Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

05.06.2019

China: Marine mustert Schiffe aus

Die chinesische Marine hat am 23. Mai 2019 insgesamt fünf Schiffe der Garnison Hong Kong außer Dienst gestellt.

Es handelt sich dabei um drei Landungsschiffe der Type 074 (Nr. 7593, Nr. 7594 und Nr. 7595) sowie zwei Transportschiffe (Nanjiao 85 und Nanjiao 86), die 20 Jahre in Hong Kong stationiert waren.

Die Type 074 wurden seit den 1990er-Jahren von der Marine eingesetzt. Die Schiffe dieser Bauart haben eine Verdrängung von 486 Tonnen, ihre Maximalgeschwindigkeit beträgt 18 Knoten.

Wegen ihrer positiven Eigenschaften war die Klasse bei den Mannschaften überaus beliebt.

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03.06.2019

Indien: Rekrutierungsprobleme

Im Zuge der diesjährigen Rekrutierung haben die indischen Streitkräfte festgestellt, dass die freiwilligen Meldungen für den Militärdienst drastisch zurückgegangen sind.

Hatten sich 2018 in den jeweiligen Rekrutierungsbezirken durchschnittlich 217 Jugendliche für den Dienst an der Waffe gemeldet, so waren es heuer nur mehr 40 Freiwillige.

Speziell in Nordindien ist zu beobachten, dass immer mehr Jugendliche den Militärdienst ablehnen.

Als Ursachen dieses Rückgangs werden von der indischen Regierung einerseits die laufenden Kämpfe und Verluste entlang der Waffenstillstandszone zwischen Indien und Pakistan und andererseits eine Desinformationskampagne des pakistanischen Geheimdienstes über das Internet genannt.

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01.06.2019

Japan: Verkleinerung des US-Marineinfanteriekontingents

Die japanische und die amerikanische Regierung haben sich auf eine Reduzierung des amerikanischen Marineinfanteriekontingentes in Okinawa geeinigt.

Ab 2024 sollen vor Ort nur mehr 5.000 US-Marineinfanteriesoldaten stationiert sein. Dafür wird künftig die Garnison in Guam mit den frei werdenden Kräften verstärkt.

Der Entscheidung gingen jahrelange Proteste der Bevölkerung voraus, die einen kompletten Abzug beziehungsweise eine starke Reduzierung der amerikanischen Truppen in Okinawa forderten. Die Verminderung ist jedoch nicht nur als Reaktion auf diese Demonstrationen zu verstehen. Durch den Teilabzug aus Okinawa und die Verlegung nach Guam ist zugleich erkennbar, dass die USA ihre Präsenz im Westpazifik nun näher zu China verlegen wollen.

Die Entfernung von Guam nach Taiwan beträgt 2.700 km, zu den Philippinen 2.200 km und nach Hawaii 6.000 km. B-52-Bomber können Tokyo und Manila in drei, Shanghai in vier und Pjöngjang in viereinhalb Stunden erreichen.

Guam hat eine große strategische Bedeutung, da mit den Straßen von Tshushima und Malacca der Westpazifik kontrolliert werden kann.

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31.05.2019

China: Zerstörer ausgemustert

Mit einer großen Zeremonie wurden die vier chinesischen Zerstörer der ersten Generation, „Kaifeng“ „Dalian“, „Zunyi“ und „Guilin“, im Marinestützpunkt von Lyushun (Provinz Liaoning) außer Dienst gestellt.

Es handelt sich dabei um die Baureihe 051D und damit um die ersten großen Kriegsschiffe, die in China entwickelt und gebaut wurden. Die Zerstörer waren mehr als 30 Jahre bei der chinesischen Marine im Einsatz und werden nun von einer neuen Generation abgelöst.

Die Außerdienststellung der Schiffe ist ein Zeichen dafür, dass der Flottenneubau schnell und zügig vorangeht.

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29.05.2019

Indien: Neuer Satellit im All

Am 22. Mai 2019 hat Indien einen neuen Aufklärungssatelliten des Typs RISAT-2B erfolgreich in den Weltraum transportiert und in seine vorgesehene Position gebracht.

