Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

14.07.2016

Ausmusterung neuer Unteroffiziere in Enns

Am 13. Juli 2016 wurden 144 Absolventen der Heeresunteroffiziersakademie in Enns bei einem militärischen Festakt zu Wachtmeistern befördert. Danach erfolgte die feierliche Ausmusterung in der Ennser Stadthalle.

„Mit Ihnen verstärkt sich das Bundesheer mit bestens ausgebildeten und didaktisch geschulten Unteroffizieren. Nun können sie das anwenden, was sie gelernt und geübt haben“, meinte Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil in seiner Ansprache. Um den Soldatenberuf attraktiver zu machen, will der Minister bessere Perspektiven für die Zukunft schaffen, wie Anstellung auf Lebenszeit, bessere Abgeltung und zeitgemäße Infrastruktur. „Wir müssen so attraktiv werden, dass die Menschen gerne zu uns kommen!“

Die Ausbildung zum Unteroffizier findet an der Ennser Heeresunteroffiziersakademie sowie an den Waffenschulen statt, wo die waffengattungsspezifische Ausbildung erfolgt. Neben militärischen und sportlichen Lehrzielen werden die Lehrgangsteilnehmer in den Bereichen EDV, Wehrpolitik, Politische Bildung, Rechtslehre und in der Persönlichkeitsbildung geschult. Nach ihrer Ausmusterung kehren die Unteroffiziere wieder in ihre Waffengattungen zurück.

-keu-


13.07.2016

Informationsoffizierstreffen

Am 12. Juli 2016 fand eine bundesweite Zusammenziehung der Informationsoffiziere des Österreichischen Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie in Wien statt.

Den 133 teilnehmenden Informationsoffizieren wurden bei dieser jährlichen Fortbildungsveranstaltung sicherheitspolitische Themen wie die aktuellen Herausforderungen der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, personelle Auswirkungen der Strukturanpassung oder lauende Einsätze des Bundesheeres nähergebracht. Weitere Schulungsbereiche waren Vorträge über die Kaderanwärter- und GWD-Ausbildung.

Höhepunkt der Veranstaltung war ein Vortrag vom des Chefs des Generalstabes, General Mag. Othmar Commenda, der sich zur aktuellen Personalsituation und dem Budget äußerte. Sein Fazit: „Wir sind auf dem richtigen Weg!“

-red-


08.07.2016

Brückenbau nach Starkregen

Pioniere des Bundesheeres errichteten in der ersten Juliwoche eine Ersatzbrücke zu einem Wohngebiet in Bad Wimsbach, Oberösterreich.

Die starken Regenfälle am Wochenende führten zu erheblichen Überflutungen in Oberösterreich, besonders auch im Bezirk Wels-Land. In Bad Wimsbach wurde eine Brücke unbenützbar und ein Wohnhaus von der Außenwelt abgeschnitten. Der Bürgermeister hat daraufhin den Einsatz des Bundesheeres zur Instandsetzung der beschädigten Infrastruktur beantragt. Das Militärkommando Oberösterreich beauftragte den 2. Baupionierzug aus Hörsching mit der Errichtung einer Ersatzbrücke. Eingesetzt wurde eine D-Brücke, die aus einzelnen Brückenelementen besteht, die in beliebiger Länge zusammengesetzt werden können.

Nach der Erkundung und dem Transport schraubten die Pioniere die zwölf Meter lange Brücke vor Ort zusammen. Anschließend wurde sie mit einem erst vor wenigen Monaten an die Melker Pioniere ausgelieferten Autokran in die Brückenlager eingehoben und die Fahrbahnelemente eingesetzt. Aufgrund des raschen Baufortschrittes konnte die Brücke bereits am Donnerstag, den 7. Juli, und nicht wie geplant am Freitag fertiggestellt werden. Bis zum Neubau der beschädigten Originalbrücke ist für die Bewohner die Verbindung zur Außenwelt über die Pionierbrücke sichergestellt.

