Österreich

24.10.2022

Nationalfeiertag 2022: Mission vorwärts

Unter dem Motto „Mission vorwärts“ präsentiert sich das Bundesheer am 25. und 26. Oktober 2022 am Heldenplatz in Wien.

Die traditionelle Informations- und Leistungsschau des Bundesheeres findet dieses Jahr erstmals seit Beginn der Covid-19-Pandemie wieder in vollem Umfang statt. Bereits am 24. Oktober 2022 trafen die Panzer und Hubschrauber S-70 Black Hawk, Bell OH-58 Kiowa und Alouette III am Heldenplatz ein. Am 25. Oktober 2022 findet von 0900 bis 1600 Uhr die Leistungsschau am Heldenplatz statt.

Das Highlight ist das Programm am Nationalfeiertag, 26. Oktober 2022: Zahlreiche Vorführungen, wie das Showexerzieren der Garde, die Landung von Fallschirmspringern, der Einsatz eines Minenräumteams oder von Rettungshunden sorgen für Spannung und zeigen Einblick in die Arbeit des Bundesheeres. Um 1056 Uhr werden ein C-130 und zwei Eurofighter den Heldenplatz überfliegen. Zapfenstreich ist um 1700 Uhr.

Detaillierte Informationen zum Programm.

Außerdem gibt es was zu gewinnen: Einen Hubschrauberflug mit dem Black Hawk. Infos zur Teilnahme am Gewinnspiel gibt es beim Stand des Heerespersonalamtes am Heldenplatz. Die Gewinner fliegen am 26. Oktober 2022 um 1600 Uhr vom Heldenplatz über Wien zum Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn – inklusive Shuttle zurück nach Wien.

Die drei Stationen der Leistungsschau

Heldenplatz: Neben dem Kampfpanzer Leopard 2, gibt es dort die Panzerhaubitze M-109 und den Kampfschützenpanzer Ulan zu sehen. Vom Transportflugzeug C-130 über Black Hawk-Hubschrauber bis zu Eurofighter und PC7 ist auch für Flugbegeisterte etwas dabei. In der Kinderwelt können die Kleinsten für den Frieden malen und basteln.

Am Hof: Die Auslandseinsätze des Bundesheeres stehen Am Hof im Mittelpunkt. Außerdem kann man dort das Notfallfahrzeug San Dingo, das Mehrzweckfahrzeug Husar, den Pandur EVO sowie das Geländefahrzeug Sandviper sehen.

Burgtheater: Die Spezialisten für Katastropheneinsätze im In- und Ausland präsentieren sich beim Burgtheater. Unter anderem können sich die Besucher selbst sowie ein Fahrzeug dekontaminieren und sich ein Bild über militärisches Spezialgerät machen.

-red-


14.10.2022

Auszeichnung für Militärluftfahrtmuseum Zeltweg

Am 12. Oktober 2022 wurde das Luftfahrtmuseum Zeltweg mit dem österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.

Christoph Hatschek, Vizedirektor des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM), nahm die Auszeichnung in Klagenfurt entgegen. Das Militärluftfahrtmuseum Zeltweg ist eine von vier Außenstellen des HGM. Im Hangar 8 zeigt es auf 5.000 m² Ausstellungsfläche mehr als 25 Luftfahrzeuge aus der Geschichte der österreichischen Militärluftfahrt. Der Fokus liegt auf der Zweiten Republik. Die Verleihung des Museumsgütesiegels erfolgt jährlich am Österreichischen Museumstag. Die Jury besteht aus österreichischen Museumsfachleuten. Das Zertifikat gilt fünf Jahre und attestiert dem Luftfahrtmuseum Zeltweg eine ausgezeichnete Arbeit sowie ein herausragendes Besuchererlebnis. 

-red-


06.10.2022

Erhöhung des Verteidigungsbudgets

Am 6. Oktober 2022 verkündete die Regierung eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets um 5,3 Milliarden Euro bis 2026.

