Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

19.02.2020

USA: Umstrukturierung im Pazifik

Der Kommandant der Pacific Air Forces, General Charles Q. Brown, kündigte eine Umstrukturierung der Luftwaffenkräfte der USA im Pazifik an.

13 Stück KC-135 und 16 Stück KC-10 Tankflugzeuge sollen außer Dienst gestellt und durch 15 Stück KC-46A Tankflugzeuge ersetzt werden. Ein Teil der Aufgaben der B-1-Bomber soll künftig auch von anderen Flugzeugen übernommen werden. Zusätzlich sollen wesentlich mehr Hyperschallwaffen bei Pacific Air Forces (PACAF) stationiert werden, um bei einer Konfrontation mit Russland oder China geeignete Waffen zur Verfügung zu haben.

Ab April sollen zwei weitere Staffeln F-35A Kampfflugzeuge nach Alaska verlegt werden. Außerdem arbeitet die Luftwaffe an einem neuen Stationierungskonzept für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung mit Russland oder China. Die Hauptziele dabei sind Flughäfen und Häfen in der Region. Die zahlreichen zivilen Flugplätze im pazifischen Raum sollen für den Kriegsfall so organisiert werden, dass Nachschub und Kampfeinsätze auch über diese abgewickelt werden können.

-nt-


18.02.2020

Deutschland: Sicherheitskonferenz in München

Von 14. bis 16. Februar 2020 fand zum 56. mal die Münchner Sicherheitskonferenz statt.

An der Konferenz nahmen Staats- und Regierungsoberhäupter sowie Führungspersonen internationaler Organisationen aus Wirtschaft, Medien und Forschung teil, um die internationale Sicherheitspolitik zu diskutieren. Der Fokus wurde dieses Jahr auf drei Themen gelegt: Die Grundlinien einer europäischen Außenpolitik, die Stärkung der Position der EU in der NATO und die Beziehung zwischen Europa und den USA. Besonders die angespannte Beziehung zwischen China und den USA wurde thematisiert, wobei die Meinungen weit auseinandergingen. Der US-amerikanische Außenminister Michael Pompeo kommentierte diese mit den Worten „the west is winning“, was auf wenig Zustimmung unter den Anwesenden traf.

Begleitend zu der Konferenz erschien der „Munich Security Report“ in welchem das Phänomen „Westlessness“ vorgestellt und analysiert wurde. Dieses beschreibt die wachsende Unsicherheit über die Zukunft des Westens, besonders angesichts aktueller politischer Entwicklungen, wie beispielsweise des Brexits oder des Ausstiegs der USA aus dem Iran-Nuklearabkommen.

-red-


17.02.2020

Venezuela: Militärgroßübung

Von 15. bis 16. Februar 2020 führte das Militär Venezuelas mit verbündeten Milizen ein landesweites Großmanöver durch.

An der zweitägigen Übung beteiligten sich - neben regulären Militäreinheiten - über 2,3 Millionen Milizionäre. Präsident Niciolas Maduro ordnete das Großmanöver aufgrund des vermehrten politischen Drucks aus den USA und anderer Nationen an. Dem von den Vereinigten Staaten unterstützten Präsidentschaftskandidaten Juan Guaido droht in Venezuela die Festnahme.

-red-


17.02.2020

Russland: Neue Bomber-Generation im Test

Am 2. Februar 2020 startete die modernisierte Version des Schwenkflügel-Überschall-Bombers Tu-160M zu ihrem ersten Probeflug.

Im Unterschied zu ihrem Vorgänger verfügt die neue Generation der Tu-160M nun über ein modernes Abwehr- und Kommunikationssystem sowie neue Triebwerke. Sie wurde außerdem mit einer neuen Bewaffnung ausgestattet. Ab 2021 sollen die modernisierten Tu-160M an die russische Luftwaffe ausgeliefert werden.

-nt-


14.02.2020

Indien: Neustrukturierung des Militärs

Der indische Generalstabschef Bipin Rawat kündigte eine umfangreiche Umstrukturierung der Streitkräfte in den nächsten drei Jahren an.

Künftig soll es vereinigte Kommanden des Heeres, der Luftwaffe und der Marine geben. Die genaue Anzahl steht noch nicht fest, aber es wird damit gerechnet, dass ein West- Ost- und Nordkommando aufgebaut wird. Zusätzlich könnten eigene Kommanden für China und Pakistan sowie ein Luftwaffen- und Weltraumkommando und ein Logistik- und Ausbildungskommando geplant sein. Die Luftwaffe soll nach ersten Informationen in jedem Kommando vertreten sein. Durch die neuen Streitkräftekommanden sollen Mannschaft, Waffen, Munition und Material effizienter eingesetzt und die Schlagkraft des Militärs erhöht werden.

Auch beim Pensionsantrittsalter der Soldaten ist eine deutliche Anhebung geplant. Unteroffiziere gehen derzeit durchschnittlich mit 38 Jahren in den Ruhestand. Der Generalstabschef beabsichtigt eine Erhöhung des Unteroffiziers-Pensionsalters auf das Niveau der Offiziere, die erst mit 58 Jahren pensionsberechtigt sind. Die Pensionskosten betragen derzeit fast ein Drittel des Gesamtbudgets der Streitkräfte.

