Panzerwerke im Hochgebirge

Militärgeschichte
G. Keusch, M. Prieschl
Foto: Llorenzi; CC BY-SA 4.0
Foto: Llorenzi; CC BY-SA 4.0

Die k.u.k. Festungen von Lavarone und Folgaria: Das Königreich Italien war 1882 dem Bündnis zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich beigetreten („Dreibund“). Die Habsburgermonarchie misstraute Italien jedoch und errichtete Grenzbefestigungen. Auf der Hochfläche von Lavarone und Folgaria im Trentino entstanden sieben Werke – nirgendwo sonst waren die Befestigungen so stark ausgebaut. Während des Ersten Weltkrieges erfüllten sie trotz heftigem Beschuss ihren Zweck. Sechs der einstigen Werke sind heute Ruinen, im Werk Gschwent zeugt ein Museum von den damaligen Kämpfen.

Werke der Donaumonarchie

Während der letzten Jahrzehnte der Habsburgermonarchie wurden zahlreiche strategisch wichtige Räume mit Fortifikationsanlagen (in Österreich-Ungarn als „Werke“ bezeichnet) versehen. Beispiele dazu finden sich in Bosnien und Herzegowina in Sarajewo oder Mostar, im heutigen Grenzgebiet zwischen Italien und Slowenien, bei der kroatischen Hafenstadt Pula (damals der wichtigste Hafen der k.u.k.-Marine) oder an der Grenze des Habsburgerreiches zu Italien. Alle Werke weisen aufgrund ihres Auftrages und des Geländes, wo sie errichtet wurden, unterschiedliche Merkmale auf; es gab jedoch wesentliche Gemeinsamkeiten. 

Der Zweck dieser Verteidigungsanlagen gegen Landstreitkräfte war es, dem Gegner den Durchmarsch bzw. Durchbruch eines Raumes zu verwehren, indem Bewegungslinien bzw. das Angelände der Anlagen durch die Wirkung des Feuers der darin stationierten Waffen (Haubitzen, Kanonen und/oder Maschinengewehre) beherrscht wurden. Die Waffen und die bauliche Ausführung der Anlagen (Wand- und Deckenstärken) orientierten sich am Auftrag, der Kampfführung des Gegners bzw. der Entfernung der Werke zum Zielraum.

Einige Anlagen sperrten eine Bewegungslinie direkt, andere lagen an ihrer Flanke oder in ihrer Tiefe. Da die Werke selbst Angriffsziele waren, die es zu neutralisieren galt, mussten sie auch gegen direkte Angriffe gesichert und mit Feldbefestigungen (Stacheldrahtsperren etc.) verstärkt werden. Nur wenige Werke waren selbstständig, die meisten wirkten mit anderen zusammen und befanden sich deshalb in Sichtweite des Nachbarwerkes. Sie waren entweder in einem Kreis um eine Stadt positioniert (Sarajewo, Mostar, Trient etc.) oder befanden sich entlang einer Linie an der Grenze oder an einer strategisch wichtigen Position im Hinterland.

Befestigungen zur italienischen Grenze

Die Habsburgermonarchie verstärkte auch die österreichisch-italienische Grenze, die von 1866 bis 1918 unverändert geblieben war, durch zahlreiche militärische Einrichtungen und Festungsanlagen. In mehreren Bauperioden waren ab 1833 – beginnend mit der Franzensfeste in Südtirol – Befestigungen errichtet worden, die bis zum Kriegseintritt Italiens an der Seite der Entente im Jahr 1915 ständig erweitert und angepasst wurden.

Das Ziel des österreichisch-ungarischen Befestigungsriegels war das Verhindern italienischer Bewegungen bei einem Angriff in Richtung Norden. Hintergrund dieser Maßnahme war das Misstrauen der Habsburgermonarchie gegenüber dem südwestlichen Nachbarn, obwohl es seit 1882 ein Militärbündnis zwischen Deutschland, Italien und Österreich-Ungarn (Dreibund) gab. Ein Grund für den Argwohn war der in Italien immer stärker werdende Nationalismus. Dieser verfolgte das Ziel, alle italienischen Gebiete in einem Reich zu vereinigen (Risorgimento). Einige davon gehörten jedoch zum Habsburgerreich, wie etwa die Hafenstadt Triest.

Im Süden der Gefürsteten Grafschaft Tirol, dem heutigen Trentino, begann die österreichische Militärverwaltung bereits ab 1848, ab 1860 intensiver, mit dem Bau der Festung Trient, die durch mehrere Außenwerke verstärkt wurde. Diese sollten ein Durchstoßen italienischer Kräfte entlang des Etschtales Richtung Norden verhindern. In den 1880er-Jahren wurden mit den Werken Tenne und Colle delle Benne die letzten vorgelagerten Anlagen dieses Festungskreises errichtet. Diese befinden sich bei Lavarone etwa zehn Kilometer nördlich der Festungen auf dem Hochplateau von Folgaria und Lavarone und sollten einen italienischen Vorstoß entlang des Suganertales verhindern. Keine 30 Jahre später war die Festung Trient bereits veraltet, da sich die technischen und militärischen Rahmenbedingungen (z. B. eine höhere Durchschlagskraft und Reichweite von Granaten) völlig verändert hatten. 


Das Werk Gschwent im Festungsabschnitt Lavarone. (Foto: k.u.k. Kriegspressequartier; CC0)
Das Werk Gschwent im Festungsabschnitt Lavarone. (Foto: k.u.k. Kriegspressequartier; CC0)

Verteidigungsanlagen

Die Befestigung von Räumen und Plätzen bzw. das Überwachen oder Sperren von Bewegungslinien ist so alt wie der Krieg selbst. Prähistorische Ring-Kreisanlagen urzeitlicher Siedlungen sind frühe europäische Beispiele dafür. Der Donaulimes und der Hadrianswall des Römischen Reiches in Großbritannien sind die vermutlich bekanntesten Beispiele einer befestigten Verteidigungslinie der Antike. Im Mittelalter und in der Neuzeit wurde diese Entwicklung fortgesetzt, bei der es vor allem darum ging, einen Angreifer abzuwehren und diesem den Zugang zu einem Ort zu verwehren. 

Burgen, Stadtmauern oder aufwändig errichtete Bastionen zeugen an vielen Stätten von den Anstrengungen dieser Epoche. Beispiele von Fortifikationen aus dem 20. Jahrhundert sind die französische Maginot-Linie, der Tschechoslowakische Wall, der Atlantikwall, die Festen Anlagen der Raumverteidigungsepoche in Österreich (etwa „Feste Anlage Ungerberg FAN U3“ in Bruckneudorf) oder die österreichisch-ungarischen Werke auf der Hochfläche der Gemeinden von Folgaria und Lavarone in Trient.

Alle Verteidigungsanlagen hatten wesentliche Gemeinsamkeiten: Sie sollten einen (taktisch und/oder strategisch) bedeutsamen Raum – häufig eine Grenze – militärisch sichern. Durch die Befestigung des Geländes mit Sperren und anderen baulichen Einrichtungen sollten die eigene Wirkung, Deckung, Beobachtung und Bewegung deutlich erhöhen, die gegnerische jedoch wesentlich vermindert werden. Der Zweck solcher Fortifikationen war und ist es, die Wahrscheinlichkeit des gegnerischen Angriffserfolges zu vermindern und jene des eigenen Abwehrerfolges zu erhöhen.


Werke von Folgaria und Lavarone

Am 15. Juni 1907 ordnete das k.u.k. Kriegsministerium die Befestigung des Grenzabschnittes Lavarone an. Das war der Startschuss zum Bau der vier Werke in diesem Abschnitt (1908 bis 1914) und danach der drei Anlagen im Abschnitt von Folgaria (1910 bis 1914). Sie sollten einen etwa 30 Kilometer breiten Grenzabschnitt schützen und konnten noch vor dem Beginn der Feindseligkeiten im Mai 1915 fertiggestellt werden. Ihre Errichtung fällt in die letzte Bauperiode dieser Grenzbefestigungen (1905 bis 1915) und markiert gleichzeitig den Höhepunkt der Fortifikationstechnik des Habsburgerreiches.

