Spuren der Kriege

• Ausbildung
P. Kugelweis
ChatGPT, KI-generiert
ChatGPT, KI-generiert

Europa ist in Gefahr. Externe Bedrohungen und Konflikte setzen den Kontinent unter Druck. Nach Jahrzehnten des Abbaus militärischer Fähigkeiten steht Europa vor der Notwendigkeit, seine zivile und militärische Widerstandskraft unter erheblichem Zeitdruck zu stärken. Zugleich zeigen aktuelle Kriege, wie schnell die Entwicklungen in der Technik und bei Doktrinen voranschreiten. Diese Veränderungen müssen beobachtet, beschrieben, eingeordnet und analysiert werden, um daraus tragfähige Lehren zu ziehen. Lange als unumstößlich betrachtetes militärisches Denken gerät ins Wanken. Experten analysieren und folgern in der TRUPPENDIENST-Serie „Spuren der Kriege“ ihre Erkenntnisse für Österreich und das Bundesheer.


Foto: Ministry of Defence of the Russian Federation, CC BY 4.0, gemeinfrei
Foto: Ministry of Defence of the Russian Federation, CC BY 4.0, gemeinfrei

Russische Artillerie im Ukraine-Krieg

Die Artillerie ist das zentrale Element der russischen Landstreitkräfte. Russland passt seine Artilleriestrukturen an die aktuelle Kampfführung an. Die bisherige Doktrin war, die Feuerwalze über Feindstellungen und Städte rollen zu lassen und so eine verheerende physische und psychologische Wirkung zu erzeugen. Daraus lassen sich Lehren für das Bundesheer ziehen.

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Symbolbild: KI-generiert
Symbolbild: KI-generiert

Schmerz oder Chance - Interview mit Franz-Stefan Gady

Einstürzende Tunnel und Brücken, ein zerstörtes Bundesheer-Hauptquartier, Blackouts, viele Tote, der Stephansdom brennt, Krieg gegen Russland über Jahre hinweg – und ein Österreich, das diese Angriffe schwer gezeichnet meistert. Dieses Szenario schildert der Militäranalyst Franz-Stefan Gady in seinem neuen Buch „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“. Im Interview mit TRUPPENDIENST erklärt Gady, warum Österreich sein Bundesheer rasch verteidigungsfähig machen, seine Neutralität offen diskutieren sollte und unter welchen Umständen Russland einen Dialog mit Europa auf Augenhöhe führen würde. Österreich hätte gute Chancen, einem Angriff zu widerstehen, wenn es die Kraft aufbringt, sich rechtzeitig und konsequent darauf vorzubereiten.

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Autor

Oberst Mag.(FH) Pierre Kugelweis

Leitender Redakteur der Redaktion TRUPPENDIENST

Oberst Pierre Kugelweis verfügt über langjährige Kommunikationserfahrung auf Bataillons­- und Streitkräfteebene sowie im ministeriellen Bereich. Als Offizier für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation war er sowohl im Inland als auch bei Auslandseinsätzen tätig, unter anderem am Balkan, in der Türkei und in Afrika. Darüber hinaus wirkt er als Gastlehrer am Institut für Offiziersweiterbildung der Theresianischen Militärakademie.


Publikationen

Dieser Beitrag erschien in folgenden Publikationen:

Truppendienst 02/2026 (409): Hybrider Krieg

Die internationale Sicherheitslage bleibt angespannt. Der Krieg in der Ukraine dauert an, neue Konflikte verschärfen die globale Unsicherheit, und moderne Kriege wirken längst weit über das Gefechtsfeld hinaus. Neben militärischen Auseinandersetzungen prägen Desinformation, hybride Bedrohungen und…