China: Reichweite statt Präsenz

(Symbolfoto: Pixabay/Etereuti)
(Symbolfoto: Pixabay/Etereuti)

Die militärische Balance im Pazifik verschiebt sich seit etwa zwei Jahrzehnten zugunsten Chinas.

Wie das Magazin „Europäische Sicherheit und Technik“ berichtet, ist ein Kernelement dieser Entwicklung in vielschichtiges Anti-Access/Area-Denial-System (A2/AD). Dieses ist darauf ausgelegt, die Handlungsfreiheit gegnerischer Streitkräfte zu begrenzen. Ziel ist weniger eine vollständige Abschottung, sondern die deutliche Erhöhung der Risiken und Kosten jeder militärischen Intervention.

Das chinesische Konzept beruht auf der engen Vernetzung von Sensoren, Führungsmitteln und Wirkträgern über alle Dimensionen hinweg – See, Luft, Land, Weltraum und elektromagnetisches Spektrum. Wer diesen Verbund im Konfliktfall aufrechterhalten kann, kontrolliert den militärischen Einsatzraum. Chinas A2/AD-Struktur im Pazifik ist tief gestaffelt, geografisch breit aufgestellt und technisch eng gekoppelt. Für die USA und ihre Partner bedeutet dies Anpassungen hin zu verteilten Kräften, widerstandsfähigen C3ISR-Strukturen, weitreichender Präzisionswirkung und einer robusten industriellen Durchhaltefähigkeit.

-hb-

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