Entschlussbeispiel: "Abwehr eines Gegenangriffs"

• Führung
J. Scherl, C. Lenardt, A. Böhm
(Foto: Bundesheer/Gerhard Hammler)
(Foto: Bundesheer/Gerhard Hammler)

Wer das Schicksal seiner Truppe und die Auftragserfüllung nicht dem Zufall, dem Glück oder dem bloßen Versuch überlassen will, muss im Rahmen der taktischen Einsatzführung zeitgerecht machbare Lösungen finden, welche eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit versprechen. Mit dem Entschlussbeispiel „Abwehr eines Gegenangriffs“ wird das Entschlussbeispiel „Überwinden von Sperren“ (siehe TD-Ausgabe 2/2021) fortgesetzt. Nachdem das gemvstkPzB51 die Sperre im PERSCHLINGTAL im Rahmen der Angriffsführung überwunden hat, zeigen neue Aufklärungsergebnisse, dass sich eine feindliche Gegenangriffskraft aus dem Raum TULLN WEST in Bewegung setzt. Darauf ist rasch zu reagieren!

Nachdem das gemvstkPzB51 der blauländischen (XBL) 21.PzGrenBrig die Sperre im PERSCHLINGTAL in den späten Vormittagsstunden des 24JUN20 durchbrochen hat, soll der Angriff ins AZ „M“ im Rm MITTERBERG (7248) nach einer kurzen Phase der Konsolidierung planmäßig fortgesetzt werden. Die gem3.PzKp und die bwglBefSt haben die von Pionierkräften geöffnete Sperre „W“ nördlich WÜRMLA (6445) bereits passiert. Während die gem1.PzGrenKp die Sperre durchfährt, ergeht eine Lageinformation der Brigade über Funk. Das rotländische (XRL) vmindPzB924 – die Reserve des verteidigenden (XRL)motSRgt92 – wurde im Rm ZUCKERFABRIK TULLN (7753) aufgeklärt; ein Antreten steht unmittelbar bevor. Mit dem Einsatz dieser Reserve wird die Absicht verfolgt, eingebrochene XBL-Kräfte zu werfen bzw. zu vernichten, um damit die ins Verteidigungsdispositiv gerissene Lücke zu schließen.

Abwehr von Gegenstößen und Gegenangriffen

Nach der „Bereitstellung“ und dem „Anmarsch“ umfasst der Angriff gemäß der DVBH „Das Jägerbataillon“ (2016) die ineinander übergehenden Phasen „Annäherung“, „Einbruch“, „Kampf im Angriffsziel“ sowie „Abwehr von Gegenstößen und Gegenangriffen des Feindes“. Vor allem die Abwehr von Gegenstößen und Gegenangriffen ist bei der Einsatzplanung und -führung durch den Angreifer planerisch immer zu berücksichtigen.

Kann der Einbruch in bzw. Durchbruch durch ein Verteidigungsdispositiv nicht mehr verhindert werden, trachtet der Verteidiger danach, den verlorenen Raum rasch wieder in Besitz zu nehmen. Wenn ein Gegenstoß örtlich verfügbarer Kräfte dem Verteidiger keinen Erfolg verspricht, werden eigens bereitgehaltene Gegenangriffskräfte bzw. Reserven durch das vorgesetzte Kommando (großer Verband) aus dem rückwärtigen Raum in oder an den Einbruchsraum herangeführt. Ziel des Gegenangriffs dieser Kräfte ist es, den verloren gegangenen Raum zurückzugewinnen und den ein- bzw. durchgebrochenen Angreifer zu werfen bzw. zu vernichten. Dadurch soll diesem das Erreichen seines Angriffszieles verwehrt werden. Mechanisierte Infanterie und Kräfte der Panzertruppe eignen sich aufgrund der Parameter „Schutz“, „Durchsetzungsvermögen“ und „Beweglichkeit“ besonders für eine Einsatzführung als Gegenangriffskraft.

