Österreich

Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

01.12.2022

Verteidigungsministerkonferenz 2022

Von 1. bis 2. Dezember 2022 fand das Ministertreffen der Central European Defence Cooperation (CEDC) in Krems statt.

Die CEDC ist eine Kooperation der mitteleuropäischen Staaten Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Österreich, in der Polen Beobachterstatus hat. Außerdem nahmen auch die Verteidigungsminister der Westbalkan-Staaten Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nord-Mazedonien und Serbien teil. Am ersten Tag verhandelten die Verteidigungsminister und unterzeichneten danach eine gemeinsame Erklärung der "Vision for the CEDC". In dieser sind die gemeinsamen Ziele für die Zukunft festgelegt. Außerdem wurde der "CEDC Language Guide for Humanitarian Assistance to Ukraine" vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der CEDC-Sprachenplattform. Der CEDC Language Guide ist in sieben Sprachen (Deutsch, Kroatisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch, Ukrainisch und Ungarisch) verfügbar und soll bei der grenzüberschreitenden humanitären Hilfeleistung für die Ukraine - etwa beim Kontakt mit Flüchtlingen - unterstützen.

Im Jahr 2022 hat Österreich die Präsidentschaft der CEDC inne und übergibt diese mit dem Jahreswechsel an Tschechien. Darum beendeten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und der stellvertretende Verteidigungsminister Tschechiens, Daniel Blazkovec, das zweitägige Treffen am 2. Dezember 2022 mit einer gemeinsamen Pressekonferenz. Beide betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit in Bezug auf europäische Sicherheitspolitik und Stabilität. Der Ukraine-Krieg habe gezeigt, dass ein Krieg in Europa nach wie vor möglich ist und dass daher die länderübegreifende Arbeit für ein sicheres Europa wichtiger ist denn je. Trotz des Kriegsschauplatzes in der Ukraine bekannten sich sowohl Thanner als auch Blazkovec dazu, dass der Westbalkan nicht aus dem Fokus geraten dürfe. Herausforderungen, wie illegale Migration, Kriminalität oder Desinformation, kennen keine Staatsgrenzen. Darum sei es insbesondere im Interesse der CEDC die Stabilität und Resilienz am Westbalkan zu fördern. Zu diesem Zweck werde auch an Projekten, wie dem geplanten Western Balkan Defence College, gearbeitet. 

-red-


30.11.2022

Red Bull als „Partner des Bundesheeres“

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner überreichte am 29. November 2022 im Hangar-7 die Auszeichnung „Partner des Bundesheeres“ an Red Bull.

Damit wurde die zukünftig wieder stärkere Kooperation zwischen den Luftstreitkräften des Österreichischen Bundesheeres und Red Bull eingeläutet. Gemeinsame Übungen sind nur ein Teil der Kooperation, die auch in weitere fliegerische Bereiche ausgeweitet wird. Ziel dieser Zusammenarbeit ist der Erfahrungsaustausch, das gegenseitige Lernen bei militärischen Übungen sowie das Durchführen von Veranstaltungen. Die Kooperation „Take-Off in die Zukunft“ wurde bereits 2004 begründet. Sie basiert auf gemeinsamen Projekten, die bis in das Jahr 1997 zurückgehen. 2006 wurde die Zusammenarbeit aufgrund einer Restrukturierung der Luftstreitkräfte jedoch reduziert.

-red-


29.11.2022

Österreich/Senegal: Kampftaucher-Ausbildung

Jagdkommando-Soldaten des Österreichischen Bundesheeres führen im Senegal verschiedene Ausbildungen durch.

Von 23. bis 25. November 2022 besuchte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die Soldaten im Senegal und traf den senegalesischen Verteidigungsministers. Dabei wurden eine Verlängerung und der Ausbau der Kooperation im alpinen Bereich besprochen. Die österreichische Gebirgsausbildung soll die Fähigkeiten senegalesischer Soldaten in den Bergen verbessern. Ein weiterer Teil der Ausbildungskooperation betrifft die Kampftaucher des österreichischen Jagdkommandos. Diese führen mit senegalesischen Soldaten eine Kampftaucher-Ausbildung durch. Davon soll der Senegal bei der Bekämpfung von Rauschgifthändlern und Schleppern sowie beim Schutz der Erdöl- und Erdgasförderung profitieren. Ein weiteres Thema ist die Schulung im sicheren Umgang mit Munitionsdepots. Bisher wurden 46 senegalesische Soldaten aus dem Senegal im sicheren Umgang mit Munition ausgebildet. Zudem durchliefen zehn Soldaten ein Programm, das sie befähigt selbst solche Schulungen durchzuführen. Die Kooperation soll auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden.

-red-


28.11.2022

„Militär des Jahres 2022“

Das Österreichische Bundesheer verleiht die Auszeichnung „Militär des Jahres 2022“ an Soldaten, Zivilbedienstete und Dienststellen des Heeres.

