Russland: Moskaus Marine testet den Westen

(Symbolbild: pixabay)
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Die russische Marine zeigte im Sommer 2025 eine ungewöhnlich hohe Aktivität, berichtet das Magazin „Europäische Sicherheit und Technik“.

Großangelegte Manöver, symbolträchtige Flottenverlegungen und strategische Inszenierungen traten an die Stelle der kurzfristig abgesagten Parade zum Flottentag. Unter dem Übungstitel „Juli-Sturm 2025“ führte Russland vom 23. bis 27. Juli simultane Gefechtsübungen in mehreren maritimen Schlüsselräumen durch – dem Pazifik, der Arktis, der Ostsee und dem Kaspischen Meer. Laut Angaben des russischen Verteidigungsministerium nahmen daran über 150 Schiffe, etwa 15.000 Soldaten, 120 Luftfahrzeuge und zehn Küstenraketeneinheiten teil.

Die breite geografische Streuung sollte Russlands Handlungs- und Verlegefähigkeit in jenen Flottenregionen demonstrieren, die weniger vom Ukraine-Krieg betroffen sind. Auffällig passiv blieb die Schwarzmeerflotte. Trotz wirtschaftlicher Belastungen und struktureller Defizite signalisiert die russische Marine mit den Sommeraktivitäten 2025, dass sie präsent, strategisch flexibel und weiterhin in der Lage ist, Macht zu projizieren.

-hb-

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