Im Verlauf des Angriffs ist es entscheidend, feindliche Gegenstöße bzw. -angriffe bereits im Ansatz zu erkennen, um zweckmäßig darauf reagieren zu können. Eine „Kraft-Raum-Zeit-Gegenüberstellung“ von gegnerischen und eigenen Kräften sowie ein Kräftevergleich stellen das Fundament für die Entwicklung eigener Handlungsvarianten dar. Liegen nur lückenhafte Aufklärungsergebnisse für die Beurteilung der Feindlage vor, muss sowohl aus der Beurteilung des Geländes als auch durch Annahmen auf Basis bekannter Führungs- und Einsatzgrundsätze des Gegners abgeleitet werden, wo und wie der Feind durch Feuer, Sperren und eben Gegenangriffe dem eigenen Angriff begegnen kann.

Bei der daraus resultierenden Entwicklung eigener Varianten sind zwei Aspekte vordergründig zu berücksichtigen: die Sicherstellung des Abwehrerfolges sowie in der Folge die Möglichkeit der weiteren Erfüllung des eigenen Auftrages bzw. des Handelns im Sinne der Absicht des vorgesetzten Kommandanten. Damit ergeben sich in der Regel offensive und defensive Reaktionsmöglichkeiten auf den Gegenangriff, wie das Begegnungsgefecht, der Angriff aus der Bewegung, die eilig bezogene Verteidigung oder die Verzögerung.

(Grafik: Bundesheer/Alexander Böhm)
(Grafik: Bundesheer/Alexander Böhm)

Ausgangslage (siehe TD-Ausgabe 2/2021 und Abbildung)

Nach dem Durchbruch des VRV bei der (XBL)12.PzBrig/2.PzDiv im Raum WAGRAM (ca. 20 km nördlich der DONAU) durch die 1.Staffel der (XRL)9.motSDiv, erfolgte noch in den Abendstunden des 21JUN20 der Angriff der 2. Staffel der (XRL)9.motSDiv, des (XRL)motSRgt92, Richtung SÜDEN auf die DONAUBRÜCKEN TULLN. Unter Inkaufnahme von starken Verlusten wurden die beiden DONAUBRÜCKEN durch das (XRL)motSRgt92 genommen und, nach Reorganisation, der Angriff in den Morgenstunden des 22JUN21 weiter Richtung ST. PÖLTEN fortgeführt.

Nach Erkennen der Gegenangriffskräfte der (XBL)2.PzDiv erfolgte durch das (XRL)motSRgt92 der Übergang zur Verteidigung entlang der Linie LANGMANNERSDORF (6147) – WÜRMLA (6445) – ASPERHOFEN (6944) – RAPPOLTENKIRCHEN (7442) in den Abendstunden des 22JUN21, um den Brückenkopf TULLN für die weitere Einsatzführung der (XRL)9.motSDiv zu behaupten.

Hierzu wurden eingesetzt (auszugsweise): Aufklärung bis an die TRAISEN; vstkmotSB921 zur Verteidigung der Angriffsachsen PERSCHLINGTAL, hier SG, ASPERHOFEN (6944) und SIEGHARTSKIRCHEN (7343); vmindPzB924 als Res/(XRL)motSRgt92 im VfgR TULLN WEST; PzAB/(XRL)motSRgt92 zur FeuU/StlFeu aus dem FeuStgR ZWENTENDORF (6853).

Nachdem der XRL-Angriff am 23JUN21 durch die (XBL)2.PzDiv nördlich der DONAU zunächst zum Stehen gebracht wurde, erfolgt nunmehr am 24JUN21 der Einsatz der Reserve der (XBL)2.PzDiv, der (XBL)21.PzGrenBrig, zum Zerschlagen des (XRL)motSRgt92 südlich der DONAU und in der Folge zur Wiederinbesitznahme der DONAUBRÜCKEN TULLN.

Derzeitige Angriffsgliederung des gemvstkPzB51 (auszugsweise):

Gliederung XRL-Kräfte: Gem. Grafik bzw. Detailgliederung für Verbände, Einheiten, Teileinheiten gem. LVAk/IHMF: OPFOR konventionelle Landstreitkräfte – Gefechtsaufgaben und Gliederungen, Version 2, September 2016, S. 54ff.
(Intranet: www.lvak.intra.bmlv.at/ihmf/referat_taktik/referat_taktik.html)

Kampfpanzer „Leopard“ 2A4. (Foto: Bundesheer/Guenter Filzwieser)
Kampfpanzer „Leopard“ 2A4. (Foto: Bundesheer/Guenter Filzwieser)

