Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

06.05.2019

Militärmusik Tirol begeistert Publikum

Am 4. Mai 2019 hielt die Militärmusik Tirol unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberst Prof. Hannes Apfolterer das „Edelweiß-Galakonzert 2019“ ab.

Dem Publikum im Saal des „Congress Innsbruck“ konnte ein abwechslungsreiches Programm geboten werden. Von der „Feuerwerksmusik“, zum „Donauwellen Walzer“ bis hin zur Suite „The Year Of The Dragon“ - es war für jeden Geschmack etwas dabei. Abgerundet wurde der Abend durch Gastmusiker, wie Oberstleutnant Dietmar Pranter sowie Vizeleutnant i. R. Klaus Schrott, die den Saal mit ihrem Gesang zu Hits wie „Can You Feel The Love Tonight” oder „L´important c´est la rose“ begeisterten.

Der Gesamterlös des Konzertes kommt karitativen Zwecken der Militärpfarre Tirol für die „Aktion Edelweiß“ zugute.

Ehrengäste des Abends waren u. a. die Präsidentin des Tiroler Landtages Sonja Ledl-Rossmann sowie der Alt-Erzbischof Dr. Alois Kothgasser.

-red-


26.04.2019

Fast 2.500 Frauen beim „Girls‘ Day 2019“

Den diesjährigen „Girls‘ Day“ am 25. April 2019 nutzten an die 2.500 interessierte Mädchen und junge Frauen, um sich über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Österreichischen Bundesheer zu informieren.

Dabei wurde den Besucherinnen in insgesamt neun Kasernen - verteilt auf ganz Österreich - ein unterschiedliches und abwechslungsreiches Programm geboten. Dort konnten unter anderem Waffen und Gerät ausprobiert sowie spezielle Einsatzvorführungen verschiedener Einheiten erlebt werden.

In Wien waren beim „Girls‘ Day“ mit rund 900 Frauen die meisten Interessentinnen dabei, gefolgt von Oberösterreich und Kärnten mit knapp 300 Besucherinnen.

1998 traten die ersten elf Frauen ihren Dienst beim Bundesheer an, im Laufe der Jahre stieg die Zahl auf derzeit 661 Soldatinnen. Davon befinden sich aktuell 614 Frauen in einem Dienstverhältnis, 43 Soldatinnen im Ausbildungsdienst und vier Frauen im Auslandseinsatz. Insgesamt sind 225 weibliche Unteroffiziere und 71 Offiziere im Bundesheer tätig. Der höchste Rang weiblicher Soldaten ist Brigadier.

Ausführliche Informationen zu Karriere und dem Beruf der „Soldatin“ unter: soldatin.bundesheer.at

-red-


26.04.2019

Neuer Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft

Vizeleutnant Othmar Wohlkönig wurde am 24. April 2019 an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns zum neuen Präsidenten der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) gewählt.

Der Steirer Wohlkönig ist am Kommando Streitkräfte in Graz als Kommandounteroffizier tätig. Er absolvierte mehrere Auslandseinsätze in Zypern, am Golan und in Bosnien-Herzegowina. Von 2006 bis 2018 war er Präsident der UOG Steiermark und seit 2011 stellvertretender Präsident der ÖUOG. Wohlkönig folgt Vizeleutnant Paul Kellermayr nach, der seit 2011 das Präsidentenamt der ÖUOG innehatte. Die Übergabe fand im Beisein von Verteidigungsminister Mario Kunasek statt.

-red-


05.04.2019

Erster Aufklärungskurs für Notfälle am westlichen Balkan (ERAC)

Diese Woche fand im Rahmen der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation und der Westbalkaninitiative II der erste „Western Balkans Emergency Response Awareness Course“ (ERAC) statt.

Teilnehmende Länder der Veranstaltung im niederösterreichischen Reichenau an der Rax waren Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Österreich, die Slowakei und Ungarn.

Hauptverantwortlich für die Organisation der Schulung war das ABC-Abwehrzentrum in Kooperation mit dem Militärkommando Steiermark. Die Ausbildung, die durch das BMLV/Direktion für Sicherheitspolitik angeordnet wurde, zählte insgesamt zehn Teilnehmer. Im Mittelpunkt des Kurses standen die Vermittlung von Grundlagen internationaler Katastrophenhilfe sowie die Vorstellung der Einsatzmöglichkeiten militärischer Kräfte zur Unterstützung nach schweren Unglücken.

