Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

23.03.2017

Vom AMS zum ÖBH

Am 21. März 2017 veranstaltete das Jägerbataillon 17 in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice und dem Heerespersonalamt eine Jobbörse für Arbeitssuchende aus den Bezirken Leibnitz, Deutschlandsberg und Südoststeiermark.

Die Interessenten erhielten in der Kaserne Straß einen Einblick in das Soldatenleben, konnten sich von der Qualität der militärischen Ausrüstung überzeugen und sich über die Karrieremöglichkeiten, insbesondere beim Jägerbataillon 17 informieren. Darüberhinaus fand für die Teilnehmer eine dynamische Gefechtsvorführung statt, um den „Alltag“ eines Soldaten zu zeigen. Mehrere derzeit Beschäftigungslose meldeten sich nach einem gemeinsamen Mittagessen zu einem erweiterten Beratungsgespräch samt Laufbahnplanung.

In der Kaserne Straß ist ein Servicebüro eingerichtet, um Interessierte über die Karriere im Bundesheer zu informieren.

Telefon: 050201/54 31303 oder 0664/622 4064 
E-Mail: jgb17symbolbmlvs.gvpunktat 

-Robert Gießauf, JgB17-


14.03.2017

"Weltmeisterschaft" der Gebirgssoldaten

Vom 15. bis 16. März 2017 findet im Gebiet der Tuxer Alpen in Tirol bereits zum achten Mal der „Edelweiss Raid“ statt.

Dieser Gebirgswettbewerb ist weltweit einzigartig und führt die besten Gebirgssoldaten Europas nach Österreich. Er verlangt von den Teilnehmern sowohl militärisches als auch alpines Können und verbindet sportliche Höchstleistungen mit militärischen Einsatzaufgaben.

Bei dem Wettkampf werden jene Fähigkeiten gefordert, die den Gebirgsjäger vom „normalen“ Infanteristen unterscheiden. Konkret hat eine Gebirgsjägergruppe mit einer Stärke von acht Soldaten den Auftrag, im hochalpinen Gelände an zwei Tagen eine Marschstrecke von mehr als 40 Kilometern mit 4.000 Höhenmetern zu bewältigen und dabei diverse Aufgaben zu lösen. Klettern über schwierige Felsgrate, Orientierungsaufgaben im Gebirge, Scharfschießen in alpinem Gelände oder das Bergen eines Verletzten sind Herausforderungen, die es unter anderem zu meistern gilt.

Mit Teilnehmern aus elf Nationen erfreut sich die achte Auflage der „Edelweiss Raid“ so großer Beliebtheit wie noch nie zuvor. Neben Mannschaften aus Österreich stellen sich auch Soldaten aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Montenegro, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland und der Schweiz der Herausforderung. Dieses Starterfeld garantiert Spannung bis zur Ankunft des letzten Teams im Zielraum und unterstreicht die Bedeutung der „Edelweiss Raid“ als inoffizielle „Weltmeisterschaft der Gebirgssoldaten“.

-Kommando Gebirgskampf-

Weitere Informationen 

Vorarlberger Soldaten bei der „Edelweiss Raid“


09.03.2017

Übung „Slow Mover Protection“

In der zweiten Märzwoche 2017 übten 200 Soldaten den Schutz und Transport von Personen mit Kraft- und Luftfahrzeugen.

Bei der „Slow Mover Protection“ waren drei wesentlichen Bereiche wichtig wie die gesicherte Aufnahme und das Absetzen schutzwürdiger Personen, ein rascher und ungehinderter Transport und die Abwehr von Angriffen. Jeden Tag übten die eingesetzten Kräfte ein anderes Szenario. Das Bundesheer setzte dafür 23 Luftfahrzeuge ein. Darunter waren zehn Flugzeuge wie die Pilatus PC-7 „Turbo Trainer“ und 13 Hubschrauber, unter anderem der S-70 „Black Hawk“.

Das Training bot die Möglichkeit, das Zusammenwirken von Luftstreitkräften und Einheiten der Landstreitkräfte zu optimieren. Das Übungsgebiet lief von Langenlebarn über den Raum Melk bis hin zum Truppenübungsplatz Allentsteig.

Die Luftstreitkräfte führen die Übung seit 2010 ein bis zwei Mal jährlich durch. „Slow Mover“ ist die Bezeichnung für langsame Luftfahrzeuge wie Hubschrauber oder kleinere Passagierflugzeuge.