Lageentwicklung am Vormittag des 24JUN21

Der Angriff der (XBL)21.PzGrenBrig mit zwei gemPzGrenB voraus – dem gemPzGrenB52 im WESTEN über die Angriffsachse ASPERHOFEN (6944), hier SG, und dem gemPzGrenB53 über die Angriffsachse SIEGHARTSKIRCHEN (7343) – konnte durch das (XRL)vstkmotSB921 in den Vormittagsstunden des 24JUN21 unter Inkaufnahme starker Verluste zunächst abgewehrt werden. Nach Reorganisation erfolgte ab 241500BJUN21 die Fortführung des Angriffs der (XBL)21.PzGrenBrig mit einer neuen Absicht:

Neue eigene Absicht ab 241500BJUN21: (XBL)21.PzGrenBrig greift nach Reorganisation ab 241500BJUN21 weiter an, unter

mit

um das Verteidigungsdispositiv des (XRL)motSRgt92 zu durchbrechen, das (XRL)motSRgt92 in der Folge zu zerschlagen, die Zugänge ins TULLNERFELD zu öffnen und am Folgetag den Angriff auf das AZ DONAUBRÜCKEN TULLN zu ermöglichen.

Kampfpanzer T-72B3. (Foto: Vitaly V. Kuzmin; CC BY-SA 4.0)
Kampfpanzer T-72B3. (Foto: Vitaly V. Kuzmin; CC BY-SA 4.0)

Lage mit 241800BJUN21

Der Angriff der (XBL)21.PzGrenBrig erfolgte planmäßig ab 1500B entlang der drei Angriffsachsen PERSCHLINGTAL, ASPERHOFEN (6944) und SIEGHARTSKIRCHEN (7343). Durch das vmindPzGrenB53 konnten die verteidigenden XRL-Kräfte im Raum RÖHRENBACH (7343)-RAPPOLTENKIRCHEN (7442) weiterhin gebunden werden. Das gemPzGrenB52 griff neuerlich über ASPERHOFEN (6944) in den Raum PLANKENBERG (7046) an und konnte nunmehr die dortige Sperre bei geringen eigenen Verlusten öffnen. Eine Inbesitznahme des AZ PLANKENBERG (7046) konnte durch die Rücknahme der verbliebenen Feindkräfte auf die Höhe STREITHOFEN (7047) – EINSIEDLBERG (7147) bisher verhindert werden. Durch das gemvstkPzB51 erfolgte mit 1730B planmäßig der Durchbruch durch das feindliche Verteidigungsdispositiv im PERSCHLINGTAL bei geringen eigenen Verlusten. Durch die Kampfunterstützung der Brigade konnte die geforderte Wirkung in der Tiefe nicht im erforderlichen Umfang erreicht werden. Vor allem das PzAB/(XRL)motSRgt92 sowie das vmindPzB924 als Res/(XRL)motSRgt92 wurden nicht zerschlagen. Trotz der erlittenen Verluste ist das (XRL)motSRgt92 weiter handlungsfähig und hält am ursprünglichen Auftrag – Verteidigung des Brückenkopfs TULLN – fest.

Lage im Detail beim gemvstkPzB51: Die gem3.PzKp als Spitze und die bwglBefSt haben die von Pionierkräften geöffnete Sperre „W“ nördlich WÜRMLA (6445) bereits durchfahren. Die gem3.PzKp befindet sich derzeit in einer Riegelstellung südlich SALADORF (6546). Die gem1.PzGrenKp durchfährt die Gassen der geöffneten Sperre. Die vmind2.PzGrenKp hält den Raum GUMPERDING (6244) – WÜRMLA (6445) – EGELSEE (6245) offen. Die vmind4.PzKp wird als neue Reserve im VfgR „M“ (6444) bereitgehalten. Das PzPiEt setzt das Räumen der Sperren im Schutz der gem2.PzGrenKp fort. Der AufklZg befindet sich in den Rm TRASDORF (6451) und MICHELHAUSEN (7049). Der sGrWZg führt derzeit den geplanten Stellungswechsel in den neuen FeuStgR westlich HOLZLEITEN (6445) durch und befindet sich mit Spitzen im Rm MURSTETTEN (6143). Die StbKp führt unverändert die Versorgung aus dem BVersR „U“ im Rm UNTERGRAFENDORF (5541) - WIESEN (5840) durch. Die SanEinr LB1 hat in den Rm ANZING NORD (6344) verlegt und stellt derzeit die Arbeitsbereitschaft her. Die aZa 2.PzHbBt/AAB21 stellt weiterhin FeuU/StlFeu aus dem FeuStgR KAPELLN sicher.

