Seemacht und Seestrategie in Geschichte und Gegenwart

Rezension
Michael Epkenhans

Seemacht und Seestrategie sind eng mit Denkern wie Kapitän Alfred T. Mahan, Vizeadmiral Theophile Aube oder Sir Julian Corbett verbunden. Das vorliegende Werk garantiert bereits durch den Namen des Herausgebers, Michael Epkenhans, eine hohe Qualität. So werden dem Leser in diesem Sammelband die Beiträge der Tagung des Marinemuseums in Wilhelmshaven und des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zum Themenbereich Seemacht und Seestrategie präsentiert. Im Rahmen der Tagung wurden die wichtigsten Akteure und Fragestellungen abgedeckt und die gemeinsame Themenstellung aus unterschiedlichen Perspektiven umfassend betrachtet.

Seemacht und Seestrategie sind eng mit Denkern wie Kapitän Alfred T. Mahan, Vizeadmiral Theophile Aube oder Sir Julian Corbett verbunden. Das vorliegende Werk garantiert bereits durch den Namen des Herausgebers, Michael Epkenhans, eine hohe Qualität. So werden dem Leser in diesem Sammelband die Beiträge der Tagung des Marinemuseums in Wilhelmshaven und des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zum Themenbereich Seemacht und Seestrategie präsentiert. Im Rahmen der Tagung wurden die wichtigsten Akteure und Fragestellungen abgedeckt und die gemeinsame Themenstellung aus unterschiedlichen Perspektiven umfassend betrachtet.

Am Anfang des Buches stehen Mahan, Corbett und Aube im Fokus, deren Ansichten und Wirken diskutiert werden. Nachfolgend wird auf Großbritannien als Seemacht und die Frage der russischen Ausrichtung am Beginn des 21. Jahrhunderts eingegangen. Weiter wird der Bogen zu Frankreich als Seemacht im 20. und 21. Jahrhundert, zur Rolle der See für die USA und zur Aufgabenwahrnehmung der Deutschen Marine im Rahmen der NATO gespannt. Besonders hervorzuheben ist der Beitrag von Geoffrey Till zur Seemacht USA und jener von Christian Jentsch zur Deutschen Marine. Während sich Till mit den Fragen der Zukunft der US-Seestrategie auseinandersetzt, bringt Jentsch eine konzise Darstellung der Rolle der Deutschen Marine in der NATO.

Weitere Beiträge adressieren zunächst die Phase vor dem Ersten Weltkrieg, die Zeit des bewaffneten Friedens im modernen Europa, und die Rolle, die die Darstellung der Seemacht in dieser Zeit innehatte, sowie die Erkenntnisse des deutschen Seekriegstheoretikers Freiherr von Maltzahn und dessen Wirken. Maltzahn war ein Gegner des deutschen Schlachtflottenplans und wollte der Britischen Marine mit dem Kampf gegen deren Seeherrschaft begegnen, die Schlacht gegen den Stärkeren vermeiden und die Interessen des Gegners angreifen. Der abschließende Aufsatz befasst sich mit der Marine und der maritimen Geschichte im Museum. Hier widmet sich die Autorin der Entwicklung und dem Schwerpunktwandel des Deutschen Marinemuseums/Leibnitz Institut für Maritime Geschichte.

Insgesamt ist das Buch jedem Leser mit Interesse an Seestrategie zu empfehlen. Die Beiträge weisen eine hohe inhaltlich Qualität auf, sind umfassend, dringen in die erforderliche Tiefe vor, aber dennoch nicht langatmig. Somit bringt dieses Werk ein umfassendes und facettenreiches Bild des Themenfeldes Seemacht und Seestrategie.

-hb-

Link zum Buch

Michael Epkenhans

Seemacht und Seestrategie in Geschichte und Gegenwart

Verlag: Brill Shöningh Verlag

Erscheinungsjahr: 2026

288 Seiten

ISBN: 978-3-657-70523-8

101,77 €