Bundeskanzler Karl Nehammer, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Finanzminister Magnus Brunner präsentierten in der Rossauer Kaserne das Ergebnis ihrer Verhandlungen. Im Jahr 2022 liegt das Heeresbudget bei 2,7 Milliarden Euro. 2023 soll es um 680 Millionen Euro aufgestockt werden. Damit liege es 2023 bei einem Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Bis 2026 soll es bei 1,33 Prozent des BIP liegen und ab 2027 bei 1,5 Prozent. Damit erhöhe sich das Verteidigungsbudget in den nächsten vier Jahren um 5,3 Milliarden Euro.

Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Investitionen getätigt werden. Die Schwerpunkte liegen auf:

Autarkie der Kasernen: Bis 2025 soll der Umbau der Kasernen zu energieunabhängigen, eigenständigen Einheiten abgeschlossen sein. Sie sollen im Krisenfall auch zur Versorgung der Bevölkerung herangezogen werden.

Schutz und Wirkung: Die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres werden mit zeitgemäßen Einsatz- und Kampfmitteln ausgestattet.

Mobilität an Land und in der Luft: Zum einen soll die Radpanzerflotte (Pandur) aufgestockt sowie neue Transportfahrzeuge und schnelle, hochbewegliche, ungepanzerte Fahrzeuge beschafft werden. Bei den Luftstreitkräften geht es unter anderem um einen Ersatz für das Transportflugzeug C-130 Hercules bis 2029, die Modernisierung der Hubschrauberflotte und die Aufrüstung der Eurofighter. Im Fokus steht die Wiederherstellung der Detektionsfähigkeit in der Nacht.

Weitere Bereiche, die vom zusätzlichen Budget profitieren, sind die Cyberabwehr und die Übungstätigkeit für aktive Soldaten und jene der Miliz. Zur Sicherstellung der konstanten Aufstockung des Heeresbudgets soll außerdem ein Gesetz beschlossen werden, in dem die Finanzierung für die nächsten zehn Jahre festgeschrieben wird. Alle drei Regierungsvertreter betonen, dass die Stärkung des Bundesheeres nicht von heute auf morgen passieren werde, sondern eine längerfristige, dafür nachhaltige Aufgabe sei. Mit diesen Maßnahmen hofft man, den vielfältigen Bedrohungen, nicht zuletzt aufgrund des Ukraine-Krieges, im Sinne einer gut gerüsteten militärischen Landesverteidigung zu begegnen.

-red-


04.10.2022

Welttierschutztag: 220 Militärtiere

Das Österreichische Bundesheer hat 220 tierische „Mitarbeiter“ – Haflinger, Hunde, Bienen und sogar Zebras.

Der 4. Oktober steht jährlich im Zeichen des internationalen Tierschutzes. Die 220 Militärtiere sind eine wichtige Stütze für die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres. Darum wird bei der Ausbildung, Haltung und den Einsatzmöglichkeiten streng auf die Einhaltung des Tierschutzgesetzes geachtet.

Im Tragtierzentrum am Truppenübungsplatz in Hochfilzen haben insgesamt 55 Tragtiere, 47 Haflinger und acht Esel, ihr Zuhause. Sie werden bei besonders schwierigen Geländebedingungen, beispielsweise im Mittel- und Hochgebirge, als Unterstützung eingesetzt. Im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch werden Diensthunde für ganz Österreich gezüchtet, aus- und weitergebildet sowie eingesetzt und überprüft. Insgesamt verrichten 165 Militärhunde in 21 Dienststellen an der Seite von 129 Militärhundeführern ihren Dienst.

Auf dem Gelände der Maria-Theresien-Kaserne leben derzeit zwei Zebras. Sie haben aber keine militärische Aufgabe, sondern fanden dort wegen Umbauarbeiten des Tiergartens Schönbrunn ein vorübergehendes Quartier. Dort gibt es, wie auch in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg oder in der Belgier-Kaserne in Graz, Stöcke für Honigbienen.

