Österreich

Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

15.09.2021

Bundesheer-„Shop“ eröffnet

Im neuen „Checkpoint“ auf der Mariahilfer Straße können sich Interessierte über Einstiegsmöglichkeiten und eine Laufbahn beim Österreichischen Bundesheer informieren.

Der neue Rekrutierungs- und Beratungsstützpunkt wurde am 15. September 2021 von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eröffnet. In dieser Form ist es die erste Anlaufstelle für Informationen über das Bundesheer. Zuvor war eine Wehrdienstberatung nur in Stammersdorf möglich. Der „Informationsstützpunkt“ auf der Mariahilfer Straße hat täglich von 1000 bis 1900 Uhr geöffnet. Um grundlegende Fragen zur Karriere beim Bundesheer zu klären, muss kein Termin vereinbart werden. Für persönliche Gespräche ist eine Voranmeldung notwendig. Interessierte finden im „Shop“ zudem Artikel im Heeresdesign. Diese sollen auch bald online erhältlich sein. Die Produkte reichen von Outdoor Besteck bis zu Regen- und Fleece-Jacken. Betrieben wird der „Checkpoint“ vom Heerespersonalamt, zwei bis drei Bedienstete versehen dort täglich ihren Dienst.

-red-


14.09.2021

Westbalkanländer zu Besuch

Von 13. bis 14. September 2021 traf sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit ihren Amtskollegen aus dem Westbalkan in der Wachau.

Anwesend waren die Minister von Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nord-Mazedonien und Serbien. Ziel war es, eine neutrale Gesprächsplattform zu schaffen, um die sicherheitspolitische Stabilität am Westbalkan zu sichern. Das Österreichische Bundesheer soll weiterhin die Aufrechterhaltung der sicherheitspolitischen Stabilität in der Region unterstützen. Weiters soll der Dialog zwischen den Westbalkanländern durch bilaterale Gespräche verbessert und die Schließung der Balkanroute gemeinsam durchgesetzt werden.

Die Staaten des Westbalkans setzen sich durch die gemeinsame Strategie in Sachen Migration und Sicherheit für einen Dialog bezüglich eines EU-Beitritts ein. Österreich wolle die Staaten dabei auf ihrem Weg zum Beitritt begleiten, so Tanner. Der serbische Verteidigungsminister Nebojša Stefanovic betonte, dass sein Land Teil der Friedensinitiative der EU sein wolle, fordere aber von selbiger eine eindeutige Botschaft, wie man weiter mit Migranten verfahren solle. Besonders im Hinblick auf die kältere Jahreszeit wünscht sich Stefanovic klare Richt- und Leitlinien. Albanien sieht sich verpflichtet, speziell Flüchtende aus Afghanistan aufzunehmen. Es sei laut Verteidigungsminister Niko Peleshi „Tradition, Menschen in Not zu helfen“.

Die Verteidigungsministerin Montenegros warnte, dass man trotz aktuell schwacher Auslastung der Route adäquate Mechanismen und Modelle ausbauen müsse, da eine mögliche Verschärfung der Lage zukünftig denkbar sei. Abschließend sagte Tanner, dass Migration eine Herausforderung bleiben werde, bei welcher der Westbalkan eine Schlüsselrolle spiele. „Diese Herausforderung kann man nur gemeinsam lösen“, so Tanner.

-red-


08.09.2021

Luftraumsicherung über Wien

Die 5. Weltkonferenz der Interparlamentarischen Union (IPU) findet vom 6. bis 8. September 2021 im Austria Center statt.

Das Bundesheer sichert deshalb verstärkt den Luftraum über der Bundeshauptstadt. Geladen sind unter anderem die Parlamentspräsidenten der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und der assoziierten Mitglieder der IPU sowie Organisationen mit Beobachterstatus. Am ersten Tag soll es bereits zu insgesamt 14 Verletzungen des Luftraums gekommen sein. Das Bundesheer überwacht neben Wien auch Teile von Niederösterreich sowie dem Burgenland und stimmt sich dabei mit anderen Einsatzkräften ab. Es sind Flugzeuge (inklusive Eurofighter) und Hubschrauber im Einsatz. Insgesamt sind etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt.

