Österreich

04.11.2021

Verlängerte Auslandseinsätze

Der Ministerrat hat am 3. November 2021 mehrere Auslandseinsätze des Bundesheeres verlängert.

Die Mission in Mali wird bis Ende 2022 fortgesetzt. Zusätzlich wurde in den insgesamt 16 Entsendungen die Verlängerung der Einsätze in Bosnien und Herzegowina, Libyen, im Libanon und im Kosovo beschlossen. Im Dezember 2021 wird zum zweiten Mal ein österreichischer Offizier die Führung der EU-Trainingsmission in Mali übernehmen und gemeinsam mit 100 Soldaten zur Beratung, Unterstützung und Ausbildung der malischen Streitkräfte im Einsatz sein. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner begrüßt die Verlängerung der Auslandseinsätze. „Seit mehr als 60 Jahren unterstützt unser Bundesheer im Ausland. Damit übernimmt es eine verantwortungsvolle Rolle und sorgt international für eine stabile Sicherheitspolitik“, sagt Tanner. Derzeit sind mehr als 2.800 Soldaten des Bundesheeres im In- und Auslandseinsatz.

-red-


03.11.2021

Corona-Spürhunde

Das Bundesheer präsentierte am 2. November 2021 den Endbericht der Covid-Spürhundeausbildung.

Der Kommandant des Militärhundezentrums, Oberst Otto Koppitsch, und der Referatsleiter des Veterinärwesens, Oberst Michael Kreiner, verkündeten bei einer Pressekonferenz die erfolgreiche Ausbildung eines Corona-Spürhundes im Österreichischen Bundesheer. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner war ebenfalls anwesend. „Es freut mich zu sagen, dass unsere Soldatinnen und Soldaten im Militärhundezentrum einen wichtigen Grundstein für wissenschaftliche Forschungen gelegt haben“, sagte Tanner. Eine Kooperation mit der Stadt Leipzig zum Einsatz der Hunde ist bereits gestartet.

Im Juni 2020 startete die Erprobungsphase für eine sechsmonatige Grundausbildung eines belgischen Schäferhundes zum Corona-Spürhund. Anschließend wurde auch ein Rottweiler dafür herangezogen. Dabei konnte erstmals bestätigt werden, dass Spürhunde das Corona-Virus anhand von Mund-Nasen-Schutz-Masken erschnüffeln können. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung in Zusammenarbeit mit der Universität Wien wurde bereits veranlasst.

-red-


02.11.2021

Bundesheer unterstützt Schwarzes Kreuz

Die jährliche Allerheiligen-Sammlung auf den Friedhöfen wurde auch 2021 durch zahlreiche Soldaten unterstützt.

Der Erlös der Sammlung wird für die Pflege von Kriegsgräbern eingesetzt. Bereits seit mehreren Jahren unterstützen freiwillige Helfer und das Bundesheer die Aktion. „Das Österreichische Schwarze Kreuz leistet eine wichtige Rolle beim Erhalt und der Pflege der Gräber, deswegen freut es mich, dass das Bundesheer hier unterstützen kann und einen Beitrag leistet“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zur Sammlung. Das Österreichische Schwarze Kreuz wurde 1919 zur Errichtung, Pflege und Erhaltung von Grabstätten gefallener Soldaten, ziviler Kriegsopfer sowie von Flüchtlingen und politisch Verfolgten aller Nationalitäten gegründet. Als überparteilicher Wiener Verein betreut es etwa 241.000 Gräber in Österreich. In Italien, Kroatien, Slowenien, Polen, der Ukraine, Tschechien, Albanien und anderen Ländern werden Soldatenfriedhöfe gemeinsam mit dortigen Stellen betreut.

-red-


27.10.2021

Das war der Nationalfeiertag 2021

Am 26. Oktober 2021 fand die traditionelle Informations- und Leistungsschau des Bundesheeres am Heldenplatz in Wien statt.