Die Aufgabe der sieben Werke auf der Hochfläche von Folgaria und Lavarone war es, ein Durchstoßen italienischer Kräfte vom Hochland der Sieben Gemeinden über die Gebirgspässe des Hochplateaus ins Etschtal und nach Trient zu verhindern. Dazu sollte jede Anlage ein oder mehrere Täler und die dortigen Bewegungslinien durch das Feuer ihrer Artillerie sperren. Zusätzlich deckten sie einen möglichen Aufmarsch- und Bereitstellungsraum für eine österreichisch-ungarische Offensive.

Das Werk Gschwent im  Mai 1916 mit den Schäden nach dem italienischen Beschuss. (Foto: k.u.k. Kriegspressequartier; CC)
Das Werk Gschwent im Mai 1916 mit den Schäden nach dem italienischen Beschuss. (Foto: k.u.k. Kriegspressequartier; CC)

Zu den Werken auf der Hochfläche, für die die Geniedirektion in Trient verantwortlich war, zählten die Werke Gschwent, Lusern, Verle und der Posten Vezzena (Abschnitt Lavarone) sowie Sebastiano, Serrada und das Zwischenwerk Sommo (Abschnitt Folgaria). Die Anlagen waren aufgrund ihres Standortes und der damit verbundenen taktischen Erfordernisse hinsichtlich ihres Baus sowie der Bewaffnung unterschiedlich ausgeführt. Sie wiesen jedoch wesentliche Gemeinsamkeiten auf.

Die Anlagengruppen (Grenzabschnitt 5/III. Subrayon des Rayons Tirol) unterstanden als territoriales Element dem Landesverteidigungskommando Tirol. Sie bildeten eine Einheit, hatten Sichtkontakt untereinander und konnten sich gegenseitig sowie andere Einheiten mit Artilleriefeuer unterstützen. Wenn sich Infanterieeinheiten im Zwischengelände der Forts befanden, bildeten die Werke Zentren eines dichten Abwehrnetzes im Hochgebirge, das kaum zu durchdringen und nur großräumig zu umgehen war.

Um einen gegnerischen Angriff abzuwehren, war die Koordinierung der gesamten Artilleriekomponenten der einzelnen Werke unumgänglich. Jedes von ihnen hatte eine Kommunikationsverbindung per Funk und Telefon zu jedem anderen und zum vorgesetzten Kommando. Zusätzlich verfügte jedes Fort über eine Signalanlage, mit der Lichtzeichen im Morsecode übertragen werden konnten. 

Übersicht der k.u.k.-Werke

AbschnittWerkBauzeitSeehöheGeschützeMaschinengewehre
LavaroneGschwent1909-19121.177 m3x10-cm-Turmhaubitze22 MG
Lusern1908-19121.549 m4x10-cm-Turmhaubitze, 
2x8-cm-Minimalschartenkanone, 
2x6-cm-Kasemattkanone,
19 MG
Verle1908-19131.508 m4x10-cm-Turmhaubitze, 
2x8-cm-Minimalschartenkanone, 
4x6-cm-Kasemattkanone,
15 MG
Posten Vezzena1908-19141.908 mkeine5 MG
FolgariaSebastiano1910-19131.445 m4x10-cm-Turmhaubitze, 
2x10-cm-Kasematthaubitze, 
2x6-cm-Kasemattkanone
17 MG
Serrada1911-19141.670 m4x10-cm-Turmhaubitze, 
2x6-cm-Kasemattkanone,
22 MG
Zwischenwerk Sommo1910-19141.613 m2x10-cm-Turmhaubitze18 MG
Die Werke auf der Hochfläche von Lavarone und Folgaria mit Bauzeit, Höhenangabe und Bewaffnung.

Werke Gschwent und Lusern

Das Panzerwerk Gschwent. Die Anlage war zur Rundumverteidigung eingerichtet. Nahkampfanlagen waren abgesetzt errichtet. (Grafik: RedTD/H.P. Rizzardi nach Rolf Hentzschel)
Das Panzerwerk Lusern. Auch diese Anlage war auf die Rundumverteidigung vorbereitet. Hier waren, anders als bei Gschwent, Kasematte und Batterieblock getrennt. (Grafik: RedTD nach Rolf Hentzschel)

Forderndes Bauvorhaben

Der Bau der Festungswerke im Hochgebirge war eine Mammutaufgabe. Damit die vielen hundert Arbeiter (etwa 600 pro Werk) der zivilen Bauunternehmen mit dem Bau beginnen konnten, mussten zuerst die Wege dorthin ausgebaut oder überhaupt erst errichtet werden. Danach war die Infrastruktur für die Arbeiter vor Ort und im Tal aufzubauen bzw. einzurichten: Unterkünfte, Lager für Baumaterial, Leitungen für Wasser und viele andere Dinge mehr. Diese Tätigkeiten wären bereits im Flachland fordernd gewesen, im kaum erschlossenen Hochgebirge waren sie deutlich beschwerlicher und langwieriger.

Nachdem die Baustellen eingerichtet waren, musste das Material auf die Bauplätze gebracht werden. Da es zu Beginn der Arbeiten noch keine Lastkraftwagen gab, kamen vor allem Fuhrwerke zum Einsatz, teilweise gab es auch Materialseilbahnen. Sie mussten die tonnenschweren Panzerkuppeln sowie die Geschütze und Stromaggregate zum Standpunkt der Forts bringen, was von den Ingenieuren und den ausführenden Kräften ausführliche Planungen und technisches Know-how erforderte. Auf Sicherheit und Geheimhaltung legten die ausführenden Militärbehörden großen Wert, weshalb keine Baufirmen aus dem italienischen Teil Tirols herangezogen wurden. Doch ein Bauvorhaben dieser Dimension an einem so exponierten Ort – teils in Sichtweite der italienischen Reichsgrenze – zu verheimlichen, war unmöglich. Die zivilen und militärischen Behörden des Dreibundpartners Italien waren deshalb über das Ausmaß und den Zweck der Befestigungsanlage schnell im Bilde. 

Italienische Werke

Die italienische Antwort auf diesen Teil des österreichisch-ungarischen Festungsgürtels blieb nicht lange aus. Auf der anderen Seite der Grenze entstanden drei Panzerfestungen – Verena, Campolongo und das nicht fertiggestellte Fort Campomolon. Sie lagen in einer Schussentfernung von etwa fünf Kilometern den österreichisch-ungarischen gegenüber und hatten de facto den gleichen Auftrag wie ihre Konterparts. Die italienischen Werke lagen jedoch höher und hatten mit ihren 14,9-cm-Kanonen eine stärkere Bewaffnung als die k.u.k. Anlagen. Zur Verstärkung ihres Festungsriegels errichteten die italienischen Militärbehörden drei weitere Anlagen (Casa Ratti, Punta Corbin und Interrotto), die jedoch schon zehn Kilometer südlich der Staatsgrenze lagen. 

Rasche Entwicklung

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gab es – auch aufgrund der sich zuspitzenden Lage in Europa – zahlreiche militärische Innovationen. Diese wirkten sich ebenfalls auf den Festungsbau der Werke auf der Hochebene aus. Anfangs bestanden die k.u.k. Werke aus nur einem Baukörper, der Kasematte (der beschusssichere Teil der Anlage mit Depots, Unterkünften und Kanzleien), in der alle Elemente für die Nahverteidigung und den Fernkampf vereint waren.