Ausgestattet ist RISAT-2 mit einem Radarsystem sowie einer schüsselförmigen Antenne. Er liefert Fotos zu jeder Tageszeit und jedem Wetter. Er kann eine Auflösung von bis zu einem Meter erreichen.

Gegenwärtig sind insgesamt drei RISAT-2-Satelliten im Einsatz. 2020 sollen dann fünf weitere Satelliten des neuen 2B-Typs folgen.

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28.05.2019

Pakistan: Kampfflugzeug modernisiert

Im März 2019 lieferte Changsha Aircraft Industry das erste grundlegend überholte JF-17-Kampfflugzeug an die pakistanische Luftwaffe aus.

Die Jets wurden 2007 von China angekauft. Nach zehn Jahren im Einsatz entschied das Militär seine JF-17-Flotte tiefgreifend zu modernisieren.

Im Zuge der Überholung wurden Verbesserungen am Flugkörper vorgenommen sowie ein stärkeres Triebwerk eingebaut. Auch die Avionik und die Waffensystemsteuerung erfuhren grundlegende Updates.

Das modernisierte Kampfflugzeug wird derzeit bei der pakistanischen Luftwaffe ausführlich getestet und soll den Start der Modernisierung der restlichen JF-17-Flotte einläuten.

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27.05.2019

Indien: Geheimdienst verhaftete Spion

Der militärische Abwehrdienst konnte einen zivilen Beamten festnehmen, der für den pakistanischen Geheimdienst ISI gearbeitet hat.

Der Beamte war in Mhow stationiert und ist dort in eine, durch einen weiblichen Lockvogel gestellte, Falle gegangen. Er versorgte ISI mit Nachrichten über Standorte und Bewegungen der indischen Armee.

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25.05.2019

China: Angriffstraining auf Taiwan

Die 74. Gruppe der Chinesischen Volksbefreiungsarmee hat in den letzten Wochen eine Invasion von Taiwan an der Küste von Guandong simuliert.

Der Angriff der Truppen wurde dabei mittels Landungsfahrzeugen durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei das amphibische Landungsfahrzeug ZTD-05.

Es kann sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometer im Wasser fortbewegen und auch bei höherem Wellengang sicher eingesetzt werden. An Land erreicht das Landungsfahrzeug ein Tempo von 65 km/h.

Das ZTD-05 ist mit einer 10,5-Zentimeter-Kanone, sowie zwei Maschinengewehren mit 12,7- und 7,62-mm Kalibern bewaffnet. Das Fahrzeug kann an Land eine Distanz von 500 Kilometern zurücklegen und bietet Platz für bis zu acht Soldaten.

Bei der Übung wurden auch Landungsschiffe der Klasse 071 und 072 eingesetzt. Gegenwärtig entwickelt die chinesische Marine bereits die neueste Baureihe 075.

Der Ausbau der Landungsschiffflotte hat in China eine hohe Priorität, um im Falle einer möglichen Unabhängigkeitserklärung Taiwans schnell und effektiv reagieren zu können.

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25.05.2019

Indien: Ankauf neuer Hubschrauber

Die indische Regierung hat das Budget für den Ankauf von 24 amerikanischen MH-60R „Seahawk“ freigegeben.

Die Anschaffungskosten der Hubschrauber belaufen sich pro Stück auf 109 Millionen US-Dollar (etwa 98 Millionen Euro).

Die bestellten MH-60R werden von der indischen Marine künftig für U-Boot- und Überwasserschiffskämpfe eingesetzt.

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24.05.2019

China: Neues elektronisches Diagnosezentrum

Die Sanitätsabteilung der chinesischen Marine in Hainan stellte ein neues elektronisches Diagnosezentrum basierend auf 5G-Signalen in den Dienst.

Ärzte und medizinische Spezialisten können damit über große Distanzen, wie etwa bei entlegenen Stützpunkten in der Südchinesischen See, Patienten über elektronischem Weg medizinisch versorgen und den vor Ort stationierten Sanitätern bei der Behandlung von Kranken und Verletzten behilflich sein.

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