Aufgrund der COVID-Situation wurde die Veranstaltung als „Hybrid-Event“ Großteils virtuell abgehalten. Unter anderem gab es die Möglichkeit, digital in verschiedene Soldatenrollen zu schlüpfen. Rund 500 Besucher, darunter Ehrengäste, Journalisten, Mitglieder des Militärs und Angehörige der 100 Rekruten, die dieses Jahr angelobt wurden, waren vor Ort. Traditionell waren einige Heeresfahrzeuge, wie das Transportfahrzeug „Dingo“, der Radpanzer „Pandur“ und ein Schützenpanzer „Ulan“ zu bestaunen.

Die Veranstaltung begann mit der traditionellen Kranzniederlegung im Beisein des Bundespräsidenten und der Verteidigungsministerin. Nachdem auch die Regierung einen Kranz niedergelegt hatte, folgte die Angelobung der Rekruten und ein Eurofighter- und Hercules-Überflug samt Fallschirmabsprung. Abschließend hielten der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig, Ministerin Klaudia Tanner, Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Bundespräsident Alexander Van der Bellen Ansprachen.

-red-


14.10.2021

Grabungen in Grossmittel

Dort wo sonst Schieß- und Sprengübungen stattfinden, wird wieder geforscht.

Ursprünglich sollten mit dem militärischen Forschungsprojekt „INFOSYS“ verborgene Kriegsmaterialien aufgespürt werden. Erste Grabungen im Herbst 2020 offenbarten jedoch etwa 3 x 1,3 m große, dunkle Verfärbungen im umgebenden Schotterboden. Aufgrund ihrer Größe und Form gingen die Forscher von frühmittelalterlichen Gräbern aus. Ein Probeschurf widerlegte die Vermutung. Die Forscher fanden gekochte Tierknochen, Töpfe, Keramik, Schuhnägel, Knöpfe, Schnallen und Pfeifenköpfe. Einige der Keramikstücke könnten aus einer Manufaktur in Leobersdorf stammen.

Die Funde legen die Annahme nah, dass es sich um ein militärisches Lager handelt“, sagt Hannes Schiel vom ZAMG und fügt hinzu: „Die Annahme stützt sich auch auf die kleinen, runden Verfärbungen im Erdreich. Dort dürften einmal Zeltstangen gestanden haben. Aufgrund der damaligen Wetterbedingungen haben sich die Soldaten offenbar tief ins Erdreich eingegraben, um Wind und Wetter zu trotzen.“ Aus welcher Epoche die Funde stammen, ist noch unklar. „Wir gehen von 1680 bis 1815 aus. Grund für die Annahme ist vor allem der Fund einer Münze die zu diesem Zeitpunkt geprägt wurde. Da die Münzen damals mehrere Jahrhunderte im Umlauf waren, lässt sich die exakte Datierung nicht genau feststellen. Das es sich um ein Lager aus der näheren Vergangenheit handelt, ist aber sicher.“

Die entscheidenden Hinweise erhoffen sich die Forscher durch die Bestimmung von Pfeifenköpfen. „Die waren in der damaligen Zeit ein Wegwerfprodukt und unterlagen permanenten Stiländerungen“, erklärt Schiel. Aufgrund der Dichte der Funde wurden die Grabungen bis Mitte Oktober fortgesetzt. Im Heeresgeschichtlichen Museum werden die Objekte nun analysiert und datiert. Die Ergebnisse werden 2022 erwartet.

-hla-


11.10.2021

Dragonerregiment „Herzog von Lothringen“ ausgemustert

Am 8. und 9. Oktober musterten 64 Berufs- und 23 Milizoffiziere, darunter sieben Frauen, an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt aus.

Im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und dem Generalstabschef, General Robert Brieger, fanden die Feierlichkeiten erstmals in modifizierter Form statt. Den Gästen wurden mit dem Überflug eines Eurofighter und dem Einsatz der ABC-Abwehr zukünftige Aufgaben der jungen Offiziere vermittelt. Die Angehörigen des Ausmusterungsjahrganges 2021 wählten als Jahrgangsnamen: Dragonerregiment "Herzog von Lothringen" Nr. 7. Mit dem Akademiering in Gold wurde Mag. Nikolaus Pachucki-Bammer zum Jahrgangsersten ernannt.

-red-


05.10.2021

Steigender Zuspruch für das Bundesheer

Bereits Mitte 2021 zeichnete die Erhebung des Vertrauensindex von OGM einen positiven Trend für das Österreichische Bundesheer ab.

