Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

30.09.2019

Australien: Neue Schützenpanzer

Die Rüstungskonzerne Hanwha und Rheinmetall stehen in der Endauswahl für den Auftrag zur Lieferung eines Schützenpanzers für das australische Militär.

Hanwha bietet mit dem AS21 „Redback“ eine Weiterentwicklung des Panzers IFV K-21, der bei der südkoreanischen Armee in Dienst steht. Rheinmetall schickt den „Lynx“-Schützenpanzer ins Rennen um den Zuschlag.

Die australische Armee plant die Beschaffung von insgesamt 450 Schützenpanzern, um die veralteten M113-AS4 abzulösen. Der Wert des Auftrages wird über zehn Milliarden US-Dollar (etwa 9,4 Milliarden Euro) betragen. Die Panzer sollen in Australien gebaut werden.

Derzeit beliefert Rheinmetall das australische Militär mit 211 „Boxer“-Radpanzern, die zum Großteil in Australien gefertigt werden.

Rheinmetall und Hanwha stehen zusätzlich im Wettbewerb für die Lieferung neuer Panzerhaubitzen an Australien. Hanwha bietet hier die K9-„Thunder“ mit 155 mm, Rheinmetall die Panzerhaubitze 2000 an.

-nt-


30.09.2019

Indien: Entwicklung von „Exo-Suits“

Die indische Armee arbeitet an der Entwicklung von „Exo-Suits“ für ihre Infanteriesoldaten.

Diese „Roboteranzüge“ sollen über eine Klimafunktion verfügen, um Soldaten auch bei extremen Temperaturen in Hoch- und Wüstengebieten sowie in den Tropen einsetzen zu können.

„Exo-Suits“ eignen sich primär zur Unterstützung der Situationserkennung, zur Beschusssicherung und zur Leistungsunterstützung.

-nt-


28.09.2019

Japan: Aufbau von Weltraumeinheit

Der japanische Premierminister Abe erklärte am 17. September 2019 in einer Rede, dass Japans Luftwaffe künftig eine Weltraumeinheit aufstellen müsse.

Dieser Schritt sei notwendig, um mit den USA, Russland und China im Weltraum mithalten zu können. Die erste Mission der neuen Weltraumstreitkräfte solle die Betrachtung des Orbits und der Schutz japanischer Satelliten sein. Vorerst sei eine Grundeinheit mit 70 Soldaten geplant aus der sich dann die japanischen Weltraumstreitkräfte entwickeln sollen.

-nt-


28.09.2019

China: Absicherung gegen Drohnenangriffe

Aufgrund des erfolgreichen Drohnenangriffes auf zwei Ölraffinerien in Saudi Arabien prüfen Chinas Sicherheitsbehörden derzeit die eigene Absicherung wichtiger strategischer Ziele gegen Drohnen.

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Abwehrmöglichkeiten gegen Drohnen in China entwickelt und bei der Polizei sowie dem Militär eingeführt.

Die Abwehr von Kleinstdrohnen stellt die traditionelle Luftabwehr vor große Probleme. Dafür werden hochauflösende, mobile Radarstationen sowie eine Infrarot- und Funküberwachung benötigt. Sind anfliegende Drohnen erkannt, müssen sie durch Raketenabwehrsysteme, Scharfschützengewehre, Jagddrohnen oder Netze zum Absturz gebracht werden.

Derzeit wird in China eine Waffe, die Steuersignale angreifender Drohnen blockiert bzw. die Steuerung übernimmt, getestet. Auch Laserwaffen werden als Abfangmittel erprobt.

-nt-


27.09.2019

Russland: Übung „Tsentr 2019“

Am 16. September 2019 startete das internationale Manöver „Tsentr 2019“ im Gebiet von Donguz bei Orenburg (Russland) mit einer großen Parade.

An der Übung nehmen Truppen aus Russland, China, Kasachstan, Pakistan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Indien teil. Die Truppenkontingente bestehen aus Bodentruppen, Kommandotruppen und Luftwaffeneinheiten. Das Manöver wird in gemeinsamer Stabsarbeit von Russland und China durchgeführt.

In der ersten Phase der Übung wird die Feindlage erfasst, EloKa-Einheiten und die Luftwaffe führen die Aufklärung durch. Kommandotruppen werden zur Bodenaufklärung und für Störangriffe eingesetzt. Mit den gesammelten Informationen formuliert der Stab die Angriffsabsichten und setzt diese auf dem Befehlsweg an die Kampfverbände um. Als Manöverausgangslage wird angenommen, dass der Gegner den Erstschlag mit Luftwaffenverbänden durchführt. In der zweiten Phase werden die eigenen Kräfte nach massiven Feuerschlägen zu dreidimensionalen Gegenangriffen eingesetzt, um den Feind zu schlagen.