Die nur wenige Meter voneinander entfernten Geschütze – und mit ihnen die Auftragserfüllung der Anlagen – wären durch den Einschlag gegnerischer Granaten gefährdet gewesen. Deshalb wurden die Funktionsbereiche (Kampf- und Unterkunftsbereiche) später getrennt und mit Stollen verbunden. Zusätzlich wurden die Abstände der Elemente, beispielsweise zwischen den Panzertürmen, vergrößert. Die nur ein paar Jahre früher errichteten Werke Verle und Lusern sind deshalb deutlich kompakter als die etwas später errichteten, wie Gschwent oder Serrada. Dennoch waren alle Einheitswerke mit artilleristischen und infanteristischen Elementen in einem Baukörper.

Die Artillerie wurde ebenfalls leistungsfähiger, weshalb etwa die Decken der Fortifikationen dicker (bis zu drei Meter) und auf der österreichischen Seite teilweise armiert wurden. Die Geschütze der Panzerwerke waren hinsichtlich ihres Kalibers und der damit verbundenen Durchschlagsleitung auf beiden Seiten unterdimensioniert, wodurch sie den gegnerischen Anlagen keine nennenswerten Schäden zufügen konnten. 

Bewaffnung

In jeder Anlage gab es eine unterschiedliche Anzahl an Waffentypen – je nach taktischer Anforderung und Auftrag. Die Geschütze und Maschinengewehre befanden sich in Panzerkuppeln oder hinter Panzerplatten mit kleinen Mündungsöffnungen, weshalb die Anlagen auch als Panzerwerke bezeichnet wurden. Die italienischen Werke hatten 14,9-cm-Kanonen, die österreichischen Werke „nur“ 10-cm-Haubitzen mit kurzen Rohren, (teilweise) 8-cm-Kanonen für die Überwachung des Geländes zwischen bzw. vor den Werken und 6-cm-Kanonen sowie Maschinengewehre, vor allem zur Nahverteidigung.

Die österreich-ungarischen 10-cm-Haubitzen erscheinen – auch im Vergleich zu den italienischen Geschützen – unterdimensioniert. Für ihren Hauptzweck, die Bekämpfung gegnerischer Infanterie, erwiesen sie sich jedoch als ausreichend. Um den gegnerischen Werken einen substanziellen Schaden zuzufügen, setzten beide Seiten Geschütze mit deutlich größerem Kaliber ein (Belagerungsartillerie), die vom Störfeuer der Werksartillerie unterstützt wurden.

Die Hauptbewaffnung der k.u.k.-Werke waren die 10-cm-Turmhaubitzen in Panzerkuppeln. (Foto: Kriegsarchiv Wien; gemeinfrei)
Offiziere und Panzerwerk-Soldaten stehen rund um eine 10-cm-Turmhaubitze. (Foto: Kriegsarchiv Wien; gemeinfrei)
Maschinengewehrtrupps, wie hier mit dem Maschinengewehre M 07/12 „Schwarzlose“ bewaffnet, verteidigten in österreichischen Panzerwerken. (Foto: Kriegsarchiv Wien; gemeinfrei)

Waffen der k.u.k.-Werke

  • 10-cm-Turmhaubitze T.H. M.9 als Hauptbewaffnung zum Erfüllen des Grundauftrages, mit der vor allem die Schrapnellgranate M9 (758 Bleikugeln) verschossen wurde;
  • 10-cm-Kasematthaubitze M.12 (nur zwei Stück im Werk Sebastiano) zur Überwachung des Zwischengeländes;
  • 8-cm-Minimalschartenkanone M.5/9 zum Flankieren anderer Werke bzw. dem Schutz der Räume zwischen diesen;
  • 6-cm-Kasemattkanone M.10 zur Nahverteidigung der Anlagen;
  • Maschinengewehre M 07/12 „Schwarzlose“ für die Nahverteidigung.

Die Werke im Krieg

Ab dem 24. Mai 1915, dem Tag des Eintrittes von Italien in den Ersten Weltkrieg, standen die österreichisch-ungarischen Fortifikationen auf der Hochebene von Lavarone und Folgaria im Fokus der italienischen Artillerie (siehe dazu Teil 2 im nächsten TD-Heft). Obwohl der Kriegseintritt des ehemaligen Dreibundpartners Italiens nicht überraschend kam, waren die Werke nicht vollständig einsatzbereit, da der Großteil ihrer Besatzung an der Front gegen Russland im Einsatz stand. Eilig musste eine Notbesatzung von Kräften aus dem Tiroler Hinterland, der Stadt Trient und Slowenien zusammengestellt werden.

Nach einer ersten intensiven Beschussphase bis zum 30. Mai 1915 folgte eine ruhigere Periode bis Mitte August 1915, bevor eine zweite, noch intensivere Attacke erfolgte, die von massiven Infanteriekräften unterstützt wurde. Sie dauerte bis Ende August des Jahres und wurde von einer Phase des permanenten, jedoch weniger intensiven, Beschusses abgelöst. Schwergewicht des italienischen Artilleriebeschusses waren die Werke Verle und Lusern. Sie standen in der Reichweite der sie überragenden italienischen Werke Campolongo und Verena, die sie mit ihren eigenen Geschützen nicht oder nur unzureichend bekämpfen konnten. Mehrere Male versuchten italienische Kräfte, dort durchzustoßen, sie scheiterten jedoch immer an dieser Aufgabe.

Während der Kampfhandlungen des Jahres 1915 konnten sich die sieben österreichisch-ungarischen Werke auf der Hochebene von Folgaria und Lavarone im Vergleich zu den italienischen bewähren, die der k.u.k. Artillerie nicht standhielten. Sie erfüllten ihren Zweck und trotzten den zigtausenden Artilleriegranaten ebenso wie den Infanterieangriffen, obwohl die Bauten und die dort installierten Waffen teilweise massiv beschädigt wurden. 

Ein Maschinengewehrtrupp in Fliegerabwehrstellung im teilweise zerstörten Posten Vezzena im Mai 1916. (Foto: k.u.k. Kriegspressequartier; CC)
Ein Maschinengewehrtrupp in Fliegerabwehrstellung im teilweise zerstörten Posten Vezzena im Mai 1916. (Foto: k.u.k. Kriegspressequartier; CC)

Sie wurden jedoch immer wieder – sogar während der Kämpfe – notdürftig so weit instandgesetzt, dass sie ihren Auftrag dennoch erfüllen konnten. Bis zum Jahresende waren auch Ersatzbettungen für die Turmhaubitzen außerhalb der eigentlichen Anlagen errichtet worden. So hätten die Werksbesatzungen selbst dann noch ihre Aufträge erfüllen können, wenn sie die Geschütze in den Anlagen aufgeben hätten müssen.

Im Winter schwiegen die Waffen weitgehend bis ins Frühjahr 1916. Danach begann der italienische Artilleriebeschuss erneut, jedoch nicht mehr mit der Intensität des Vorjahres. Mit der österreichisch-ungarischen Südtiroloffensive, die am 15. Mai 1916 begann und über den Raum der Werke hinweg geführt wurde, verschob sich die Front so weit in den Süden, dass der Festungsgürtel bis zum Kriegsende außerhalb der Reichweite der italienischen Artillerie lag. Damit hatten diese Fortifikationen ihren Zweck verloren, da sie sich zu weit hinter der Front befanden, um in das weitere Kampfgeschehen eingreifen zu können. Beinahe alle Geschütze wurden ausgebaut und die Mannschaften auf ein Minimum reduziert. Die Werke wurden jedoch wieder instandgesetzt und bis zum Kriegsende in einem Zustand gehalten, der es ermöglicht hätte, sie bei Bedarf rasch zu reaktivieren. 

Nach dem Krieg

Am Ende des Ersten Weltkrieges, in der unübersichtlichen Phase des Zusammenbruches des Habsburgerreiches, wurden die k.u.k. Werke im November 1918 von ihren Mannschaften aufgegeben bzw. an die Italiener übergeben. Nach der Grenzziehung im Herbst des Jahres 1919 hatten sie endgültig ihre Bedeutung verloren, da sie nun etwa 100 km südlich der neuen Grenze lagen. Sie gingen zunächst in den Besitz des italienischen Staates über, wurden jedoch bereits 1927 aus der Liste der militärischen Liegenschaften gestrichen. In den 1920er- und 1930er-Jahren waren diese Anlagen ein beliebtes Ziel für den damals beginnenden Ausflugstourismus. 

