International

Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

14.01.2026

Russland: Wiederaufbau der Streitkräfte

Das Magazin „Europäische Sicherheit und Technik“ berichtet über vier denkbare Entwicklungspfade der russischen Streitkräfte.

Die erste Variante folgt dem sogenannten Shoigu-Plan von 2022, der eine Personalstärke von 1,5 Millionen Soldaten sowie tiefgreifende Veränderungen in Führungs- und Truppenstrukturen vorsieht. Die zweite Möglichkeit wäre eine Rückkehr zum Modell vor der Militärreform von 2009: ein mechanisiertes Massenheer, getragen von Wehrpflicht und Mobilmachung, jedoch ohne signifikante Modernisierung. Die dritte Option nimmt den Reformkurs ab 2009 wieder auf, der auf ein kleineres, mobileres und technologisch moderneres Heer setzt, wobei qualitative Überlegenheit, moderne Technologien und Reformen im Personalwesen im Mittelpunkt stehen. Die vierte Möglichkeit wäre ein völlig neues operatives Modell. Es würde auf kleinere Truppenstärken setzen, auf eine verbesserte operative und taktische Führung und auf eine umfassende Nutzung moderner Technologien. Welche dieser Optionen Russland verfolgen wird, bleibt derzeit offen.

-hb-


14.01.2026

Frankreich: FCAS verlangt Klarheit

Frankreich möchte im Projekt Future Combat Air System (FCAS) die Führungsrolle und alleinige Entscheidungsmacht übernehmen, wie das Magazin „Europäische Sicherheit und Technik“ berichtet.

Das FCAS galt als Jahrhundertprojekt der europäischen Luftstreitkräfte: ein Kampfflugzeug der sechsten Generation, unterstützt durch unbemannte Begleitsysteme, vernetzte Sensorik und eine Combat Cloud als zentraler Datenknoten. Es sollte Europas industrielle Handlungsfähigkeit stärken, technologische Souveränität sichern und global eine konkurrenzfähige Alternative schaffen. Von dieser Vision ist wenig geblieben. Éric Trappier, Chef von Dassault, pocht weiterhin darauf, dass Frankreich die Führungsrolle mit alleiniger Entscheidungsmacht übernimmt. Zuletzt drohte er offen mit einem nationalen Alleingang, sollte Dassault nicht die vollständige Kontrolle erhalten. Für Deutschland ist das ein Wendepunkt: Wenn Gleichberechtigung im Projekt nicht mehr gegeben ist, muss Berlin den Mut zeigen, Alternativen zu prüfen. Das britisch-italienisch-japanische GCAP-Programm bietet sich ebenso als Kooperationsoption an wie mögliche Partnerschaften mit Schweden und Saab.

-hb-


12.01.2026

Ukraine: Schützenpanzer Lynx KF-41

Die Ukraine erhält ab Anfang 2026 die ersten Schützenpanzer Lynx KF41 zur Stärkung ihrer Landesverteidigung.

Ein entsprechender Vertrag über ein erstes Los von fünf Gefechtsfahrzeugen wurde im Dezember 2025 gezeichnet und durch die Bundesrepublik Deutschland finanziert. Die Entscheidung für den Lynx KF41 fiel nach umfangreichen Tests. Die Fahrzeuge werden mit dem Zwei-Mann-Turm "Lance" ausgestattet und länderspezifisch konfiguriert. Weitere Lose einschließlich einer Produktion in der Ukraine sind vorgesehen.

-red-


09.01.2026

Deutschland: Ausbildungssimulatoren für Schützenpanzer Puma

Die Bundeswehr erhält neun moderne Ausbildungssimulatoren für den Schützenpanzer Puma.

Das Gesamtvolumen der Beschaffung beträgt 119,5 Millionen Euro. Ab Mitte 2027 sollen die ersten Ausbildungsgeräte Schieß- und Gefechtsausbildung ausgeliefert werden. Die Simulatoren ermöglichen eine umfassende taktische Ausbildung der Panzergrenadiere, ohne den Einsatz realer Fahrzeuge und sind für die vernetzte Ausbildung bis auf Kompanieebene ausgelegt.

-red-


08.01.2026

Deutschland: Munitionsvorräte für Schützenpanzer Puma

Die Bundeswehr hat einen neuen Auftrag über die Lieferung von 30-mm-Muniton für den Schützenpanzer Puma erteilt.

Die Bestellung erfolgt im Rahmen eines 2022 geschlossenen und nun erweiterten Vertrages mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall und umfasst eine mittlere sechsstellige Stückzahl. Zuvor wurde bereits eine hohe sechsstellige Anzahl an Patronen im Kaliber 30 x 173 mm geordert. Das Gesamtvolumen des Auftrages beträgt eine Milliarde Euro. Die Munition dient der Auffüllung sowie dem Ausbau der Munitionsbestände angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage.

-red-