-red-


27.09.2022

„Die Macht der Worte in der Krise“

Am 26. September 2022 wurde der Europäische Tag der Sprachen in der Landesverteidigungsakademie in Wien gefeiert.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Die Macht der Worte in der Krise“. Vortragende aus Politik, Wissenschaft und Militär kamen zu Wort und betonten wie wichtig Mehrsprachigkeit bei der Krisenbewältigung und zur Entwicklung eines sicheren Umfeldes sei. ObstdG MMag. Thomas Fronek, Leiter des Sprachinstitutes des Bundesheeres (SIB), eröffnete den Vormittag. Für ihn ist die Mehrsprachigkeit eine unabdingbare Säule für Einsätze des Bundesheeres im In- und Ausland. Als Leiter des SIB sei ihm die Vermittlung von Sprachkompetenz ein besonderes Anliegen, um die nachhaltige Auftragserfüllung des Bundesheeres zu gewährleisten.

Als nächstes referierte Generalmajor Mag. Rudolf Striedinger, designierter Chef des Generalstabes, über die „Bedeutung des Sprachwesens im ÖBH“. Nachdem er „Sprache“ als Mittel der Kommunikation und Verständigung, aber auch als Basis für Missverständnisse definierte, umriss er wie sich der Stellenwert von Mehrsprachigkeit in den letzten Jahren im Bundesheer wandelte. Mit zunehmendem Engagement bei Auslandseinsätzen wurde zunächst die englische Sprache unabdinglich. Für Einsätze in Afrika war es dann französisch und derzeit ortet er dringenden Bedarf an portugiesisch. Sein Tenor lautet: Fremdsprachen sind zwingend notwendig. Gleichzeitig lobte er den hohen Standard der Sprachvermittlung am SIB.

Im Anschluss hielt Univ. Prof Dr. iur. Milos Vec einen Vortrag über „Die Macht der Worte im internationalen Recht“. Dabei ging er auf fünf Punkte ein:

  • Sprache ist nicht neutral;
  • Sprache lebt;
  • Streit über Worte und Erzählungen;
  • Sprache als Propagandainstrument und
  • Konfliktlösung über Sprache.


Diese fünf Punkte beschrieb er am Beispiel des Wortes „Völkerrecht“, von der Entstehung des Begriffes, über Kritik an diesem bzw. Alternativbegriffe, die sich nicht durchsetzen konnten, bis hin zum Wandel seiner Bedeutung. Dabei ging er zunächst darauf ein, wie aus Erzählungen Begriffe entstehen, die mit einer bestimmten Bedeutung aufgeladen sind. Diese sind oft umstritten und müssen sich gegen Alternativbegriffe durchsetzen. Als Beispiel dafür nannte er „Völkergemeinrecht“ und „internationales Recht“ – beides konnten „Völkerrecht“ nicht ersetzten.

Anschließend sprach er über Bedeutungsveränderungen von Begriffen, und über den „Streit“ über Erzählungen. Sprache sei nicht neutral und Worte haben Färbungen, die wiederum unsere Ideen von der Welt beeinflussen und formen so die Realität, so Vec. Dass Sprache als Propagandainstrument dienen kann, machte der Vortragende am Beispiel des Ukraine-Krieges fest. Der russische Präsident Wladimir Putin schaffte es ein Narrativ zu kreieren, dass seine „Sonderoperation“ aufgrund eines „Genozids“ an der russischen Bevölkerung in der Ukraine rechtfertigte. Zu guter Letzt widmete Vec sich noch der Konfliktlösung über Sprache.

