Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

26.01.2018

China: Beschwerden über Stiefel

In den Infanterieeinheiten der Chinesischen Volksbefreiungsarmee gibt es eine Reihe von Beschwerden über die neuen Kampfstiefel 07.

Das Gewicht der Stiefel sei mit 1,5 kg zu hoch und würde sich auf die Marschleistung niederschlagen. Durch den schlechten Luftaustausch werden sie bei schlechtem Wetter innen nass und trocknen schlecht. Auch die Sohle ist zu hart und bietet keine Flexibilität. Die Folge waren Blasen und entzündete Knie nach längeren Märschen. Die Truppe hofft auf eine baldige Verbesserung.

-nt-


22.01.2018

Indien: Engpass bei Piloten

Seit 2014 sind 553 Piloten der indischen Luftwaffe in den vorzeitigen Ruhestand getreten. 

Die Gründe liegen vor allem in der als unzureichend empfundenen Gehaltsentwicklung. Nach dem Dienst in der Armee wechseln viele Piloten in die zivile Luftfahrt. Die indische Luftwaffe passt deshalb die Gehälter der Piloten an, um mit zivilen Airlines konkurrieren zu können.

-nt-


19.01.2018

Türkei: Erhöhte Präsenz an syrischer Grenze

Am 18. Jänner hat die Türkei ihre Truppen in der Grenzprovinz Hatay verstärkt. 

Insgesamt neun Panzer wurden in die Provinz an der Grenze zu Syrien verlegt. Die Truppen in der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Beobachter gehen von einer möglichen Bodenoffensive in Richtung der kurdisch dominierten Stadt Afrin aus. 

Mehr dazu:

Eröffnet Erdogan ein neues Schlachtfeld? (n-tv.de)

Türkei bombardiert US-Verbündete in Syrien (derstandard.at)

-nt-


18.01.2018

Afghanistan: China baut Stützpunkt

China wird einen militärischen Stützpunkt für die afghanischen Streitkräfte in der Provinz Badakhshan errichten. 

Von der Provinz kann man über Tadschikistan das westliche China leicht erreichen, weshalb die Region von strategischer Bedeutung ist. Nach unbestätigten Meldungen soll die Chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) regelmäßige Patrouillen in der Pamirregion von Tadschikistan durchführen. China wird für den Stützpunkt Waffen und Ausrüstung liefern. 

-nt-


17.01.2018

China: Unterwasserdrohne getestet

Zwischen 11. Dezember 2017 und 2. Jänner 2018 hat China eine neue Unterwasserdrohne im Indischen Ozean erfolgreich getestet.

Mit der Drohne wurden 705 Kilometer Unterwasserfahrten durchgeführt und dabei Daten gesammelt. Im Oktober 2017 war eine dreimonatige Testphase im Südchinesischen Meer zu Ende gegangen, bei der 1.880 Kilometer zurückgelegt wurden. Wegen der unterschiedlichen Salzgehalte der Meere waren verschiedene Tests in den möglichen Einsatzgebieten notwendig. 

-nt-


15.01.2018

Großbritannien: Werbeoffensive der Armee

Die britische Armee hat seit einiger Zeit Rekrutierungsprobleme und will nun mit einer Werbeoffensive gegensteuern. 

Unter dem Motto "Belonging" will die "British Army" Menschen erreichen, die bisher nicht an ein Engagement beim Militär dachten. Besonders Minderheiten und Frauen werden in neuen Werbefilmen angesprochen. Insgesamt 1,6 Millionen Pfund kostet die Werbeoffensive.

Seit 1962 ist britische Armee eine ausschließliche Freiwilligenarmee, die aus Berufssoldaten und Reservisten besteht. Sie stellt den größten Teil der britischen Streitkräfte. 

Mehr dazu: 

Rekrutierungsseite der British Army

Army targets Muslims and Women in new recruitment ads (The Times)

Wird die britische Armee ein Heer von Softies (NZZ.ch)

-red-


04.01.2018

Deutschland: GSG 9-Gründer gestorben

Der Gründer der deutschen Antiterroreinheit GSG 9, Ulrich Wegener, ist am 28. Dezember 2017 verstorben. 

Die Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) wurde als Polizeisondereinheit gegründet, der Auslöser war die gescheiterte Geiselbefreiung israelischer Sportler während der Olympischen Spiele 1972. Unter dem Kommando von Wegener, der zuletzt Brigadegeneral war, befreite die Einheit 1977 Geiseln aus einer Lufthansa Maschine "Landshut" in Mogadischu, Somalia.

Weitere Informationen:


-red-


03.01.2018

Nordkorea: Leitung nach Südkorea wieder offen

Die länderüberschreitende Kommunikationsleitung im Grenzort Panmunjom wurde von Nordkorea wiederhergestellt. 

Seit 2016 haben die beiden Länder der geteilten koreanischen Halbinsel nicht mehr auf diesem Weg miteinander kommuniziert. Während eines 20-minütigen Gespräches wurden vor allem technische Details der Leitung diskutiert. Das südkoreanische Ministerium für die Wiedervereinigung der beiden Länder begrüßte die Öffnung der Leitung, die eine kleine Annäherung bedeutet. In seiner Neujahrsrede sprach der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un von der Notwendigkeit, die Kontakte mit Südkorea auszubauen.

Mehr dazu: 

Nordkorea reaktiviert Draht nach Süden (orf.at)

Kommunikationskanal mit Südkorea wieder geöffnet (zeit.de)

North Korea calls hotline to South Korea in diplomatic breakthrough (CNN)

-red-


24.12.2017

Indien: Zweites Atom-U-Boot vom Stapel gelassen

Die indische Verteidigungsministerin hat bekannt gegeben, dass das zweite in Indien gebaute Atom-U-Boot der Arihant Klasse bereits am 19. November vom Stapel gelassen wurde. 

Der Stapellauf der INS Arighat erfolgte ohne große Zeremonie. Mit dem Bau zwei weiterer U-Boote der Arihant Klasse wird 2020 bzw. 2022 in der Werft von Visakhapatman begonnen. Mit der Indienststellung der INS Arighat wird, nach ausführlichen Tests, in drei Jahren gerechnet.

An der Entwicklung von einer neuen Atom-U-Boot Klasse für ballistische Raketen wird ebenfalls gearbeitet. Die U-Boote dieser neuen Klasse sollen eine Verdrängung von 13.500 Tonnen haben und mit 12 Atomraketen bewaffnet werden. 

-nt-


22.12.2017

Nigeria: Rückschläge für Boko Haram

In den letzten sechs Monaten wurden bei Kämpfen mit der nigerianischen Armee etwa 100 Boko Haram Kämpfer und fünf führende Kommandanten getötet. 

Weitere 72 Kämpfer haben sich der Armee ergeben. Diese Verluste und ständige Angriffe der mobilen Einheiten der nigerianischen Armee dürften Boko Harams militärische Fähigkeiten geschwächt haben. Gegenwärtig hat sich die Terrororganisation auf Selbstmordangriffe gegen weiche Ziele verlegt.

Die nigerianische Armee ist in den letzten Wochen damit beschäftigt, die Nachschubrouten für Boko Haram abzuschneiden. Der letzte große Rückhalt im Waldgebiet von Sambisa wurde eingenommen, Nigeria gibt den verbliebenen Kämpfern nun eine Chance, sich zu ergeben.

-nt-