Militärkommando Oberösterreich


05.07.2016

Rekruten für den Islamischen Staat

Der ORF berichtet auf seiner Website über die Gefahr der Rekrutierung von IS-Kämpfern auf dem Balkan. Das wirtschaftliche und politische Umfeld sowie die Geschichte sind vor allem in Bosnien und Herzegowina ein Nährboden für radikale Bewegungen.

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-red-

 


02.07.2016

40 Jahre PC-6 und OH58

Am 30. Juni 2016 fand unter der Anwesenheit zahlreicher Ehren- und Festgäste am Fliegerhorst Brumowski ein Festakt anlässlich 40 Jahre Pilatus Porter PC-6 „Turbo Porter“ und Bell OH58 „Kiowa“ im Österreichischen Bundesheer statt.

Der Kommandant des Luftunterstützungsgeschwaders, Oberst Wolfgang Rafetseder, begrüßte unter anderem zahlreiche ehemalige Angehörige beider fliegerischer Staffeln. Der Leiter des Teilstabes Luft des Streitkräfteführungskommandos, Brigadier Mag. Karl Gruber (selbst ehemaliger Kommandant der OH58-Staffel) und der Kommandant der Luftunterstützung, Brigadier Andreas Putz, gingen in ihrer Reden auch auf persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mit beiden Luftfahrzeugtypen ein.

Die PC-6 ist ein leichtes Transport- und Verbindungsflugzeug, der OH58 ein bewaffneter leichter Mehrzweckhubschrauber.

Gerd Hiess


30.06.2016

Erste Frau in den Generalstabsdienst ausgemustert

Am Abend des 29. Juni 2016 wurden acht österreichische Offiziere des Bundesheeres in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums feierlich in den höchsten Dienst des Militärs, den Generalstabsdienst, übernommen.

Erstmals befand sich eine Frau unter den Absolventen, die ihre Ausbildung zum Generalstabsoffizier abschließt. Frau Major des Generalstabsdienstes Dr. Karoline Resch (41) ist somit die erste weibliche Absolventin in der Geschichte des Österreichischen Bundesheeres, die diese Bezeichnung trägt. Den Lehrgang absolvierten auch zwei ausländische Hörer, ein Offizier aus der Schweiz und aus Deutschland. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil überreichte den neuen Generalstabsoffizieren persönlich ihr Dekret. General Othmar Commenda hieß die neuen Spitzenführungskräfte ebenfalls willkommen.

Am 3. September 2013 war der 20. Generalstabslehrgang gestartet. Zuvor mussten die Offiziere ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren durchlaufen. Zusätzliche Voraussetzung für den Lehrgang ist ein Abschluss an der Theresianischen Militärakademie. Die Ausbildung des Generalstabsdienstes dauert insgesamt drei Jahre und erfordert rund 6 500 Unterrichtsstunden. Hauptlehrfächer sind unter anderem Truppenführung, operative Führung, Streitkräftemanagement und Sicherheitspolitik. Neben fachspezifischen Inhalten eignen sich die Teilnehmer die Fähigkeit an, komplexe Probleme zu lösen und lernen, ihr kritisches und kreatives Denken zu erweitern.

Der Generalstabslehrgang ist die höchste militärische Ausbildung, die man beim Österreichischen Bundesheer absolvieren kann. Durch die breite, komplexe, operative und militärstrategische Ausbildung sind die Absolventen befähigt, die höchsten Kommandanten-Funktionen beim Bundesheer sowie in internationalen Stäben auszuüben.

-red-


27.06.2016

ÖOC-Team nimmt Formen an

Das österreichische Team für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro vom 5. bis 21. August 2016 wird konkreter.

Das Österreichische Olympische Comite (ÖOC) nominierte in einer zweiten Nominierungswelle weitere 29 Sportler. Zusammen mit den 17 bereits Genannten vom 29. März ergibt das eine vorläufige Anzahl von 46 Athleten; je 23 Damen und 23 Herren aus 15 Sportarten. Die endgültige Olympiamannschaft für die Spiele wird am 15. Juli bekanntgegeben.

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel rechnet mit maximal 68 Teilnehmern und 55 Betreuern. 31, der 46 nominierten Sportler gehören dem Heeres-Sportzentrum an.

