gegen die im vordersten Rand der Verteidigung eingesetzten Kräfte und die Reserven des Gegners, dem Einsatz von Blockade-, Angriffs-, Streifzugs- und Umgehungshandlungen sowie dem Vordringen in die Flanke und den Rücken des Gegners aus einer oder mehreren Richtungen.
Beim Angriff in einem Verantwortungsbereich riegeln Teile der ersten Staffel der motorisierten Schützenbrigade den Gegner in seinen Stützpunkten sowohl frontal als auch in seinen Flanken ab. Ein anderer Teil gewährleistet durch die Einnahme einer günstigen Linie gemeinsam mit dem Einsatz der Panzerabwehrreserve den ungehinderten Vormarsch der Hauptkräfte.

Die Hauptkräfte stoßen unter Ausnutzung von Lücken in der gegnerischen Verteidigung in die Tiefe vor und vernichten Sicherungskräfte und kleinere gegnerische Einheiten in Richtung ihrer Gefechtsaufgabe. Dabei unterstützt die Artillerie den Vorstoß der Hauptkräfte in die Tiefe durch den Einsatz unterschiedlicher Feuer- und Munitionsarten inklusive dem Verschießen von Wurfminensperren. Durch den raschen Vorstoß sollen gegnerische Kräfte in der Tiefe vor dem Stellungsbezug, in ihren Verfügungsräumen, entlang ihrer Vormarschrouten oder in eilig bezogenen Stellungen durch Angriffe in Flanke und Rücken vernichtet werden. Dazu kann die motorisierte Schützenbrigade je nach Situation Voraus- und Streifzugabteilungen sowie taktische Luftlandeeinheiten (sofern von der Armee unterstellt) entsenden. Ziel dabei ist es, den Gegner nicht aus seinen Stellungen zu werfen, sondern durch Angriffe in die Tiefe und in die Flanken aufzuspalten und in Teilen zu vernichten.

Die Sicherung von Nahtstellen und offenen Flanken erfolgt durch das Manöver der Allgemeinen Reserve, dem Einsatz der Panzerabwehrreserve und der Beweglichen Sperrabteilung, durch Luftangriffe und dem Feuer der Artillerie. Ebenso erfolgt der aufeinanderfolgende Einsatz von Gefechtsvorposten in den gefährdeten Richtungen sowie deren Rücknahme im Verlauf des Vormarsches. Die Erfüllung der zugewiesenen Gefechtsaufgabe wird durch die Handlungen der Hauptkräfte der Brigade vervollständigt, indem die gegnerischen Reserven zerschlagen, die festgelegte Linie (Raum, Objekt) eingenommen und der Gegner in den abgeriegelten Räumen durch Angriffe von Kräften aus verschiedenen Richtungen vernichtet wird.

Angriff in einem Angriffsstreifen

Der „Angriff in einem Angriffsstreifen“ erfolgt, wenn die gegnerische Verteidigung vorbereitet ist und die Geländebedingungen das Manöver wesentlich einschränken beziehungsweise ausschließen. Sie besteht in der schrittweisen Vernichtung des verteidigenden Feindes und der Inbesitznahme seiner Stellungen, wichtiger Linien, Räume sowie Objekte in der Tiefe der Verteidigung. Bei einem Angriff im Angriffstreifen greifen die Kampf- und Schützenpanzer der ersten Staffel zum festgelegten Zeitpunkt aus ihren Bereitstellungsräumen an. Mit dem Gewinnen der Linie des Sturmangriffs beginnt die „Feuerunterstützung des Sturmangriffs“ durch die Artillerie und die Heeresflieger. Die Kampfpanzer greifen in einer Kampflinie an, während die motorisierten Schützen aufgesessen auf ihren Gefechtsfahrzeugen oder abgesessen hinter den Kampfpanzern angreifen.