1935 griff das faschistische Italien unter Benito Mussolini den afrikanischen Staat Abessinien an. Die internationale Gemeinschaft belegte Italien daraufhin mit Sanktionen, die unter anderem die Einfuhr von Eisen bzw. Stahl verboten. Nun dienten die Werke als Rohstoffquellen. Die Panzerkuppeln wurden mit Schneidbrennern zerschnitten und aus den Gebäuden das dort vorhandene Eisen ausgebaut, was zumeist nur nach dem Sprengen der Bausubstanz möglich war. Alle Werke hatten große Schäden davongetragen, die meisten waren zerstört. Die Anlage mit den geringsten Schäden ist das Werk Gschwent, das heute ein vielbesuchtes Museum ist.

Im Werk Gschwent befindet sich heute ein Museum. (Foto: Matteo Ianeselli; CC BY-SA-4.0)
Im Werk Gschwent befindet sich heute ein Museum. (Foto: Matteo Ianeselli; CC BY-SA-4.0)

Werk Gschwent

Das zwischen 1909 und 1912 errichtete Werk Gschwent, besser bekannt unter dem italienischen Namen „Forte Belvedere“, ist eines der sieben Werke auf der Hochebene von Folgaria und Lavarone. Durch seine Position auf einem Vorsprung über einer Felswand sowie seiner baulichen Einrichtungen galt diese Anlage als nahezu uneinnehmbar und somit als sturmfrei.

Einrichtungen

Das Werk ist kein kompakter Block, wie die einige Jahre früher errichteten Anlagen (z. B. Verle). Vielmehr ist es in mehrere Funktionsbereiche gegliedert, die voneinander getrennt, aber durch Tunnels miteinander verbunden sind, die der Anlage den Charakter eines Bergwerkes verleihen. Das Festungswerk besteht aus 

Ein frontaler Graben sollte feindliche Angriffe verlangsamen, ein seitlicher Graben eine Umzingelung verhindern. Beide Gräben hatten kleinere Kasematten, die als Nahkampfanlagen mit Scharten für Gewehre und Maschinengewehre ausgeführt sind. Stacheldrahthindernisse im Angelände sollten gegnerische Annäherungen verlangsamen bzw. verhindern. Zusätzlich gab es Stellungen für die Infanterie beim Werk und im Zwischengelände, um Angriffe abzuwehren. 

Das Werk Gschwent war, wie die anderen Anlagen, speziell für das Erfüllen seines Auftrages und für den Schutz vor gegnerischem Artilleriebeschuss entwickelt worden. Nicht nur für die Kampfführung, sondern auch hinsichtlich der Infrastruktur wurden in diesen damals modernen Festungsanlagen de facto alle Eventualitäten berücksichtigt. Sie hatten – trotz der Enge des Raumes – ausreichend große Lager (Munition, Verpflegung, Betriebsmittel etc.), Unterkunfts- sowie Sanitätsräume und sogar einen Sargraum.

Die Anlage war für mehrere Tage autonom, da sie bei gegnerischem Beschuss und/oder Angriff nicht verlassen oder betreten werden konnte. Dieser Umstand bedingte die Versorgung mit Strom, der vor Ort hergestellt wurde, damit das Licht nicht ausging und die Lüftung sowie andere elektrisch betriebene Anlagen funktionierten. Für den Feuerkampf mussten genügend Granaten im Werk sein, aber auch Patronen für die (Maschinen)gewehre und Kampfmittel wie Leucht- und Signalmunition. Wasser (aus einer eigenen Quelle) und Lebensmittel waren ebenfalls vorhanden, um selbst während der Kämpfe Mahlzeiten zuzubereiten.

Kehlseite der Kassematte des Werkes Gschwent mit Kehlgraben. (Foto: Matteo Ianeselli; CC BY-SA-4.0)
Kehlseite der Kassematte des Werkes Gschwent mit Kehlgraben. (Foto: Matteo Ianeselli; CC BY-SA-4.0)

Hauptkasematte

Die Hauptkasematte ist das zentrale Gebäude. Auf drei Etagen sind dort alle Einrichtungen, die für den Betrieb der Anlage – im Frieden und im Gefecht – notwendig waren. Der dreigeschossige Bau aus massivem Stahlbeton war mit seinen meterdicken Decken und Wänden gut vor gegnerischem Artilleriebeschuss geschützt. Bis auf schwere Artillerie ab dem Kaliber 30,5 cm konnte kein Geschoss die Decken durchschlagen.

Im Erdgeschoss befand sich das operative Zentrum des Werkes. Dort waren der Eingangsbereich mit Tor und Wachposten, die technischen bzw. infrastrukturellen Einrichtungen (Stromzentrale, Werkstatt, Telefonzentrale, Küche), die Unterkünfte des Kommandanten und der Offiziere sowie Lagerräume (Verpflegs- und Benzinlager, Munitionsdepot für Haubitzen) und der Sargraum. In den oberen Etagen (1. und 2. Stock) waren die Sanitätsstation, Mannschaftsunterkünfte, weitere Lagerräume und die optische Signalstation.

Batterieblock

Zwei Gänge im Erdgeschoss verbinden die Hauptkasematte mit dem abgesetzten und baulich getrennten Batterieblock. Dort befanden sich drei 10-cm-Turmhaubitzen in Panzerkuppeln. Die Aufgabe der Batterie bestand im Bekämpfen der gegnerischen Infanterie mit Spreng- und Schrapnellgranaten, falls diese den Durchbruch gewagt hätte. 

Wehr- und Nahkampfanlagen

Enge Tunnels mit steilen Treppen führen vom Batterieblock zu der Nebenkasematte im Graben vor dem eigentlichen Werk und zu der frontalen sowie den beiden seitlichen Nahkampfanlagen. Dort befanden sich mit Stahlplatten gepanzerte Maschinengewehrstellungen und Beobachtungsposten mit Scheinwerfern für die Überwachung des Geländes. Von dort aus konnte rund um die Uhr – auch während eines Artilleriebeschusses – nach vorne sowie zur Seite beobachtet und ein angreifender Gegner erkannt sowie bekämpft werden.
 

Personal

Die Besatzung des Werkes bestand aus etwa 200 Männern. 130 Artilleristen waren für das Bedienen der Geschütze sowie das Beobachten und Überwachen des Vorgeländes zuständig, 50 Infanteristen für die Aufklärung und das Besetzen der unmittelbaren Außenposten vor Ort. Etwa 20 Männer des technischen Personals (Pioniere, Sanitäter oder Ärzte) unterstützten die Kampfelemente, die vom Kommandanten und den Offizieren (inkl. Fernmelder) geführt wurden. Darüber hinaus waren Soldaten der Territorialmiliz und Arbeiter in der Anlage, die Material zum und vom Werk transportierten oder dort Reparaturen durchführten.

Gschwent im Krieg

Im Verlauf des Krieges erhielt das Werk mehr als 2 000 Treffer von Granaten großen Kalibers (ab 15 cm). Trotz erheblicher Schäden an den Gebäuden und Verlusten von Soldaten hielt Gschwent –
so wie die anderen Festungswerke auf der Hochebene von Folgaria und Lavarone – dem Beschuss stand und konnte nicht eingenommen werden. 