-red-


22.06.2016

Military European Land Robotic Trials

Vom 20. bis 24. Juni 2016 finden die neunten Military European Land Robotic Trials (ELROB) auf dem Gelände des Katastrophenhilfeübungsplatzes Tritolwerk bei Wiener Neustadt statt.

Veranstalter dieses internationalen Events, das erstmals in Österreich stattfindet, ist das Fraunhoferinstitut. Das Österreichische Bundesheer (ÖBH) bildet gemeinsam mit diesem Institut die Plattform für den Bewerb und stellt die Liegenschaft zur Verfügung.

Bei der ELROB treffen sich internationale Rüstungsfirmen mit dem Militär. Dabei definieren sie gemeinsame Erfordernisse für ihre Entwicklungen, tauschen Erfahrungen aus und präsentieren ihre Produkte gezielt einem militärischen Publikum.

Da das Österreichische Bundesheer über ein geringes Budget verfügt, sind Partnerschaften eine willkommenen Gelegenheit, um technisches Know-how zu entwickeln, das militärischen Anforderungen entspricht. Das ÖBH hilft etwa bei der Erstellung eines Anforderungskataloges und der Festlegung von Parametern, über die entsprechende Geräte verfügen sollen. Darüber hinaus unterstützt es die Entwicklung durch die Expertise von Fachleuten und stellt Übungsplätze für Tests oder Personal für Projekte zur Verfügung. Verantwortlich dafür ist das Amt für Rüstung und Wehrtechnik (ARWT).

Wettkämpfe
Während der fünftägigen Veranstaltung gibt es zahlreiche Wettkämpfe in unterschiedlichen Disziplinen wie Urban Recon (Urbane Aufklärung), EOD/IED, Autonomes Fahren und Medical Evacuation. Bei diesen Bewerben müssen Roboter einen vorgegebenen Parcour in einer vorgegebenen Zeit bewältigen. So können die unterschiedlichen Firmen ihre Produkte unter Wettkampfbedingungen testen.

Beim Urban Recon gilt es, eine versteckte Strahlenquelle mit einem autonomen Roboter zu finden und zu identifizieren. Dabei vermessen die Roboter ihr Umfeld digital, erstellen daraus eine 3D-Karte, auf der Hindernisse oder Sprengfallen eingezeichnet sind und messen die Strahlung vor Ort. Aufgrund dieser Daten kann ein Entschärfungsteam die Strahlungsquelle beseitigen. Sieger ist das Team, welches den Auftrag am schnellsten erfüllt.

Ein weiterer Programmpunkt ist der Bewerb „Autonomes Fahren“. Dabei wird zuerst eine Strecke manuell eingelernt und aus den gemessenen Daten eine digitale Karte erstellt. Danach müssen das Fahrzeug die „angelernte“ Strecke autonom innerhalb von 30 Minuten abfahren. Das Fahrzeug, das dabei die längste Strecke zurücklegt, gewinnt. Österreich nimmt an diesen Bewerb mit einem Traktor teil. Dieser soll auf Truppenübungsplätzen eingesetzt werden, wo er Flächen mähen soll, in denen sich eventuell Blindgänger befinden.

Ein anderer Wettbewerb beinhaltet das Finden und Entschärfen von Explosive Ordnance Devices (EOD) in einem Gebäude durch einen Roboter. Dabei ist eine Aufgabe gemäß einem Anforderungskatalog und innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Auch hier gewinnt das Team, das die Aufgabe am schnellsten löst. Am Donnerstag den 23. Juni 2016 findet die Siegerehrung in den einzelnen Wettkämpfen statt.

Zusätzlich zu den dynamischen Bewerben gibt es eine Ausstellung, bei der Firmen wie Glock, Qinetiq etc. ihre Produkte präsentieren.

ELROB

-red-


21.06.2016

Symposium: 25 Jahre Sicherungseinsatz an der Staatsgrenze

Am 16. und 17. Juni fand in Straß unter Leitung von Hofrat Dr. Erwin Schmidl, von der Landesverteidigungsakademie, ein wissenschaftliches Symposium statt. Der Anlass dazu war das 25jährige Jubiläum des Sicherungseinsatzes des Österreichischen Bundesheeres an der Staatsgrenze zum damaligen Jugoslawien.