Der Sturmangriff wird dabei ununterbrochen durch das Feuer der Artillerie sowie durch Schläge der Raketenartillerie und Heeresfliegerkräfte unterstützt. Mit dem Erreichen der Sicherheitsentfernung zu den Einschlägen der eigenen Granaten verlegt die Artillerie das Feuer auf den nächsten Abschnitt in der Tiefe. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erfolgt das Absitzen der motorisierten Schützen zum Einbruch in die vordersten Stützpunkte der gegnerischen Verteidigung. Nach der Einnahme der gegnerischen Stützpunkte am VRV wird der Angriff unmittelbar in Richtung der Flanken und in die Tiefe entwickelt und zum Durchbruch erweitert. Der gegenüberstehende Gegner und seine Reserven werden dabei aufeinanderfolgend vernichtet, die Feuerstellungsräume der Artillerie besetzt und wichtige Geländeabschnitte in der Tiefe der Verteidigung eingenommen.

Abgesessen angreifende motorisierte Schützen sitzen nach der Vernichtung des Bataillons am VRV auf ihre Schützenpanzer auf und setzen den Angriff hinter den Kampfpanzern weiter fort, wobei vor diesen Gefechtsaufklärungstrupps eingesetzt werden. Der erreichte Erfolg wird unter Erhöhung der Anstrengungen durch die Konzentration des Feuers und der Angriffe auf die wichtigsten Ziele der verteidigenden Kräfte, die Einführung der zweiten Staffel (Allgemeinen Reserve) in das Gefecht, das Absetzen von taktischen Luftlandeeinheiten und durch das Aussenden von Voraus- und Streifzugabteilungen weiter entwickelt. Ein Teil der Kräfte der motorisierten Schützenbrigade bewegt sich unter Ausnutzung von Lücken und Breschen in der gegnerischen Verteidigung in die Flanke und den Rücken des Gegners. Durch den gemeinsamen Angriff aus Front und Flanke wird die Zerschlagung der gegnerischen Reserven vollendet und der Angriff in die Tiefe fortgesetzt. Die Vernichtung des Gegners in Stützpunkten und Widerstandsnestern hinter den vorrückenden Einheiten erfolgt durch die zweite Staffel (Allgemeine Reserve).

Gegenangriffskräfte des Gegners werden frühzeitig durch Schläge der Raketenartillerie und der Heeresflieger, durch Artilleriefeuer und dem Einsatz von Streumunition bekämpft. Zur Abwehr des Gegenangriffes rücken Teile der ersten Staffel, die Panzerabwehrreserve und die Bewegliche Sperrabteilung in die bedrohte Richtung vor. Die Gegenangriffskräfte werden durch das Feuer aus günstigem Gelände bekämpft und das Eindringen in die Gefechtsordnung der angreifenden Truppen verhindert. In weiterer Folge werden die Gegenangriffskräfte durch einen Sturmangriff zerschlagen. Die Hauptkräfte setzen währenddessen den Angriff in die Tiefe der gegnerischen Verteidigung fort und bezwingen letztlich den Gegner.

Durchführung des Sturmangriffs

Der Sturmangriff beginnt zur festgelegten Zeit mit dem Vorrücken der Panzer- und motorisierten Schützenbataillone der ersten Staffel der Brigade an die Linie des Sturmangriffes. Kampfpanzer- und motorisierte Schützeneinheiten der ersten Staffel greifen dabei in Gefechtsordnung unter gegenseitiger Feuerunterstützung an. Bereits im Verlauf der Feuervorbereitung werden Gassen in die Sperren des verteidigenden Gegners geschaffen. Bei einem Angriff der motorisierten Schützen mit Schützenpanzern und der Ausstattung der Kampfpanzer mit Minenräumgeräten werden ein bis zwei Gassen je angreifender Kompanie für die nicht mit Minenräumgeräten ausgerüsteten Fahrzeuge geschaffen. Ansonsten wird in der Regel eine Gasse je angreifenden Zug geschaffen. Abgesessen angreifende Infanterie durchquert die Minensperren unmittelbar hinter den Kampfpanzern in deren Fahrspuren.

