Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

05.04.2016

Neue Struktur des BMLVS

Geänderte sicherheitspolitische Rahmenbedingungen erfordern eine Anpassungen der Strukturen und Prozesse des Österreichischen Bundesheeres. Deshalb wird die Organisation der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport an die aktuellen Erfordernisse und zukünftigen Herausforderungen angepasst.

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01.04.2016

Verteidigungsministertreffen in Wien

Von 31. März bis 1. April 2016 fand ein Treffen der Verteidigungsminister der sogenannten CEDC (Central European Defence Cooperation)-Staaten im Hilton Danube Waterfront in Wien statt. Mitglieder der CEDC sind neben Österreich, das im Jahr 2016 auch den Vorsitz führt, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Tschechien und die Slowakei.

Die verteidigungspolitische Zusammenarbeit dieser Staaten basiert auf gemeinsamen Sicherheitsinteressen, resultierend aus der geographischen Lage Zentraleuropas. So sind die Mitgliedstaaten der CEDC beispielsweise gemeinsam betroffen von der Flüchtlings- und Migrationsbewegung, von bewaffneten Auseinandersetzungen (z. B. Ukrainekonflikt), von wiederauflebenden Spannungen zwischen West und Ost, von stabilitätsgefährdenden Entwicklungen am Westbalkan sowie von Umweltkatastrophen größeren Ausmaßes.

Zusätzlich sind die Verteidigungsminister von Polen, Serbien, Mazedonien und Montenegro der Einladung zu diesem Treffen gefolgt, da die Agenda auch für diese Staaten von großer Bedeutung ist. Andere Staaten, wie Griechenland, wurden ebenfalls eingeladen, nahmen an dem Treffen jedoch nicht teil.

Der Fokus des Verteidigungsministertreffens wurde auf zwei Kernbereiche gelegt. Einerseits beschäftigten sich die Verteidigungsminister mit Fragestellungen zu möglichen militärischen Unterstützungen im Zusammenhang mit der Flüchtlings- und Migrationskrise. Andererseits stand die Verbesserung der grenzüberschreitenden militärischen Katastrophenhilfe im Mittelpunkt der Verhandlungen.

Bewältigung der Flüchtlings- und Migrationskrise

Ziel des Treffens war es, sich auf gemeinsame und schnell wirksame humanitäre Maßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Länder zu einigen. Darüber hinaus wurden Lösungen zum Schutz der EU-Außengrenze diskutiert und eine dementsprechende Absichtserklärung unterschrieben.

Der Österreichische Verteidigungsminister, Hans Peter Doskozil, stellte bei der Pressekonferenz fest, dass eine Situation, wie sie im Jahr 2015 vorherrschte, zukünftig nicht mehr zustande kommen dürfe. Staaten wie Mazedonien dürften bei der Bewältigung der Flüchtlings- und Migrationskrise nicht mehr alleine gelassen werden.

Europäische zivil-militärische Mission

FRONTEX (Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union) befindet sich zwar im Aufwuchs, dieser gehe aber zu langsam voran. Daher können die an FRONTEX gestellten Aufgaben nicht in der gewünschten Zeit und Qualität durchgeführt werden. Da die Probleme aber jetzt gelöst werden müssen, werden die an diesem Treffen teilnehmenden Verteidigungsminister die Instituierung einer gemeinsamen Europäischen zivil-militärischen Mission vorschlagen, so Doskozil. Ziel dieser Mission soll es sein, Staaten, die Hilfe bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zuge der Flüchtlings- und Migrationskrise benötigen, schnell und qualitativ hochwertig zu unterstützen.

Daher werden die anwesenden Verteidigungsminister eine gemeinsame Erklärung, adressiert an die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, bis zum 12. April 2016 verfassen. Gemeinsame Positionen wie

  • der effiziente Schutz der EU-Außengrenze,
  • die humanitäre Versorgung von Flüchtlingen,
  • die Beendigung der irregulären Migration,
  • die dauerhafte Schließung der Balkanroute,
  • eine effektivere Unterstützung betroffener Staaten - insbesondere Mazedonien,
  • effektivere Rückführungsmaßnahmen unter Nutzung militärischer Ressourcen oder
  • verstärkte nachrichtendienstliche Zusammenarbeit und Kooperation

werden Inhalt dieses Schreibens sein, welches in weiterer Folge auch Grundlage für das Treffen der Europäische Verteidigungsminister am 19. April 2016 sein soll.

