Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

05.05.2020

Premiere für die Miliz

Am 4. Mai 2020 startete der Einsatz für die Miliz.

Der Tag des Einrückens begann für die Milizsoldaten mit einem Gesundheitscheck samt Blutdruck- und Fiebermessen, Ausfüllen eines COVID-19-Fragebogens und eines Abstrichs zur Testung auf Coronaviren. Danach erhielten die Soldaten ihre Zusatzbekleidung und Bewaffnung (Pistole und Sturmgewehr), bevor sie an ihre jeweiligen Ausbildungs- und Dienstorte verlegt wurden. Diese sind neben Kasernen, wie dem Fliegerhorst Vogler (Oberösterreich), der Bludescher Walgaukaserne (Vorarlberg) oder der Montecuccolli-Kaserne (Burgenland) die Truppenübungsplätze Seetaler Alpe (Steiermark), oder Lizum/Walchen (Tirol).

Für den 18. Mai 2020 ist die Ablöse der bisherigen Einsatzkräfte durch die Milizeinheiten geplant. Der Einsatz soll bis Ende Juli andauern. Der Aufgabenbereich der Milizsoldaten ist breit und vielfältig. Er beinhaltet unter anderen die Unterstützung der Polizei bei Grenzkontrollen oder das Bewachen von Einrichtungen der kritischer Infrastruktur.

-red-


23.04.2020

Hochgebirgsjägerbataillon 24 formiert Milizjägerbataillon Tirol

Für den anstehenden Einsatz der Miliz wird in Tirol die 2. Kompanie des Jägerbataillons Tirol mobilgemacht und vom Hochgebirgsjägerbataillon 24 ausgebildet.

Am 4. Mai 2020 werden die Milizsoldaten am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen einrücken und 14 Tage lang für ihren sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz ausgebildet. Normalerweise wäre der Mobilmachungsort die Andreas-Hofer-Kaserne in Absam. Da jedoch die Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz stattfinden wird, wurde auch die Mobilmachung dorthin verlegt. Die Ausbildungsinhalte sind unter anderem die Kontrolle von Personen und Fahrzeugen im Zuge der Gesundheitschecks, aber auch Scharfschießen, Selbstverteidigung und eine vertiefende Sanitätsausbildung.

-red-


16.04.2020

Psychologie des Corona-Virus

Der Heerespsychologische Dienst veröffentlichte am 15. April 2020 einen Video-Blog zum Thema COVID-19.

Bei dem Blog-Beitrag wurde die aktuelle Befragung zu den Verhaltensweisen und Einstellung der Österreicher in Bezug auf das Corona-Virus thematisiert. Die Daten wurden graphisch aufbereitet und verständlich erklärt.

Das Video ist HIER oder über den YouTube-Kanal des Österreichischen Bundesheeres abrufbar.

-red-


14.04.2020

Bundesheer im Löscheinsatz

Das Österreichische Bundesheer war in den vergangenen zwei Wochen bereits dreimal im Assistenzeinsatz bei der Eindämmung verschiedener Brände.

Der erste Einsatz, bei dem das Bundesheer zum Assistenzeinsatz gerufen wurde, war ein Schilfbrand im Raum Illmitz im Burgenland am 3. April 2020. Hier rückten zwei S-70 „Black Hawk“-Hubschrauber aus, um die zivilen Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Erst am Nachmittag des folgenden Tages galt der Brand als endgültig gelöscht.

Es folgte ein Einsatz in Patsch in Triol, am 7. April. Entlang der Brennerautobahn war an einer Böschung ein Feuer ausgebrochen, das zu Behinderungen auf der A13 sowie der Zugstrecke geführt hatte. Nach einer nächtlichen Feuerwache rückte am folgenden Tag ein „Alouette“-Hubschrauber aus, um den Brand zu bekämpfen.

Auch in Niederösterreich, im Bezirk Neunkirchen, wurden Hubschrauber des Bundesheeres zur Brandbekämpfung eingesetzt. Hier war ebenfalls am 7. April ein Feuer in einem Föhrenwald ausgebrochen. Die Feuerwehrleute wurden dort durch zwei Pilatus PC-6 Militärflugzeuge bei den Löscharbeiten unterstützt, wodurch der Brand noch am selben Tag unter Kontrolle gebracht werden konnte. 

Die aktuell extreme Trockenheit, die nicht zuletzt durch den Klimawandel begünstigt wird, erhöht die Gefahr für Brände in Österreich erheblich. In vielen Gebieten gilt daher die Waldbrandverordnung, die unter anderem das Rauchen, Hantieren mit offenem Feuer oder Licht sowie jegliches Feuerentzünden im Wald und in Gefährdungsgebieten untersagt.

