Ausbildung mit Plan und System

Ausbildung
L. Lamatsch

Die Kaderanwärterausbildung 3 schließt die 18 Monate dauernde Ausbildung zum Berufsunteroffizier ab. Diese folgt einem System, das ständig weiterentwickelt und angepasst wird. Ziel ist der einsatztaugliche Unteroffizier.

Schulen und Akademien sind hinsichtlich der Ausbildungsplanung privilegierte Dienststellen. Lehrgangsdauer und Lehrgangsstärken sind weit im Voraus bekannt, somit planbar und nur von wenigen Lageänderungen betroffen. Der Planungsprozess für die Kaderanwärterausbildung 3 (KAAusb3) startet etwa eineinhalb Jahre vor deren Beginn. Grundlage dafür ist der Planungsbefehl der Direktion 3/BMLV, indem unter anderem die Anzahl der erforderlichen Kursplätze festgelegt ist. Die Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) stell dafür, in Verbindung mit der Ausbildungskoordination, die erforderlichen Kursplätze zur Verfügung.

Die ausbildungsverantwortliche Stelle für die KAAusb3 ist die HUAk, die ausbildungsdurchführende das Institut 1.
Seit dem Beginn der Kaderanwärterausbildungen ist dieser Auftrag aufgrund der begrenzten Infrastruktur in Enns nicht ohne die Unterstützung der Lehrkompanien der Brigaden durchzuführen. Aktuell findet die KAAusb3 einmal im Jahr, von September bis Ende Februar, statt.

KAAusb 3/BUOA

Ausbildungsziel

Der Absolvent der KAAusb3/BUOA ist auf Basis der dafür erforderlichen physischen und psychischen Belastbarkeit zur Führung einer Gruppe nach dem Modell der Infanterietruppe (Jäger) in den Verfahren zur Sicherstellung des Einsatzes befähigt und verfügt über eine hohe Selbst- und eine sich bereits weit entwickelte Fremdeinschätzungsfähigkeit in Fragen des Führungsverhaltens sowie des individuellen Lernens.

(Foto: Bundesheer/Dominik Huber)

Grobplanung

Im ersten Planungsschritt erstellt die Institutsleitung eine Jahresplanung. Dabei werden die Verlegungen, die praktischen Ausbildungstage und die Blöcke mit Unterstützungsleistungen (Anwendung unmittelbarer Zwangsgewalt, Rechtskunde, Führungsverhalten und Englisch) koordiniert. Dieser Schritt findet analog zum militärischen Planungsverfahren in der Methode der Rückwärtsplanung statt. Er beginnt somit mit dem Lehrgangsende, das mit der Ausmusterung abschließt und endet mit dem Beginn der Vorstaffelung – von hinten nach vorne. In der Vorstaffelung finden die letzten Vorbereitungsmaßnahmen für den Lehrgang statt. Dabei erhält das dienstzugeteilte Lehrpersonal, das wie die Lehrgangsteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet kommt, eine Einweisung in den Lehrgang und bereitet sich dann gemeinsam mit dem Stammkader der HUAk auf diesen vor.

Auf Basis der „Wochenübersicht“ der Jahresplanung ist es die Aufgabe des Institutes, die Folgerungen für die erste Koordinierungsbesprechung und die Einmeldung in den Ausbildungskalender abzuleiten. Notwendige Unterstützungsleistungen durch Lehrunteroffizieren, Nahkampf-Instruktoren bis hin zu Pyrotechnikern oder Notfallsanitätern sind dabei genauso enthalten wie der Bedarf an Übungs- und Schießplätzen. Ebenso werden das erforderliche Gerät, der Kfz-Bedarf etc. ermittelt und weitergeleitet.

Eine zusätzliche Koordinierung zwischen den ausbildungsdurchführenden Stellen wird durch das Kommando der HUAk vorgenommen, um verschiedene Blöcke (z. B. die Rechtskundeausbildung) zu synchronisieren und einen gleichzeitigen Bedarf zu vermeiden. Deshalb werden diese Blöcke den Lehrkompanien für ihre Planung vorgegeben. Zum Zeitpunkt dieses Schrittes sind die künftigen Lehrgangsteilnehmer der KAAusb3 noch nicht beim Bundesheer eingerückt.