Lageentwicklung ab 241800BJUN21

Aufgrund der bisherigen Lageentwicklungen und neuer Aufklärungsergebnisse ergeht um 1800B durch den Kdt (XBL)21.PzGrenBrig ein Funkbefehl, mit dem die weitere Einsatzführung der Brigade neu ausgerichtet und koordiniert wird.

Funkbefehl (auszugsweise)

Feindlage: Absicht im Großen unverändert. (XRL)motSRgt92 behauptet weiterhin Brückenkopf TULLN durch Verteidigung entlang der allgemeinen Linie LANGMANNERSDORF (6147) – ASPERHOFEN (6944) – RAPPOLTENKIRCHEN (7442).
Hierzu sind eingesetzt:

Eigene Brigadeaufklärung hat verminderte bataillonsstarke Kräfte (2 PzKp, 1motSKp; Kampf-, Einsatz- und Führungsunterstützungskräfte) im Rm ZUCKERFABRIK TULLN (7753) aufgeklärt. Es handelt sich dabei vermutlich um das (XRL)vmindPzB924, die Res/(XRL)motSRgt92. Vorauskräfte dieses Verbandes wurden in Marsch gesetzt und befinden sich an den Übergängen über die GROSSE TULLN (7653 und 7552).

Die vermutliche Absicht des (XRL)motSRgt92 wird es sein, weiterhin entlang der allgemeinen Linie LANGMANNERSDORF (6147) – ASPERHOFEN (6944) –RAPPOLTENKIRCHEN (7442) zu verteidigen, durch einen Gegenstoß örtlich verfügbarer Kräfte in den Rm PLANKENBERG NORD (7047) sowie einen Gegenangriff des (XRL)vmindPzB924 ins PERSCHLINGTAL jeweils einen Durchbruch der (XBL)21.PzGrenBrig zu verhindern, um den Brückenkopf TULLN für die weitere Einsatzführung der (XRL)9.motSDiv zu behaupten.

Auftrag der (XBL)21.PzGrenBrig: unverändert.

Neue eigene Absicht: (XBL)21.PzGrenBrig greift weiter an, unter

mit

um das (XRL)motSRgt92 zu zerschlagen, die Zugänge ins TULLNERFELD zu öffnen und am Folgetag den weiteren Angriff der (XBL)21.PzGrenBrig auf das AZ DONAUBRÜCKEN TULLN (7654) zu ermöglichen.

Aufträge für Kamptruppen

gemvstkPzB51 verteidigt im Rm südlich ATZENBRUGG (6749) und riegelt (XRL)vmindPzB924 ab.
[…]

Koordinierende Maßnahmen

(Grafik: Bundesheer/Alexander Böhm)
(Grafik: Bundesheer/Alexander Böhm)

Neue eigene Absicht gemvstkPzB51 ab 241820BJUN21:

Nach dem Funkbefehl der Brigade und dem Planungsverfahren Typ „C“ auf der bwglBefSt/gemvstkPzB51 ergeht um 1820B der Funkbefehl durch den Kdt gemvstkPzB51 an seine Unterstellten. Als Sofortmaßnahme wurde die gem1.PzGrenKp bereits um 1813B mittels Vorbefehl beauftragt, die Sperre rasch weiter zu durchfahren, zur gem3.PzKp aufzuschließen und zunächst eine Riegelstellung im Rm SALADORF (6447) zu beziehen. GemvstkPzB51 verteidigt eilig bezogen im Rm MICHELNDORF (6647) - KOTE 205 (6747), unter

mit

um durch das Abriegeln des (XRL)vmindPzB924 zunächst den Angriff des gemPzGrenB52 zur Inbesitznahme des Rm MITTERBERG (7248) sowie in der Folge die weitere Angriffsführung der (XBL)21.PzGrenBrig Richtung DONAUBRÜCKEN TULLN (7654) zu ermöglichen.