Damit werden besondere Leistungen im Jahr 2022 gewürdigt. Die Auszeichnung wird dabei in den Kategorien „Rekrut des Jahres“, „Zivilbediensteter des Jahres“, „Einheit des Jahres“ und „Soldat des Jahres“ verliehen. Außerdem werden fünf Special Awards vergeben. Die Gewinner werden von 28. November bis 2. Dezember 2022 auf bundesheer.at sowie den Sozialen Medien des Bundesheeres präsentiert.

-red-


21.11.2022

Blackout-Kochbuch: Tipps und Rezepte für Krisenzeiten

Ohne Mampf kein Kampf!“ Das Bundesheer präsentiert das Blackout-Kochbuch.

Das Kochbuch wurde von der Lehr- und Versuchsküche an der Heereslogistikschule entwickelt und von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gemeinsam mit Lehrlingen und Köchen präsentiert. Die Tipps und Rezepte für Krisenzeiten sollen im Falle eines großflächigen Stromausfalles helfen. So lernt man zum Beispiel, wie man Trinkwasser bevorratet oder eine Notkochstelle einrichtet. Außerdem zeigt das Buch mit einigen Rezepten, wie verderbliche Lebensmittel schnell und einfach zubereitet werden können. Entwickelt und getestet wurden diese Grundrezepte von der Lehr- und Versuchsküche des Instituts Wirtschaftsdienst. Im Notfall können diese mit anderen verfügbaren Lebensmitteln abgewandelt werden.

Das Kochbuch finden sie hier zum Download: Blackout-Kochbuch

Weitere Informationen zur Blackout-Vorsorge: Bundesheer - Blackout und dann? - Ratgeber für die Eigenvorsorge

-red-


18.11.2022

20-jährige Partnerschaft mit HLW 19

Am 17. November 2022 wurde das 20-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen dem Sprachinstistut des Bundesheeres und der HLW 19 gefeiert.

An der Festveranstaltung in der Sala Terrena der Landesverteidigungsakademie nahmen neben ehemaligen Direktorinnen der HLW 19, Projektleiter, ehemaligen Leitern des Sprachinstitutes sowie Initiatoren und Förderern dieser Partnerschaft auch zahlreiche Schüler der HLW 19 teil. Zunächst präsentierten die Teilnehmer die Ergebnisse des Projektes "Interkulturalität und Sprache", das am 9. und 10. November durchgeführt wurde. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde das 20-jährige Jubiläum mit der Übergabe einer Partnerschaftsurkunde an die Direktion der HLW 19 gewürdigt.   

Das Sprachinstitut des Bundesheers und die HLW 19 arbeiten seit 2002 zusammen. In dieser Zeit wurden zahlreiche gemeinsame Vorhaben realisiert. Seit 2004 findet alljährlich eine Projektwoche des internationalen Deutschkurses mit einer Schulklasse der HLW 19 statt. Ziel dieser Projektwochen ist es, Zusammenhänge zwischen Kultur und Sprache zu vermitteln bzw. Kultur- und Sprachbewusstsein durch Begegnung und kommunikativen Austausch zu fördern.

-red-


17.11.2022

Symposium „Psychologie im Militär“

Am 15. und 16. November 2022 fand das Symposium „Psychologie und Militär“ an der Landesverteidigungsakademie in Wien statt.

Ziel war es, Führungskräften und psychologischem Fachpersonal des BMLV bzw. des Bundesheeres eine aktuelle und praxisrelevante Expertise näherzubringen. Dabei kamen 30 nationale und internationale Experten aus Forschung und Militärpsychologie zu Wort. Das Programm umfasste Vorträge und Workshops zu Themen wie Leadership, Truppenpsychologie, psychologische Eignungsdiagnostik im Rahmen der Personalauswahl, Notfallpsychologie oder Herausforderungen im Zusammenhang mit Diversität.

Der Jugendforscher Prof. Bernhard Heinzlmaier vom Institut für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung beschäftigte sich in seinem Impulsvortrag sowie in einem Workshop mit den Themen „Umgang mit jungen Erwachsenen – Was kann das ÖBH von zukünftigen MitarbeiterInnen erwarten?“ und „Wie kann oder soll die Ausbildung und die Führung im Hinblick auf die Jugend gestaltet sein?“.

Darüber hinaus wurden Forschungsergebnissen aus dem militärischen Bereich präsentiert. So referierte Dr. Hubert Annen von der schweizerischen Militärakademie/ETH Zürich über Leadership und Motivation im militärischen Kontext. Vertieft wurden die Inhalte mit Workshops zu Personalauswahl, Suizidalität, Resilienz, Notfallpsychologie, Jugend und Leistungsfähigkeit sowie Motivation.

-red-


15.11.2022

„Militär-Anerkennungsmedaille“ für Christian Wehrschütz

ORF-Korrespondent Major Christian Wehrschütz wurde mit der „Militär-Anerkennungsmedaille“ ausgezeichnet.