Durch die Veranstaltung konnte die Kooperation der Teilnehmerstaaten hinsichtlich einer Zusammenarbeit im Katastrophenfall vertieft und die Kompetenz des Bundesheeres in diesem Bereich hervorgehoben werden.

-red-


05.04.2019

Kampfpanzer im scharfen Schuss

Bei der Unteroffiziersausbildung neu findet derzeit die dritte Kaderanwärterausbildung 2 (KAAB2), Kampfpanzer, statt.

Die KAAB2 dient grundsätzlich der Ausbildung auf Ebene der Gruppe, bzw. des spezialisierten Trupps. Im Falle der Panzerwaffe ist dies die Ausbildung zum Panzerkommandanten „Leopard“ 2A4. Die insgesamt sieben monatige Ausbildung im Zeitraum von Februar bis August ist in mehrere Phasen geteilt.

Die erste Phase umfasst die allgemeine Gerätelehre, die Sicherheitsbestimmungen und die Ausbildung zum Lade- und Richtschützen. Diese beginnt am sogenannten AAT, der Ausbildungsanlage Turm, sowie dem Schiesssimulator und findet seinen Höhepunkt und Abschluss mit dem Scharfschießen. Hierbei kommen zwei Kaliber zum Einsatz. Einmal das kostengünstige System 27 mm für die ersten praktischen Schritte auf der Schießbahn und danach das Kaliber 120 mm, das Standardkaliber der europäischen Panzerkanonen.

Die kurze Stille nach der Meldung des Ladeschützen „KE-geladen“, der Feuerfreigabe durch den Kommandanten bis zum Abfeuern seiner ersten 120-mm-Granatpatrone bleibt wohl jedem Panzersoldaten unvergessen.

Derzeit stellen sich 14 Teilnehmer dieser Herausforderung.

Oberstleutnant Jörg Loidolt


01.04.2019

Militärstreife heißt künftig Militärpolizei

Mit 1. April 2019 wird das „Kommando Militärstreife & Militärpolizei“ des ÖBH nur mehr „Kommando Militärpolizei“ heißen.

Bundesminister Mario Kunasek ordnete im 2018 die Umbenennung an, da der alte, etwas sperrige Name vor allem im internationalen Kontext verwirrend war. Die Maßnahme ist ein Teil der Heeresgliederung 19. Die Befugnisse des Verbandes bleiben gleich. Zu diesen gehörigen Dienstkontrollen, Lotsungen, Absicherungen, Ermittlungen, Fahndungen und der militärische Personenschutz einschließlich dem Schutz von Großereignissen wie der AIRPOWER oder des Nationalfeiertages.

-red-


28.03.2019

Ausbildungskonferenz

Von 27. bis 28. März 2019 fand in der Eisenstädter Martin-Kaserne eine Ausbildungskonferenz der ausbildungsverantwortlichen Dienststellen im BMLV und Bundesheer statt.

Der Leiter der Gruppe Ausbildungswesen, Generalmajor Hermann Lattacher, leitete und führte durch die Veranstaltung. Ziel dieser ein bis zwei Mal im Jahr stattfindenden Konferenz ist der Austausch von Informationen innerhalb der Ausbildungsgemeinschaft und die Diskussion spezifischer Themen wie Ressourcen oder die Auswirkungen von Reformen und Umstrukturierungen auf die Ausbildung etc.

Wichtig in den knapp zwei Tagen ist vor allem die gegenseitige Information der ranghohen Teilnehmer, damit alle Akademien, Schulen und ausbildenden Dienststellen den selben Wissenstand haben. Dadurch soll ein gutes und koordiniertes Vorgehen bei der Ausbildungsplanung und -durchführung ermöglicht werden sowie eventuelle Ungereimtheiten beseitigt werden. Gilt es doch in der Ausbildungsgemeinschaft zahlreiche Projekte wie die Rekrutenschule, die Sicherheitsschule, die höhere Offiziersausbildung, die Erhöhung der Freiwilligenzahlen und andere mehr, umzusetzen und die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern.

Die nächste Ausbildungskonferenz findet vermutlich im Oktober dieses Jahres statt.