Anmerkungen: 1) BVersR „U“ im Rm UNTERGRAFENDORF-WIESEN 2) Räumen der Sperren in den Rm GUMPERDING (6244) und n WÜRMLA (6445) 3) geplante RglStg „G“ (6446) und „E“ (6246) 4) aZa aus FeuStgR KAPELLN (u. a. 2 Grp SMArt)

Begründung

Die neue Lageentwicklung erfordert eine Ausrichtung des gemvstkPzB51 auf die feindliche Gegenangriffskraft. Aufgrund der konkreten „Kraft-Raum-Zeit-Gegenüberstellung“ des (XRL)vmindPzB924 und des gemvstkPzB51 sowie des Kräftevergleichs wird das vermutlich feindfreie, verteidigungsgünstige Gelände im Rm südlich ATZENBRUGG (6749) für eine defensive Einsatzführung als geeignet beurteilt. Durch die unverzügliche Fortsetzung der Angriffsführung mit der gem3.PzKp und der gem1.PzGrenKp kann der Raum MICHELNDORF (6647) - KOTE 205 (6747) rasch gewonnen und unmittelbar mit dem Einrichten zur eilig bezogenen Verteidigung begonnen werden. Für dieses Einrichten stehen den Kompanien zumindest 30 Minuten zur Verfügung. Die neue Absicht des Kdt gemvstkPzB51 begründet sich wie folgt:

Aufklärung

Durch den Einsatz des PzAufklZg in den Rm TRASDORF (6451) und MICHELHAUSEN (7049) können sowohl die Annäherung über das TULLNERFELD als auch die Angriffsführung des (XRL)vmindPzB924 entlang der drei möglichen Angriffsachsen über HEILIGENEICH (6550), ATZENBRUGG (6849) bzw. MICHELHAUSEN (7048) aufgeklärt werden. Dadurch können die Ziel- und Wirkungsaufklärung sowie die Feuerleitung in den Wirkungsräumen „R“ (7050), „A“ (6848) und „T“ (6550) unverzüglich erfolgen.

Kampfunterstützung

Sichtbereich der gem1.PzGrenKp aus RglStg M. (Grafik: Bundesheer/Alexander Böhm)
Sichtbereich der gem3.PzKp aus RglStg K. (Grafik: Bundesheer/Alexander Böhm)

Einsatzunterstützung

Kampf

Da ein Wirksamwerden des vmindPzB924 im Rm ATZENBRUGG (6848) ab 1915B als wahrscheinlich beurteilt wird, kann der zu erreichende Haupteffekt „Abriegeln des vmindPzB924“ bestmöglich durch eine eilig bezogene Verteidigung in diesem Raum sichergestellt werden.

(Foto: Michael Larson; U.S. Navy; gemeinfrei)
(Foto: Michael Larson; U.S. Navy; gemeinfrei)

Fazit

Gerade an der Schnittstelle zwischen der taktischen und der gefechtstechnischen Führungsebene lässt das laufende Gefecht nur bedingt mittel- und langfristige Planungen zu. Die Reaktionsfähigkeit der eigenen Führung auf diesen Ebenen verlangt vor allem die Flexibilität, rasch zwischen Einsatzarten und -formen wechseln zu können. Feindliche Gegenstöße und Gegenangriffe müssen bei der Planung zwingend Berücksichtigung finden. Die Art und Weise der Reaktion ist breit gefächert und reicht vom „Angriff aus der Bewegung“ bis zur „eilig bezogenen Verteidigung“. Die Absicht des vorgesetzten Kommandos ist dabei in der Regel richtungsgebend.


Autoren

Oberst dG Mag.(FH) Mag. Jürgen Scherl

Referatsleiter & Hauptlehroffizier & Forscher am Referat Taktik/IHMF/LVAk

Oberstleutnant dG Mag. (FH) Christoph Lenardt

Hauptlehroffizier Referat Taktik/IHMF/LVAk

Major dG Mag.(FH) Alexander Böhm

HLO Taktik; Referat Taktik/IHMF/LVAk

Publikationen

Dieser Beitrag erschien in folgenden Publikationen:

Truppendienst 03/2021 (381): Going underground