Österreich

Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

24.05.2022

„Dädalus22“: Bundesheer überwacht Luftraum

Von 22. bis 26. Mai 2022 findet das Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) statt. Mit der Luftraumsicherungsoperation „Dädalus22“ sichert das Bundesheer in dieser Zeit den österreichischen Luftraum.

Mehr als 1.000 Soldaten, 20 Luftfahrzeuge sowie je zehn Flächenflugzeuge und Hubschrauber werden über dem temporär errichteten Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Vorarlbergs und Tirols eingesetzt. Damit wird zum einen für Sicherheit bei der Veranstaltung, zum anderen für den Schutz der örtlichen Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft gesorgt. „Dädalus22“ wird in Kooperation mit den Schweizer Streitkräften durchgeführt. Seit 1. Februar 2019 gibt es ein Abkommen mit der Schweiz über die Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Sicherung des Luftraumes gegen nichtmilitärische Bedrohungen aus der Luft.

-red-


20.05.2022

Weltbienentag: Bundesheer eröffnet Bienenstöcke

Anlässlich des Weltbienentages am 20. Mai 2022 eröffnet das Bundesheer Bienenstöcke für 20 Bio-Bienenvölker.

Etwa eine Million Bienen sollen in der Maria-Theresien-Kaserne zukünftig „Militär-Honig“ produzieren. Die Maria-Theresien-Kaserne ist mit etwa 110.000 Quadratmetern nicht bewirtschafteter Fläche die größte „Grünkaserne“ Wiens. Die Bio-Bienenvölker Rasse „Carnica“ wurden bereits im Herbst 2021 gekauft und aufgestellt.

Das Bundesheer wolle mit der Bienenzucht einen Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit leisten, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei der Eröffnung. In Wien gibt es insgesamt etwa 5.000 Bienenstöcke und 500 Wildbienen-Arten. Bienen sind wichtige Nutztiere und wesentlich für die Artenvielfalt. Das Bundesheer plant weitere Projekte gegen das Insektensterben – zum Beispiel das Ansetzen von Blühwiesen.

-red-


29.04.2022

Girls‘ Day in Österreichs Kasernen

Das Bundesheer öffnete zum Girls‘ Day am 28. April 2022 seine Tore für Mädchen und junge Frauen.

In Kasernen in Wien, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck, Hörsching, Langenlebarn, Bludesch und St. Michael konnten sich die Besucherinnen über die Karrieremöglichkeiten einer Soldatin beim Bundesheer informieren. Der Beruf ist vielseitig und soll bei dieser Gelegenheit kennengelernt und erlebt werden, wie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sagte. Sie besuchte am Girls‘ Day die Landwehr-Kaserne in St. Michael.

Die Jobmöglichkeiten beim Bundesheer reichen von der Infanteriesoldatin über die Technikerin bis zur Militärpilotin. Die Gleichbehandlung und Förderung von Frauen im Ressort wurde in einem Frauenförderungsplan festgeschrieben. Vor 24 Jahren traten die ersten elf Frauen dem Bundesheer bei – im Jahr 2022 sind es bereits 658 Soldatinnen.

-red-


26.04.2022

Heeressportzentrum in der Maria-Theresien-Kaserne

Am 25. April 2022 wurde der Startschuss für die Verlegung des Heeressportzentrums von Breitensee in die Maria-Theresien-Kaserne gegeben.

Das neue Heeressportzentrum soll militärsportwissenschaftliche Forschung, Lehre und Leistungssport an einem Standort vereinen. Durch die Zusammenlegung von Büros, Unterkünften und heereseigenen Sportstätten sollen künftig auch Zeit und Kosten gespart werden. Bei dieser Gelegenheit ehrte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner außerdem jene Heeressportler, die bei den Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Peking Medaillen gewonnen haben. Seit 1962 fördert das Heeressportzentrum mit seinen zehn Heeres-Leistungssportzentren den österreichischen Leistungssport.

-red-


11.04.2022

„International Cadet Cup 2022“

Von 11. bis 14. April 2022 findet in Balatonakarattya (Ungarn) zum zweiten Mal der „International Cadet Cup“ statt.

Am 7. April 2022 entsandte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eine Delegation aus zwei Schülerinnen und sechs Schülern der Bundeshandelsakademie für Führung und Sicherheit (BHAK Wiener Neustadt) nach Ungarn. An dem europäischen Sport- und Geschicklichkeitswettkampf nehmen zehn Nationen Teil.