Doskozil appellierte eindringlich, die Ebene der akademischen Diskussion zu verlassen und endlich in eine praktische Umsetzungsphase überzugehen.

Grenzüberschreitende Katastrophenhilfe

Der zweite große Themenkomplex der CEDC-Verteidigungsminister stellte die erweiterte internationale Zusammenarbeit bei Naturkatastrophen dar. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil führte bei der Pressekonferenz aus, dass es auch in Zukunft Naturkatastrophen geben werde. Die Bewältigung solch außergewöhnlicher Ereignisse stelle eine Aufgabe dar, die ständig wahrgenommen werden müsse. Dies sei eine essentielle Leistung für die betroffene Bevölkerung und dürfe keinesfalls außer Acht gelassen werden.

Ein weiterer Output dieses CEDC-Treffens ist daher eine Initiative zur erweiterten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in diesem Bereich. Ein dementsprechendes Positionspapier wird von den Verteidigungsministern der CEDC-Staaten in Wien unterschrieben werden.

Hermann Steinkogler,
TRUPPENDIENST


31.03.2016

„Schutz16-NÖ“: Milizübung zum Schutz von Objekten

Der Schutz und die Sicherheit des Österreichischen Staatsgebietes, seiner Bevölkerung und der Infrastruktur sind zentrale Aufgaben sowohl des Bundesministeriums für Inneres als auch des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport.

Deshalb führten das Militärkommando NÖ, das Jägerbataillon NÖ die Landespolizeidirektion NÖ und die Betreiber zweier potenzieller Schutzobjekte eine gemeinsame Übung durch. Diese fand vom 7. bis 11. März in den Bezirken Melk und Amstetten statt.

Behördenauftrag
Ziel dieser Übung war es, Objekte der Energieversorgung zu sichern und zu schützen. Die Soldaten wurden zu diesem Zweck der Landespolizeidirektion Niederösterreich, als verantwortliche Sicherheitsbehörde für den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz, unterstellt. Sie erhielten gewisse polizeiliche Befugnisse, um die geforderte Aufgabe erfüllen zu können. Dazu wurde ein Auftrag durch die verantwortliche Sicherheitsbehörde erteilt. Dieser enthielt unter anderem die Übungsausgangslage, ein mögliches Bedrohungsbild und die wesentlichen Befugnisse, welche die assistenzleistenden Soldaten benötigten, um ihren Auftrag zu erfüllen.

Vorbereitung
Hofrat Mag. Roland Scherscher ist der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz in Niederösterreich. In dieser Funktion ist er für den Schutz der kritischen Infrastruktur zuständig. Als behördlicher Einsatzleiter trug er die Gesamtverantwortung für die Übung. Er führte die Übertragung von polizeilichen Aufgaben und Befugnisse an die Soldaten, die Eingliederung des Bundesheeres in die polizeiliche Führungsstruktur und die Einbindung der Bezirkshauptmannschaften in die Stabsarbeit der Landespolizeidirektion durch. Bereits in der Vorbereitung zur Übung gab es intensive Beratungen mit den Verantwortlichen des Militärkommandos NÖ, den Behörden und den Betreibern der betroffenen Schutzobjekte.

Ausbildung
Bevor es in die Übung ging, wurden die Milizsoldaten mit zusätzlicher Ausrüstung ausgestattet und in die Übung eingewiesen. In weiterer Folge wurden die Soldaten durch die Polizei in die erforderlichen Befugnisse gemäß Behördenauftrag unterrichtet. So durften sie in Erfüllung des Auftrages etwa Personen anhalten und kontrollieren oder private Fahrzeuge durchsuchen. Das Bundesheer ist durch seine Struktur, Personalstärke und Ausrüstung in der Lage, Schutzobjekte rund um die Uhr zu bewachen. Die Einsatztaktik der Polizei stand dabei jedoch im Vordergrund.

Einsatz
Nach der Ausbildung und Vorbereitung hatten die eingesetzten Kräfte die zugewiesenen Räume bezogen und begannen damit, die zugewiesenen Objekte zu sichern. Um eventuelle Angriffe oder Störversuche auf die Schutzobjekte zu verhindern, waren sie rund um die Uhr eingesetzt. Einige Kräfte versahen ihren Dienst sichtbar als Streife, andere verdeckt im Gelände. Der Einlagenkatalog forderte sowohl die Soldaten und Polizisten an den Schutzobjekten als auch das Kommando des Jägerbataillon NÖ.