Nach den ersten groben Planungsschritten und der Aufnahme der ersten Termine in den Ausbildungskalender erfolgt eine Anpassung bzw. Änderung nur noch in Ausnahmefällen. Diese können etwa durch Prioritätsvorhaben anderer Truppenkörper entstehen, die eine Verlegung der KAAusb3 auf die reservierten Übungs- oder Schießplätze zum ursprünglich geplanten Zeitraum verhindern. Eine Anpassung der ursprünglichen Planung mit dem dazugehörigen Veränderungsdienst im Ausbildungskalender findet im Zuge der regelmäßigen Quartalsanforderung oder bei größeren Änderungen unmittelbar statt.
 

Bevor die Kaderanwärter als Wachtmeister ausmustern, müssen sie zahlreiche Ausbildungsschritte, wie das Scharfschießen als Schütze oder Sicherheitsgehilfe, absolvieren.
Bevor die Kaderanwärter als Wachtmeister ausmustern, müssen sie zahlreiche Ausbildungsschritte, wie das Scharfschießen als Schütze oder Sicherheitsgehilfe, absolvieren. (Foto: Bundesheer/Andreas Ecker)

Detailplanung

Das Erstellen des Lehrplanes und dessen Detaillierung wird etwa ein halbes Jahr vor Beginn des Lehrganges vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die künftigen Teilnehmer der KAAusb3 bereits auf der KAAusb2, dem jeweiligen Fachteil, der unter Verantwortung der Waffen- und Fachschulen durchgeführt wird. Eine genauere Abschätzung der Lehrgangsstärken ist somit möglich. Voraussetzungen für den Einstieg in die KAAusb3 sind eine positiv absolvierte KAAusb1 und eine erfolgreich abgeschlossene KAAusb2. Mögliche Nachprüfungen der KAAusb2 können bis zum Ende der Unteroffiziersausbildung unmittelbar vor der Ausmusterung zum Wachtmeister, nachgeholt werden. Seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit für Kaderanwärter, die im März die KAAusb1 ableisten die KAAusb3 vorzuziehen und erst im Anschluss die KAAusb2 zu absolvieren. Voraussetzung dafür sind eine positiv abgeschlossene KAAusb1 und eine entsprechende Englisch-Einstufung.

Beim Erstellen des Lehrplanes werden die Inhalte der Lehrveranstaltungen definiert. Das Schwergewicht liegt dabei vor allem auf den Inhalten

Diese beiden Lehrveranstaltungen nehmen im Curriculum den größten Anteil an Unterrichtseinheiten ein und sind Fächer der Dienstprüfung am Ende der KAAusb3. Zusätzlich sind auch andere Inhalte wie die Körperausbildung oder die theoretischen Gegenstände der Rechtskundeausbildung zu beachten.

Ein Gruppenkommandant bei der Befehlsausgabe während des Gefechtsdienstes. (Foto: Bundesheer/Andreas Ecker)
Ein Gruppenkommandant bei der Befehlsausgabe während des Gefechtsdienstes. (Foto: Bundesheer/Andreas Ecker)

Führen im Einsatz

Die Inhalte dieses Themas sind von den Verfahren zur Sicherstellung des Einsatzes abgeleitet:

Diese Verfahren sind durch alle Truppen selbstständig anzuwenden, wobei deren Durchführung auch der Hauptauftrag einer Truppe oder Waffengattung sein kann.

Die Ausbildung an der HUAk findet sowohl theoretisch im Lehrsaal ... (Fotos: Bundesheer/andreas Ecker)
Die Ausbildung an der HUAk findet sowohl theoretisch im Lehrsaal ... (Fotos: Bundesheer/andreas Ecker)

Durch den Lehrgangsleiter werden die Ausbildungsziele und groben Inhalte vorgegeben und der Ausbildungsraum festgelegt. Diese Maßnahme stellt sicher, dass eine einheitliche Ausbildung stattfindet. Bei der achten KAAusb3 waren die Verfahren für die Sicherung aufgeteilt. An insgesamt sieben praktischen Ausbildungstagen wurden die Sicherung während der Bewegung und die Sicherung einer örtlich eingesetzten Truppe (an einem Tag im urbanen Umfeld) ausgebildet.

