Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

13.06.2019

Indien: Transportflugzeug verschwunden

Am 4. Juni 2019 verschwand aus bislang ungeklärter Ursache ein Transportflugzeug vom Typ AN-32 mit 13 Soldaten an Bord von den Radarschirmen.

Die Maschine war nach Jorhat in der Provinz Assam an der Grenze zu China unterwegs. Bis dato konnten Suchflugzeuge die Absturzstelle, die vermutlich in einem dichten und gebirgigen Waldgebiet liegt, nicht finden.

Schlechtes Wetter mit niedrigen Wolken könnte die Ursache für den Absturz sein. Die Suche wird durch heftige Regenfälle behindert.

An der Suche beteiligen sich Flugzeuge vom Typ C-130J, SU-30, mehrere Mi-17-Hubschrauber sowie Aufklärungssatelliten.

Die indische Luftwaffe beschaffte insgesamt 100 AN-32 von der Sowjetunion, die immer wieder Probleme verursachten. Drei AN-32 sind in den vergangenen Jahren, ohne je gefunden zu werden, abgestürzt. Gegenwärtig sind in Indien noch 64 AN-32 im Dienst. Auch die Ersatzteilbeschaffung für die veralteten Maschinen gestaltet sich schwierig.

Die indische Luftwaffe versucht nun eine Modernisierung der Type durchzuführen.

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12.06.2019

Indien: Marine absolviert U-Boot-Rettungsmanöver

Am 5. Juni 2019 führte die indische Marine ein U-Boot-Rettungsmanöver durch.

Zum Einsatz kam dabei das neue U-Boot-Rettungsfahrzeug (DSRV), mit dem verunglückte Besatzungen selbst aus größeren Tiefen gerettet werden können.

Die Übung fand mit Beteiligung der Besatzung der INS „Sindhudvaj“ statt.

Die Marine konnte eine Reihe von Erfahrungen bezüglich der Unterwasserevakuierung sammeln, die in neue Vorschriften einfließen werden.

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11.06.2019

China: Luftschutz-Großübung

Am 28. und 29. Mai 2019 wurde in Chongqing und Shanghai eine große Luftschutzübung abgehalten.

Geübt wurde die Abwehr eines umfassenden Luftangriffes mit dem Ziel, strategisch wichtige Objekte vor Angriffen aus der Luft, durch Bomben oder Flugkörper zu schützen beziehungsweise im Falle von Einschlägen geeignete Rettungsmaßnahmen durchzuführen.

Neben der konventionellen Luftabwehr mit FlAk- und FlARak-Einheiten, wurden potenzielle strategische Ziele mittels Täuschkörpern und Reflektoren geschützt. Zum Einsatz kamen auch Heliumballons an denen Reflektoren hingen. Zusätzlich wurden die Ziele durch ELOKA-Kräfte bewacht.

An dem Großmanöver waren etwa 4.000 Soldaten sowie zivile Beamte des Katastrophenschutzes und der Provinz- und Stadtregierung beteiligt. Bei der Übung wurde zudem die Stabsarbeit zwischen Militär und ziviler Verwaltung im Falle eines Luftangriffes trainiert. Im Mittelpunkt des Einsatzszenarios stand die Evakuierung eines Bezirkes in der Stadt Chongqing nach einem Luftangriff sowie die schnelle Wiederherstellung der zerstörten Stromversorgung nach einem Kraftwerkstreffer.

Die Großübung bestand aus insgesamt 20 unterschiedlichen Szenarien.

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11.06.2019

Pakistan: Neues Anti-Torpedosystem

Die pakistanische Marine hat die türkische Rüstungsfirma Aselan mit der Anschaffung des Anti-Torpedosystems „Zargana“ beauftragt, das künftig auf sämtlichen U-Booten der „Agosta“-Klasse eingesetzt werden soll.

Nach dem Erkennen und Klassifizieren der Bedrohung ermittelt das System die am besten geeignete Ausweichstrategie gegen Torpedos und berücksichtigt dabei die Umgebungsbedingungen mit den vom U-Boot gelieferten Echtzeitdaten. Vom System eingesetzte akustische Störsender verhindern, dass der Torpedo den Standort des U-Boots erkennt, während akustische Köder das U-Boot imitieren und den Torpedo täuschen. Das Raketen- und Abschusssystem verfügt über bis zu 24 verschiedene Abschusszellen für Einzel- oder Salvenschüsse.

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08.06.2019

Indien: Bordcomputer als Absturzursache

Den Absturz einer modernisierten Mirage 2000-1 am 1. Februar 2019 hat, nach Angaben der Untersuchungskommission der indischen Luftwaffe, nicht der Pilot sondern der Bordcomputer zu verantworten.

Der Computer hatte, gegen den Willen des Piloten, während des Starts die Kontrolle über das Flugzeug übernommen und drückte dabei die Flugzeugnase des Jets Richtung Boden. Der Soldat hatte keine Chance in die Steuerung einzugreifen. Beim Absturz kamen beide Besatzungsmitglieder ums Leben.

Hinsichtlich der Flugsteuerung traten bei der Mirage 2000 schon in der Vergangenheit immer wieder Probleme auf. Diese Zwischenfälle fanden aber bislang in größerer Flughöhe statt, wodurch die Piloten noch die Möglichkeit hatten, den Bordcomputer auszuschalten.

