Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

18.04.2016

China: Marinemiliz

Die Zentrale Militärkommission (CMC) überlegt die Aufstellung einer Marinemiliz. Sie soll die Marine und die Küstenwache beim Schutz des chinesischen Seegebietes und seiner Fischer unterstützen.

In den letzten Jahren kam es immer häufiger vor, dass chinesische Fischerboote in der südchinesischen See von vietnamesischen Fischerbooten oder vietnamesischer Marinemiliz und deren bewaffneten Besatzung ausgeraubt wurden und werden.

Die alte Freundschaft vietnamesischer und chinesischer Fischer ist längst vorbei. Für in Seenot geratene chinesische Fischerboote ist es mittlerweile „Selbstmord“, wenn sie vietnamesische Fischerboote um Hilfe bitten.

-nt-


16.04.2016

Indien/Russland: Flugzeugprojekt aufgekündigt

Indien hat sich aus der Entwicklung des Transportflugzeuges Iljuschin 214 (Il 214) mit Russland zurückgezogen.

Nach einer Reihe von Missverständnissen und Problemen entschloss sich Indien zu diesem Schritt. Die russische Seite bedauert die Aufkündigung der gemeinsamen Entwicklung, wies jedoch darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit Indien nicht einfach gewesen sei. Russland wird das Transportflugzeug nun alleine weiterentwickeln. Der Erstflug ist für 2020 geplant.

-nt-


12.04.2016

Ägypten: Marineerweiterung

Im Zuge des bevorstehenden Besuches des französischen Präsidenten François Holland sollen Waffenkäufe in der Höhe von 1,1 Milliarden USD (ca. 965 Mio. Euro) unterzeichnet werden.

Neben Flugzeugen und Schiffen sollen auch Kommunikationssatelliten auf der Einkaufsliste stehen. Zudem sollen zwei weitere Korvetten der Gowind-Klasse für die ägyptische Marine beschafft werden. Ägypten wird in Zukunft über insgesamt sechs Gowind-Korvetten verfügen, da bereits 2014 vier Korvetten dieser Klasse bestellt wurden. Die ersten Gowind-Korvetten werden der Marine ab 2017 zulaufen.

-nt-

Zum Wikipedia Eintrag


11.04.2016

China: Flugzeugträger aus Eigenproduktion

Offizielle und inoffizielle Medienberichte spekulieren über die Möglichkeit, dass der erste in China gebaute Flugzeugträger kurz vor der Fertigstellung stehe und noch in diesem Jahr zu Testfahrten auslaufen könnte.

Durch das chinesische Verteidigungsministerium liegt keine Bestätigung vor. Es wurde lediglich festgehalten, dass der Bau des Flugzeugträgers gut im Zeitplan läge und alles Weitere von den Baufortschritten abhänge.

-nt-


07.04.2016

Südkorea: U-Boot-Verstärkung

Am 6. April 2016 wurde das siebente U-Boot der Klasse 214 vom Stapel der Hyundai Heavy Industrie gelassen und auf den Namen „Hong Beom-do“ (ehemaliger Kommandant der unabhängigen koreanischen Armee, die gegen die kaiserliche japanischen Armee zwischen 1910 und 1945 gekämpft hatte) getauft.

Das neue U-Boot soll bis Juli 2017 an die Marine übergeben werden. Die Klasse 214 verfügt über einen luftunabhängigen Antrieb (Brennstoffzellen), ist 65 Meter lang, sieben Meter breit und hat eine Verdrängung von 1 800 Tonnen. Die Unterwassergeschwindigkeit beträgt bis zu 20 Knoten, die maximale Tauchtiefe 400 Meter.

Das U-Boot kann mit einer Besatzung von 40 Seeleuten zwei Wochen lang unter Wasser operieren. Die Bewaffnung besteht aus einem Torpedosystem, das mehrere Ziele erfassen und verfolgen kann sowie aus Cruise Missiles für Landziele. Das neue U-Boot ist auch für Minenoperationen einsetzbar.

-nt-


04.04.2016

Philippinen: Marinepläne

Der philippinische Präsident, Benigno Aquino III., hat den Vorschlag gemacht, dass die Philippinen eine U-Bootflotte aufbauen sollten.

So könnten Ansprüche gegenüber China in der südchinesischen See glaubhaft verteidigt werden. Marineexperten halten nicht viel von dem Vorschlag, da die Philippinen in ihrer Geschichte noch nie ein U-Boot im Einsatz gehabt hätten. Ein armes Land wie die Philippinen könne sich gegenwärtig weder eine moderne Überwasserflotte, noch U-Boote leisten.

Die philippinische Marine beschafft zwei AW159 „Wildcat“ U-Boot-Jagdhubschrauber. Die beiden Hubschrauber werden 2018 in Dienst gestellt. Bis dato hatte die philippinische Marine keine Möglichkeit zur Aufklärung und Bekämpfung von U-Booten. Ungeklärt ist noch, von welchen Schiffen die beiden Hubschrauber operieren werden, da die philippinische Marine über keine entsprechenden Schiffe verfügt.