-red-

Video Slow Mover Protection 


03.03.2017

CISM World Winter Games - Erfolgreiche Spiele

Am 28. Februar 2017 gingen die 3. World-Winter-Games des Internationalen Militärsportrates (CISM) im russischen Sotschi zu Ende. Aus Sicht der österreichischen Heeressportler waren es sehr erfolgreiche Wettbewerbe.

Je vier Gold- und Silbermedaillen sowie eine Bronzemedaille sind die Bilanz des österreichischen Teams. Das erfolgreiche Abschneiden zeigt sich auch in der Nationenwertung: Hinter den großen Sportnationen Russland, Italien und Frankreich konnte sich die Mannschaft der Heeressportler den vierten Platz in der Medaillenwertung sichern - noch vor China oder Deutschland.

Mit drei Gold- und drei Silbermedaillen hatte das österreichische Kletterteam einen besonderen Anteil an dem Erfolg. Zugsführer Jakob Schubert errang eine Gold- und eine Silbermedaille, Rekrut Katharina Posch ebenfalls eine Silbermedaille. Die herausragende Heeres-Sportlerin war jedoch Rekrut Jessica Pilz, die zwei erste und einen zweiten Platz erreichte.

Neben den Einzelkämpfern im Klettern konnte auch das Biathlon-Team Spitzenplatzierungen erkämpfen. In der 10 Kilometer-Mixed-Teamwertung gab es Gold für Korporal Dunja Zdouc, Korporal Katharina Innerhofer, Zugsführer Peter Brunner und Korporal David Komatz. Für Brunner und Komatz blieb das nicht die einzige Medaille. Gemeinsam mit Korporal Kevin Pleßnitzer gewannen sie Silber in der 10 Kilometer-Herren-Teamwertung und später noch die Bronzemedaille im Patrouillen-Rennen, wobei neben Pleßnitzer Korporal Nikolaus Leitinger die Mannschaft bei diesem Wettkampf komplettierte.

CISM

3rd CISM World Winter Games 2017

-red-


27.02.2017

Aktionswoche „Kinder im Krieg“

Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien widmete sich von Montag, 20. Februar bis Freitag, 24. Februar 2017, dem Thema „Kinder im Krieg“. Im Fokus stand dabei die Region Südsudan in Afrika.

Unter dem Motto „Kriege gehören ins Museum“ fanden sich etwa 150 Gruppen mit über 2.000 Schülern zu der Aktionswoche im HGM ein. In Workshops wurde den Jugendlichen die Thematik von Kindern im Krieg nähergebracht und das Thema anhand von Objekten, Gesprächen und Vorträgen erarbeitet. Darüber hinaus wurde ein Kurzfilm präsentiert, der den Schrecken des Krieges und das Elend der Kinder verdeutlichte.

Die Schüler hatten dabei die Gelegenheit, von den Zeitzeugen, Herrn John Kon Kelei und Frau Aluel Garang Awuol, aus ersten Hand zu erfahren, was es bedeutet, Krieg am eigenen Leib zu erleben. John Kon Kelei wurde selbst als Kindersoldat rekrutiert, Aluel Garang Awual ist als Sozialarbeiterin für traumatisierte Kinder tätig.

Das Ziel der Aktionswoche war es, Jugendlichen einen Einblick in die Problematik gegenwärtiger Kriege und deren Auswirkungen auf Menschen zu vermitteln. Die Schüler sollten damit einen Zugang zu dem Spannungsfeld: Kinder, Waffen und Krieg erlangen. Diese Veranstaltung soll auch im nächsten Jahr fortgeführt werden, wobei die Situation von Kindern im Syrien-Krieg thematisiert werden soll.

-red-

Aktionswoche Kinder im Krieg

www.hgm.at

Folder „Kinder im Krieg“ 2017


22.02.2017

CISM World Winter Games - Verabschiedung der Teilnehmer

Am 22. Februar 2017 fand die Entsendung der 28 österreichischen Teilnehmer zu den 3. CISM Winterspielen in Sotschi (Russland) im Hangar des Militärflughafens in Linz/Hörsching statt.

Der hohe Stellenwert dieses Bewerbes wurde durch den Delegationsleiter, Brigadier Gerhard Herke, in einer kurzen Ansprache hervorgehoben. Auch Generalleutnant Baier, welcher als militärisch Höchstanwesender der Verabschiedung beiwohnte, unterstrich die besondere Bedeutung der CISM für die internationale Zusammenarbeit auf militärischer Ebene.