Botschafter Dr. Wolfgang Petritsch, Präsident des Österreichischen Instituts für internationale Politik sprach über „Die Macht der Worte in der Krise“. Er berichtete von seinen Erfahrungen als Diplomat im Kosovo und in Bosnien und Herzegowina. Er versuchte die Frage, wie ein Friedensprozess in die Wege zu leiten sei, anhand der diplomatischen Bemühungen im Kosovo zu beantworten. Laut ihm seien Sprache und Begriffe wesentlich, um in einer emotionalisierten Situation einen Schritt zurückzugehen, zu entschärfen, zu analysieren, zu verhandeln und schlussendlich zu überzeugen. Dennoch gestand er ein, dass die Herausforderungen im Ukraine-Krieg über die Macht der Worte hinausgehen. Wenn Waffen im Spiel sind, sei es sehr schwierig wieder auf die verbale Ebene zu kommen.

Nach einer Pause hielt der Sprachtrainer Major Mag.(FH) Anton Arrer einen Vortrag zum Thema „Sprachtrainer – Peer-Mentoring als Erfolgsfaktor“. Danach wurden die Sprachtrainerabzeichen des ÖBH von Brigadier Mag. Reinhard Schöberl, Chef des Stabes und stellvertretender Kommandant der Landesverteidigungsakademie, verliehen. Der nächste Programmpunkt war die Eröffnung der Ausstellung „Militär und Sprache(n) im Wandel der Zeit“ durch ObstdhmfD i.R. Mag. Dr. Bruno Nestler und ObstdhmfD Mag. Dr. PhDr. Wolfgang Zecha. Mag.a Claudia Kropf, Sprachbeauftragte der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, sprach danach über „Sprachpolitik in der Europäischen Union“, bevor Brigadier Schöberl die Veranstaltung mit seinem Vortrag über „Sprachenpolitik als wirksame Sicherheitsvorsorge“ schloss.

-slu-


16.09.2022

Funkverbindung im Notfall

Die Notfunkstelle des Militärkommandos Salzburg ist eine Einrichtung, die noch sendet, wenn Internet, Telefon oder Mobiltelefon, z. B. bei einem Blackout, bereits ausgefallen sind.

Die Notfunkstelle in der Schwarzenberg-Kaserne ist ein Teil der österreichweiten Nachrichten- und Informationsverbindung. Aufgrund ihrer Generatoren funktioniert sie im Krisen- und Katastrophenfall auch dann noch, wenn herkömmliche Kommunikationsmittel schon stillstehen. Bei einem möglichen Einsatzfall stehen aktuell zehn Fernmelde-Spezialisten bereit um einen 24-Stunden-Betrieb sicherzustellen.

Die Operatoren sind aktive Soldaten und Zivilbedienstete des Bundesheeres sowie ehemalige Soldaten des Ruhestandes. Alle haben eine positiv abgelegte Amateurfunkprüfung und ein zugewiesenes Rufzeichen - die Voraussetzung für ihre Tätigkeit. Alle sind Mitglieder der "Austrian Military Radio Society" (AMRS). Sie informieren über das Amateurfunkwesen im Österreichischen Bundesheer und bieten Aus- und Weiterbildung der Mitglieder in technischen, rechtlichen und betrieblichen Belangen an.

Soldatinnen und Soldaten (aktiv, Miliz oder im Ruhestand) sowie Zivilbedienstete des Bundesheeres aus Salzburg oder Oberösterreich, die sich für den Amateurfunk und für die Mitarbeit bei der Notfunkstelle interessieren sind willkommen. Weitere Informationen gibt es bei der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation des Militärkommandos Salzburg, unter: 050201 80 40910

-red-


12.09.2022

IKT-Sicherheitskonferenz 2022

Von 14. bis 15. September 2022 veranstaltet das Bundesheer zum zehnten Mal die IKT-Sicherheitskonferenz in der Congress Messe Wien.