Einheiten für die direkte Feuerunterstützung und Flammenwerfereinheiten (z. B. mit dem Flammenwerferpanzer TOS-1A) gewinnen ihre Stellungen in der Regel in der Nacht vor dem Angriff oder spätestens mit Beginn der „Feuervorbereitung des Sturmangriffes“. Kampfhubschrauber bekämpfen den Gegner in den vordersten Stützpunkten und vernichten vorrangig Kampfpanzer, andere gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und Panzerabwehrwaffen. Einheiten der Elektronischen Kampfführung unterdrücken in Zusammenarbeit mit den EloKa-Kräften der vorgesetzten Führungsebenen den Funkverkehr des verteidigenden Gegners. Auf Befehl des Brigadekommandanten gehen die Raketenartillerie, die Artillerie und die Heeresflieger von der Feuervorbereitung zur „Feuerunterstützung des Sturmangriffes“ über. Die Raketenartillerie, die Artillerie und die Heeresflieger haben herangeführte Reserven des Gegners zu zerschlagen, seine Bewegungen zu vereiteln und das Wiederherstellen einer geordneten Verteidigung zu verhindern.

Stellungswechsel der Artillerieverbände der Brigadeartilleriegruppe werden so durchgeführt, dass die Masse der Artillerie den Angriff des Verbandes ununterbrochen unterstützen kann. Die Luftabwehrkräfte bewegen sich innerhalb der Gefechtsordnung der vorrückenden Verbände. Die Panzerabwehrreserve und die Bewegliche Sperrabteilung werden hinter der ersten Staffel nachgeführt, um gemeinsam oder selbstständig Gegenangriffe abzuwehren. Die Kräfte zur Führung des Elektronischen Kampfes führen ihre Stellungswechsel so durch, dass die Masse der Kräfte permanent die Störung des gegnerischen Funkverkehrs sicherstellen kann. Die Kräfte zur Störung von Artilleriemunition mit Funkzündern und Luftkampfmitteln werden gemeinsam mit den zu schützenden Kräften verlegt. Die ABC-Abwehrkräfte bewegen sich in der Regel in der Richtung des Hauptstoßes hinter den Kräften der ersten Staffel. Ebenso marschieren die Bergungs- und Instandsetzungseinheiten, die medizinischen Kräfte und bei Bedarf ein Teil der Transporteinheiten mit Munition und Betriebsmitteln hinter der ersten Staffel. Alle anderen Truppenteile bzw. Einheiten der technischen Sicherstellung und der rückwärtigen Dienste marschieren hinter der zweiten Staffel bzw. Allgemeinen Reserve.   

Einführung der zweiten Staffel (Allgemeinen Reserve) in das Gefecht

Die zweite Staffel (Allgemeine Reserve) der motorisierten Schützenbrigade folgt in Vorgefechtsordnung unter Ausnutzung des Geländes in einem Abstand, der ihr rechtzeitiges Einführen in das Gefecht ermöglicht. Die Einführung der zweiten Staffel (Allgemeine Reserve) in das Gefecht kann in Abhängigkeit von der Lage vor oder nach Erfüllung der nächsten Aufgabe der Brigade stattfinden. In der Regel erfolgt ihr Einführen in den Zwischenräumen zwischen den Verbänden der ersten Staffel oder an den Flanken.

Vor der Einführung der zweiten Staffel (Allgemeinen Reserve) erfolgt gewöhnlich eine kurze Feuervorbereitung durch einen Luftangriff oder durch die Artillerie mit ein bis zwei Feuerüberfällen. Danach erfolgt die „Feuerunterstützung des Sturmangriffes“ sowie nach deren Abschluss die „Feuerbegleitung des Angriffes der Truppen in die Tiefe“. Zusätzlich kann das Einführen in das Gefecht durch die Panzerabwehrreserve, die Bewegliche Sperrabteilung und durch Luftabwehrkräfte gedeckt werden.