Eine aktuelle Erhebung des Market Instituts bestätigt nun diese Entwicklung. Über 71 Prozent der Österreicher stehen dem Bundesheer positiv gegenüber. 55 Prozent der Befragten empfinden auch die Erhöhung des Heeresbudgets für angebracht. Der allgemein positive Trend spiegelt die Erkenntnisse der Europäischen Wertestudie wieder. Im zehnjährigen Erhebungsintervall ist eine Steigung des Vertrauens ersichtlich. 1990 lag das Vertrauen in das Bundesheer bei 28 Prozent und stieg bis zum Jahr 2018 auf 67 Prozent an. Das Bundesheer genießt deutlich mehr Zuspruch als die Armeen in der Schweiz und Deutschland.

-red-


30.09.2021

Mobiles PCR-Testlabor für Bundesheer

Am 30. September 2021 präsentierte das Amt für Rüstung und Wehrtechnik (ARWT) den ersten mobilen Test- und Laborbus.

Der für die Analytik ausgestattete Bus kann etwa 380 Tests pro Tag durchführen und funktioniert autark. Die Militärkommanden sollen nach einer Testphase in der Lage sein, bei starkem Infektionsgeschehen den Bus anzufordern, um Infektionen rasch zu erkennen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner begutachtete den Bus in der Rossauer Kaserne und lobte das innovative Tätigkeitsfeld des ARWT. „Durch den Einsatz des Test- und Laborbusses können wir nicht nur rasch Tests durchführen, sondern diese gleich vor Ort auswerten. Dadurch ist es uns möglich, Superspreader unmittelbar aufzudecken bzw. rasch zu isolieren und so das Infektionsgesehen einzudämmen“, so Tanner.

In den vergangenen Monaten musste man bei COVID-Massentests immer wieder weite Entfernungen in das nächste Labor zurücklegen, um eine Auswertung der Tests vorzunehmen. „Die Kommandanten brauchen bei einer Infektion rasch Klarheit über die Infektionslage. Durch den Laborbus können wir nun eine rasche Analytik von COVID-19, aber auch von anderen Viren, Bakterien oder auch Pilzen, sicherstellen“, sagte Brigadier Michael Janisch. Das ARWT ist seit etwa 550 Tagen bei der Pandemie im Einsatz. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem FFP-Maskenprüfungen sowie die Durchführung von PCR-, Antigen- und Antikörpertests.

-cf-


30.09.2021

Botschaftsbewachung fortgesetzt

Der Ministerrat hat am 29. September 2021 die Fortsetzung der Bewachung von Botschaften in Wien durch das Bundesheer beschlossen.

Dieser Assistenzeinsatz wurde erstmals nach den Terroranschlägen in Wien am 2. November 2020 angeordnet. Vorerst ist die Fortsetzung bis 30. November 2021 befristet. Derzeit schützen 240 speziell ausgebildete Soldaten über fünfzig Botschaften und besonders schützenswerte Objekte in Wien. Die Objekte wurden von der Polizei ausgewählt und dem Militärkommando Wien zugewiesen. Die eingesetzten Soldaten kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und sind für die Assistenzleistung der Landespolizeidirektion Wien zugeordnet. Ihre Befugnisse entsprechen jenen der Polizei.

-red-


28.09.2021

Österreich bei Eurokorps

Oberstleutnant Helmut Fiedler ist der Vertreter des Österreichischen Bundesheeres im multinationalen Hauptquartier mit Sitz in Straßburg.

Bei einem Festakt am 23. September 2021 begrüßte das Eurokorps Österreich als assoziierte Nation. Oberstleutnant Helmut Fiedler wird in Zukunft für die Langzeitplanung und als Leiter einer Joint Operational Planning Group dort tätig sein. Das Eurokorps ist ein militärisches Hauptquartier, das allen Mitgliedsstaaten der EU und der NATO offensteht und bis zu 60.000 Soldaten führen kann. Neben den fünf Rahmennationen (Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und Spanien) sind noch Griechenland, Italien, Polen, Rumänien und die Türkei als assoziierte Nationen Mitglied.

-red-


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