Die Vorbeugung und Abwehr von Cyber-Angriffen erfordert internationale und fachübergreifende Zusammenarbeit. Das Ziel der IKT-Sicherheitskonferenz ist daher die Fortbildung und Vernetzung von IT-Sicherheitsexperten aus allen Bereichen. Am Programm stehen neben Vorträgen und Ausstellungen von Security Unternehmen auch ein Live-Hacking sowie die European Cyber Security Challenge 2022. An den beiden Konferenztagen werden etwa 4.000 Teilnehmer aus ganz Europa erwartet. Die IKT-Sicherheitskonferenz ist die größte ihrer Art im deutschsprachigen Raum.

-red-


24.08.2022

Deutschland/Österreich: Berufspraktikum für Offiziersanwärter

40 Berufsoffiziersanwärter des Bundesheeres sind aktuell zu einem Truppenpraktikum in Deutschland.

Sechs Wochen lang sollen die angehenden Offiziere Erfahrungen bei der Deutschen Bundeswehr sammeln. So werden einige als Ausbilder auf der Ebene Gruppe und Zug eingesetzt. Neben Deutschland beteiligen sich auch Ungarn, Griechenland, Tschechien und andere NATO-Staaten an dem Berufspraktikum des Erasmus Plus Programmes.

-red-


22.08.2022

Panzergrenadiere schießen im alpinen Gelände

Erstmals nutzte eine Panzergrenadierkompanie den Truppenübungsplatz Hochfilzen für ein Gefechtsschießen.

In der 32. und 33. Kalenderwoche 2022 waren 80 Soldaten der 3. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 35 (Großmittel), mit zwölf Schützenpanzern ULAN auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen. Sie übten den militärischen Einsatz und das Scharfschießen im alpinen Raum. Ziel dieser Ausbildung war das Zusammenwirken von Schützenpanzern mit abgesessenen Panzergrenadieren. Der Höhepunkt war ein Kompaniegefechtsschießen im alpinen Gelände. Mit Übungen wie dieser bereiten sich die Panzergrenadiere für internationale Missionen in alpinen Einsatzräumen, wie im Kosovo oder Bosnien und Herzegowina, aber auch für Schutz- und Sicherungsoperationen im Inland vor.

Der Truppenübungsplatz Hochfilzen ist mit 1.400 Hektar Fläche einer von fünf großen Übungsplätze des Bundesheeres. Hauptsächliche wird er für die Schieß- und allgemeine Einsatzausbildung, aber auch für die Alpinausbildung genutzt. Zusätzlich wird der Truppenübungsplatz durch ausländische Streitkräfte, im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden oder Initiativen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union genutzt. Darüber hinaus befindet sich ein Biathlonzentrum, der Austragungsort von Weltcuprennen, und das Heeresleistungssportzentrum 10 auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen.

Flickr-Album zum Kompaniegefechtsschießen der 3./PzGrenB35: https://bit.ly/3AbySp3 

-Rene Auer, MilKdo Salzburg-


08.08.2022

Bundesheer birgt 13,5 Tonnen Kriegsmaterial

Im ersten Halbjahr 2022 haben Experten des Bundesheeres 13,5 Tonnen Kriegsmaterial geborgen.

Insgesamt wurden von 515 Fund- und Wahrnehmungsmeldungen untersucht. Die meisten Bergungen im ersten Halbjahr 2022 gab es in Niederösterreich mit 253 Einsätzen. Seit 2013 wurden bereits über 300 Tonnen Kriegsmaterial in über 10.000 Einsätzen untersucht, geborgen und abtransportiert. Üblicherweise werden die Kriegsrelikte auf den Sprengplätzen des Bundesheeres in Großmittel oder Allentsteig vernichtet. Im Durchschnitt sind die Mitarbeiter des Entminungsdienstes zwei bis drei Mal täglich in ganz Österreich im Einsatz.

Ein Fund von Kriegsmaterial muss sofort bei der nächsten Polizeistation oder telefonisch gemeldet werden. Bis zum Eintreffen des Entminungsdienstes gilt es unbedingt Abstand zu halten und die Gegenstände auf keinen Fall zu berühren.

-red-