-nt-


14.02.2020

Jeder zweite Millennial rechnet mit 3. Weltkrieg

Laut einer Studie des Roten Kreuzes befürchten 47 Prozent der 20 bis 35-Jährigen in ihrem Leben einen Dritten Weltkrieg miterleben zu müssen.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Millennials rechnet darüber hinaus mit einem Atomwaffeneinsatz innerhalb der nächsten zehn Jahre. Eine Folter feindlicher Kämpfer in Gefangenschaft befürworten 41 Prozent der jungen Erwachsenen - besonders hoch fällt die Zustimmung dafür in Israel, Nigeria und den USA aus. 46 Prozent der Millennials haben noch nie vom Genfer Abkommen gehört, das den Schutz von Kriegsgefangenen und Zivilpersonen in Kriegszeiten regelt. Für die Studie wurden insgesamt 16.000 junge Erwachsene aus 16 Ländern befragt.

-red-


12.02.2020

Israel: Neues Kommandosystem

Das israelische Verteidigungsministerium hat sich für die Einführung des Kommandosystems „Fire Weaver“ des israelischen Rüstungsherstellers Rafael entschieden.

Das System soll die eigenen Streitkräfte künftig mit „Computer Vision Technology“ (computergestützte Lösung von Aufgabenstellungen, die sich an den Fähigkeiten des menschlichen visuellen Systems orientiert; Anm.) und künstlicher Intelligenz ausstatten. Die Kommandanten erhalten damit aus verschiedenen Aufklärungsquellen (Drohnen, Sensoren, Soldaten) ein zusammengefasstes Lagebild, um ihre taktischen Entscheidungen zu treffen. Das Kommandosystem „Fire Weaver“ liefert ein digitalisiertes Kampffeld, das Streitkräften speziell beim Einsatz in urbanem Gelände große Vorteile bringen soll.

-nt-


12.02.2020

USA: Erhöhung des Militärbudgets

Der Budgetentwurf 2021 von US-Präsident Donald Trump sieht eine Steigerung der Militärausgaben um 0,3 Prozent auf rund 740 Milliarden Dollar (etwa 680 Mrd. Euro) vor.

Der Großteil des Geldes soll in die Modernisierung des US-Atomwaffenarsenals fließen. Geplant sind einerseits Programme zur Verlängerung der Lebensdauer von Sprengköpfen aber auch die Entwicklung neuer nuklearer Gefechtsköpfe. Um die Finanzierung sicherzustellen, sollen die Ausgaben für Soziales, Umwelt und Entwicklungshilfe deutlich gesenkt werden. Der Kongress muss den Plänen freilich noch zustimmen. Das US-Gesamtbudget beträgt insgesamt 4,8 Billionen US-Dollar (rund 4,4 Billionen Euro).

-red-


11.02.2020

China: Neue Gyrocopter

Das chinesische Militär hat eine Weiterentwicklung des Gyrocopters „Lieying“ für den Truppeneinsatz im Hochgebirge eingeführt.

Bei der Parade zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China war erstmals der zweisitzige „Lieying“-Gyrocopter (Tragschrauber mit Autorotation durch Fahrtwind; Anm.) zu sehen. Jetzt hat das chinesische Militär eine verbesserte dreisitzige Version in Dienst gestellt. Der Motor des Luftfahrzeuges verfügt nun über 135 PS, der Durchmesser des Rotors beträgt 8,8 Meter. Auch der Treibstofftank wurde im Vergleich zur Vorgängerversion umkonstruiert. Das Fluggerät transportiert Lasten bis zu 630 kg und erreicht eine maximale Einsatzhöhe von 4.200 Meter. Material und Soldaten können entweder direkt angelandet oder mit dem Fallschirm abgesetzt werden. Der Gyrocopter „Lieying“ wird vor allem in den gebirgigen Regionen im Südwesten Chinas eingesetzt.

-nt-


10.02.2020

Indien: Kritik an neuem Raketenabwehrsystem

Nach Angaben der indischen Luftwaffe wurde die Entwicklung und Testphase des neuen, komplett in Indien hergestellten, Raketenabwehrsystems abgeschlossen.

Die Luftwaffe will das System künftig rund um die Hauptstadt Delhi einsetzen. Indische Verteidigungsexperten äußerten jedoch Bedenken, da das System auf unrealistischen Annahmen basiere und nicht ausreichend getestet sei. So könne das Raketenabwehrsystem nur jene Flugkörper abfangen, von denen der Abschussort, die Fluggeschwindigkeit und die Flughöhe sowie alle übrigen ballistischen Parameter bekannt seien. Ein dynamischer Zielanflug einer feindlichen Rakete stelle das System jedoch vor erhebliche Probleme.

Im Vergleich mit Israel, Russland, China und den USA steckt die indische Technologie noch in den Kinderschuhen. Für Indien gestaltet sich besonders die Herstellung schwierig, da viele wichtige Systemkomponenten aus dem Ausland beschafft werden müssen und strengen internationalen Restriktionen unterworfen sind.

-nt-