Werke heute

Die Anlagen auf dem Hochland von Folgaria und Lavarone waren, bis auf das Werk Geschwent, ab den 1930er-Jahren mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben. Zusätzlich standen sie aufgrund der politisch-militärischen Entwicklungen und dem daraus resultierenden Zweiten Weltkrieg, aber auch in der unmittelbaren Nachkriegszeit, nicht im Fokus. Das änderte sich erst, als in den 1960er-Jahren ein wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte. Damit einher ging ein steigendes Interesse an den Werken in diesem Raum (den österreichisch-ungarischen und den italienischen), die wieder Touristen anlockten und bis heute ein beliebtes Ausflugsziel mit zigtausenden Besuchern aus aller Welt sind.

Aktuell werden diese ehemaligen Verteidigungsanlagen von Vereinen, öffentlichen Stellen und den Gemeinden, in denen sie sich befinden, betreut. In den vergangenen Jahren wurden sie auch soweit saniert, dass ihr Bestand vorerst gesichert ist und sie besichtigt werden können, obwohl das Betreten teilweise verboten und wegen des Zustandes nicht ratsam ist. Somit werden die Panzerwerke auf dem Hochplateau von Folgaria und Lavarone auch noch in den nächsten Jahrzehnten als Zeugen einer kriegerischen Vergangenheit für eine friedliche Zukunft mahnen.

Die Werke werden im heutigen Festungsmuseum Gschwent multimedial dargestellt. (Foto: RedTD/Gerold Keusch)
Das Festungsmuseum Gschwent zeigt den Nachbau eines Schützengrabens. (Foto: RedTD/Gerold Keusch)
Die Nahkampfanlage des Werkes mit angedeuteten Schießscharten. (Foto: RedTD/Gerold Keusch)

Fortificazioni in alta montagna (Artikel in Italienisch)

Le fortezze imperiali e reali di Folgaria e Lavarone

Il Regno d'Italia aveva aderito nel 1882 all'alleanza tra l'Impero austro-ungarico e l'Impero tedesco (Triplice Alleanza). Tuttavia, la monarchia asburgica era diffidente nei confronti dell'Italia e fece costruire fortificazioni di confine. Sull’ Altopiano di Lavarone e di Folgaria, in Trentino, furono costruite sette fortificazioni – da nessun’altra parte le opere difensive raggiunsero un tale livello di sviluppo. Nel corso della Prima Guerra Mondiale, nonostante i violenti bombardamenti, queste fortificazioni adempirono al loro scopo. Oggi sei di questi impianti si trovano in rovina, mentre nella fortezza di Gschwent un museo testimonia i combattimenti di allora. 

Opere della Monarchia danubiana

Nel corso degli ultimi decenni della monarchia asburgica, numerose zone strategicamente importanti furono dotate di fortificazioni (che in Austria-Ungheria venivano denominate «Werke»). Alcuni esempi si trovano in Bosnia-Erzegovina a Sarajevo o Mostar, nell’odierna zona di confine tra Italia e Slovenia, presso la città portuale croata di Pola (all’epoca il porto più importante della imperiale e regia Marina da guerra) o al confine dell’Impero asburgico con l’Italia. Tutti gli edifici presentavano caratteristiche diverse a causa del loro uso e del terreno su cui erano stati costruiti, ma presentavano anche notevoli punti in comune.

Lo scopo di queste fortificazioni contro le forze terrestri era quello di impedire al nemico di attraversare o penetrare in una determinata zona, controllando le linee di movimento o l'area circostante le fortificazioni tramite la potenza di fuoco delle armi installate al loro interno (obici, cannoni e/o mitragliatrici). L’armamento e la struttura delle fortificazioni (spessore delle pareti e dei soffitti) erano determinati dall’incarico assegnato, dalle tattiche di combattimento dell’avversario e dalla distanza delle fortificazioni rispetto all'area bersaglio.

Alcune fortificazioni bloccavano direttamente una linea di movimento, altre erano situate sul suo fianco o in profondità. Essendo le installazioni stesse obiettivi da neutralizzare, dovevano essere protette anche dagli attacchi diretti e rinforzate con fortificazioni da campo (barriere di filo spinato ecc.). Solo poche fortificazioni erano autonome, la maggior parte operava in appoggio con altre e si trovava quindi in vista della fortificazione vicina. Erano posizionate o in cerchio attorno a una città (Sarajevo, Mostar, Trento ecc.) oppure lungo una linea di confine o in una posizione strategicamente importante nell'entroterra.

Opere difensive

La fortificazione di luoghi e territori, così come la sorveglianza o il blocco delle vie di comunicazione, è una pratica antica quanto la guerra stessa. I complessi circolari preistorici degli insediamenti primitivi ne sono i primi esempi europei. Il Limes del Danubio e il Vallo di Adriano dell’Impero Romano in Gran Bretagna rappresentano probabilmente gli esempi più noti di una linea difensiva fortificata dell’antichità.

Questo sviluppo è proseguito nel Medioevo e nell'Età moderna, con l'obiettivo principale di respingere un aggressore e impedirgli l'accesso a un territorio. Roccaforti, mura cittadine o complessi bastioni testimoniano in molti luoghi gli sforzi compiuti in quell'epoca. Degli esempi di fortificazioni del XX secolo includono la Linea Maginot francese, il Vallo cecoslovacco, il Vallo Atlantico, le fortificazioni austriache all’epoca della Guerra Fredda (come la «Feste Anlage Ungerberg FAN U3», un complesso di bunker situato a Bruckneudorf) o le opere austro-ungariche sull’Altopiano dei comuni di Folgaria e Lavarone in provincia di Trento.

Tutte le strutture difensive condividevano delle caratteristiche fondamentali: dovevano assicurare militarmente un’area (tatticamente e/o strategicamente) importante, che spesso era un confine. Grazie alla fortificazione del terreno con barriere e altri dispositivi architettonici, si intendeva aumentare in modo significativo la propria efficienza, la copertura, l'osservazione e la mobilità, limitando invece notevolmente quelle del nemico. Lo scopo di tali fortificazioni era­ — e rimane — ridurre le probabilità di successo di un attacco nemico, aumentando quelle della propria difesa.

Fortificazioni al confine con l'Italia

La monarchia asburgica rinforzò anche il confine austro-italiano, che restò invariato dal 1866 al 1918, con numerose strutture militari e fortificazioni. A partire dal 1833, iniziando con il forte di Fortezza (Franzensfeste) in Alto-Adige, in diverse fasi di costruzione furono edificate delle fortificazioni che, fino all’entrata in guerra dell’Italia a fianco dell’Intesa nel 1915, furono costantemente ampliate e adeguate.

L'obiettivo della linea di fortificazioni austro-ungarica consisteva nell’impedire l'avanzata italiana in caso di attacco verso nord. Il motivo di questa misura risiedeva nella diffidenza della monarchia asburgica nei confronti del vicino a sud-ovest, anche se dal 1882 era in vigore un'alleanza militare tra Germania, Italia e Austria-Ungheria (Triplice Alleanza). Una delle ragioni di tale diffidenza consisteva nel crescente nazionalismo in Italia. Questo movimento perseguiva l'obiettivo di unire tutti i territori italiani in un unico regno (Risorgimento). Ad ogni modo, una parte di questi territori apparteneva all'Impero asburgico, come ad esempio la città portuale di Trieste.

Nel sud della Contea del Tirolo, l'odierno Trentino, l'amministrazione militare austriaca iniziò già nel 1848, e in modo più intenso a partire dal 1860, la costruzione della fortezza di Trento, rafforzata da diverse opere difensive esterne. Il suo scopo doveva essere quello di impedire alle forze italiane di penetrare lungo la valle dell'Adige in direzione nord. Negli anni 1880 furono costruite le ultime opere avanzate di questo sistema fortificato: le opere di Tenne e Colle delle Benne. Queste si trovano nei pressi di Lavarone, a circa dieci chilometri a nord delle fortezze, sull’ Altopiano di Folgaria e di Lavarone, e avevano il compito di impedire un'avanzata italiana lungo la Valsugana. Meno di 30 anni dopo, la fortezza di Trento era già obsoleta, poiché le condizioni tecniche e militari (ad esempio, la maggiore potenza di penetrazione e portata dei proiettili) avevano subito un cambiamento radicale. 