Positive Bilanz
Landespolizeidirektor Hofrat Dr. Prucher und Militärkommandant Brigadier Mag. Striedinger zogen nach dem Übungsende eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit zwischen ÖBH und Polizei hat hervorragend funktioniert. Die gestellten Aufgaben konnten durch die eingesetzten Milizsoldaten in Kooperation mit der Exekutive gelöst werden. Die Übung lief bis auf kleinere Verkehrsbehinderungen ohne Zwischenfälle ab. Die erforderlichen Kontrollen wurden sowohl von den Objektbetreibern, als auch von der Zivilbevölkerung akzeptiert.

Das Fazit des niederösterreichischen Militärkommandanten, Brigadier Striedinger: "Es zeigte sich einmal mehr, dass gemeinsames Üben und Trainieren die Sicherheit gibt, um im Ernstfall zu bestehen. Die Ausgaben für diese Übung sind gut angelegte Mittel. Das war ein kräftiges Lebenszeichen unserer Miliz! Die Miliz aus Niederösterreich übt wieder, wie vorgesehen, alle zwei Jahre. Dieses Mal in ihrer wesentlichen Einsatzaufgabe, zur Sicherheit und zum Schutz der Lebensgrundlagen der Bevölkerung".


22.03.2016

Kulturgüterschutz an der Donau-Universität Krems

Ob die Sprengungen der Buddhastatuen in Afghanistan, die Attacke auf die 3 000 Jahre alte Stadt Nimrud im Irak mit Baggern und Presslufthämmern, die Zerstörung antiker Mausoleen mit Spitzhacken in Timbuktu oder die Sprengung der antiken Tempel von Palmyra in Syrien: Die bewusste Zerstörung von Kulturgütern ist ein aktuelles Thema. Es wird immer wichtiger, sich mit ihrem Schutz zu beschäftigen.

Die Donau-Universität Krems hat am 9. Dezember 2015 ein Zentrum für Kulturgüterschutz eröffnet. Dieses ist am Department für Bauen und Umwelt angesiedelt und befasst sich in Forschung und Lehre mit dem Schutz von Kulturgütern.

Rechtliche Grundlagen

Der Schutz von Kulturgütern in bewaffneten Konflikten ist in der Haager Konvention vom 14. Mai 1954 geregelt. Österreich ist dem Abkommen am 25. Juni 1964 beigetreten und hat sich damit verpflichtet, über entsprechend geschultes Personal im Bundesheer zu verfügen. Die Kulturgüterschutzoffiziere und die Experten für militärischen Kulturgüterschutz sind bei den Militärkommanden, an der Landesverteidigungsakademie und im Bundesministerium für Landesverteidigung beordert.

Die Haager Konvention verpflichtet die Vertragsparteien im Artikel 3, bereits in Friedenszeiten Vorkehrungen für die Kulturgüter auf ihrem Hoheitsgebiet gegen absehbare Folgen eines bewaffneten Konflikts zu treffen. Das Zweite Protokoll zur Haager Konvention vom 26. März 1999 spezifiziert im Artikel 5 die Sicherungsmaßnahmen im Frieden. So sind gegebenenfalls Verzeichnisse der Kulturgüter zu erstellen bzw. Notfallmaßnahmen zum Schutz gegen Feuer oder Gebäudeeinsturz zu treffen. Darüber hinaus ist die Verlagerung von beweglichen Kulturgütern, der Schutz an Ort und Stelle sowie die Bezeichnung von Kulturgütern vorzubereiten.

Das völkerrechtliche Symbol zur Kennzeichnung von Kulturgut kann bereits in Friedenszeiten angebracht werden. Die Markierung erfolgt durch ein nach unten spitz verlaufendes Schild in Ultramarinblau und Weiß (Artikel 16 Haager Konvention). Besonders im Osten Österreichs ist dieses auf Gebäuden angebrachte Täfelchen bekannt.

Ziele des Zentrums

Bei der Eröffnung des Zentrums für Kulturgüterschutz wurde die Interdisziplinarität des Themas betont. Ein wichtiger Partner des Zentrums ist das Österreichische Bundesheer, das im Falle eines bewaffneten Konfliktes für den Schutz von Kulturgütern verantwortlich ist. Die Wichtigkeit der Rolle des Bundesheeres wurde vom Militärkommandanten von Niederösterreich, Brigadier Mag. Rudolf Striedinger hervorgehoben, der in seiner Funktion als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kulturgüterschutz eine Ansprache hielt.

