Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

10.03.2021

China: Fischer für Spionage eingesetzt

In den letzten Jahren erschweren chinesische Fischerboote den amerikanischen Schiffen und Flugzeugen die Aufklärung.

Kaum wird ein amerikanisches Aufklärungsschiff von den Fischern entdeckt, wird es von mehreren Booten beschattet. Für das chinesische Militär erweisen sich diese Spionage-Dienste als äußerst hilfreich. Jahr für Jahr übergeben die Fischer zahlreiches geborgenes Aufklärungsmaterial an die PLA Marine. Die Erkenntnisse dieser Funde sollen zur Weiterentwicklung eigener Aufklärungsmittel bzw. zur Entwicklung von Gegenmaßnahmen dienen. Die Armee zeichnet die Kapitäne regelmäßig für ihren Einsatz aus. Seit einiger Zeit werden die Fischer auch speziell geschult.

-nt-


08.03.2021

Schweiz: Tauglichkeit steigt

In den Rekrutierungszentren der Schweizer Armee wurden im Vorjahr 23.687 Stellungspflichtige untersucht.

Insgesamt 17.302 Rekruten waren 2020 militärdiensttauglich, das sind 2,1% mehr Stellungspflichtige als 2019. Darüber hinaus wurden 2020 deutlich weniger Dienstverschiebungsgesuche als in den vergangenen Jahren festgestellt. Während 2019 6.835 Dienstpflichtige ihren Dienst verschoben hatten, waren es 2020 „nur“ noch 5.486. Das entspricht einem Minus von 19%. Im Vergleich zu 2018 wurden 2020 4.374 (44%) weniger Dienstverschiebungsgesuche gestellt.

-red-


08.03.2021

Italien/USA: „Cavour“ in Testbetrieb

Die italienische Marine hat vor der US-Ostküste mit der Seeerprobung ihres Flugzeugträgers "Cavour" begonnen.

Getestet wird der Einsatz von F-35B Lightning II. Die erste Landung eines Flugzeuges des US-Marine Corps auf dem Deck wurde bereits erfolgreich durchgeführt. Die Zertifizierung des Flugzeugträgers Cavour wird noch vier Wochen dauern. Die Einsatzbereitschaft soll ab 2024 gegeben sein.

-red-


08.03.2021

China: Militärausgaben erneut angehoben

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wird China seine Militärausgaben 2021 um 6,8 Prozent steigern.

Hintergrund sind die wachsenden Spannungen mit den USA, Indien und Taiwan im Südchinesischem Meer. Durch die neuerliche Steigerung wachsen die Ausgaben für das Militär schneller als der Gesamthaushalt. 2020 hatte die Steigerung trotz der Corona-Krise bereits 6,6 Prozent ausgemacht.

-red-


05.03.2021

Deutschland: Verlängerung der Afghanistan-Mission

Wie das Nachrichtenportal ZDF berichtet, plant Deutschland seine Mission bis Ende 2021 zu verlängern, die Taliban drohen mit Krieg.

Bereits beim Verteidigungsministertreffen Anfang Februar 2021 wurde keine Entscheidung über den Abzug der noch etwa 10.000 alliierten Soldaten im Land getroffen. 2020 hatte US-Präsident Donald Trump mit den Taliban ein Friedensabkommen getroffen, die Vereinbarung sieht den Truppenabzug der USA bis Mai 2021 vor, dafür verpflichteten sich die Taliban zu Friedensgesprächen mit der Regierung in Kabul. Seit Oktober 2020 nehmen die Terroranschläge allerdings wieder zu. Die von der afghanischen Regierung geforderte Waffenruhe lehnen die Taliban ab.

-red-


05.03.2021

China/Thailand: Patroullien am Mekong Fluss

Am 24. Februar 2021 haben China, Laos, Myanmar und Thailand mit gemeinsamen Patrouillen auf dem Mekong Fluss, der die Länder durchquert, begonnen.

Die insgesamt 102 Patrouillen werden 100 Tage lang in ständiger Verbindung stehen und auf taktischer Ebene zusammenarbeiten. Das Ziel der gemeinsamen Mission ist die Eindämmung der Kriminalität in diesem Raum und das Durchsetzen von Quarantänemaßnahmen der COVID-19-Pandemie.

-nt-

 


04.03.2021

Kolumbien: Militär tötet FARC-Rebellen

Bei einem Luftangriff des kolumbianischen Militärs sind 13 Mitglieder der FARC-Guerilla getötet worden.

Wie der ORF berichtet, hat der kolumbianische Präsident Ivan Duque Ende Februar 2021 eine neue 7.000 Mann starke Spezialeinheit gegen den Drogenhandel und transnationale Bedrohungen gestartet. Die FARC wird unter anderem der Rekrutierung Minderjähriger, des Drogenhandels und des illegalen Bergbaus in der Gegend beschuldigt. Kolumbien litt über 50 Jahre unter einem bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs. Die größte Rebellenorganisation FARC schloss 2016 einen Friedensvertrag mit dem Staat. Die Sicherheitslage hat sich seitdem verbessert, der Frieden ist aber brüchig.

-red-


04.03.2021

Israel: Rakete I-Derby ER erfolgreich getestet

Rafael Advanced Defence System hat eine neue Boden-Luft-Rakete entwickelt und erfolgreich getestet.

Bei der Rakete handelt es sich um eine I-Derby ER mit einer Reichweite von 100 km. Sie ist eine Weiterentwicklung der Kurz- und Mittelstreckenrakete I-Derby und verfügt über ein Fire-and-Forgot-System und ein aktives Zielsuchradar. Angetrieben wird die Rakete von einem dual pulse rocket motor. 

-nt-


02.03.2021

USA/China: USS Curtis Wilbur in Taiwan-Straße

Am 24. Februar 2021 durchquerte die USS Curtis Wilbur (DDG-54) die Seestraße von Taiwan.

Die Luftwaffe der PLA und die chinesische Marine erfassten den Zerstörer und verfolgten ihn auf seiner Fahrt. Peking sieht die Präsenz des Lenkwaffenzerstörers der US-Navy als Untergrabung der regionalen Stabilität. Laut US-Navy handelte es sich bei der Durchquerung um eine Routinefahrt. Experten bezeichnen das Manöver der USA als nächsten Akt des Kräftemessens zwischen den beiden Ländern. In den vergangenen Wochen waren chinesische Bomber und Kampfflugzeuge in den Luftraum Taiwans eingedrungen. Washington versteht sich als Schutzmacht Taiwans.

-red-


02.03.2021

Syrien: Luftangriff nahe Damaskus

Die Luftabwehr in Syrien hat mehrere Raketen Israels nahe Damaskus abgefangen und zerstört.

Wie der ORF berichtet, hat Israel am 28. Februar 2021 von den Golanhöhen aus Raketen abgeschossen. Berichte über Opfer oder Schäden gibt es bisher nicht. Israel greift regelmäßig Ziele in Syrien an. Die Angriffe richten sich häufig gegen proiranische Milizen. Dadurch soll der militärische Einfluss des Iran in Syrien zurückgedrängt werden. Teheran ist mit der Regierung in Damaskus verbündet und sieht Israel als Erzfeind. 

-red-