Le opere di Folgaria e Lavarone

Il 15 giugno 1907 il Ministero della Guerra dell'Impero austro-ungarico ordinò la fortificazione del tratto di confine di Lavarone. Fu questo il segnale di partenza per la costruzione delle quattro opere in quel tratto (dal 1908 al 1914) e, successivamente, delle tre strutture nel tratto di Folgaria (dal 1910 al 1914). Il loro compito consisteva nel proteggere un tratto di confine largo circa 30 km e furono completate prima dell'inizio delle ostilità nel maggio 1915. La loro costruzione rientra nell'ultimo periodo di realizzazione di queste fortificazioni di confine (dal 1905 al 1915) e segna allo stesso tempo il culmine della tecnica fortificatoria dell'Impero asburgico.

Il compito delle sette postazioni situate sull’ Altopiano di Folgaria e di Lavarone era quello di impedire alle forze italiane di sfondare dall’Altopiano dei Sette Comuni attraverso i passi montani dell'Altopiano verso la Valle dell'Adige e Trento. Inoltre, ogni postazione doveva sbarrare una o più valli e le direttrici tramite il fuoco della propria artiglieria. In più, proteggevano un'area che avrebbe potuto servire per preparare e schierare le truppe in vista di un'offensiva austro-ungarica. 

Tra i forti situati sull'Altopiano, di cui era responsabile la Direzione del Genio di Trento, figuravano quelli di Gschwent, Luserna, Verle e la postazione di Vezzena (tratto di Lavarone), così come quelli di Sebastiano, Serrada e l'impianto intermedio di Sommo (tratto di Folgaria). Le strutture presentavano caratteristiche diverse, a causa della loro posizione e delle esigenze tattiche che ne derivavano, in termini di costruzione e armamento. Tuttavia, presentavano notevoli punti in comune.

I gruppi di fortificazioni (tratto di confine 5/III sottodistretto del distretto del Tirolo) erano subordinati, in quanto elemento territoriale, al Comando di difesa regionale del Tirolo. Formavano un complesso, essendo in contatto visivo tra loro e potendo fornire supporto reciproco, anche ad altre unità, con il fuoco dell'artiglieria. Quando le unità di fanteria si trovavano nello spazio intermedio tra i forti, queste fortificazioni costituivano i nodi di una fitta rete difensiva in alta montagna, difficilmente superabile e aggirabile solo su ampie distanze.

Per respingere un attacco nemico, il coordinamento di tutte le componenti d’artiglieria delle singole fortificazioni era indispensabile. Ognuno di loro era in contatto via radio e telefono con tutti gli altri e con il comando superiore. Inoltre, ogni forte era dotato di un impianto di segnalazione che permetteva di trasmettere segnali luminosi in codice Morse.

Un progetto di costruzione impegnativo

La costruzione delle fortificazioni in alta montagna fu un'impresa gigantesca. Affinché le centinaia di operai (circa 600 per ogni opera) delle imprese civili potessero iniziare i lavori, fu necessario innanzitutto sistemare o addirittura costruire le strade di accesso. Dopo di che fu necessario costruire e attrezzare le infrastrutture per i lavoratori sul posto e a valle: alloggi, magazzini per i materiali da costruzione, tubature per l'acqua e molte altre cose ancora. Anche in pianura queste attività sarebbero state impegnative, ma in alta montagna, dove le infrastrutture erano poco sviluppate, risultarono decisamente più faticose e lunghe.

Dopo aver sistemato i cantieri, fu necessario trasportare il materiale nei luoghi di costruzione. Siccome all'inizio dei lavori non esistevano ancora i camion, si ricorse principalmente a carri trainati da cavalli e, in alcuni casi, vennero utilizzate anche teleferiche per il trasporto dei materiali. Si dovettero trasportare le cupole corazzate, che pesavano decine di tonnellate, oltre ai cannoni e ai generatori elettrici, al punto in cui si trovavano i forti, compito che richiedeva agli ingegneri e alle forze operative una pianificazione minuziosa e competenze tecniche. L'autorità militare responsabile dei lavori diede grande importanza alla sicurezza e alla discrezione, per questo motivo non furono coinvolte imprese di costruzione della parte italiana del Tirolo. Non fu però possibile tenere segreto un progetto di costruzione di queste dimensioni in un luogo così esposto, in parte ben visibile dal confine con l'Impero italiano. Le autorità civili e militari dell'Italia, partner della Triplice Alleanza, vennero così ben presto a conoscenza delle dimensioni e della funzione delle fortificazioni.

Le opere italiane

L'Italia non tardò a reagire in risposta a questa cintura di fortificazione austro-ungarica. Dall'altra parte del confine furono costruite tre fortezze corazzate: Verena, Campolongo e il forte Campomolon, che non fu mai completato. Questi forti si trovavano a una distanza di tiro di circa cinque chilometri da quelli austro-ungarici e di fatto avevano lo stesso compito delle loro controparti. Le postazioni italiane, tuttavia, erano situate più in alto e, con i loro cannoni da 14,9 cm, disponevano di un armamento più potente rispetto alle strutture dell'Impero austro-ungarico. Al fine di rafforzare la loro linea difensiva, le autorità militari italiane costruirono altre tre postazioni (Casa Ratti, Punta Corbin e Interrotto), che tuttavia si trovavano già dieci chilometri a sud del confine di Stato.

Un rapido sviluppo

Nel periodo precedente alla Prima Guerra Mondiale, anche a causa della situazione sempre più tesa in Europa, furono introdotte numerose innovazioni militari. Queste innovazioni influenzarono anche la costruzione delle fortificazioni situate sull'Altopiano. All'inizio, le fortificazioni imperiali e reali consistevano in un unico edificio, la casamatta (la parte dell'impianto a prova di bombardamento con magazzini, alloggi e uffici), che raggruppava tutti gli elementi per la difesa ravvicinata e il combattimento a distanza.

I cannoni, distanti solo pochi metri l'uno dall'altro – e con essi l'efficacia operativa delle installazioni – sarebbero stati messi a rischio dall'impatto dei proiettili nemici. Di conseguenza, le aree operative (zone di combattimento e alloggi) sono state successivamente separate e collegate tramite gallerie. In più, la distanza tra gli impianti, ad esempio tra le torrette corazzate, fu aumentata. Le fortificazioni di Verle e Luserna, costruite solo pochi anni prima, sono quindi nettamente più compatte rispetto a quelle realizzate poco dopo, come Gschwent o Serrada. In ogni caso, tutte le fortificazioni presentavano elementi di artiglieria e fanteria in un unico edificio.

Anche l'artiglieria era diventata maggiormente efficiente, motivo per cui, ad esempio, le pareti delle fortificazioni erano più spesse (fino a tre metri) e, sul versante austriaco, in alcuni punti erano state rinforzate. Per quanto riguarda il calibro e la conseguente potenza di fuoco, i cannoni delle strutture corazzate erano sottodimensionati su entrambi i fronti, e quindi non potevano provocare danni significativi alle postazioni nemiche.

L‘armamento

In ogni postazione si trovava in dotazione un numero diverso e variabile di armi, a seconda delle esigenze tattiche e della missione assegnata. I cannoni e le mitragliatrici erano collocati in cupole corazzate o dietro piastre corazzate con piccole aperture di tiro, motivo per cui le postazioni venivano anche denominate «fortificazioni corazzate». Le postazioni italiane erano dotate di cannoni da 14,9 cm, quelle austriache “solo” di obici da 10 cm a canna corta, (in parte) di cannoni da 8 cm per la sorveglianza del terreno tra o davanti alle fortificazioni e di cannoni da 6 cm e mitragliatrici, soprattutto per la difesa ravvicinata.