In diesem Zusammenhang hat die philippinische Marine die Beschaffung von zwei Fregatten international ausgeschrieben. Die Fregatten sollen mindestens 95 Meter lang sein, mindestens 2 000 Tonnen Verdrängung haben, ein Hubschrauber Landedeck für Hubschrauber bis zwölf Tonnen Landegewicht und einen Hubschrauberhangar für einen Hubschrauber bis zehn Tonnen haben. Gegenwärtig beteiligen sich sechs Schiffbauer aus Indien, Südkorea, Spanien und Frankreich an der Ausschreibung.

-nt-


01.04.2016

Japan: Eckpfeiler

Der Generalstabschef der Marineselbstverteidigungskräfte Japans, Admiral Tomohisa Takei, erklärte der Presse, dass die Anstrengungen für eine tiefgreifende Modernisierung der Marine auch in den nächsten Jahren fortgeführt würden.

Die beiden 24 000-Tonnen Hubschrauberträger „Izumo“ und „Kaga“ (in Japan als Zerstörer bezeichnet) befinden sich gerade in der Einführung. Neue U-Boote der Soryu-Klasse sind im Zulauf. In den nächsten fünf Jahren werden acht AEGIS BMD-Zerstörer bereit stehen.

Die Kawasaki P-1-Aufklärungsflugzeuge werden zunehmend die P-3C „Orion“ ersetzen. Der Bau eines Flugzeugträgers sei jedoch nicht angedacht. Der Admiral sieht durch das verstärkte Auftreten Chinas und Russlands ein erhöhtes Spannungsbild. Die Zusammenarbeit mit der U.S. Navy wäre ein wesentlicher Eckpfeiler der Sicherheit Japans.

In Zukunft wolle man die Zusammenarbeit mit den Marinen Australiens, Südkoreas und Indiens vertiefen. In den letzten fünf Jahren gab es keine offiziellen Kontakte mit der chinesischen Marineführung. Japan würde die Politik der Freiheit der Meere unterstützen. Es gäbe jedoch keine Pläne sich aktiv an derartigen Operation zu beteiligen, so der Admiral.

-nt-


31.03.2016

Orden für Kampf gegen IS

Das Pentagon hat eine neue Medaille aufgelegt. Mit ihr sollen die Soldaten ausgezeichnet werden die im Irak oder in Syrien den Kampf gegen den Islamischen Staat unterstützt haben.

Die „Operation Inherent Resolve Campaign Medal“ wird Angehörigen der Streitkräfte verliehen, die im Irak oder in Syrien, im zugehörenden Luftraum bzw. Gewässer ab 15. Juni 2014 stationiert waren.

Derzeit stehen mehr als 11 000 Soldaten heran, die sich mit einer Einsatzdauer von mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen (oder mit 60 nicht aufeinanderfolgenden Tagen) für die Verleihung qualifiziert haben.

Die Medaille wird auch für die Teilnahme an Kampfhandlungen oder Verwundungen verliehen.

-red-


28.03.2016

Japan: Überwachen und Reagieren

Am 28. März 2016 ging die Radarstation auf der Insel Yonaguni (90 Meilen östlich von Taiwan und südlich der Senkaku-Inseln) in Betrieb. Mit der Radarstation, die ein Teil einer Kette von Überwachungsradarstationen von Kyushu über Okininawa bis Miyako ist, lassen sich zusätzlich 200 Meilen See- und Luftraum überwachen.

In Zukunft will Japan eine schnelle Eingreiftruppe von 600 Soldaten auf den Amami-Inseln stationieren, die im Falle einer feindlichen militärischen Aktion sofort reagieren können.

-nt-


25.03.2016

Indien: Zu schwerer Panzer

Trotz der erfolgreichen Tests mit dem indischen Arjun Mk 2-Panzer, lehnt die indische Armee eine Beschaffung dieses Typs ab.

Im technischen Vergleich gegenüber dem russischen T-90 schnitt der Arjun Mk 2 in vielen Belangen besser ab. Trotz der beachtlichen Feuerkraft und seines modernen Feuerleitsystems wäre der Panzer mit gegenwärtigen 62 Tonnen viel zu schwer. Mit diesem Gewicht hat der Arjun Mk 2 große Schwierigkeiten in den Wüstengebieten, aber auch auf den meisten Strassen Indiens.

Ebenso sieht die Armee Probleme beim Überqueren vieler Brücken Indiens und im Bahntransport. Nach den ersten Tests und Truppenversuchen hat die Armee einen Verbesserungskatalog aufgestellt, der 73 Punkte beinhaltet. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass diese den Panzer noch schwerer machen würden. Alleine die geforderte explosive, reaktive Panzerung würde 1,5 Tonnen zusätzliches Gewicht ausmachen.

-nt-