Der Wettbewerb wird vom ungarischen Verteidigungsministerium in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Militärsportverband CISM ausgerichtet. Es gilt sowohl die physische als auch die kognitive Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die Disziplinen reichen von Orientierungs- und Hindernisläufen, bis hin zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und Entfernungsschätzen.

-red-


08.04.2022

Risikolandschaft Österreich 2022

Am 07. April 2022 wurde der Bericht "Risikolandschaft Österreich 2022" von mehreren Experten im Raiffeisen Forum präsentiert. Corinna Milborn übernahm die Moderation der Veranstaltung.

Der 316-seitige Bericht behandelt die wichtigsten sicherheitspolitischen Problemstellungen der kommenden zwölf bis 18 Monate. Der Fokus liegt besonders auf der Corona-Pandemie, den damit verbundenen Desinformationskampagnen, Versorgungsengpässen, Blackouts und dem Krieg in der Ukraine. Die Begrüßungsworte sprach Generalmajor Erwin Hameseder, Milizbeauftragter und Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Er betonte, dass Europa zukünftig mit „einer Stimme“ sprechen solle und Sanktionen der EU nicht mehr schaden dürfen als jenen, denen sie gelten. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bezeichnete den Kriegsbeginn in ihrer Rede als „Zäsur in der europäischen Geschichte“. Sie sprach von einem notwenigen Anstieg des Verteidigungsbudgets von derzeit 0,6 auf 1,5 Prozent des BIP in den folgenden fünf Jahren.

Bei der Präsentation des Berichtes kamen Experten aus den unterschiedlichen Themenbereichen zu Wort. General Robert Brieger, Chef des Generalstabes, betonte die Wichtigkeit des Strategischen Kompasses als Aktionsplan zur Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU. Er forderte, dass Europa neben der „Soft Power“ auch lernen müsse, „Hard Power“ einzusetzen. Zudem formulierte Brieger drei Bedarfskörbe für das Österreichische Bundesheer, die es sicherzustellen gelte: Mobilität am Land und in der Luft, moderne Schutzausrüstung und Präzisionsmunition sowie Resilienz und Autarkie, um die Handlungsfähigkeit zu garantieren.

Die Politikwissenschaftlerin und stellvertretende Direktorin des Instituts der Europäischen Union für Sicherheitsstudien, Florence Gaub, betonte, dass man von Konflikten in der Vergangenheit mehr lernen müsse. Viele Auseinandersetzungen seien nicht gelöst, sondern „eingefroren“. Das führe dazu, dass diese von nachfolgenden Generationen „geerbt“ werden. Sie verwies darauf, dass Russland und China die Weltgeschichte langfristig mitgestalten wollen.

Für Dr. Patrick Müller, Politikwissenschaftler an der Universität Wien, darf sich Österreich „trotz seiner kleinen Größe“ nicht nur auf andere Großmächte verlassen, sondern muss versuchen, Veränderung aktiv mitzugestalten. Er betonte die Verletzlichkeit von liberalen Demokratien und der Anstieg der Spannungen zwischen den Großmächten.

Laut Katharina Reich, Leiterin der Sektion Öffentliche Gesundheit und Gesundheitssystem im österreichischen Sozialministerium, müsse man in Österreich und Europa bei Krisen mehr auf „Prävention statt auf Reaktion setzen“. Risikothemen sollten „uns genau dann interessieren, wenn sie uns nicht mehr interessieren“. Bei Gesundheitskrisen und der Pandemie sei es wichtig, einen „gesamtstaatlichen Aspekt“ zu finden.

Herbert Saurugg, Blackout- und Krisenvorsorgeexperte, plädierte für eine neue Umfassende Landesverteidigung (ULV), um die Gesellschaft wieder resilienter zu machen und diese mehr in die Krisenvorsorge einzubinden. Für eine ULV fehle aber die Basis. Vor allem müsse die Geistige Landesverteidigung „massiv angesprochen“ und verstärkt werden. Neben der Abhängigkeit von russischem Gas wären vor allem durch den Ukraine-Krieg unterbrochene Lieferketten eine Gefahr. Eine Krisenvorsorge sollte laut Saurugg bei der Bevölkerung beginnen. Diese müsse sich trotz Krisenmüdigkeit damit auseinandersetzen.