Gli obici austro-ungarici da 10 cm sembrano sottodimensionati, anche rispetto ai cannoni italiani. Tuttavia, per il loro scopo principale, ovvero il combattimento contro la fanteria nemica, dimostrarono di essere sufficienti. Per infliggere danni sostanziali alle fortificazioni nemiche, entrambe le parti impiegarono cannoni di calibro nettamente superiore (artiglieria d'assedio), supportati dal fuoco di disturbo dell'artiglieria dei forti.

Da parte italiana si trattava di obici di calibro 26 cm, 28 cm e 30,5 cm, anche se in realtà solo quest'ultimo calibro era in grado di perforare le coperture delle fortificazioni imperiali e reali. Il lato austro-ungarico disponeva di sistemi decisamente più efficaci con obici di calibro 28 cm, 30,5 cm, 38 cm e, in seguito, persino con cannoni da 42 cm dell'artiglieria costiera. In nessuna fortezza era possibile installare questi massicci obici, ragione per cui erano collocati nei loro dintorni.

A prima vista, il numero di cannoni presenti nelle fortificazioni corazzate sembra troppo basso, soprattutto se si considerano le dimensioni delle strutture. Ma siccome queste potevano sparare contemporaneamente una quantità di munizioni notevolmente superiore (da sei a otto granate al minuto) con obici o cannoni da campo di pari potenza, il rapporto tra sforzo e beneficio risulta estremamente vantaggioso. Ciò è dimostrato anche dal fatto che il costo delle munizioni italiane cadute sulle fortificazioni austro-ungariche durante la guerra superò di molto il loro già elevato costo di costruzione. Questo vale anche per il «kill ratio» (rapporto tra nemici uccisi e propri caduti): al numero relativamente basso di soldati caduti nelle postazioni austro-ungariche contro centinaia di soldati italiani caduti.

L’armamento degli impianti dell'Impero austro-ungarico

Le opere durante la guerra

A partire dal 24 maggio 1915, il giorno dell’entrata in guerra dell’Italia nella Prima Guerra Mondiale, le fortificazioni austro-ungariche situate sull’Altopiano di Lavarone e di Folgaria erano nel mirino dell’artiglieria italiana (per ulteriori informazioni a questo proposito, si veda la seconda parte nel prossimo numero della rivista TruppenDienst). Anche se l'entrata in guerra dell'Italia, un tempo alleata della Triplice Alleanza, non fu una sorpresa, i forti non erano completamente operativi, dato che la maggior parte del personale era impegnata al fronte contro la Russia. Con urgenza fu necessario mettere su un’unità di emergenza composta da personale proveniente dall'entroterra tirolese, dalla città di Trento e dalla Slovenia.

Dopo una prima fase di bombardamenti intensi protrattasi fino al 30 maggio 1915, seguita da un periodo più tranquillo fino alla metà di agosto 1915, si verificò un secondo attacco ancora più intenso, sostenuto da imponenti forze di fanteria. La battaglia continuò fino alla fine di agosto di quell'anno, per poi lasciare il posto a una fase di bombardamenti costanti, ma meno intensi. I punti nevralgici del bombardamento dell'artiglieria italiana erano le postazioni di Verle e Lusern. Queste si trovavano nel raggio d'azione delle postazioni italiane di Campolongo e Verena, che le sovrastavano e che non riuscivano a contrastarle con i propri cannoni, o lo facevano in modo insufficiente. Più volte le forze italiane tentarono di sfondare la linea difensiva in quel punto, ma senza mai riuscire.

Durante i combattimenti del 1915, le sette postazioni austro-ungariche situate sull’Altopiano di Folgaria e di Lavarone si dimostrarono all’altezza rispetto a quelle italiane, che non riuscirono a resistere all’artiglieria imperiale e reale. Assolsero il loro compito e resisterono alle migliaia di granate di artiglieria e agli attacchi della fanteria, nonostante le strutture e le armi installate subissero danni considerevoli. Venivano comunque riparate con mezzi di fortuna, anche durante i combattimenti, in modo tale da poter continuare a svolgere la loro funzione. Entro la fine dell'anno erano state costruite anche postazioni di riserva per gli obici a torre al di fuori degli impianti propriamente detti. In questo modo, il personale dello stabilimento avrebbe potuto continuare a svolgere i propri compiti anche nel caso in cui fosse stato costretto ad abbandonare le postazioni nelle strutture

Durante l'inverno le armi rimasero in gran parte silenziose fino alla primavera del 1916. In seguito ripresero i bombardamenti dell'artiglieria italiana, ma non più con l'intensità dell'anno precedente. Con l'offensiva austro-ungarica in Alto Adige, iniziata il 15 maggio 1916 e condotta oltre l'area delle fortificazioni, il fronte si spostò così a sud che, fino alla fine della guerra, la cinta fortificata rimase fuori dalla portata dell'artiglieria italiana. In questo modo, queste fortificazioni avevano perso la loro funzione, dato che si trovavano troppo indietro rispetto al fronte per poter intervenire nel proseguimento dei combattimenti. Quasi tutti i cannoni furono smontati e il personale ridotto al minimo. Tuttavia, le fortificazioni furono nuovamente riparate e mantenute, fino alla fine della guerra, in uno stato che avrebbe consentito di riattivarle rapidamente in caso di necessità.

Dopo la guerra

Alla fine della Prima Guerra Mondiale, nella fase confusa del crollo dell’Impero asburgico, le opere imperiali e reali furono abbandonate dal personale nel novembre 1918 o consegnate agli italiani. Dopo la definizione dei confini nell’autunno del 1919, avevano definitivamente perso la loro importanza, dato che ora si trovavano a circa 100 km a sud del nuovo confine. Inizialmente passarono in proprietà dello Stato italiano, ma già nel 1927 furono cancellati dall'elenco dei beni immobili militari. Negli anni 1920 e 1930 questi impianti erano una destinazione molto apprezzata per il turismo escursionista che all’epoca stava iniziando.

Nel 1935, l'Italia fascista di Benito Mussolini attaccò lo Stato africano dell'Abissinia. La comunità internazionale impose quindi all'Italia delle sanzioni che, tra l'altro, vietavano l'importazione di ferro e acciaio. A quel punto, le fortificazioni furono utilizzate come fonti di materie prime. Le cupole corazzate furono tagliate con cannelli ossidrici e il ferro presente negli edifici fu rimosso, cosa che nella maggior parte dei casi fu possibile solo dopo aver fatto saltare in aria la struttura. Tutti gli stabilimenti subirono gravi danni, la maggior parte dei quali fu distrutta. L'impianto che subì i danni minori è il forte Belvedere Gschwent, che oggi è un museo molto visitato.

Il forte Belvedere Gschwent

Il forte Belvedere Gschwent, costruito tra il 1909 e il 1912 e meglio conosciuto con il nome italiano di «Forte Belvedere», è una delle sette fortezze situate sull'Altopiano di Folgaria e di Lavarone. Grazie alla sua posizione su uno sperone a picco su una parete rocciosa e alle sue caratteristiche architettoniche, questa struttura era considerata praticamente inespugnabile e quindi a prova di assalto.

Le strutture

L'opera non è un blocco compatto come i forti costruiti alcuni anni prima (ad esempio quello di Verle). È invece suddivisa in diverse aree funzionali, separate l'una dall'altra ma collegate tra loro da gallerie che conferiscono alla struttura l'aspetto di una miniera. L'opera fortificata è costituita dalla casamatta principale con alloggi, magazzini e altre strutture:

Una trincea frontale aveva lo scopo di rallentare gli attacchi nemici, mentre una trincea laterale di impedire l'accerchiamento. Entrambe le trincee erano dotate di piccole casematte, progettate come postazioni da combattimento ravvicinato con feritoie per fucili e mitragliatrici. Le barriere di filo spinato nell'area circostante dovevano rallentare o impedire l'avanzata nemica. Inoltre, presso l'opera e nell'area intermedia erano presenti postazioni per la fanteria, destinate a respingere gli attacchi.

