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12.05.2015

Sprachmittlungstrupp im Einsatz

Von 13. bis 24. April 2015 fand die internationale Übung „Dynamic Response“ auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig (TÜPL „A“) statt. Die 3. Panzergrenadierbrigade (3.PzGrenBrig) trainierte gemeinsam mit Kräften aus Deutschland (eine Panzerkompanie der Panzerbrigade 21) und Tschechien (eine gemischte Panzerkompanie der 7. mech. Brigade). Die Arbeitssprache war daher Englisch und bis auf Kommandanten­ebene einschließlich Kompanie eine Selbstverständlichkeit (Absprachen, Befehlsausgaben, Belehrungen). Zur Optimierung der Kommunikation mit der tschechischen gemischten mechanisierten Kompanie wurde ein Sprachmittlungstrupp, bestehend aus zwei (von drei verfügbaren) Unteroffizieren als Sprachmittlungsgehilfen in Nebenfunktion von der 3.PzGren­Brig und zwei Sprachmittler aus dem Sprachinstitut des Bundesheeres (SIB) eingesetzt.

Wertvolle Erfahrungen gewonnen

  • Die Arbeitssprache ist und bleibt Englisch.
  • Eine Sprachmittlung findet im Wesentlichen in der Vor- und Nachbereitung (Medienauswertung im Heimatland) einer Übung statt.
  • Sprachmittlung findet nur wenig auf Kommandantenebene und gleichwertigem Niveau statt.
  • Sprachmittlung ist ein Sicher­­heitsfaktor.
  • Sprachmittlung- und NICHT-Sprachmittlung (aushorchen der anderen) - ist ein Vertrauensfaktor.
  • Sprachmittlung vermittelt wichtige Details (z. B. unterschiedliche Sicherheitsabläufe beim
  • Scharfschießen, die nur in Tschechisch verfügbar sind).
  • Direkte Sprachmittlung vermeidet den Umweg über Englisch und somit potenzielle Fehlerquellen.
  • Sprachmittlung unterstützt das gegenseitige Verständnis und fördert Sympathie.

Rechtzeitige Vorbereitung

Wichtig ist bei Sprachmittlereinsätzen, dass rechtzeitig vor dem vorgesehenen Einsatz die Vorbereitung beginnt. So wurden vom Hauptlehroffizier „Tschechisch“ bereits 14 Tage vor Übungsbeginn das „Vorwort des Brigadekommandanten“ zur Publikation „Dynamic Response 15“, die Belehrungen des rechtskundigen Offiziers (Befugnisse der Soldaten, Taschenkarte „Recht der bewaffneten Konflikte“) und die Belehrung TÜPl „A“ inklusive der notwendigen Unterrichte übersetzt. Folgende Sprachmittlungsmethoden kamen bei der Übung zur Anwendung: reine Übersetzungstätigkeit (50,5 Stunden) und Sprachmittlung in Form des Konsekutivdolmetschens und v. a. des Flüstersimultandolmetschens während der einzelnen Befehlsausgaben und Besprechungen (Logistik, große und kleine Koordinierungsbesprechungen) sowie bei koordinierenden Maßnahmen v. a. im Bereich der Logistik (Sanitäts-, Munitions-, Betriebsmittelversorgung, Verpflegung, Transport etc.). Im Einsatz selbst (das deutsche Kontingent wurde bis in Zugsstärke in die österreichische Brigade, das tschechische Kontingent als geschlossene Kompanie eingegliedert) wurde in englischer Sprache geführt.