-red-


07.09.2021

Autarke Kasernen bis 2025

Alle 100 Kasernen des Bundesheeres sollen sich ab diesem Zeitpunkt vollkommen selbstständig versorgen können.

Dazu wurde ein Phasenplan erstellt, der in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden soll. Das Bundesheer wäre dadurch hinsichtlich Energie, Verpflegung und Versorgung mit Wärme, Treibstoff und Wasser unabhängig von externen Versorgern. Grund für den Plan ist ein befürchteter weitreichender Stromausfall, auf den man vorbereitet sein will. "Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Blackout kommt", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Insgesamt soll die Umstellung auf autarke Kasernen 90 Millionen Euro kosten.

-red-


06.09.2021

AirPower 2022

Die 10. AirPower wird am 2. und 3. September 2022 in Zeltweg stattfinden.

Das wurde am 6. September 2021 bei einer Pressekonferenz von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Vertretern von Red Bull und dem Land Steiermark am Red Bull Ring bekanntgegeben. Bei der Airpower22 werden etwa 200 militärische und zivile Luftfahrzeuge (darunter 50 Luftfahrzeuge des Bundesheeres) aus 20 Nationen und bis zu 300.000 Besucher erwartet. Sie soll eine Veranstaltung für die ganze Familie sein, die „ein Lächeln in die Gesichter der Besucher zaubern“ soll. Das soll, neben den statischen Elementen am Boden, vor allem durch die dynamischen Vorstellungen in der Luft – inklusive zahlreicher Überraschungen – gelingen.

Die AirPower findet seit 1997 (damals noch als „Internationaler Flugtag“) alle zwei Jahre statt. Sie ist eine der größten Flugshows in Europa und die zweitgrößte Veranstaltung Österreichs. Geplant, organisiert und veranstaltet wird diese Flug- und Leistungsschau vom Österreichischen Bundesheer in Kooperation mit Red Bull und dem Land Steiermark. Das Bundesheer sorgt unter anderem für die Organisation, Sicherheit und das luftfahrttechnische Know-how. Red Bull steuert seine Expertise im Marketing- und Kommunikationsbereich sowie in der Luftfahrt bei – das Land Steiermark seine Wirtschafts-, Tourismus- und Verwaltungskompetenz. Zusätzlich sollen Unternehmen aus der Zivilluftfahrt, Forschung und Industrie die Möglichkeit erhalten, sich in Zeltweg einem breiten Publikum zu präsentieren.

Die AirPower22 soll auch beim Klimaschutz neue Wege beschreiten und so klimaneutral wie möglich gestaltet werden. Hier besteht der Anspruch aller Beteiligten zu zeigen, dass auch Großveranstaltungen klimaschonend durchgeführt werden können. Dazu wird die Planung und Organisation der Veranstaltung von Experten begleitet, die diesen Aspekt beleuchten. Konkrete Maßnahmen sind eine Kooperation mit den ÖBB, Shuttlebusse, die Vermeidung von Plastik oder das Anbieten saisonaler, regionaler sowie biologischer Produkte.

-red-

www.airpower.gv.at


01.09.2021

Blackout-Übung in Hörsching

Am 31. August 2021 übten die Fernmelder des Panzerstabsbataillon 4 das Szenario eines weitreichenden Stromausfalls.

Bei der Übung errichteten 30 Soldaten innerhalb kurzer Zeit ein Netz, um die Verbindung zwischen mehreren Bundesländern, den Militärkommanden und Brigaden sicherzustellen. Trainiert wurden unter anderem das selbstständige Einrücken in die Kaserne, der Aufbau einer weitreichenden Kommunikationsverbindung bis hin zur autarken Führungsfähigkeit und der Austausch mit Verbindungsleuten. Die Kommunikation erfolgt bei solchen Szenarien über die Kurzwelle, eine autarke Verbindung des Bundesheeres, die österreichweit in allen Kasernen aufgebaut werden kann. Ein Notstromaggregat hält die Verbindung aufrecht.

