Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

16.07.2016

Thailand: U-Boot-Kaufentscheid

Der thailändische Verteidigungsminister, Prawit Wonsuwon, hat am 1. Juli 2016 bekannt gegeben, dass Thailand drei chinesischen U-Booten der Yuan Klasse (Typ 041) kaufen werde. Im Ausschreibungsverfahren waren auch U-Boote aus Deutschland und Südkorea mit dabei.

China hat Thailand für den Kauf einen Kredit in der Höhe von einer Milliarde USD über zehn Jahre Laufzeit eingeräumt. Die thailändische Regierung begründet die Beschaffung mit dem Umstand, dass die umliegenden Staaten ebenfalls U-Boote beschaffen und Thailand seine Interessen auf See, speziell im Gebiet von Andaman schützen müsse.

-nt-


15.07.2016

China: Keine Gehaltserhöhung

Das chinesische Verteidigungsministerium ist Gerüchten im Internet entgegengetreten, dass die Gehälter der Offiziere verdoppelt würden: Am gegenwärtigen Gehaltsschema werde nichts geändert, und Erhöhungen werde es im bisherigen Rahmen geben.

Ein Leutnant der Chinesischen Volksbefreiungsarmee verdient gegenwärtig 6.200 RMB (etwa 830 Euro/Monat).

-nt-


13.07.2016

Kroatien: Soldaten sollen russische Grenze überwachen

Die kroatische Präsidentin, Kolinda Grabar Kitarovic, setzt sich für einen Einsatz kroatischer Soldaten an der Grenze zu Russland im Zuge der Truppenverstärkungen der NATO in den baltischen Staaten und Polen ein. Das Staatsoberhaupt betonte, dass es eine moralische Pflicht als Mitgliedsland des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses sei, die Freiheit aller demokratischen Staaten entlang der Grenze zu Russland zu schützen.

Eine kroatische Kompanie soll in Deutschland als Teil eines deutsch-niederländischen Kontingentes stationiert werden. Der Zeitpunkt der Umsetzung des Vorhabens ist noch nicht entschieden. Frühestens 2017 oder ein Jahr später sollen kroatische Mannschaften und Offiziere in einer Kaserne der Bundeswehr Quartier beziehen.

-emi-


12.07.2016

Kroatien: Armee verlängert Afghanistan-Mission und erhöht Truppenkontingent

Die Entscheidungsträger der NATO haben sich auf dem Gipfeltreffen in Warschau, am 9. Juli 2016, darauf geeinigt, die Mission in Afghanistan über das Jahr 2016 hinaus zu verlängern. Der kroatische Verteidigungsminister, Josip Buljevic, bestätigte in der Hauptstadt Polens die weitere Teilnahme kroatischer Soldaten in Afghanistan und eine Erhöhung des Kontingents.

Bislang konnten höchstens 70 Militärangehörige an der Mission teilnehmen, jetzt haben insgesamt 95 Berufssoldaten dazu die Möglichkeit. Die Aufgabe der kroatischen Offiziere und Mannschaften ist die afghanischen Sicherheitskräfte inklusive der Polizeieinheiten in vielfältiger Weise militärisch auszubilden. Der Verteidigungsminister betonte allerdings, dass sich die Anzahl der entsendeten Soldaten nach dem Bedarf orientieren werde, aber jedenfalls innerhalb der Grenzen bleiben wird, die das kroatische Parlament beschlossen hat.

-emi-


11.07.2016

China: Transportflugzeug Y-20 an Truppe übergeben

Am 6. Juli 2016 wurde das erste Transportflugzeug der Chinesischen Volksbefreiungsarmee vom Typ Y-20 bei einem Transportgeschwader in Chengdu offiziell in Dienst gestellt.

In einer Zeremonie übergab der Vizevorsitzender der Zentralen Militärkommission, Xu Qiliang, in Vertretung von Präsident Xi Jinping, die Maschine dem Geschwader. Die Y-20 hatte ihren Erstflug im Jänner 2013 und verfügt über ein maximales Abfluggewicht von 200 Tonnen. Das Flugzeug wurde vollständig in China entwickelt und gebaut.