-mb-


28.03.2019

Appell des Generalstabs zur effektiven Landesverteidigung

Das sicherheits- und verteidigungspolitische Risikobild Österreichs zeigt eine erhebliche Anzahl an Risiken, die kurz-, mittel- und langfristig in unterschiedlichen Kombinationen zu umfassenden Bedrohungen für Österreich werden können.

-red-

Link: Positionspapier des Generalstabs


27.03.2019

Bundesheerkommission kritisiert Geldmangel

Mangelhafte Unterkünfte, undichte Dachflächen oder fehlendes Warmwasser sind Beschwerdegründe denen die Parlamentarische Bundesheerkommission nachging. Diese präsentierte am 27. März 2019 ihren Tätigkeitsbericht 2018.

„Das Bundesheer hat ein dramatisches Defizit an Investitionen und auch ein dramatisches Defizit im Regelbudget“, begann Abgeordneter zum Nationalrat, Dr. Reinhard Bösch seine Rede. Die Kommission zeigte unter anderem bauliche Mängel bei Sanitäranlagen und Unterkünften für die Mannschaft auf, die heute inakzeptabel sind. Aber nicht nur bei Gebäuden, auch beim Kraftfahrwesen gibt es Mängel. So konnte beispielsweise ein Fahrschullehrer wegen der fehlenden Anzahl an Fahrschulfahrzeugen der Klasse C die Heereskraftfahrausbildung nur unzureichend durchführen“. Der Prüfbesuch der Kommission beim AUTCON38/KFOR im Kosovo zeigte ein Personalfehl von bis zu 25 Prozent. Eine finanzielle Attraktivierung des Dienstes wird von der Kommission als notwendig erachtet.

Der Abgeordnete zum Nationalrat a.D. Otto Pendl brachte es auf den Punkt: „Wenn wir die Leistung des ÖBH auch in der Zukunft gewährleisten wollen, dann wird ein entsprechendes Budget vorzusehen sein.“  Der Abgeordnete zum Nationalrat Mag. Michael Hammer fasst die Empfehlung der Kommission mit ähnlichen Worten zusammen: „Es ist dringend notwendig das Regelbudget für das ÖBH aufzustocken, so wie es das Regierungsprogramm vorsieht.“

Insgesamt gingen die Beschwerden im Jahr 2018 gegenüber 2017 von 393 auf 267 zurück. Die Möglichkeit zur außerordentlichen Beschwerde wurde zu 77 Prozent durch den Kader genutzt und zu 23 Prozent von Grundwehrdienern. Der Hauptbeschwerdegrund sind Personelle Angelegenheiten. Die Parlamentarische Bundesheerkommission wurde 1955 eingerichtet. Sie ist das demokratische Kontrollorgan über das Österreichische Bundesheer.

zur Parlamentarischen Bundesheerkommission

-bob-


26.03.2019

MOUNTAIN WARRIOR 2019

Vom 11. bis 22. März 2019 fand am Tiroler Truppenübungsplatz Lizum/Walchen die zweiwöchige Alpinübung MOUNTAIN WARRIOR 2019 des Jägerbataillons 24 statt.

Ziel der ersten Übungswoche in den Tiroler Alpen war die Überprüfung der Kampfelemente sowie der einzelnen Soldaten im Zuge eines „Combat Readiness Programs“, das als Stationsmarsch im winterlichen Hochgebirge organisiert war. In der zweiten Übungswoche fand ein Gefechtsschießen einer verstärkten Hochgebirgskompanie sowie der schweren Waffen des Bataillons statt.

An der MOUNTAIN WARRIOR 2019 nahmen Grundwehrdiener des laufenden Einrückungstermines sowie Kader- und Milizsoldaten des Lienzer Bataillons aber auch Teilnehmer der Kaderanwärterausbildung 2 teil, die dort die Truppenalpinausbildung absolvierten. In den beiden Wochen wurden die Auszubildenden an ihre körperliche Leistungs- und Belastungsgrenze herangeführt, was ein zusätzliches Ziel dieser Ausbildung im Schnee und Eis auf knapp 2.500 m Seehöhe war.

Das Jägerbataillon 24 ist ein kleiner Verband der 6. Gebirgsbrigade. Seine Spezialisierung und Alleinstellungsmerkmal ist der Kampf im Hochgebirge.

-red-