Österreich

06.04.2022

Deutschland/Österreich: Luft-Boden-Schießen der Eurofighter

Von 5. bis 15. April 2022 führt das Bundesheer in Kooperation mit Deutschland ein Luft-Boden-Schießen am Truppenübungsplatz Allentsteig durch.

An diesem Schießvorhaben nehmen sowohl österreichische Eurofighter-Piloten als auch Eurofighter des „Taktischen Luftwaffengeschwaders 74“ der Luftwaffe aus Neuburg an der Donau teil. Konkret wird mit zwei österreichischen und bis zu vier deutschen Eurofightern geflogen. Bei der Übung wird unter anderem die 27-Millimeter-Bordkanone eingesetzt, um den sicheren Umgang im scharfen Schuss zu trainieren. Die Ausbildungskooperation zwischen den deutschen und österreichischen Luftkräften besteht schon seit Jahrzehnten.

-red-


04.04.2022

Austrian Cyber Security Challenge

Am 1. April 2022 fand die Austrian Cyber Security Challenge (ACSC) mit Unterstützung des Bundesheeres in Wien statt.

Gerade für die Landesverteidigung wird die Cybersicherheit immer wichtiger – darum unterstützt das Bundesheer auch die ACSC. Die Challenge wurde 2011 in Kooperation zwischen dem Verein Cyber Security Austria (CSA) und dem Verteidigungsministerium ins Leben gerufen. Mit der ACSC sollen junge und qualifizierte Leute im Bereich IT Security angeworben werden. Das Bundesheer sucht laufend Mitarbeiter für den Bereich Cybersicherheit. So leisten beispielsweise die Cyber-Grundwehrdiener einen wichtigen Beitrag.

Der Ablauf der ACSC sieht wie folgt aus: Der erste Wettbewerb findet anonym und online statt. Es wird in drei Klassen unterschieden – Schüler, Studenten und eine offene Klasse. Die besten zehn Teilnehmer jeder Klasse werden anschließend zum Finalwettkampf eingeladen. Mittlerweile nehmen jährlich über 500 Personen teil.

-red-


24.03.2022

Verteidigungsbudget: Pläne für Erhöhung konkretisieren sich

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner legte den Parlamentsparteien am 24. März 2022 ein Paket zur Erhöhung der Heeresbudgets vor.

Konkret soll das Budget bis 2027 auf 1,5 Prozent des BIP erhöht werden. Derzeit liegt dieses bei etwa 0,6 Prozent beziehungsweise 2,7 Milliarden Euro. Zusätzlich soll ein „Neutralitätsfonds“ für die nächsten Jahre eingerichtet werden, um den Investitionsrückstau der letzten Jahrzehnte abzubauen. Dieser soll 10 Milliarden Euro schwer sein.

Das Paket präsentierte Tanner – gemeinsam mit Generalstabschef Robert Brieger, Generalmajor Bruno Hofbauer sowie Oberst Markus Reisner – bei einem Informationsgespräch mit den Wehrsprechern aller Parteien. Zuletzt zeigte sich die Politik angesichts des Krieges in der Ukraine offen für eine signifikante Erhöhung des Verteidigungsbudgets. Noch muss dieses Paket allerdings das Parlament passieren. Dazu brauche es einen parteiübergreifenden Schulterschluss.

-red-


11.03.2022

Militärisches Verkehrssystem "TOM"

Am 10. März 2022 wurde an der Heereslogistikschule des Bundesheeres die Fallstudie zum Forschungsprojekt „Tele-operated aMun-Handling“ (TOM) präsentiert.

Beim Projekt „TOM“ handelt es sich um ein teleoperiertes, energieautarkes, militärisches Verkehrssystem, das sich noch in Entwicklung befindet. Dieses soll Einheiten an Einsatzorten mit Munition versorgen, indem Container automatisiert be- und entladen werden, um anschließend Munitionspaletten autonom zum Zielort zu transportieren. Durch die Fernsteuerung soll das Risiko für Soldaten minimiert werden.

Bei der Präsentation fand unter anderem eine Simulationsfahrt als ein Proof-of-Concept (Beleg für die prinzipielle Durchführbarkeit) statt. Zusätzlich wurden die verwendete Sensorik, die Simulationssoftware und das Feldladegerät „Crayler“, auf dem „TOM“ basiert, vorgestellt. Das Projekt wird von der Fraunhofer Austria Research GmbH, der Palfinger Europe GmbH, dem Austrian Institute of Technology und dem Bundesministerium für Landesverteidigung durchgeführt und ist noch nicht abgeschlossen.