-red-


10.04.2020

Führungswechsel beim IFK

Der langjährige Leiter des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement, Brigadier Dr. Walter Feichtinger, ist am 1. April 2020, nach 18 Jahren in dieser Position, in den Ruhestand gegangen.

Brigadier Feichtinger war in den letzten Jahren als „Gesicht des Bundesheeres“ Gast bei zahlreichen Fernseh- und Radiointerviews. Er erklärte die sicherheitsrelevanten Entwicklungen und Hintergründe internationaler Konflikte. Zudem betrieb er einen erfolgreichen YouTube-Kanal, in dem er Interessierte über sicherheitsrelevante Entwicklungen informierte. Nachfolger von Feichtinger ist Generalmajor Dr. Johann Frank.

-red-


09.04.2020

COVID-19: Eine Herausforderung für die europäische Sicherheit

Das Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement an der Landesverteidigungsakademie Wien veröffentlichte im April 2020 eine Spezialausgabe des IFK-Monitors zum Thema COVID-19.

Die Experten des IFK analysieren darin verschiedene Post-Corona-Szenarien und ihre jeweiligen Auswirkungen auf die internationale Sicherheit und das Internationale Krisen- und Konfliktmanagement. Dabei werden das best-case, das worst-case und das wahrscheinlichste Szenario bearbeitet. Es folgt eine Auflistung und Analyse ausgewählter Krisenregionen, beispielsweise des Westbalkans, der Golfregion, des Irans und Afrika. Abschließend werden die konkreten Auswirkungen auf Friedenseinsätze Österreichs am Beispiel Afghanistan diskutiert.

Auch wenn die Analyse noch nicht als abschließend betrachtet werden kann und sich in der Entwicklung der Szenarien noch einiges verändern kann, gibt der IFK-Monitor einen guten Überblick über die momentane Situation und die daraus zu schließenden Annahmen rund um die COVID-19-Pandemie.

Die gesamte Publikation kann HIER heruntergeladen werden.

-red-


07.04.2020

Milizeinheiten im Corona-Einsatz

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gab in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Generstabschef Robert Brieger und dem Milizbeauftragten, Generalmajor Erwin Hameseder, bekannt, welche Milizeinheiten zur Bewältigung der Corona-Krise einberufen werden.

Die Milizsoldaten sollen Grundwehrdiener, nach dem Ende ihres Aufschubpräsenzdienstes ablösen. Ab dem 15. April werden die Einberufungsbefehle zugestellt, vom 4. Mai bis 17. Mai finden die Formierung und die Einsatzvorbereitung statt. Am 18. Mai beginnt die Ablöse und der Einsatz, der bis 31. Juli 2020 dauern soll. Die Milizeinheiten sollen vorwiegend sicherheitspolizeiliche Aufgaben erfüllen und beim Grenzschutz, Objektschutz oder dem Ausreisemanagement eingesetzt werden.

Von der Einberufung betroffen sind:

  • 2. Jägerkompanie/Jägerbataillon Burgenland
  • 2. Jägerkompanie/Jägerbataillon Wien 1 (Hoch- und Deutschmeister)
  • 1. Jägerkompanie/Jägerbataillon Wien 2 (Maria-Theresia)
  • 1. Jägerkompanie/Jägerbataillon Niederösterreich (Kopal)
  • Jägerkompanie Tulln
  • Jägerkompanie Korneuburg
  • 1. Jägerkompanie/Jägerbataillon Oberösterreich
  • 1. Jägerkompanie/Jägerbataillon Steiermark (Erzherzog Johann)
  • Jägerkompanie Deutschlandsberg
  • 2. Jägerkompanie/Jägerbataillon Tirol
  • 1. Jägerkompanie/Jägerbataillon Kärnten
  • 3. Jägerkompanie/Jägerbataillon Salzburg (Erzherzog Rainer)
  • 3. Jägerkompanie/Jägerbataillon Vorarlberg


Alle Informationen zum Einsatz der Miliz finden Sie auf der Informationsseite für die Miliz der Bundesheer-Website.

-red-


06.04.2020

Fit für den Einsatz – Trainingsplan vom Bundesheer

Das Heeres-Sportzentrum hat ein achtwöchiges Trainingsprogramm zusammengestellt, mit dem sich Milizsoldaten auf den Einsatz vorbereiten können.

Die Übungen können zuhause und ohne großen Aufwand durchgeführt werden, da die Trainingsanleitungen über YouTube abgerufen werden können. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Kraft- und Kraftausdauerübungen, die durch Ausdauertraining und Beweglichkeitsübungen ergänzt werden. Der genaue Trainingsplan wird jeweils für eine Woche veröffentlicht und ist auf eine Dauer von acht Wochen ausgelegt. Die Trainings sind für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene in unterschiedlicher Intensität konzipiert.