Mit der Y-20 verfügt die chinesische Luftwaffe über ein Transportflugzeug, das sowohl im taktischen, wie im strategischen Bereich eingesetzt werden kann. Damit schliesst die Chinesische Volksbefreiungsarmee eine Lücke im Einsatzspektrum der Luftwaffe. Die Y-20 wird in Zukunft auch internationale Einsätze durchführen. Der Zulauf weiterer Maschinen an die Transportverbände geht nun ständig voran.

-nt-


05.07.2016

China: Verstärkter Grenzschutz

Der chinesische Verteidigungsminister, General Chang Wanquan, kündigte am 27. Juni 2016 in Kunming (Hauptstadt der Provinz Yunnan) an, dass durch die komplexe und sich ständig ändernde Sicherheitssituation an den Grenzen Chinas, die Notwendigkeit bestehe, die Überwachung der Grenzen zu verstärken. Für eine stabile, harmonische Gesellschaft und eine funktionierende Wirtschaft müssen die Grenzen Chinas nachhaltig gesichert sein.

-nt-


29.06.2016

China: Armee hat 140 Mio. Fans

Laut einer chinaweiten Erhebung hat die Volksbefreiungsarmee 140 Millionen Fans, die regelmäßig militärische Nachrichten über die Streitkräfte verfolgen. Hauptinformationsquelle ist dabei das Internet, gefolgt von Nachrichtensendungen der Streitkräfte und den Printmedien. Die Fans der Volksbefreiungsarmee beobachten nicht nur alle Nachrichten betreffend die eigenen Streitkräfte, sondern auch ausländische militärische Entwicklungen.

Die Masse der Fans der Volksbefreiungsarmee zeichnet eine große Liebe zum Land und seinen Streitkräften aus. Bei der Altersstruktur fällt auf, dass sich die älteren Fans mehr für Geschichte und Taktik und die jüngeren hauptsächlich für moderne Waffentechnik interessieren. Innerhalb der Fanclubs wird eine Vielzahl an Diskussionen geführt und gemeinsame Ausflüge und Besuche von militärischen Einrichtungen unternommen.

Die Tourismusindustrie hat die Militärfans als Einnahmequelle entdeckt, da es ein großes Potential an Menschen gibt, die zu öffentlichen militärischen Veranstaltungen und Flugshows reisen wollen.

-nt-


28.06.2016

China: Fahrtüberwachung

In den vergangenen drei Wochen wurde bei vielen Verbänden der Volksbefreiungsarmee ein Satellitenortungssystem für Fahrzeuge aktiviert. Das System überprüft die Fahrtrouten der Fahrzeuge mit dem ausgestellten Marschbefehl. Bei einer Abweichung der angegebenen Route wird das Brigadehauptquartier sofort alarmiert.

Einem Offizier, der einem Fahrer seiner Kompanie den Auftrag gegeben hatte, nach der Dienstfahrt eine private Lieferung zu tätigen, wurde nur Minuten nach der Abweichung vom Marschbefehl von der Inspektion für Disziplin angerufen und gefragt, wieso das Fahrzeug von seiner befohlenen Route abweiche. Nach den neuen Vorschriften ist der private Gebrauch von Armeefahrzeugen untersagt und steht unter Strafe.

Auch einige Provinzregierungen haben sich dem Ortungssystem, das auf dem chinesischen BeiDou-Satellitennavigationssystem beruht, angeschlossen, um den illegalen Gebrauch von Dienstfahrzeugen zu unterbinden. Die Erfahrungen der ersten Wochen haben gezeigt, dass das Ortungssystem effektiv funktioniert.

-nt-


21.06.2016

Flucht ohne Schlagzeilen

Weltflüchtlingstag, 20. Juni: 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht, zwei Prozent in und nach Europa. Welche Flüchtlingskrisen schaffen es nicht (mehr) in die Schlagzeilen?