Il forte Belvedere, come le altre strutture, era stato progettato appositamente per adempiere al proprio compito e per garantire protezione dai bombardamenti di artiglieria nemica. In queste fortificazioni all'epoca all'avanguardia, erano state di fatto prese in considerazione tutte le eventualità, non solo per la conduzione dei combattimenti, ma anche per quanto riguarda le infrastrutture. Nonostante lo spazio ristretto, disponevano di depositi sufficientemente capienti (munizioni, viveri, risorse operative ecc.), alloggi, infermerie e persino di una camera mortuaria.

La struttura era in grado di funzionare in modo autonomo per diversi giorni, poiché non poteva essere abbandonata né raggiunta in caso di bombardamenti e/o attacchi nemici. Ciò richiedeva un approvvigionamento di energia elettrica prodotta in loco, affinché le luci non si spegnessero e la ventilazione, così come gli altri impianti elettrici, continuassero a funzionare. Per il combattimento dovevano esserci nel forte granate a sufficienza, ma anche cartucce per i fucili (mitragliatori) e munizioni da guerra come quelle luminose e di segnalazione. Erano disponibili anche acqua (proveniente da una fonte propria) e generi alimentari, per poter preparare i pasti anche durante i combattimenti.

La casamatta principale

La casamatta principale è l'edificio centrale. Su tre piani erano presenti tutte le strutture necessarie al funzionamento del forte, sia in tempo di pace che in tempo di guerra. L'edificio a tre piani in cemento armato imponente, era ben protetto dai bombardamenti dell'artiglieria nemica grazie ai suoi soffitti e alle sue pareti spessi diversi metri. Ad eccezione dell'artiglieria pesante a partire dal calibro di 30,5 cm, nessun proiettile era in grado di perforare i solai.

Al piano terra si trovava il centro operativo della struttura. Qui erano situati l'area d'ingresso con un cancello e il posto di guardia, gli impianti tecnici e infrastrutturali (centrale elettrica, officina, centrale telefonica, cucina), gli alloggi del comandante e degli ufficiali, nonché i magazzini (deposito di viveri e carburante, deposito di munizioni per obici) e la camera mortuaria. Ai piani superiori (primo e secondo piano) si trovavano l'infermeria, gli alloggi della truppa, ulteriori magazzini e la stazione di segnalazione ottica.

Il blocco delle batterie

Due corridoi al piano terra collegano la casamatta principale al blocco della batteria, situato a una certa distanza e strutturalmente separato. Lì erano collocati tre obici da 10 cm montati su torrette corazzate. Il compito della batteria era quello di combattere la fanteria nemica con granate a frammentazione e a esplosivo, qualora questa avesse tentato di sfondare le difese.

Le strutture difensive e da combattimento ravvicinato

Stretti tunnel con scale ripide conducono dal blocco della batteria alla casamatta secondaria situata nel fossato davanti alla fortezza vera e propria, nonché alle postazioni di combattimento ravvicinato frontale e alle due laterali. Lì si trovavano postazioni di mitragliatrici corazzate con piastre d’acciaio e posti di osservazione dotati di riflettori per la sorveglianza del terreno. Da lì era possibile osservare 24 ore su 24 – anche durante un bombardamento di artiglieria – sia in avanti che lateralmente e individuare e combattere un nemico in attacco.

Il personale

Il personale dell'opera era composto da circa 200 uomini. 130 artiglieri erano addetti al funzionamento dei cannoni, oltre che all’osservazione e alla sorveglianza del terreno antistante, mentre 50 fanti erano incaricati della ricognizione e dell'occupazione degli avamposti immediatamente adiacenti. Circa 20 uomini del personale tecnico (genieri, paramedici o medici) supportavano le unità di combattimento, guidate dal comandante e dagli ufficiali (compresi i telegrafisti). Inoltre, nel forte erano presenti soldati della milizia territoriale e operai che trasportavano materiale da e verso l'opera o vi effettuavano riparazioni.

Forte Belvedere durante la guerra

Im Verlauf des Krieges erhielt das Werk mehr als 2.000 Treffer von Granaten großen Kalibers (ab 15 cm). Trotz erheblicher Schäden an den Gebäuden und Verlusten von Soldaten hielt Gschwent – so wie die anderen Festungswerke auf der Hochebene von Folgaria und Lavarone – dem Beschuss stand und konnte nicht eingenommen werden. 

Nel corso della guerra, la fortezza subì oltre 2.000 colpi di granate di grosso calibro (da 15 cm in su). Nonostante i gravi danni agli edifici e le perdite di soldati, Forte Belvedere – così come le altre fortezze dell’Altopiano di Folgaria e di Lavarone – resistette ai bombardamenti e non fu conquistata.

Le opere oggi

I forti situati sull’Altipiano di Folgaria e di Lavarone, ad eccezione di Forte Belvedere, furono più o meno abbandonati al degrado a partire dagli anni ’30. Inoltre, a causa degli sviluppi politico-militari e della conseguente Seconda Guerra Mondiale, ma anche nell’immediato dopoguerra, non furono oggetto di particolare attenzione. La situazione cambiò solo con la ripresa economica degli anni '60. Ciò fu accompagnato da un crescente interesse per i forti di questa zona (quelli austro-ungarici e quelli italiani), che tornarono ad attirare turisti e sono ancora oggi una meta escursionistica molto apprezzata da decine di migliaia di visitatori provenienti da tutto il mondo.

Aktuell werden diese ehemaligen Verteidigungsanlagen von Vereinen, öffentlichen Stellen und den Gemeinden, in denen sie sich befinden, betreut. In den vergangenen Jahren wurden sie auch so weit saniert, dass ihr Bestand vorerst gesichert ist und sie besichtigt werden können, obwohl das Betreten teilweise verboten und wegen des Zustandes nicht ratsam ist. Somit werden die Panzerwerke auf dem Hochplateau von Folgaria und Lavarone auch noch in den nächsten Jahrzehnten als Zeugen einer kriegerischen Vergangenheit für eine friedliche Zukunft einmahnen.

Attualmente queste ex fortificazioni sono gestite da associazioni, enti pubblici e dai comuni in cui si trovano. Negli ultimi anni sono state sottoposte a lavori di risanamento tali da garantirne la conservazione e consentirne la parziale “visitabilità”, sebbene l'accesso ad alcuni settori sia vietato o sconsigliato per ragioni di sicurezza. Così, le fortificazioni sull'Altopiano di Folgaria e di Lavarone continueranno anche nei prossimi decenni a fungere da testimonianza, di un passato bellico, esortandoci a un futuro di pace.

Übersetzung: Sprachinstitut des Bundesheeres


Autoren

Hofrat Gerold Keusch, BA MA

Leiter Online-Medien in der Redaktion TRUPPENDIENST

Jahrgang 1977; Grundwehrdienst beim PzGrenB9 in Horn (ET X/94); 1995-2014: Gruppen- und Zugskommandant beim JgB12 in Amstetten, Auslandseinsätze (Bosnien und Herzegowina und Kosovo); seit 2014: Onlineredakteur und Leiter-Online Medien in der RedTD; Journalistenausbildung (2015/16), Studium Politikwissenschaft; Fachbereiche: Fortifikationen, Südosteuropa, Erinnerungs- und Geschichtspolitik, Zweiter Weltkrieg in Österreich.

Oberrevident Mag. Martin Prieschl, MA

OWmdM, Direktion 6, IKT-Bereitstellungs- und Nutzungsmanagement; Historiker und Mitglied des Institutes für Österreichische Geschichtsforschung

Oberrevident Mag. Martin Prieschl, MA ist Historiker und Mitglied des Institutes für Österreichische Geschichtsforschung mit einem Forschungsschwerpunkt zum Ersten Weltkrieg an der Italienfront.


Publikationen

Dieser Beitrag erschien in folgenden Publikationen:
Titelbild Feuerzauber

Truppendienst 01/2026 (408): Feuerzauber

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