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Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

26.11.2020

Saudi-Arabien: Atomare Aufrüstung möglich

Wie der Standard berichtet, erwägt Saudi-Arabien eine atomare Bewaffnung für den Fall, dass der Bau einer iranischen Atombombe nicht verhindert werden könnte.

Der Iran arbeitet bereits seit Jahrzehnten an der Nutzung der Atomkraft. Sowohl Saudi-Arabien als auch der Iran ringen um die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten, einer Region mit zahlreichen Konflikten. 2015 schlossen die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland in Wien ein Abkommen mit der Regierung in Teheran, um den Bau einer Atombombe zu verhindern.

-red-


26.11.2020

Paraguay: Militär erhält Panzerhaubitzen

Nach Jahren ohne große Anschaffungen erhält das Militär vom Nachbarland Brasilien sechs ausgemusterte Panzerhaubitzen.

Wie das Wochenblatt berichtet, rüstet das paraguayische Militär auf und wird im kommenden Jahr und wird im kommenden Jahr M108-Panzerhaubitzen erhalten. Die Schenkung der erfolgt, da das Nachbarland Brasilien, diese Geräte ausmustert. Die Panzerhaubitzen können bis zu vier Schuss pro Minute abfeuern und verfügen über eine 360° drehbare Kuppel. Die Geräte sollen vor allem bei Überwachungszwecken zum Einsatz kommen.

-red-


25.11.2020

Indien: INS Vagir zu Wasser gelassen

Die Indian Navy stellt das fünfte U-Boot der Kalvari Klasse in den Dienst.

Am 19. November 2020 wurde das dieselelektrische U-Boot INS Vagir, das fünfte der Kalvari Klasse in der Werft von Mazgaon in Mumbai zu Wasser gelassen. In den kommenden Wochen soll das U-Boot ausgerüstet und mit den Hafentests begonnen werden. Insgesamt beschafft Indien sechs U-Boote des Typs. Gegenwärtig stehen die INS Kalvar und die INS Khanderi im Flottendienst. Die INS Karanj und Vela befinden sich noch in den Abnahmetests. Das sechste U-Boot der Klasse, die INS Vagsheer, ist noch in Bau.

-nt-


25.11.2020

Äthiopien: Ultimatum zurückgewiesen

Zehntausende Menschen sind bereits aus dem Konfliktgebiet in den benachbarten Sudan geflohen.

Wie der Standard berichtet, haben die Anführer der Aufständischen in der abtrünnigen äthiopischen Region Tigray ein Ultimatum der Zentralregierung zurückgewiesen. Ministerpräsident Abiy Ahmed forderte die Volksbefreiungsfront TPLF am 22. November 2020 auf, sich innerhalb von 72 Stunden zu ergeben, andernfalls drohe ein Großangriff auf Mekele, der Hauptstadt der Region. Laut Angaben der äthiopischen Regierung wurde Mekele am 24. November 2020 mit einem Abstand von 50 Kilometern eingekreist. Bei den bisherigen Kämpfen wurden hunderte Menschen getötet, Zehntausende sind in den benachbarten Sudan geflohen.

-red-


25.11.2020

Schweiz: Nachtflugtraining Yorknite gestartet

Vom 24. November 2020 bis 18. Dezember 2020 trainiert die Schweizer Luftwaffe mit bis zu zehn F/A-18 Kampfjets bei Nacht auf dem Luftwaffenstützpunkt der Royal Air Force in Leeming, Großbritannien.

An der Übung nehmen ca. 40 Piloten und 100 Angehörige des Bodenpersonals teil. Der Luftwaffenstützpunkt bietet der Schweizer Luftwaffe ideale Trainings- und Umfeldbedingungen. Die großräumigen Trainingssektoren liegen in günstiger Entfernung über der Nordsee, wo der taktische Nachtflug praktisch ohne Einschränkungen, inklusive Überschallflug, effektiv trainiert werden kann. Das Training in der Region Nordengland – genannt Yorknite – ist zentraler Bestandteil der Ausbildung der Schweizer Luftwaffe. Sie absolviert beinahe die Hälfte der Ausbildungen im Ausland.

-red-


24.11.2020

Armenien/Aserbaidschan: Übergabe von 121 Orten

Im Konflikt mit Aserbaidschan um die Südkaukasus-Region Bergkarabach gibt Armenien die Kontrolle von mehr als hundert Ortschaften ab.

Wie die Presse berichtet, hat die armenische Regierung am 23. November eine Liste mit insgesamt 121 Städten und Dörfern veröffentlicht, die in die aserbaidschanische Kontrolle übergehen. Teilweise hatte Armenien die Kontrolle über die Orte zuletzt bei Kämpfen verloren, teilsweise kommt es zu einer kampflosen Übergabe. Bergkarabach ist seit Jahrzehnten zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan umkämpft. Bei den neuerlichen Kampfhandlungen, die am 27. September 2020 begannen und mit dem Waffenstillstandsabkommen vom 10. November beendet wurden, erlangte Aserbaidschan weite Teile des Anfangs der 1990er Jahre verlorenen Gebietes zurück. Während Aserbaidschan auf die Unterstützung der Türkei vertraut, sieht Armenien Russland als seine „Schutzmacht". Rund 2.000 russische Soldaten kontrollieren die Waffenruhe im Konfliktgebiet.