Bisher konnten die aufgetretenen Probleme technisch nicht erklärt werden, da sie sich in den betreffenden Flugzeugen nicht wiederholten und sämtliche späteren Untersuchungen keine Abnormalitäten ergaben.

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07.06.2019

Taiwan: „Han Kuang“-Manöver 2019

Am 27. Mai 2019 startete das fünftägige „Han Kuang“-Manöver der taiwanesischen Streitkräfte.

Die Übung wurde im scharfen Schuss durchgeführt mit dem Ziel Erkenntnisse über die Verteidigungsbereitschaft des Militärs zu gewinnen.

Am 28. Mai wurden Starts und Landungen von einem Feldflughafen im Bezirk Changhua mit F-16V-Kampfflugzeugen geübt. Beim Manöver war Präsidentin Tsai Ing wen anwesend. Militärexperten kritisierten die Übung als reine „Theatervorführung“ ohne militärischen Wert, da die taiwanesische Luftwaffe ihre Feldflughäfen nicht regelmäßig, sondern nur zu besonderen Anlässen benutzen würde.

Gegenwärtig lässt Taiwan 144 F-16A/B auf die verbesserte Version F-16V modernisieren. Die Kosten dafür betragen 4,2 Milliarden US-Dollar (etwa 3,8 Mrd. Euro).

Experten zweifeln, ob sich Taiwans modernisierte F-16V künftig gegen die neuen Kampfflugzeuge der Chinesischen Volksbefreiungsarmee behaupten können.

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06.06.2019

Finnland: Gemeinsames Such- und Rettungsszenario

Anfang April 2019 trafen sich die arktischen Länder sowie die USA in Bottenvika in Finnland, um die Zusammenarbeit der Küstenwachen in der Arktis mithilfe einer gemeinsamen Such- und Rettungsübung zu intensivieren.

Bei dem Einsatzszenario waren sechs der acht Nationen mit Schiff- oder Lufteinheiten vertreten, alle Länder waren an der Leitung der Übung beteiligt.

Die Zusammenarbeit der Staaten findet innerhalb des Arctic Coast Guard Forums (ACGF) statt. Darin werden die Küstenwachen und Seenotdienste von Norwegen, Russland, Kanada, Island, Finnland, Schweden, Dänemark und den USA gebündelt und koordiniert. Hauptaugenmerk wird vor allem auf die gemeinsame Such- und Rettungszusammenarbeit, aber auch auf den maritimen Umweltschutz in der Region gelegt.

Das Arctic Coast Guard Forum existiert seit 2005, ist unabhängig und hält halbjährlich Treffen ab. Der Vorsitz wechselt unter den Ländern alle zwei Jahre.

Der Übung selbst gingen ein unlängst erfolgter Schiffbruch des Krebstrawlers „Northguide“ und Turbulenzen um das im März vor Norwegen in Seenot geratene Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ voraus.

Aus: „forsvarets forum“, bearbeitet durch Helmut Malnig


06.06.2019

Indien: Gemeinsames Unterwasserkampfmanöver

Vom 20. bis 24. Mai 2019 führten indische und französische Seestreitkräfte ein gemeinsames Unterwasserkampfmanöver vor der Küste von Djibouti durch.

An der Übung waren das indische U-Boot INS „Kalvari“ und ein französisches Atom-U-Boot der „Amethyste“-Klasse beteiligt. Das Manöver dauerte insgesamt 35 Stunden, bei dem die Szenarien „Suche“, „Verfolgung“ und „Angriff“ im Mittelpunkt standen.

Die französische Marine stellt seit einigen Jahren ihre Flottenbasis in Djibouti den indischen Seestreitkräften als Versorgungsbasis zur Verfügung.

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05.06.2019

China: Marine mustert Schiffe aus

Die chinesische Marine hat am 23. Mai 2019 insgesamt fünf Schiffe der Garnison Hong Kong außer Dienst gestellt.

Es handelt sich dabei um drei Landungsschiffe der Type 074 (Nr. 7593, Nr. 7594 und Nr. 7595) sowie zwei Transportschiffe (Nanjiao 85 und Nanjiao 86), die 20 Jahre in Hong Kong stationiert waren.

Die Type 074 wurden seit den 1990er-Jahren von der Marine eingesetzt. Die Schiffe dieser Bauart haben eine Verdrängung von 486 Tonnen, ihre Maximalgeschwindigkeit beträgt 18 Knoten.

Wegen ihrer positiven Eigenschaften war die Klasse bei den Mannschaften überaus beliebt.

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03.06.2019

Indien: Rekrutierungsprobleme

Im Zuge der diesjährigen Rekrutierung haben die indischen Streitkräfte festgestellt, dass die freiwilligen Meldungen für den Militärdienst drastisch zurückgegangen sind.

Hatten sich 2018 in den jeweiligen Rekrutierungsbezirken durchschnittlich 217 Jugendliche für den Dienst an der Waffe gemeldet, so waren es heuer nur mehr 40 Freiwillige.

Speziell in Nordindien ist zu beobachten, dass immer mehr Jugendliche den Militärdienst ablehnen.

Als Ursachen dieses Rückgangs werden von der indischen Regierung einerseits die laufenden Kämpfe und Verluste entlang der Waffenstillstandszone zwischen Indien und Pakistan und andererseits eine Desinformationskampagne des pakistanischen Geheimdienstes über das Internet genannt.

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