Dr. h. c. Karl Habsburg-Lothringen, Präsident der Association of National Committees of the Blue Shield (ANCBS), sprach die aktuellen Herausforderungen des Kulturgüterschutzes auf internationaler Ebene an. Habsburg ist als Milizoffizier bei der Landesverteidigungsakademie als Experte für militärischen Kulturgüterschutz beordert.

Im Allgemeinen Gefechtsdienst (AGD, Dienstvorschrift für das Bundesheer, 2010) ist festgehalten, dass Kulturgüter bewegliche und unbewegliche Objekte sind, welche für das kulturelle Erbe eines Volkes große Bedeutung haben. Kommandanten aller Ebenen haben die nötigen Maßnahmen zum Schutz von Kulturgut zu treffen und sind für ihre Einhaltung verantwortlich (AGD, Beilage V, Abschnitt IV).

Die Donau-Universität Krems möchte mit ihren Ausbildungsmöglichkeiten zum Thema Kulturgüterschutz auch gezielt Soldaten ansprechen. Das Ziel ist der Schutz von unwiederbringlichem Kulturgut, nicht nur in bewaffneten Konflikten, sondern auch bei Naturkatastrophen oder ähnlichen Ereignissen.

Als wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Kulturgüterschutz konnte Dr. Ji?í Toman, Professor für Internationales Humanitäres Völkerrecht an der Santa Clara Universität in Kalifornien und Gastprofessor an der Donau-Universität Krems, gewonnen werden. Toman verfasste die beiden Standardwerke über die Haager Konvention und das 2. Protokoll.

Als Universität für Weiterbildung hat sich die Donau-Universität auf berufsbegleitende Studiengänge spezialisiert. So auch im Falle des postgradualen Universitätslehrganges Kulturgüterschutz, der mit einem Master of Science abschließt. Sein Inhalt baut auf den Artikel 5 des 2. Protokolls zur Haager Konvention von 1954 auf: Vorbereitende Maßnahmen in Friedenszeiten begünstigen die Erhaltung unwiederbringlichen kulturellen Erbes. In sechs Semestern erlernen die Teilnehmer des Studienganges die Grundlagen des angewandten Kulturgüter- und Denkmalschutzes.

Curriculum

Der Universitätslehrgang behandelt nationales und internationales Recht. Im Fokus stehen die Haager Konvention aus dem Jahr 1954 und ihre beiden Protokolle aus den Jahren 1954 und 1999. Vermittelt werden weiters die Inventarisierung, museales Sammlungsmanagement, Architektur- und Kunstgeschichte sowie psychologische Aspekte im Kulturgüterschutz - ein durch die Zerstörung von Kulturgütern im Nahen Osten aktuelles Thema.

Praxis

Im praxisorientierten Teil des Studiengangs erstellen die Studierenden Basismaterial für mögliche Einsätze, beurteilen Gefährdungsszenarien, wenden das taktische Führungsverfahren als standardisiertes Arbeitsmittel an und erstellen reale Notfallpläne für kleine und mittlere Museen und Depots. Diese Notfallpläne werden in Planspielen und Übungen überprüft, die mit verschiedenen Einsatzorganisationen durchgeführt werden. Teilaspekte des Universitätslehrganges werden auch als zertifizierte Programme kürzeren Ausmaßes angeboten.

Sommer-Universität

Zudem wird jedes Jahr eine internationale Sommer-Universität in der Dauer von einer Woche durchgeführt. 2016 läuft diese unter dem Titel „Emergency and Evacuation Plans for World Heritage Sites“. Thematisiert werden Maßnahmen die Museen, Depots oder archäologische Stätten bereits vor dem potenziellen Eintreten einer Katastrophe treffen können, um im Ernstfall Evakuierungen nach einem Notfallplan durchzuführen.

Nach einführenden Vorträgen in die Thematik werden sich drei Arbeitsgruppen mit den rechtlichen Aspekten der Evakuierung eines Museums, Depots oder Archivs, den vorbereitenden Möglichkeiten der Inventarisierung sowie der Erstellung von Notfall- und Evakuierungsplänen befassen. Den Abschluss der Sommer-Universität bildet eine Evakuierungsübung. Diese beinhaltet eine real durchgeführte Verbringung archäologischer Sammlungsobjekte. Dabei werden die Notfallpläne der Teilnehmer einem Praxistest unterzogen.

Nähere Informationen zum Ausbildungsprogramm:

www.donau-uni.ac.at/dbu/kulturgueterschutz

Leutnant Dr. phil. Anna Kaiser ist Experte für militärischen Kulturgüterschutz im Militärkommando Niederösterreich und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Kulturgüterschutz der Donau-Universität Krems.