-red-


24.11.2020

Saudi-Arabien/Jemen: Rebellen bombardieren Öl-Anlage

Houthi-Rebellen starteten Raketenangriff auf Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco.

Wie die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben die Houthi-Rebellen im Jemen bei einem Raketenangriff am 23. November 2020 eine Öl-Anlage des Staatskonzern Aramco in Saudi-Arabien angegriffen. Die Attacke der Houthi ist eine Reaktion auf die anhaltende Belagerung im Jemen. Nur wenige Stunden vor dem Luftangriff hat Saudi-Arabien den G20-Gipfel beendet. Bereits im September 2019 wurden bei mehreren Raketen- und Drohnenangriffen der Houthi-Rebellen Anlagen von Aramco beschädigt. Seit 2015 bombardiert Saudi-Arabien Ziele im benachbarten Jemen und führt dort ein Militärbündnis an. Saudi-Arabien und der Staatskonzern Aramco zählen zu den größten Ölproduzenten der Welt.

-red-


24.11.2020

Türkei/Deutschland: Verweigerte Schiffsinspektion

Bundeswehrfregatte stoppt im Mittelmeer einen türkischen Frachter, muss die Suche nach illegalen Waffen aber abbrechen.

Wie die deutsche Tageszeitung Spiegel berichtet, verlangt die Türkei von Deutschland wegen einer versuchten Kontrolle eines türkischen Frachtschiffs auf dem Weg nach Libyen eine Entschuldigung. Die Türkei wirft der Deutschen Bundeswehr vor, die Besatzung eines türkischen Frachters bedroht zu haben. Beweise gibt es keine. Auslöser des heftigen Streites ist die Durchsuchung des türkischen Frachters „Roseline A" am 22. November 2020. Soldaten der deutschen Fregatte „Hamburg" hatten den türkischen Frachter im Mittelmeer ca. 200 km nördlich von Libyen gestoppt, weil auf dem Schiff eine illegale Waffenlieferung für die libysche Regierung vermutet wurde. Die deutschen Streitkräfte unterstützen mit ihren Patrouillen im Mittelmeer die EU-Mission „Irini" zur Eindämmung des florierenden Waffenschmuggels in Libyen. Laut deutschen Angaben habe die Besatzung der „Hamburg" einen Hinweis aus dem EU-Hauptquartier in Brüssel erhalten und das Frachtschiff deswegen kontrolliert. Die Besatzung der „Roseline A" sei über die Kontrolle per Funk ebenso wie die türkische Regierung informiert worden.

-red-


24.11.2020

Japan: JS Kumano zu Wasser gelassen

Am 19. November 2020 wurde in der Mitsui Werft in Okayama, die erste 30 FFM Fregatte zu Wasser gelassen.

Das Schiff wird den Namen Kumano erhalten und ist das Zweite seiner Klasse. Das erste Schiff ist gegenwärtig noch in der Werft von Mitsubishi Heavy Industry in Nagasaki in Bau. 2022 sollen beide Schiffe bei der Marine in Dienst gestellt werden. Die Fregatte ist als Einsatzplattform für Über- und Unterwasserdrohnen ausgelegt. Bewaffnet wird das Schiff mit Raytheon Rim-116 Rolling Airframe Missiles und MHI Typ 17 anti-ship missiles. Ein eigener Hangar bietet Platz für Seahawk Hubschrauber. Durch die Vollautomatisierung des Schiffes beläuft sich die Besatzung auf 90 Matrosen. Angetrieben wird die Fregatte von zwei Rolls Royce MT30 Gasturbinen und zwei MAN 12V28/33D STC Dieselmaschinen. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 30 Knoten.

-nt-


23.11.2020

Ungarn: Kauf zweier KC-390 Transporter

Ungarns Luftwaffe erhält bis 2024 zwei Exemplare des brasilianischen Militärtransporters Embraer.

Wie die Budapester Zeitung berichtet, erwirbt die ungarische Armee zwei Transportflugzeuge des brasilianischen Herstellers Embraer. Bei den Maschinen handelt es sich um Transportflugzeuge des Typ KC-390. Genutzt werden sollen die KC-390 als Tanker und Transporter sowie als fliegende Intensivstation. Die Zustellung soll zwischen 2023 und 2024 erfolgen.

Nach Portugal, das im Sommer 2019 fünf KC-390 bestellt hat, ist Ungarn das zweite europäische NATO-Land, das sich für den brasilianischen Militärtransporter entschieden hat.

-red-