Das Heranführen der zweiten Staffel (Allgemeinen Reserve) zum Abschnitt der Einführung in das Gefecht erfolgt mit maximaler Geschwindigkeit in Marsch- oder Vorgefechtsordnung. Im Verlauf der Annäherung an den Einführungsabschnitt erfolgt die Entfaltung sowie der Angriff aus der Bewegung in Gefechtsordnung, um danach die gestellte Gefechtsaufgabe zu erfüllen. Mit der Einführung der zweiten Staffel (Allgemeinen Reserve) in das Gefecht setzen die Kräfte der ersten Staffel ihren Angriff in die festgelegten Richtungen (weitere Angriffsrichtung) fort. Ein Teil der ersten Staffel wird in die Allgemeine Reserve zurückgenommen.

Einsatz von Voraus- und Streifzugabteilungen sowie taktischen Luftlandeeinheiten

Im Verlauf der Entwicklung des Angriffes können von einer selbstständigen motorisierten Schützenbrigade eine Voraus- oder eine Streifzugabteilung gebildet und ausgesendet werden. Eine taktische Luftlandeeinheit kann eingesetzt werden, wenn diese Kräfte für die Angriffsführung von der Armee unterstellt wurden. Die Gefechtsaufgabe der Vorausabteilung ist es, rasch in die Tiefe der Verteidigung vorzustoßen und dabei einzelne gegnerische Widerstandsnester und Stützpunkte zu umgehen. Unterstützt vom Feuer der Artillerie und Schlägen der Heeresflieger hat die Vorausabteilung im Sturmangriff aus der Bewegung wichtiges Gelände in der Tiefe (z. B. Übergänge, Knotenpunkte, …) zu nehmen und bis zum Eintreffen der Hauptkräfte zu halten.

Die Gefechtsaufgabe einer Streifzugabteilung in der Stärke eines Bataillons besteht in der Vernichtung, Zerstörung oder Einnahme von ein bis zwei Objekten (Truppenteile oder Einrichtungen). Die Streifzugabteilung stößt dabei unter Ausnutzung offener Flanken, Lücken und Schwachstellen in der Verteidigung des Gegners schnell zu den befohlenen Objekten im Rücken des Gegners vor. Die Objekte werden nacheinander durcheinen überraschenden Sturmangriff aus der Bewegung, in der Regel aus verschiedenen Richtungen, außer Gefecht gesetzt oder vernichtet. Die Bewegung in eine neue Richtung vollzieht die Streifzugabteilung gewöhnlich in Marsch- oder Vorgefechtsordnung unter Einsatz einer Marschsicherung. Nur zur Vernichtung oder Einnahme der Objekte entfaltet die Streifzugabteilung in Gefechtsordnung. Nach Erfüllung ihrer Gefechtsaufgabe vereinigt sich die Streifzugabteilung wieder mit den Hauptkräften.

Die Taktischen Luftlandeeinheit verhindert das organisierte Heranführen von weiteren Kräften und das Beziehen eines Zwischenverteidigungsabschnittes durch den Gegner. Die Taktische Luftlandeeinheit rückt dazu nach ihrem Absetzen gewöhnlich in Vorgefechtsordnung zum befohlenen Raum vor, entfaltet und entwickelt aus der Bewegung in die Gefechtsordnung und greift den Gegner überraschend in den Rücken oder in der Flanke an beziehungsweise nimmt einen günstigen Raum und hält diesen. Unter günstigen Bedingungen kann die Landung auch direkt im einzunehmenden Raum bzw. am Objekt erfolgen. Kampf- und Mehrzweckhubschrauber können im Landegebiet verbleiben, um den luftgelandeten Kräften Feuerunterstützung zu geben und Kräfte und Mittel zu manövrieren oder sie kehren nach der Feuerunterstützung zu ihrem Startplatz zurück. Transporthubschrauber kehren unter Begleitschutz zu ihrem Startplatz zurück oder werden für die Bewegung von Kräften im Landegebiet, die Evakuierung von Verwundeten und die Versorgung der Kräfte mit Munition, Betriebsmittel und anderem Material eingesetzt.