Insgesamt 130.000 Soldaten, 20.000 Fahrzeuge, 600 Flugzeuge und 15 Schiffe nehmen an der Übung teil. Das chinesische Kontingent umfasst 1.600 Soldaten, 300 Fahrzeuge sowie 30 Flugzeuge und Hubschrauber. Russland beteiligt sich mit 126.000 Soldaten, 250 Panzern und 450 Schützenpanzern, sowie 200 Artillerie- und Luftabwehrwaffen am Manöver.

-nt-


27.09.2019

Saudi Arabien: Neue Details zum Terrorangriff

Nach Erkenntnissen der indischen Aufklärung wurden am 14. September 2019 bei dem erfolgreichen Angriff der Huthi-Rebellen auf die Ölanlagen von Abqaiq and Churais zehn Drohnen vom Typ „Qasef“ 1 verwendet.

„Qasef“ 1 ähnelt der iranischen „Ababil“ 2/T-Drohne und wird seit 2016 von den Huthi-Rebellen zu Aufklärungs- und Angriffszwecken verwendet.

Die Drohne besitzt eine V-Schwanzflosse und verfügt über einen leistungsfähigen Motor. „Qasef“ 1 kann bis zu 18 kg schwere Sprengladungen transportieren. Die Drohne wird entweder von einem Piloten ferngesteuert oder fliegt Ziele automatisch mit einer vorherigen Programmierung an.

Die indischen Geheimdienste gehen davon aus, dass es in Zukunft vermehrt zu Drohnenangriffen durch Terroristen kommen wird und raten der indischen Regierung dringend, die Drohnenabwehr auf den neuesten Stand zu bringen.

-nt-


26.09.2019

Indien: Modernisierung von Zerstörerflotte

Das indische Verteidigungsministerium hat einen Vertrag mit dem russischen Rüstungskonzern Rosoboronexport zur Luftabwehr-Modernisierung von „Delhi“-Klasse-Zerstörern der Marine unterzeichnet.

Die drei Schiffe INS „Delhi“, INS „Mysore“ und INS „Mumbai“ erhalten im Zuge ihrer Generalüberholung ein neues Luftabwehrradar und Luftabwehrraketensystem.

-nt-


25.09.2019

Indien: Neue Panzerabwehrrakete entwickelt

Indien hat eine Infanterie-Panzerabwehrrakete erfolgreich getestet, die im eigenen Land entwickelt und hergestellt wurde.

Der Flugkörper hat eine Reichweite von 2,5 km und einen HEAT-Gefechtskopf (hochexplosives Hohlladungsgeschoss zur Panzerabwehr). Sollten die Truppenversuche erfolgreich abgeschlossen werden, ist die Einführung der neuen, selbst zielsuchenden Raketen ab 2021 bei der Truppe geplant.

-nt-


23.09.2019

Indien: Neues Sturmgewehr

Nach schlechten Erfahrungen mit dem indischen Infanteriesturmgewehr INSAS hat die indische Armee beschlossen stattdessen wieder auf ein russisches Sturmgewehr zurückzugreifen.

Die Rüstungsunternehmen Indian Ordnance Factory Board, Rosoboronexport und Kalaschnikow werden in Indien gemeinsam das Sturmgewehr AK-203 produzieren. Die Type entstand aus dem russischen AK-200 und ist eine Variation des AK-74M, der Standardwaffe der russischen Infanterie. Das AK-203 hat eine 7,62x39-mm-Patrone. Je nach Einsatz und Gebrauch können verschiedene Zieleinrichtungen auf dem Sturmgewehr angebracht werden. Insgesamt sollen 750.000 AK-203 für die indischen Streitkräfte produziert werden. Neben der Kalaschnikow werden zusätzlich mehrere zehntausend Stück der Selbstladewaffe SIG-716 und des Sturmgewehres CAR816 bei der indischen Armee eingeführt.

-nt-


21.09.2019

China: Modernster Zerstörer auf Mission

Die 33. Eskortflotte der chinesischen Streitkräfte, die sich derzeit auf dem Weg in den Golf von Aden befindet, besteht aus dem Zerstörer CNS „Xining“ der 052D-Klasse, der 054A-Fregatte CNS „Weifang“ und dem Versorgungsschiff CNS „Hoh Xil Hu“.

Die Schiffe sind Teil der Nordseeflotte der Heeresgruppe Nord. An Bord befinden sich insgesamt 600 Matrosen inklusive Kommandosoldaten. Mit der CNS „Xining“ nimmt erstmals die modernste Klasse der chinesischen Zerstörer an einem internationalen Einsatz teil.

Schiffe der 052D-Klasse haben eine Verdrängung von 6.300 Tonnen und sind mit einer 130-mm-Kanone, 64 HQ-9-Flugabwehrraketen sowie YJ-18- und YJ-19-Marschflugkörpern bewaffnet.

-nt-