18.03.2016

Lasersimulationskoffer für Luftstreitkräfte

Am 17. März 2016 setzte das Österreichische Bundesheer einen weiteren wichtigen Schritt für die Erhöhung der Flugsicherheit. Der erste Lasersimulationskoffer der Firma LaserThreatDefense - GbR aus Deutschland wurde an den Teilstab Luft übergeben.

Seit 2006 stellen Laserangriffe auf Luftfahrzeuge aber auch auf öffentliche Verkehrsmittel eine Gefahr dar. Aktuell gibt es keinen vollständigen Schutz gegen Laserangriffe.

Der Laser Simulationskoffer dient dem Laser Awareness Training der Luftfahrzeugbesatzungen. Dabei wird eine Laserblendung simuliert. Das Training präventiver Maßnahmen erhöht die Handlungssicherheit der Luftfahrzeugbesatzungen und somit die Flugsicherheit.

Oberst Gerhard Köstner

Zu den Luftstreitkräften


16.03.2016

Relaunch und Launch beim TRUPPENDIENST - Buchpräsentation inklusive

Am Mittwoch, den 16. März 2016, präsentierte das Fachmagazin TRUPPENDIENST des Österreichischen Bundesheeres für Ausbildung, Führung und Einsatz sein neues Gesicht. Mit einem Relaunch des Layouts des TRUPPENDIENST-Heftes und den Launch der eigenen Webseite www.truppendienst.com. Der bewährte Magazin-Charakter bleibt erhalten. Mit einem attraktiven und modernen Design reagiert die Redaktion auf die gegenwärtigen Anforderungen der Branche.

Zusätzlich zum vorhandenen Magazin ist die Website somit eine wesentliche Erweiterung des redaktionellen Angebotes von TRUPPENDIENST. Der Relaunch vom Heft und der Launch des Online-Bereiches ergänzen sich gegenseitig und erscheinen nun in einem einheitlichen Design.

Konzeption und Design des Projekts übernahm FERRAS – Die Agentur für Branding. Der Fokus lag auf zeitgemäßer, aufregender Gestaltung und der smarten Verbindung von medienübergreifenden Inhalten. Das Einsatz-Thema wird nicht nur visuell, sondern auch funktionell umgesetzt: Die Soldaten im Feld können per Handy und Tablet auf das einfach navigierbare Online-Magazin zugreifen.

Onlinestrategie und Programmierung übernahm die seam media group – die strategische Fullservice Webagentur unter Verwendung einer redaktionsoptimierten Typo3 Installation. Für den Leser wurde eine Vielzahl an innovativen Funktionen wie zum Beispiel Lesezeichenfunktion, Berechnung der durchschnittlichen Lesedauer eines Artikels oder eine interaktive Karte zur Darstellung der aktuellen Einsätze des Österreichischen Bundesheeres entwickelt und integriert.

„Eine runde Sache“, stellt der Chefredakteur Oberst Dr. Jörg Aschenbrenner dazu fest.

Etwa 200 hochrangige Offiziere und Mitarbeiter des BMLVS, an der Spitze der Chef des Generalstabes, General Mag. Othmar Commenda, nahmen an der Veranstaltung an der Landesverteidigungsakademie in Wien teil.

Buchpräsentation "Moderne Seemacht"

Bei dieser Gelegenheit präsentierte Brigadier Mag. Bruno G. Hofbauer sein dreibändiges Werk „Moderne Seemacht“. Die Bücher sollen jenes Grundwissen vermittelt, das vor allem für Stabsoffiziere in multinationalen Funktionen nötig ist, um den Einsatz von Seestreitkräften im Zusammenwirken mit anderen Teilstreitkräften zu verstehen. Ein vertiefter Einblick in das „System Marine“ soll gewonnen werden. Fregattenkapitän André Pecher stellte dazu fest, dass ein Kompendium dieser Art und Qualität sogar in den Beständen der Deutschen Marine fehle. (Mehr zum Buch)

Mit www.truppendienst.com steht dem Bundesheer und allen Interessierten ab sofort ein zusätzliches Format zur Verfügung, mit dem die Leistungen der Bundesheeres, journalistisch sorgfältig aufbereitet, einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden können. Damit ist TRUPPENDIENST überall auf der Welt verfügbar.