In den wissenschaftlichen Referaten sprachen Zeitzeugen und Sicherheitsexperten des Österreichischen Bundesheeres sowie anderer Behörden über die Ereignisse von damals. Ein Veranstaltungsblock thematisierte die militärische Lage in Slowenien vor 25 Jahren. Dabei berichteten die slowenischen Gäste des Symposiums über die Situation in ihrem Land und ihre persönlichen Erfahrungen.

Neben den zahlreichen Vorträgen fand am Freitagvormittag ein Festakt in der Straßer Erzherzog-Johann-Kaserne statt. Dieser erinnerte an die Tage im Sommer 1991, als der Krieg vor der österreichischen Grenze stand. Am Nachmittag wies Brigadier i.R. Josef Paul Puntigam die Teilnehmer beim Grenzübergang Spielfeld in die damalige militärische Lage. Puntigam war während des Sicherungseinsatzes Kommandant einer regimentsstarken gepanzerten Einsatzgruppe und mit seiner Truppe als Erster vor Ort. Er gilt als profunder Kenner der Ereignisse.

Der letzte Teil der Veranstaltung war die Angelobungsfeier von etwa 500 Rekruten. Diese fand auf dem Sportplatz in Straß mit Gardemusik und der Aufführung des „Großen Österreichischen Zapfenstreiches“ statt.

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-keu-


21.06.2016

Amstettner „Russengräber“ saniert

Am Neuen Städtischen Friedhof in Amstetten wurden die sowjetischen Kriegsgräber generalsaniert. Anlässlich der Fertigstellung der Arbeiten fand am 17. Juni 2016 eine überkonfessionelle Gedenkfeier statt.

„Kriege sind wohl die größten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Jeder Krieg führt zwangsläufig zu Verbrechen an Menschen und der Menschlichkeit von allen Seiten. Hier ist der Zweite Weltkrieg der wohl schrecklichste von allen gewesen“, sagte die Bürgermeisterin von Amstetten, Ursula Puchebner. Die Sanierung der Kriegsgräber sieht sie als Verpflichtung, den Opfern ein würdiges Andenken zu bewahren.

Die Vertreterin des Bundesministeriums für Inneres, Frau Mag. Ulrike Hutsteiner, der Obmann des ÖKB Stadtverbandes Amstetten, Manfred Majer, aber auch der russische Botschaftsrat, Oleg Markov, betonten in ihren Reden die Bedeutung des Gedenkens an die Geschichte sowie den Stellenwert der Kriegsgräberfürsorge.

Als Zeichen gelebter Partnerschaft zwischen der Stadt Amstetten und dem Jägerbataillon 12 war der Bataillonskommandant, Oberstleutnant Rudolf Halbartschlager mit einem Ehrenzug vor Ort. Der militärisch Höchstanwesende war der interimistische Militärkommandant von Niederösterreich, Brigadier Mag. Martin Jawurek.

Das Sanierungsprojekt wurde von Nationalrat a. D. Kommerzialrat Günter Kiermaier initiiert. Umgesetzt wurde es von der Stadtgemeinde Amstetten und dem Land Niederösterreich am Neuen Städtischen Friedhof auf einer Fläche von etwa 300 m².

Geschichte des Friedhofes
Die sowjetische Kriegsgräberanlage wurde im Jahr 1947 als „Heldenfriedhof“ auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht errichtet. Während der Besatzungszeit war die Anlage eine von drei sowjetischen Bestattungsanlagen in der Stadt.

Nach dem Ende der Besatzungszeit wurden die sowjetischen Gräber in einer Anlage zusammengelegt. Den vorliegenden Daten zufolge sind dort 233 Sowjets bestattet. Der Großteil sind keine Soldaten der Roten Armee, sondern sowjetische Zwangsarbeiter bzw. Kriegsgefangene. Gemäß dem Staatsvertrag von 1955 ist Österreich dazu verpflichtet, alle Gräber und Denkmäler alliierter Truppen zu erhalten.

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-keu-