Die Sportler und Sportlerinnen vom Heeressportzentrum traten ihren Weg zu dem Bewerb in einem Transportflugzeug des Österreichischen Bundesheeres vom Typ C-130 an. Ebenfalls an Bord befand sich die Delegation der slowenischen Armee, mit denen sich die Österreicher in den nächsten Tagen im sportlichen Wettkampf messen werden. An den CISM World Winter Games 2017, die vom 22. bis zum 28. Februar 2017 ausgetragen werden, nehmen insgesamt 27 Nationen teil.

Stabswachtmeister Michael Gottlieber, Heeressportzentrum

CISM

3rd CISM World Winter Games 2017


13.02.2017

Neue Unteroffiziere für das Bundesheer

Am 9. Februar 2017 musterten 170 Soldaten in Enns zum Wachtmeister aus.

"Ich bin stolz, so viele junge Soldatinnen und Soldaten beim Österreichischen Bundesheer willkommen zu heißen. Nun können sie ihr Engagement und ihre Führungsstärke bei der Truppe beweisen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre zukünftige Soldatenlaufbahn." Mit diesen Worten begrüßte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil die neuen Unteroffiziere des Bundesheeres.

Die Ausmusterung ist der Abschluss der Ausbildung zum Unteroffizier und findet in einem feierlichen Rahmen, heuer in der Ennser Stadthalle, statt. Unter den 170 neuen Unteroffizieren, davon neun Frauen, befanden sich auch 29 Milizsoldaten. Lehrgangsbester wurde der 26-jährige Notfallsanitäter Philip Obojes vom Kommando Gebirgskampf in Innsbruck.

Der Dienstgrad Wachtmeister ist der erste Unteroffiziersrang. Um diesen zu erreichen, muss die Unteroffiziersausbildung an der Heeresunteroffiziersakademie positiv absolviert werden. Diese befähigt einen Unteroffizier dazu, Rekruten auszubilden und als Gruppenkommandanten Soldaten bei Einsätzen im In- und Ausland zu führen. Die Heeresunteroffiziersakademie in Enns besteht seit 1958. Sie ist für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Unteroffiziere des Österreichischen Bundesheeres verantwortlich.

-red-

Ausmusterung 2017

Karriere als Berufssoldat

Heeresunteroffiziersakademie 


06.02.2017

Soldat und eigener Verband

Unter dem Motto „Soldat und eigener Verband“ veranstaltete das Jägerbataillon 17 am 3. Februar 2017 eine Informationsveranstaltung für seine Rekruten.

In einem Stationsbetrieb wurden den etwa 200 Grundwehrdiener des Einrückungstermines Jänner die Mannschaftstransportfahrzeuge Pandur und Husar sowie sämtliche Infanteriewaffen des Verbandes vorgestellt. Das Ziel der Einweisung war es, den Soldaten einen Überblick über die Ausrüstung und Leistungsfähigkeit des Jägerbataillons 17 zu geben. Die Rekruten zeigten großes Interesse an den Details, technischen Daten und Einsatzmöglichkeiten von Waffen und Gerät.

-red-


21.01.2017

Tradition trifft Moderne

Am 20. Jänner 2017 fand der alljährliche Ball der Offiziere in der Wiener Hofburg statt. Getragen wird die Veranstaltung von den Offizieren des Bundesheeres und der Absolventenvereinigung Alt Neustadt.

Unter dem diesjährigen Motto „Fortitudini“ - zu Deutsch „der Tapferkeit“, wird an den 300. Jahrestag der Geburt von Kaiserin Maria Theresia erinnert. Ganze 92 Paare bestehend aus Fähnrichen der Militärakademie, Zöglingen des Militärrealgymnasiums, Milizoffizieren und -anwärtern, Kadetten aus Italien von den Akademien der Luftwaffe, der Marine und des Heeres, Studentinnen der Diplomatischen Akademie in Wien sowie Tanzschülerinnen der Tanzschule Elmayer eröffneten die Veranstaltung, die Alfons Haider moderierte. Die musikalische Untermalung machte die Gardemusik.

Showeinlagen wie unter anderem vom Gardemusiktattoo und der Auftritt der Kammersängerin Idikó Raimondi unterstrichen die Ballnacht. 3.200 internationale und nationale Gäste besuchten den bewusst traditionell gehaltenen Ball.