-red-


10.03.2022

Mögliche Rückkehr der verpflichtenden Milizübungen

Das Verteidigungsministerium prüft angesichts des Krieges in der Ukraine die Wiedereinführung der verpflichtenden Milizübungen.

Eine Wiedereinführung würde bedeuten, dass Präsenzdiener nach sechs Monaten Grundwehrdienst wieder insgesamt zwei Monate Milizübungen – verteilt auf mehrere Jahre – absolvieren müssen, bevor sie endgültig abrüsten. Im Jahr 2006 war dies unter dem damaligen Verteidigungsminister Günther Platter ausgesetzt worden. Seitdem fordern Experten immer wieder die Wiederaufnahme der verpflichtenden Milizübungen. Zuletzt sprach sich der Milizbeauftragte, Generalmajor Erwin Hameseder, am 10. März 2022 im Ö1-Mittagsjournal dafür aus. Aus dem Verteidigungsministerium heißt es, dass die Wiedereinführung des "6 plus 2 Monate"-Modells für Wehrpflichtige ernsthaft geprüft werde. Am 10. März 2022 traf Hameseder Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zu einem Gespräch über das weitere Vorgehen.

Angesichts des Krieges in der Ukraine werden die Forderungen nach einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben allgemein immer lauter. Bundeskanzler Karl Nehammer spricht sich für die Erhöhung des Budgets auf ein Prozent des BIP aus.

-red-


09.03.2022

Weltfrauentag: Fördermaßnahmen zeigen Erfolge

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte anlässlich des Weltfrauentages Soldatinnen in der Maria-Theresien-Kaserne.

Am 111. Weltfrauentag am 8. März 2022 stand das Thema „Frauen beim Bundesheer“ im Mittelpunkt. Während des Besuchs der Verteidigungsministerin stellten Militärpolizistinnen ihr Tätigkeitsfeld vor. Im Anschluss folgte eine Präsentation des Wasseranalyse-Containers der ABC-Abwehr.

Anlässlich des Weltfrauentages sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass Frauen im Österreichischen Bundesheer dieselben Chancen haben wie Männer. Dazu wurden viele Schritte zur Gleichbehandlung und Förderung gesetzt. So läuft seit 1. Jänner 2020 bis zum 31. Dezember 2025 ein Frauenförderungsplan für das BMLV. Mit Stand 2022 sind bereits 662 Soldatinnen Teil des Bundesheeres. Im Jahr 2012 waren es noch um etwa die Hälfte weniger. Damit liegt der Frauenanteil – inklusive ziviler Bediensteter – bei etwa 13 Prozent.

-red-


03.03.2022

18.000 neue Kampfhelme für Soldaten

Ab 2. März 2022 erhalten 18.000 Soldaten des Bundesheeres neue Kampfhelme. Ein Teil der alten Kevlarhelme geht an die ukrainische Zivilbevölkerung.

22.000 Stück der neuen „Kampfhelme 2015“ sind bereits seit den letzten Jahren im Einsatz. Konkret handelt es sich dabei um das Modell „Sentry XP Mid Cut Helmet“ aus US-amerikanischer Produktion. Es wiegt mit 290 Gramm um etwa 40 Prozent weniger, als das Vorgängermodell und zeichnet sich durch höheren Tragekomfort aus.

Die Helme bestehen aus Carbon, Polyethylen und gewobenem Aramid. Auf Montageschienen lassen sich Nachtsichtgeräte, Schutzbrillen, Visiere oder Headsets befestigen. Für die Helme gibt es grüne, weiße und blaue Überzüge. Die bisher verwendeten Kevlarhelme werden derzeit von den Soldaten zurückgegeben und 10.000 Stück werden der Ukraine zum Schutz der Zivilbevölkerung übergeben.

-red-


28.02.2022

370 neue Wachtmeister

Am 25. Februar 2022 musterten 370 Wachtmeister des Aktiv- und Milizstandes an der Ennser Heeresunteroffiziersakademie aus.

Die Beförderung zum Wachtmeister ist das sichtbare Zeichen des Abschlusses der Unteroffiziersausbildung und ein Meilenstein im Leben eines Berufssoldaten. Der militärische Festakt für die 302 Berufs- und 68 Militzsoldaten (344 Männer und 26 Frauen) fand am Sportplatz der Towarek-Schulkaserne statt. Ehrengäste waren der stellvertretende Generalstabschef Generalmajor Rudolf Striedinger und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.