Am 14. November 2022 überreichte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die hohe Auszeichnung an den Milizoffizier. Dabei betonte sie das Engagement von Wehrschütz als Korrespondent in der Ukraine sowie auf dem Balkan und lobte seine unabhängige Berichterstattung. Trotz der vielen Gefahren vor Ort leiste er einen wichtigen Beitrag zur kritischen und transparenten Informationsweitergabe an die österreichische Bevölkerung. Die „Militär-Anerkennungsmedaille“ ist eine militärische Auszeichnung und wird an Personen verliehen, die besondere Leistungen auf militärischem oder zivilem Gebiet für die militärische Landesverteidigung erbracht haben.

Der gebürtige Steirer Christian Wehrschütz absolvierte 1985 das Studium der Rechtswissenschaften in Graz. Seit 1991 arbeitet er für den ORF. Im Jahr 1999 wurde er als Balkan-Experte nach Belgrad entsandt und in weiterer Folge zum Korrespondenten des ORF bestellt. Seither berichtet er über Vorkommnisse in Serbien, Montenegro, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien, dem Kosovo und Albanien. Im Jahr 2015 übernahm Wehrschütz die Leitung des ORF-Büros in Kiew. Seit 1981 ist der Journalist außerdem Milizoffizier des Österreichischen Bundesheeres, sein derzeitiger Dienstgrad ist Major. Von seiner militärischen Ausbildung profitiert er bis heute, wenn er aus Kriegs- und Krisengebieten berichtet.

Ein ausführliches Portrait über den Milizoffizier und Journalisten lesen Sie in der kommenden TRUPPENDIENST-Ausgabe (4/2022).

-red-


11.11.2022

Projekt "Interkulturalität und Sprache"

Am 9. und 10. November 2022 führte das Sprachinstitut des Bundesheeres in Kooperation mit einer Schulklasse das Projekt "Interkulturalität und Sprache" durch.

An den beiden Projekttagen erarbeiteten 13 Schülerinnen der 4HSC der HLW19 Straßergasse gemeinsam mit vier Offizieren und Offiziersanwärtern aus Bosnien und Herzegowina, Jordanien und Montenegro unter dem Motto "Militär trifft Schule" kultur- und sprachsensible Themen. Dabei wurden zum einen die Begriffe "Kultur", "Sprache" und "Interkulturelle Kompetenz" in Guppenarbeiten reflektiert und zum anderen sprach- und kulturreflexive Handlungskompetenzen erlernt und erprobt. Das Projekt fand im Seminarzentrum Reichenau im Schloss Rothschild und anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft mit der HLW19 Straßergasse statt. Am 17. November 2022 erfolgt der feierliche Abschluss und die Präsentation der Ergebnisse in der Sala Terrena der Landesverteidigungsakademie in Wien.

-red-


09.11.2022

Fachtagung „Sicherheitsrelevante Fachsprache“

Am 8. und 9. November 2022 fand an der Landesverteidigungsakademie in Wien die Fachtagung „Sicherheitsrelevante Fachsprache“ statt.

Bei dieser vom Sprachinstitut des Bundesheeres ausgerichteten Veranstaltung kamen Vortragende aus den Bereichen Öffentlicher Dienst, Wissenschaft und Wirtschaft zu Wort. Thema war die Bedeutung umfassender Sicherheitsterminologie zur effizienten Kommunikation in der Krisenbewältigung mit Fokus auf die öffentliche Sicherheit.

Die Fachtagung begann am 8. November 2022 mit der Begrüßung durch ObstdG MMag. Thomas Fronek, Leiter des Sprachinstitutes des Bundesheeres. Durch den restlichen Tag führten Dr. Walter Wintschalek und Felix Funda, die zunächst eine Einführung in die sicherheitsrelevante Fachsprache gaben. Danach referierte Dr. Wintschalek über die Best Practice des „Finnish Terminology Center (Sanastokeskus)“. Anschließend gab es eine Diskussion zur Frage der fachsprachlichen Teilkomponenten als Beitrag zur umfassenden Sicherheitsterminologie. Nach der Mittagspause wurde der Tag mit einer Konkretisierung der Antworten auf die Leitfragen und einer Zusammenfassung der Ergebnisse beendet.

Der zweite Tag der Fachtagung begann mit einem Vortrag von Ass.-Prof. Mag. Dr. Dagmar Gromann, BSc, die über die Terminologiearbeit aus universitärer Sicht sprach. Im Anschluss führte Dr. Walter Wintschalek in die Thematik sicherheitsrelevanter Fachsprache ein. Oberst Peter Moitzi sprach folgend über Erfordernisse für normierende Terminologiearbeit. Anschließend präsentierte Gerhard Preißler, Referatsleiter im Deutschen Bundessprachenamt, sicherheitsrelevante Fachsprache aus der Sicht seines Amtes. Der Nachmittag endete mit einem Vortrag über Fachsprache in der Luftfahrt und einer Präsentation der Ergebnisse des Workshops durch Dr. Wintschalek und Felix Funda.

-red-