Kampf in der Tiefe der gegnerischen Verteidigung

Das Ziel nach dem Durchbruch der Hauptverteidigung ist die Verhinderung des organisierten Beziehens von Verteidigungsstellungen in der Tiefe durch zurückgehende oder neu herangeführte Gruppierungen des Gegners. Dies soll durch die rechtzeitige Bekämpfung dieser Kräfte durch Schläge der Raketentruppen und der Heeresflieger, durch das Feuer der Artillerie und die Handlungen der Voraus- und Streifzugabteilungen, Vorhuten und der Taktischen Luftlandeeinheiten (Luftsturmeinheiten) erreicht werden. Die Verteidigungsstellungen in der Tiefe werden während der Entwicklung des Angriffes aus der Bewegung auf breiter Front durch die Vorauskräfte eingenommen.

Die Hauptkräfte rücken hinter der Vorausabteilung (Vorhuten) in Vorgefechtsordnung vor. Im Falle eines organisierten Widerstandes entfalten die Hauptkräfte aus der Bewegung zur Gefechtsordnung und versuchen nach einer kurzen Feuervorbereitung den Gegner zu zerschlagen, einzuschließen und in Teilen zu vernichten. Scheitert der Sturmangriff aus der Bewegung, erfolgt das Durchbrechen dieser Verteidigungsstellungen nach einer zusätzlichen Vorbereitung auf schmalen Abschnitten.

Mit dem zielstrebigen und tiefen Durchbruch der angreifenden Truppen sollen günstige Voraussetzungen für die Einschließung des Gegners im Zusammenwirken mit Nachbarverbänden sowie den Luftsturm- und Luftlandeverbänden geschaffen werden. Die eingeschlossenen Kräfte werden in weiterer Folge durch Schläge der Heeresflieger, dem Feuer der Artillerie und koordinierte Schlägen der aus unterschiedlichen Richtungen angreifenden Truppen vernichtet. Wichtige Räume können mit dem Ziel gehalten werden, die notwendigen Voraussetzungen für den weiteren Angriff zu schaffen, zum Schutz der Flanken sowie der Erfüllung anderer Aufgaben. Das Halten dieser Räume kann durch Teile der Brigade oder auf Befehl des Armeekommandanten durch die gesamte Brigade erfolgen. Durch diese Kräfte erfolgt der Übergang zur Verteidigung, die Organisation des Feuersystems, die Anlegung von Sperren und der pioniertechnische Ausbau von Stellungen.

Zusammenfassung

Nach wie vor stellt der Angriff für den Übungsgegner A die wichtigste und entscheidungsbringende Einsatzart dar. Der Übergang zum Angriff gegen einen verteidigenden Gegner kann aus der unmittelbaren Berührung mit dem Gegner oder nach Heranführung aus der Tiefe erfolgen. Abhängig vom Grad der Verteidigungsvorbereitung, der gegnerischen Gefechtsordnung und Kampfführung sowie den Geländebedingungen kann der Angriff einer selbstständigen motorisierten Schützenbrigade in einem Verantwortungsbereich oder in einem Angriffsstreifen geführt werden. Dementsprechend kommen dem Manöver und dem Feuer in der Einsatzführung unterschiedliche Stellenwerte zu. In jedem Fall trachtet der Übungsgegner A bei jeder Form des Angriffes danach, den Verteidiger frühzeitig durch seine massive Überlegenheit an „Feuer“ im Bereich der Panzer- und Raketenartillerie zu vernichten und mit dem Manöver der Kampfverbände die Niederlage zu vollenden.

Major Mag.(FH) Georg Stiedl, MA; Hauptlehroffizier Referat Taktik/IHMF/LVAk.


Dieser Artikel erschien im TRUPPENDIENST 4/2023 (394).

Zur Ausgabe 4/2023 (394)


 

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