TRUPPENDIENST gibt es seit 1962 und ist die führende militärische Zeitschrift für Ausbildung, Führung und Einsatz des Österreichischen Bundesheeres. Oberst dhmtD Dr. Aschenbrenner ist seit 2003 Chefredakteur des TRUPPENDIENST. Mit der Leitung der Onlineredaktion ist Major Mag.(FH) Michael Barthou beauftragt.

Zum Artikel auf ÖBH-Website


10.03.2016

Bundesheer und Polizei trainieren für den Ernstfall

Bei einer Einsatzübung am Donnerstag, 10. März 2016, am Truppenübungsplatz Glainach in Kärnten trainierten 200 Polizisten und Soldaten des Bundesheeres die Bewältigung eines Meschenandranges an der Grenze. Ziel dabei war die Abstimmung der Einsatzführung und der Verfahren sowie das Zusammenwirken von Polizei und Bundesheer Schulter an Schulter.

Zusätzlich kam eine Verstärkungskraft zum Einsatz, welche im Bedarfsfall per Hubschrauber eingeflogen werden konnte. Der Menschenandrang wurde dabei durch eigens geschulte Polizisten und Soldaten dargestellt.

Die Übung

Um sich an der Realität zu orientieren, erhielten die 40 „Figuranten“ genaue Anweisungen. So wurde gedrängt und gerangelt. Erkannte Störenfriede wurden festgenommen und abgeführt. Eindrucksvoll zeigte sich ein Militärstreifenzug (inklusive eines Diensthundes), der zur Unterstützung mit Bundesheer-Hubschraubern zum Einsatz gebracht wurde. Das koordinierte Zusammenwirken der 150 Soldaten und 50 Polizisten funktionierte reibungslos. Schiedsrichter beurteilten den Verlauf und die Aktionen der Einsatzkräfte, um Verbesserungen einzubringen.

Vorbereitung für den Ernstfall

Im Rahmen der verstärkten Grenzsicherung finden durch Polizei und Bundesheer in Kärnten seit Beginn des Assistenzeinsatzes im September 2015 laufend gemeinsame Ausbildungen und Übungen statt. Dabei bereitet man sich auf Szenarien in sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsätzen vor.

Hauptmann Mag.(FH) Christoph Hofmeister,
Militärkommando Kärnten


07.03.2016

Kaserne Ebelsberg bald Geschichte

Am 4. März 2016 wurde das vorerst letzte Mal in der Ebelsberger Hiller-Kaserne mit dem Niederholen der Bundesdienstflagge vom Fahnenmast die militärische Nutzung der Kaserne symbolisch nach über 64 Jahren beendet. Voraussichtlich ab Mai 2016 geht das gesamte Areal in das Eigentum der Lutz-Stiftung über.

Militärkommando Oberösterreich 


02.03.2016

Eurofighter üben Abfang von Zivilmaschinen

Am 2. März 2016 trainierte das Österreichische Bundesheer den Abfang einer Boeing 767 (B767). Zwei Eurofighter des Bundesheeres fingen die zivile Großmaschine der Austrian Airlines um etwa 0930 Uhr im österreichischen Luftraum ab und übten die Verfahren zur Durchsetzung eines Landezwanges. Der Zielflughafen der Übung war Zeltweg.

Koordinierung wichtig

Geübt wird die enge und zeitkritische Koordinierung zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren und der militärischen sowie zivilen Flugsicherung. Der wesentliche Mehrwert dieser Abfangübung ergab sich durch die Tatsache, dass Großmaschinen wie die B767 ein gänzlich anderes Flugverhalten wie die ansonsten zur Zieldarstellung verwendeten kleineren Luftfahrzeuge des Bundesheeres aufweisen. Daher sind Flugmanöver anders zu beurteilen. Nach dem „Abfang“ wurde die B767 der Austrian Airlines durch die zwei Eurofighter des Bundesheeres Richtung Landeflugplatz geleitet und die Austrian-Maschine durch die Eurofighter zu einer angedeuteten Landung gezwungen.

-red-


29.01.2016

Kommandoübergabe im Kabinett des BMLVS

Stefan Kammerhofer leitete das Kabinett des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport rund 3 300 Tage lang. Ende Jänner 2016 überreichte er dem neuen Kabinettschef, Generalleutnant Dr. Karl Schmidseder, bei der Übergabe seiner Agenden einen Bauhelm als Vorsorge für etwaige heikle Situationen.

Generalleutnant Schmidseder war von Kammerhofer schwer beeindruckt: „Ich habe noch nie eine derart effiziente Kommandoübergabe erlebt!“

-red-