Das Trainingsprogramm kann selbstverständlich auch von allen Zivilpersonen genutzt werden und ist sowohl über die Website als auch über den YouTube-Kanal des Österreichischen Bundesheeres abrufbar.

-red-


02.04.2020

Die Psychologie des Corona-Virus

Beinahe jeder Mensch ist in Österreich gerade mit dem Thema Corona-Virus konfrontiert.

Verschiedene Befragungen zur aktuellen Situation, durchgeführt von den Meinungsforschungsinstituten Market, Gallup und Marketagent, lassen erkennen, wie die Österreicher mit den Maßnahmen der Regierung und der generellen Lage umgehen.

Es zeigt sich beispielsweise, dass in der Kalenderwoche 12 die Gefahr, die vom Corona-Virus ausgeht, deutlich höher eingestuft wird als noch Anfang März. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Vorgaben der Regierung zunehmend positiv gewertet werden und die Maßnahmen von 92 Prozent als gerechtfertigt angenommen werden. 90 Prozent der Menschen halten sich laut eigener Angaben an die Vorgaben, nur zwei Prozent tun dies nicht. Obwohl die Hälfte der Befragten bezweifelt, dass Österreich die Situation unter Kontrolle hat, sind 70 Prozent der Meinung, dass sie hier immerhin besser gehandhabt wird als in den meisten anderen EU-Ländern. Auch das Vertrauen in die Versorgung ist sehr hoch: Spitzenreiter in Sachen Vertrauen sind Apotheken und der Lebensmittelhandel. Auch der Polizei und dem Bundesheer schenken mehr als die Hälfte der Befragten Vertrauen in der Krise.

Die meisten Österreicher informieren sich über die klassischen Medien Fernsehen, Radio und Zeitungen. Generell ist das Informationsbedürfnis recht hoch und eine große Mehrheit (77 Prozent) fühlen sich gut bis sehr gut über die Krankheit informiert.

Die genauen Zahlen der Befragungen können HIER nachgelesen werden.

-red-


01.04.2020

COVID-19 Verhaltensregeln für das Bundesheer

Am 31. März 2020 veröffentlichte das Bundesministerium für Landesverteidigung eine Broschüre, in der die wichtigsten Informationen zu den Verhaltens- und Hygienemaßnahmen zum Umgang mit COVID-19 zusammengefasst wurden.

Neben den allgemein gültigen Verhaltensregeln (Social Distancing, häufiges Händewaschen, etc.) gibt es für Soldaten spezielle Regelungen, die besonders beachtet werden müssen. Die Einhaltung und Durchsetzung dieser ist die wichtigste Aufgabe der Kompaniekommandanten. Diese müssen auch den Sinn und Zweck aller getroffenen Maßnahmen klar und verständlich vermitteln, um Falschmeldungen und Gerüchte im Keim zu ersticken.

Grundsätzlich gilt auch im Dienstbetrieb die Eingrenzung der Kontakte als besonders wichtige Regel. Züge und Gruppen sollen nur innerhalb dieser interagieren und durch einer Staffelung des Tagesablaufes soll die Anzahl der Begegnungen minimiert werden. Zusätzlich müssen alle Kommandanten und Schlüsselfunktionen einen Stellvertreter haben, mit dem so wenig Kontakt wie möglich herrscht.

Die Einhaltung der Abstandsregel (mindestens ein Meter, besser zwei) wird besonders hervorgehoben. Um dies zu gewährleisten gibt es einige Veränderungen im Alltag. Beispielsweise dürfen Stockbetten in den Unterkünften nur noch von einer Person belegt werden; die Nassräume dürfen nur in kleinen Gruppen aufgesucht werden, weshalb für den Besuch dieser mehr Zeit einzuplanen ist; Fahrzeuge dürfen nicht voll besetzt sein und in den Lehrsälen darf nur jeder zweite Platz belegt werden. Um dies zu ermöglichen, muss die Infrastruktur angepasst werden: Türen sollten nach Möglichkeit geöffnet bleiben; Einbahnsysteme bei Gängen und Treppen sollen bei Bedarf eingeführt werden; sanitäre Anlagen können gesperrt werden; nötigenfalls sollen mehr Raucherzonen eingerichtet werden etc.

Da der Umgang mit einer Ausnahmesituation wie der aktuellen Pandemie auch negative psychologische Auswirkungen haben kann, ist es besonders wichtig, in diesem Bereich vorzubeugen. Bewegung im Freien, das bewusste und kritische Aneignen von seriösem Wissen rund um den Virus, Entspannungstechniken, regelmäßiger Schlaf und eine positive Grundhaltung – all das kann im Umgang mit der Situation hilfreich sein. Sollte das nicht ausreichen, steht auch die Help-Line des Bundesheeres stets zur Verfügung (Tel.: 050201 99 16 56).

HIER ist das ganze Dokument als Download.

-red-