Vor jeder praktischen Ausbildung findet für jedes Thema ein Grundsatzunterricht statt. Für die Ausbildungsziele erstellt der Klassenleiter den Tagesablauf mit abgeleiteten Feinzielen. Dieser ist die Grundlage der praktischen Ausbildung, die jene Lehrunteroffiziere durchführen, die für eine Gruppe verantwortlich sind. Der Tagesablauf ist ähnlich aufgebaut wie der Handzettel der Dienstvorschrift des Bundesheeres „Ausbildungsmethodik und deren Grundlagen“.

Um dem Lehrunteroffizier die Kontrolle und Bewertung zu erleichtern und diese zwischen den verschiedenen Gruppen und Zügen (offiziell als Klasse bezeichnet) des Institutes abzugleichen, wird für jedes Feinziel ein Kontrollblatt für die Beurteilung erstellt. Anhand dieses Kontrollblattes kann der Lehrunteroffizier einfach und schnell feststellen, ob der Lehrgangsteilnehmer die Schritte eines „Normablaufes“ durchgeführt hat. Eine einfache und rasche Kontrolle des richtigen Ablaufes ist für den Lehrunteroffizier notwendig, da er nicht „nur“ ausbildet, sondern zusätzlich auch die fachliche, methodische und soziale Kompetenz der Lehrgangsteilnehmer beurteilt.

Ziel der Ausbildung in den einzelnen Themen ist es, dem Lehrgangsteilnehmer Handlungssicherheit zu vermitteln. Diese ist gegeben, wenn ihm grundlegende Methoden gezeigt werden bzw. er diese erlernt und durch eine möglichst hohe Wiederholungsanzahl gefestigt hat. Hierbei ist entscheidend, dass der Lehrgangsteilnehmer bei einem misslungenen Versuch die Möglichkeit erhält, den Fehler auszubessern und in weiterer Folge ein richtiges Bild „mitzunehmen“.

... als auch praktisch auf dem Kasernengelände, im freien Gelände oder auf den Übungsplätzen statt. (Fotos: Bundesheer/Andreas Ecker)
... als auch praktisch auf dem Kasernengelände, im freien Gelände oder auf den Übungsplätzen statt. (Fotos: Bundesheer/Andreas Ecker)

Zu Beginn eines neuen Ausbildungsthemas zeigt der Lehrunteroffizier die neuen Inhalte vor, z. B. den Magazinwechsel beim Sturmgewehr. Durchgeführt wird dies in derselben Adjustierung, wie sie der Lehrgangsteilnehmer bei der Ausbildung trägt, z. B. im Kampfanzug beim Waffen- und Schießdienst. Durch das Vorzeigen wird einerseits erreicht, dass der Lehrgangsteilnehmer ein „richtiges“ Bild der jeweiligen Methode erhält und sich dieses nicht durch „Try & Error“ erarbeiten muss. Andererseits ist dieser Schritt notwendig und wesentlich, um die Grundsätze der Ausbildungsmethodik selbst anzuwenden, die dem Lehrgangsteilnehmer vermittelt werden. Als Grundlage dient das, aus den Anfangsbuchstaben der damit verbundenen Tätigkeiten gebildete Merkwort VENKÜK:

  • Vormachen;
  • Erklären;
  • Nachmachen;
  • Korrigieren;
  • Üben;
  • Kontrollieren.

Ausbildung und Führung

Die Lehrveranstaltung „Ausbildungsmethodik und Führungsverhalten“ beinhaltet mehrere Ziele. Einerseits ist die Persönlichkeitsbildung ein wichtiger Bestandteil, andererseits die Ausbildung zum Ausbilder. Der wesentliche Inhalt ist die Vermittlung der Grundlagen für die Planung und den Aufbau einer Ausbildungseinheit anhand des didaktischen Achteckes, der Ausbildungsgrundsätze sowie einer Methode, die der jeweiligen Ausbildungsstufe (Anlern-, Festigungs- oder Anwendungsstufe) entspricht.