„Die Soldatinnen und Soldaten des Unteroffizierskorps leisten im täglichen Dienstbetrieb, bei Ausbildungen, Übungen und vor allem bei den nationalen und internationalen Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres Großartiges!“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, die wegen der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine nicht persönlich vor Ort sein konnte, in einer Grußbotschaft. Sie wünschte den nunmehrigen Unteroffizieren „Erfolg in der Anwendung der erlernten Fähigkeiten, Führungsstärke und viel Soldatenglück“.

Namensgeber des ausgemusterten Lehrganges ist Karl Urban. Der am 29. Dezember 1894 in Graz geborene Unteroffizier meldete sich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zur Luftfahrtruppe und wurde Pilot. An der russischen Front war er einer der besten Piloten seiner Einheit und wurde zweimal mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse, dreimal mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und zweimal mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Im Zuge der Ausmusterung fand am 24. und 25. Februar 2022 auch die Generalversammlung der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) in Enns statt. Die Vertreter der ÖUOG nutzten die Chance zur Vorstellung und zur Begrüßung ihrer Kameraden in das Unteroffizierskorps. Vor dem Ausmusterungs-Festakt gab es darüber hinaus ein Treffen der Kommandanten der großen und kleinen Verbände sowie der Kommandounteroffiziere in der Ennser Kaserne.

-red-


25.02.2022

120 österreichische Soldaten werden nach Sarajevo verlegt

Die EU-Friedenstruppe EUFOR wird verstärkt, da sich der Krieg in der Ukraine auch auf den Westbalkan auswirken könnte.

Konkret werden 120 österreichische Soldaten zur Verstärkung der EU-Friedenstruppe EUFOR nach Sarajevo verlegt. Dadurch soll die Sicherheit und Stabilität in Bosnien und Herzegowina trotz der sich verschärfenden Lage in Osteuropa gesichert werden. Der Kommandant der EU-Operation Althea in Bosnien und Herzegowina aktivierte die Reserveeinheit (Intermediate Reserve Force, IRF). Diese setzt sich aus Kompanien aus Österreich (Soldaten der Panzergrenadierbataillone 13 und 35), Bulgarien, Rumänien und der Slowakei zusammen. 

Am 20. Jänner 2022 übernahm Generalmajor Anton Wessely das Kommando über die EUFOR-Truppe. Damit hat Österreich bereits zum zehnten Mal in Folge das Kommando über diese EU-Mission. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Außenminister Alexander Schallenberg begrüßen die Entsendung österreichischer Soldaten. Die Verlegung erfolgt am 26. Februar 2022 sowohl im Lufttransport als auch mit Bussen.

-red-


22.02.2022

Dritter nachgerüsteter „Black Hawk“ angekommen

Am 22. Februar 2022 kam der dritte nachgerüstete S-70 „Black Hawk“-Transporthubschrauber am Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn an.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner übergab das Logbuch des modifizierten Helikopters an die Fliegerstaffel. Anstatt einzelne Teile der Avionik zu ersetzen, wurde das gesamte Cockpit modifiziert. Das neue System basiert auf einem zertifizierten Garmin-Cockpit, dem G5000H. Es ermöglicht GPS-gestützte Anflugverfahren und kann durch die Integration von Funkgeräten, Sensoren oder anderen Systemen auf verschiedenste Bedürfnisse umgerüstet werden. Zusätzlich sind Freund-Feind-Kennung und Funk durch ein taktisches Missionssystem über definierte Schnittstellen integriert. Somit stehen der Besatzung stets alle notwendigen Informationen zur Verfügung. Durch den Austausch des Gesamtsystems werden unter anderem auch der Radarhöhenmesser, die Air Data Computer und das Wetterradar durch modernere Varianten ersetzt.

Die drei „Black Hawk“-Hubschrauber wurden durch die US-amerikanische Firma „ACE Aeronautics“ nachgerüstet. Zwei weitere Helikopter wurden bereits in die USA verschifft, um ebenfalls ein Upgrade zu erhalten. In Österreich werden in der Fliegerwerft 1 zusätzlich vier Stück modifiziert. Der Vertrag über die Nachrüstung der Hubschrauber wurde am 1. Juni 2017 unterzeichnet. Nach dem Kauf von drei weiteren „Black Hawk“ sollten dem Bundesheer ab dem Jahr 2025 insgesamt zwölf Exemplare zur Verfügung stehen.

-cf-