Das Österreichische Bundesheer rüstet sich für einen Blackout, um im gegebenen Fall Schutz und Hilfe bieten zu können. Mit autarken Kasernen, moderner Ausrüstung und regelmäßigen Übungen sollen auch bei einem weitreichenden Stromausfall Einsatzkräfte versorgt und unterstützt werden. Laut Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sollen autarke Kasernen bis 2024 fertiggestellt sein.

-red-


20.08.2021

Neue Radaranlage in Langenlebarn

Am 18. August 2021 begann der Bau der neuen Anlage am Fliegerhorst Brumowski in Niederösterreich.

Die derzeitige Anlage aus dem Jahr 1992 wird aufgrund der schwierigen logistischen Versorgung erneuert. Die neue Flugplatzradaranlage besteht aus einem Primär- und einem Sekundärradar. Das Primärradar liefert Daten über Richtung und Entfernung der Ziele, während das Sekundärradar zusätzliche Informationen wie die barometrische Höhe oder die eindeutige Identifizierung von Flugobjekten wie Hubschraubern, Flugzeugen oder auch Drohnen ausgibt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner war auch anwesend und leitete den Baubeginn ein. Ende 2021 soll bereits der 20 Meter hohe Antennenturm errichtet sein.

-red-


13.08.2021

Sechs neue Busse für das Bundesheer

Am 13. August 2021 übergibt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sechs MAN Lion´s Coach R07 Reisebusse in der Maria-Theresien-Kaserne.

Die Großraumbusse gehen bei einer feierlichen Übergabe an die Heereslogistikzentren Salzburg und Klagenfurt, die Kommando Streitkräftebasis, die Militärkommanden Niederösterreich und Tirol sowie die Theresianische Militärakademie. Die zweiachsigen Fahrzeuge mit einem Stückpreis von etwa 314.000 Euro haben eine Leistung von 430 PS und schonen die Umwelt mit ihrem geringen Kraftstoffverbrauch und moderner Abgastechnologie. Die Zusatzausstattung ist auf die Bedürfnisse der Soldatinnen und Soldaten abgestimmt und bietet unter anderem Klimatisierung, Kühlschrank, LCD-Bildschirme und USB-Steckdosen für Komfort bei Missionen im In- und Ausland.

-red-


11.08.2021

Bundesheer testet automatisierte Roboter

Im Juli erprobte das Bundesheer in den Seetaler Alpen automatisierte Roboter für militärische und zivile Zwecke.

Das Amt für Rüstung und Wehrtechnik hatte gemeinsam mit Softwarespezialisten der TU Graz das Projekt organisiert. Ziel der Übung war die Erprobung von automatisierten militärischen Systemen. Roboter von der Größe eines Kleinwagens mussten sich im unwegsamen Gelände ohne Satelliten zurechtfinden und eigene Karten erstellen. Die getesteten Roboter werden durch eine künstliche Intelligenz gesteuert und könnten in einigen Jahren bei Verwundetentransporte oder Bergungsszenarien eingesetzt werden, die für Menschen zu gefährlich wären.

-red-


04.08.2021

Bundesheer trainiert mit Bundeswehr Flugzeugbrandschutz

20 Feuerwehrmänner des Bundesheeres üben mit den Brandschutzkräften der deutschen Luftwaffe.

Das Kontingent österreichischer Luftfahrzeugrettungszüge übte vom 26. bis 30. Juli mit der siebten Staffel des Objektschutzregimentes „Friesland“ der Bundeswehr in Schortens. Dort trainierten die Feuerwehrmänner direkt an den Flugzeugmustern. Da reger Flugbetrieb auf allen Flugplätzen herrscht, ist ein Training in Österreich kaum möglich. Im Gegenzug dazu fahren die deutschen Brandschützer 2022 wieder nach Österreich, um dort am Truppenübungsplatz Allentsteig zu trainieren. Diese Kooperation besteht seit 2016, wobei sich beide Länder als Gastgeber abwechseln.

Neben der fachlichen Weiterbildung steht die internationale Kameradschaft bei diesen Übungen im Vordergrund. Nach den Übungen gab es eine abschließende Feedback-Runde.

-red-


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