Die Ausbildungsmethodik wird als „Vehikel“ benutzt, um Ziele und Inhalte vorausgegangener Ausbildungen bei Lehrauftritten zu festigen. So werden die Voraussetzungen für die praktische Anwendung der theoretischen Inhalte in der Lehrveranstaltung „Führen und Aufgaben“ geschaffen. Bei der Ausbildungsmethodik sollen, wie bereits beim „Führen und Aufgaben im Einsatz“, möglichst viele Lehrauftritte absolviert werden, um Praxis zu sammeln. Die jeweilige Aufgabe erhält der Lehrgangsteilnehmer bei der Auftragserteilung (siehe Grafik „Auftragserteilung“).

Um ein Scheitern bei einem Lehrauftritt (eine praktische Ausbildungseinheit einer Gruppe in der „Laborsituation“ der KAAusb3, z. B. „Anschlagsarten Sturmgewehr 77“) möglichst zu verhindern, ist es notwendig, die Lehrgangsteilnehmer beim Ausarbeiten der Ausbildungseinheiten zu begleiten. Dies geschieht durch die Lehrunteroffiziere, die vor der praktischen Ausbildung die theoretischen Handzettel auf ihre Machbarkeit überprüfen und für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Entscheidend für den Ausbildungserfolg des angehenden Unteroffiziers ist ein kritisches Feedback durch seine Kameraden und den Lehrunteroffizier nach einem Lehrauftritt, um seine Planung zu verbessern und anzupassen. Die eingebrachten Rückmeldungen notiert der Lehrgangsteilnehmer, danach verbessert er seine Unterlagen und gibt diese erneut zur Kontrolle ab. Geht ein Lehrauftritt schief, ist es notwendig, diesen nach dem Berücksichtigen der Rückmeldungen sowie der Verbesserung der Grundlagen (Vorschriftenstudium etc.), zu wiederholen, um eine positive Erfahrung mitzunehmen.

Nach Abschluss der Ausbildungsmethodik verfügen die Teilnehmer eines Lehrganges über eine gesammelte Ausarbeitung von – in der Praxis durch sie selbst – erprobten Lehrauftritten. Mit diesen können sie eine Basisausbildung und sogar Teile der KAAusb als Ausbilder abdecken. Damit haben sie ein solides Fundament für ihren ersten Einsatz als Gruppenkommandant.

Eine Ausbildungsgruppe marschiert während der Abschlussübung, einem Höhepunkt der Ausbildung, über ein Donaukraftwerk. (Fotos: Bundesheer/Andreas Ecker)
Eine Ausbildungsgruppe marschiert während der Abschlussübung, einem Höhepunkt der Ausbildung, über ein Donaukraftwerk. (Fotos: Bundesheer/Andreas Ecker)

Körperausbildung

Die körperliche Leistungsfähigkeit ist eine Grundvoraussetzung für jeden Soldaten – insbesondere für die Kommandanten aller Ebenen. Aus diesem Umstand leitet sich die Notwendigkeit für die Körperausbildung ab. Dabei lernen die Unteroffiziersanwärter verschiedene Möglichkeiten des Individual- und des Gruppentrainings kennen, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Während der KAAusb3 ist die Körperausbildung eine weitere Lehrveranstaltung, die im Vorfeld umfangreich geplant und koordiniert werden muss.

Die HUAk verfügt über den Lehrstab Körperausbildung mit einem Sportoffizier und mehreren Sportunteroffizieren. Dieser plant und führt die Körperausbildung in enger Abstimmung mit dem Lehrgangsleiter durch, wobei die körperlichen Belastungen der anderen Inhalte so gut wie möglich berücksichtigt werden. Durch diese, auf den Lehrplan abgestimmte, Trainingsplanung wird eine deutliche sportliche Leistungssteigerung der Teilnehmer erreicht.

Das wichtigste Ziel in der Körperausbildung ist es, dem Lehrgangsteilnehmer eine positive Einstellung zum Sport zu vermitteln. Damit soll bei diesem eine Eigenmotivation erreicht werden, damit er seine körperliche Leistungsfähigkeit nach dem Lehrgang selbstständig erhält. Die Voraussetzung dafür erwirbt er mit der Qualifikation des Übungsleiters, die er im Zuge des Lehrganges erreicht. Mit dieser bekommt er auch das Rüstzeug für das Planen und Durchführen einer zielorientierten Sportausbildung mit seinen Soldaten.