Als Gast von Bundesminister Hans Peter Doskozil war der maltesische Verteidigungsminister, Emmanuel Mallia, anwesend, der Deputy Supreme Allied Commander Europe (DSACEUR), General Sir Adrian Bradshaw, folgte der Einladung von General Othmar Commenda. Begeistert von der Veranstaltung zeigte sich Frau Generalmajor Kristin Lund aus Norwegen. Sie war die erste Kommandantin, die bis dato eine UN-Truppe in einer UN-Mission geführt hat.

Die Ballnacht endete mit dem Spielen des Zapfenstreiches um 0400 Uhr früh.

Der nächste Ball der Offiziere findet am 19. Jänner 2018 statt.

-red-


13.01.2017

Pressegespräch: Wir rekrutieren auf Biegen und Brechen

Am 13. Jänner 2017 fand auf dem Fliegerhorst Vogler in Hörsching das traditionelle Pressegespräch mit dem Militärkommandanten von Oberösterreich, Generalmajor Mag. Kurt Raffetseder, statt. Zusätzlich referierte der Leiter der Abteilung Personalgewinnung, Oberst Emmerich Bauer, über die Herausforderungen der Personalwerbung.

„Die Bedrohungsszenarien sind inzwischen Realität geworden“, sagt Raffetseder gleich zu Beginn seiner Ausführungen. Der Terror sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen, was eine wesentliche Bedrohung ist ebenso wie die große Sorglosigkeit der Bevölkerung, so der Militärkommandant. Des Weiteren wurden die Aufgaben für das Bundesheer in Bezug auf Terrorismus wie die Schaffung eines entsprechenden Lagebildes für die politische Führung und das Sichern von kritischer Infrastruktur und Cyber Defence dargestellt. Eine Anspielung auf die finanzielle Situation des Bundesheeres ließ sich Raffetseder nicht nehmen: „Die vergangenen zehn Jahre wurde das Heer planmäßig heruntergefahren – auch moralisch. Die Rettung erfolgte in letzter Minute, vor allem durch die Person des jetzigen Bundesministers Hans-Peter Doskozil – die Stimmung hat sich bei den Bediensteten deutlich gebessert!“ Eine wesentliche Herausforderung laut Raffetseder ist in diesem und den kommenden Jahren vor allem die Personalgewinnung. Die Voraussetzungen sind dafür bereits geschaffen worden wie höhere Einstiegsgehälter für Chargen und Unteroffiziere und die Verkürzung der Ausbildung zum Unteroffizier. Kurz: Das Bundesheer ist konkurrenzfähiger geworden.

Der zweite Teil des Pressegespräches galt ausschließlich dem wichtigen Thema Personalwerbung. „Das Bundesheer bietet einen sicheren Arbeitsplatz und eine lebenslange Anstellung“, so Oberst Emmerich Bauer vom Heerespersonalamt Wels. Dass die Bemühungen des Ressorts für mehr Personal mittlerweile erste Früchte tragen, zeigt sich in den präsentierten Zahlen. Waren 2015 noch 2.400 Freiwilligenmeldungen für eine Karriere beim Bundesheer eingelangt, waren es 2016 bereits 3.900, Tendenz steigend. Bauer beschwichtigt jedoch, da die Ausfallsrate der Aufnahmeüberprüfung bei einem Erstantritt 25 Prozent betrage. Das sei nach wie vor die größte Einstiegshürde.

Probleme bei der Rekrutierung gibt es nach wie vor bei Spezialfunktionen wie Militärpiloten, die hohe Anforderungen erfüllen müssen. Für diesen sehr anspruchsvollen Berufsweg braucht das Bundesheer etwa 500 Bewerber jährlich von denen im Endeffekt eine Fluggruppe von acht bis zehn Pilotenanwärtern übrig bleibt. Bei den Militärärzten herrscht eine ähnliche Situation vor. Hier wäre ein jährlicher Bedarf an zehn bis 20 Ärzten, die zurzeit schwer zu bekommen sind. Ein weiterer Schwerpunkt der Personalwerbung betrifft Frauen. Derzeit sind etwa 2,7 Prozent aller Soldaten weiblich. Bis 2015 soll dieser Wert auf zehn Prozent angehoben werden. Dieses Ziel wird durch intensive Werbekampagnen speziell für Frauen gefördert. „Wir rekrutieren auf Biegen und Brechen“, sagt Oberst Bauer am Ende seiner Ausführungen.

-mb-