Jemen
Die Friedensgespräche wurden unterbrochen, der Bürgerkrieg tobt seit über einem Jahr. 82 Prozent der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – über 21 Millionen Menschen haben nicht ausreichend zu essen, kein sauberes Trinkwasser und leben in zerstörten Häusern. Über 2,8 Millionen Menschen sind im Jemen auf der Flucht, etwa 178.000 haben das Land verlassen. „Viele Menschen kämpfen täglich ums Überleben, während die Bomben weiterhin fallen. Ich habe schon in vielen humanitären Katastrophen dieser Welt gearbeitet, aber die Situation im Jemen ist trotz des massiven Leidens beinahe völlig unsichtbar. Das macht den Menschen hier schwer zu schaffen“, so CARE-Nothelfer Marten Mylius, der vor Kurzem aus dem Bürgerkriegsland zurückgekehrt ist.

Darfur
Es ist eine der langanhaltendsten Flüchtlingskrisen des afrikanischen Kontinents. Seit über zehn Jahren herrscht in der sudanesischen Region Darfur Gewalt. Rund 300.000 Menschen sind ins Nachbarland Tschad geflohen und harren dort seit Jahren aus. Allein 70.000 Kinder erblickten dort in den letzten Jahren das Licht der Welt im Exil. Nun sind die Hilfsgelder dramatisch gekürzt worden und die humanitäre Notlage dort droht vergessen zu werden. CARE Österreich-Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager appelliert an die internationale Gemeinschaft, ihre Pflichten nicht zu vergessen: „Der Tschad hat die Flüchtlinge aus Darfur großzügig aufgenommen, aber in der Konkurrenz der vielen Krisen weltweit nimmt die Unterstützung hier ab. Die Nahrungsversorgung hier beträgt derzeit nur noch 800 Kalorien am Tag, das ist zu wenig, um zu überleben.“

Nigeria 
Seit Jahren leidet der Norden Nigerias unter Terror. 190.000 Menschen sind in die Nachbarländer Niger, Kamerun und Tschad geflohen, dazu kommen 2,2 Millionen Menschen, die in Nigeria selbst vertrieben sind. Die Menschen fliehen vor Überfällen, Entführungen und brutalster Gewalt. „In Diffa, der Grenzregion zwischen Niger und Nigeria, kommen Menschen aus Nordnigeria an, die so verzweifelt waren, dass sie den Grenzfluss durchquert haben, ohne schwimmen zu können“, erzählt CARE-Mitarbeiterin Sabine Wilke, die 2015 im Niger war. Dort gab es jüngst erneut Angriffe auf nigrischem Boden, die ganze Dörfer vertrieben haben. Knapp 250.000 Menschen beider Nationalitäten sind hier derzeit auf der Flucht.

Nordirak
Fast zwei Jahre ist es her, dass die Bilder von Familien, die zu Fuß über das Sindschar-Gebirge flohen, die Welt in Atem hielten. Sie liefen durch Staub, Sand und Hitze, auf ihrem Rücken trugen sie Verletzte, Kinder und Alte. Heute sind weiterhin über 3,4 Millionen Menschen auf der Flucht innerhalb des Iraks. „Vielleicht haben wir uns ein Stück weit an die Nachrichten von Krieg und Terror gewöhnt, vor allem in einer Region, in der es vielerorts brennt. Aber die Menschen, die ich im Irak getroffen habe, brauchen unsere Hilfe und unsere Aufmerksamkeit dringender denn je, denn die Flüchtlingscamps stehen immer noch hier, auch zwei Jahre später“, berichtet CARE-Teamleiterin Irene Dulz von vor Ort. Zehn Millionen Menschen im gesamten Land – Flüchtlinge, Gastfamilien und andere Gruppen – brauchen dringend Hilfe. Von den notwendigen Mitteln für die Binnenflüchtlinge – umgerechnet etwa 360 Millionen Euro – stehen bisher nur 10 Prozent zur Verfügung.

Care Österreich

-red-


20.06.2016

Taiwan: Flugzeugsuche

Die taiwanesische Luftwaffe und das Verteidigungsministerium untersuchen die Optionen für die Beschaffung von 66 Schulflugzeugen für die Kampfpilotenausbildung. Die AT-3 und F-5E/F sind veraltet und müssen dringend ersetzt werden.

Neben einer möglichen Beschaffung aus dem Ausland wird auch die Entwicklung eines eigenen Flugzeugs unter der Bezeichnung XAT-5 untersucht.

-nt-