-cf-


06.04.2022

Modernes Ausbildungszentrum am Truppenübungsplatz Bruckneudorf

Am 5. April 2022 übergab Verteidigungsministerin Klaudia Tanner einen generalsanierten Kreuzbau an die Truppe und eröffnete den Infanterie-Schießsimulator.

Die Infrastruktur am Truppenübungsplatz wurde mit der Generalsanierung der Unterkünfte und der Übergabe des Schießsimulators an internationale Standards angepasst. 2008 wurden die Gebäude in einzelnen Bauabschnitten generalsaniert. Zuletzt wurde das Objekt 109 zu einer modernen Unterkunft für 104 Personen umgebaut.

Bei dem neuen Schießsimulator handelt es sich um einen Small Arms Tactical Trainer (SATT). Er zählt zu den modernsten seiner Art und wird für die Schieß- und Gefechtsausbildung im Trupp- bis Gruppenrahmen eingesetzt. Nach jedem Training am SATT erhalten die Soldaten ein Feedback und eine Analyse zum Übungsverlauf, zur Effektivität der Trefferleistung sowie eine Fehlerkorrektur zur Verbesserung des Trainings.

-red-


06.04.2022

Konferenz zum „Strategischen Kompass“

Am 6. April 2022 fand in Wien eine Konferenz zum Thema „Strategischer Kompass“ statt.

Der „Strategische Kompass“ ist ein Grundlagendokument der Europäischen Union für Maßnahmen der Sicherheits- und Verteidigungsdimension zur Abwendung hybrider und konventioneller Bedrohungen. Er dient dazu, das autonome Handeln der EU zu forcieren und zu stärken.

Die Konferenz wurde vom Bundeministerium für Landesverteidigung und der französischen Botschaft organisiert. Frankreich hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne und nutzt seine Amtszeit für die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Angesichts der aktuellen Sicherheitslage in Europa lag der Fokus auf Zusammenarbeit und Austausch in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung auf EU-Ebene. Durch den Ukraine-Krieg tritt auch die Lage am Westbalkan stärker in den Vordergrund. Die Westbalkan-Staaten sollen näher an die Europäische Union geführt werden, um dort für Sicherheit und Stabilität zu sorgen.

-red-


06.04.2022

Deutschland/Österreich: Luft-Boden-Schießen der Eurofighter

Von 5. bis 15. April 2022 führt das Bundesheer in Kooperation mit Deutschland ein Luft-Boden-Schießen am Truppenübungsplatz Allentsteig durch.

An diesem Schießvorhaben nehmen sowohl österreichische Eurofighter-Piloten als auch Eurofighter des „Taktischen Luftwaffengeschwaders 74“ der Luftwaffe aus Neuburg an der Donau teil. Konkret wird mit zwei österreichischen und bis zu vier deutschen Eurofightern geflogen. Bei der Übung wird unter anderem die 27-Millimeter-Bordkanone eingesetzt, um den sicheren Umgang im scharfen Schuss zu trainieren. Die Ausbildungskooperation zwischen den deutschen und österreichischen Luftkräften besteht schon seit Jahrzehnten.

-red-


04.04.2022

Austrian Cyber Security Challenge

Am 1. April 2022 fand die Austrian Cyber Security Challenge (ACSC) mit Unterstützung des Bundesheeres in Wien statt.

Gerade für die Landesverteidigung wird die Cybersicherheit immer wichtiger – darum unterstützt das Bundesheer auch die ACSC. Die Challenge wurde 2011 in Kooperation zwischen dem Verein Cyber Security Austria (CSA) und dem Verteidigungsministerium ins Leben gerufen. Mit der ACSC sollen junge und qualifizierte Leute im Bereich IT Security angeworben werden. Das Bundesheer sucht laufend Mitarbeiter für den Bereich Cybersicherheit. So leisten beispielsweise die Cyber-Grundwehrdiener einen wichtigen Beitrag.

Der Ablauf der ACSC sieht wie folgt aus: Der erste Wettbewerb findet anonym und online statt. Es wird in drei Klassen unterschieden – Schüler, Studenten und eine offene Klasse. Die besten zehn Teilnehmer jeder Klasse werden anschließend zum Finalwettkampf eingeladen. Mittlerweile nehmen jährlich über 500 Personen teil.

-red-