LI/LL-Prozess

Ein wichtiger Bestandteil jeder qualitativ hochwertigen Ausbildung ist nicht nur deren Planung und Durchführung, sondern ebenfalls ihre Kontrolle währenddessen sowie eine solide Nachbetrachtung. Für den Schritt der Evaluierung und Durchführung eines Lessons Identified/Lessons Learned (LI/LL)-Prozesses ist ein strukturierter Ablauf notwendig. Wichtig ist es dabei, das Zitat von Henry Ford im Auge zu behalten: „Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen!“, denn nur aus Fehlern kann man lernen und sich weiterentwickeln.

Ein erster Schritt dazu wird bereits während oder unmittelbar nach einer Ausbildungssequenz gesetzt, wobei der Lehrunteroffizier selbst ein qualifiziertes Feedback erhält. Aber auch auf den anderen Ebenen sind Rückmeldungen wichtig. So geben der Klassenleiter ein Feedback an den Lehrunteroffizier und der Lehrgangsleiter eines an den Klassenleiter. Auf diese Weise ist eine permanente Weiterentwicklung des Ausbildungspersonals sowie des -journals (schriftliche Dokumentation der Ausbildung) möglich. Viel zu oft wird das Lehrpersonal vergessen, da der Fokus nur auf die „Auszubildenden“ gerichtet ist.

Ein zweiter Schritt ist in die wöchentliche Dienstplanbesprechung implementiert. Dabei ist der Rückblick auf die vergangene Woche ein Teil der Besprechung. Damit werden sowohl positive als auch negative Punkte als erste Schritte eines LI/LL-Prozesses im Protokoll dokumentiert. Eventuell lassen sich daraus bereits erste Maßnahmen und Verbesserungen für die folgenden Wochen ableiten. Darüber hinaus wird dabei festgestellt, ob die Ausbildungsziele der Woche erreicht wurden oder eine Nachsteuerung einzuplanen ist. Für eventuelle Nachausbildungen sind bereits im ersten Schritt der Planung Reservezeiten eingeplant. Eine Evaluierung durch die Lehrgangsteilnehmer und ein „Hot Wash Up“ unmittelbar nach dem Lehrgang sowie die damit verbundene Evaluierung sind weitere wesentliche Schritte des Qualitätsmanagements, um die KAAusb3 kontinuierlich zu verbessern.

Ein Gruppenkommandant erteilt seinen Soldaten einen Befehl anhand eines Geländesandkastens. (Fotos: Bundesheer/Andreas Ecker)

Fazit

Die Durchführung der KAAusb 3 ist eine essenzielle Aufgabe der HUAk. Hier erhalten die angehenden Berufsunteroffiziere die wesentlichen Befähigungen für ihre weitere Verwendung bei der Truppe. Damit dies gelingt, ist eine umfassende, strukturierte und auf das Ausbildungsziel ausgerichtete Planung notwendig, die lange vor dem Start eines Lehrganges beginnt.

Diese Planung ist vergleichbar mit dem Regelkreis der Führung oder dem zivilen „Plan – Do – Check – Act“ aus dem Qualitätsmanagement. Vor allem dürfen die Punkte Kontrolle und Korrektur im laufenden Prozess nicht vergessen werden. Um dies zu ermöglichen, werden Zwischenziele definiert und überprüft.

Aber nicht nur das Beschreiten eines bekannten Weges mit bewährten Maßnahmen und Inhalten ist ein Schlüssel zum Erfolg. Neben dem Einhalten von Grundsätzen ist eine ständige Weiterentwicklung und Anpassung aller Inhalte und Planungsschritte notwendig. Das ist die Basis für die Ausbildung von Unteroffizieren, die ihren Auftrag bei der Truppe erfüllen können und damit einen wesentlichen Beitrag für ein modernes, schlagkräftiges und einsatzbereites Bundesheer leisten.


Autor

Oberst Lukas Lamatsch, MA

Leiter Institut 1 an der HUAk

Publikationen

Dieser Beitrag erschien in folgenden Publikationen:
Titelbild Feuerzauber

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