Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

09.09.2019

China: Teilnahme an russischer Militärgroßübung

China wird vom 16. bis 21. September 2019 beim Militärmanöver „Center 2019“ in Orenburg (Russland) teilnehmen.

Bei der internationalen russisch-geführten Antiterrorübung nehmen neben Russland und China auch Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan und Usbekistan teil. Insgesamt sind mehr als 128.000 Soldaten am Manöver beteiligt. Das chinesische Kontingent wird aus 1.600 Soldaten, 300 Fahrzeugen sowie 30 Flugzeugen und Hubschraubern bestehen.

Die Übung ist in zwei Abschnitte geteilt: Teil 1 besteht aus einem theoretischen Studium aktueller terroristischer Taktiken, Teil 2 widmet sich dem Training von Angriffsoperationen internationaler Kontingente, um Terroristengruppen gezielt auszuschalten und zu zerschlagen.

-nt-


07.09.2019

Indien: Neue Raketenbatterien für Küste

Die indische Marine plant die Aufstellung von mobilen Land- und Seeraketenbatterien entlang der Küste, um dort den Kampf gegen feindliche Kriegsschiffe aufnehmen zu können.

Für diesen Zweck sollen zweistufige BrahMos-Überschall-Raketen zum Einsatz kommen. Die erste Stufe wird mit Feststoff angetrieben, die zweite Stufe mittels eines Staustrahltriebwerks (Kompression im Verbrennungsraum erfolgt durch Strömungsgeschwindigkeit des Gases durch Verengung). Die Rakete erreicht im Tiefflug eine Geschwindigkeit von Mach 3.

Die indische Marine geht davon aus, dass die Explosionskraft des Flugkörpers aufgrund der hohen kinetischen Energie seines Gefechtskopfes ausreicht, um gegnerische Schiffe auszuschalten.

-nt-


06.09.2019

Japan: Verteidigungsbudget für 2020

Das japanische Verteidigungsministerium hat der Regierung seinen Budgetplan für 2020 vorgelegt.

Demnach soll das kommende Verteidigungsbudget insgesamt 5,32 Trillionen Yen (etwa 45 Milliarden Euro) betragen - was eine Steigerung von 1,2% gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde.

52,4 Milliarden Yen (etwa 443 Millionen Euro) sollen davon in die Weltraumverteidigung fließen und 23,8 Milliarden Yen (etwa 204 Millionen Euro) für den Bereich der Cyberkampfführung ausgegeben werden. 12,2 Milliarden Yen (etwa 103 Millionen Euro) sind für die Aufstellung des AEGIS-Verteidigungssystems gegen ballistische Raketen entlang der japanischen Küste geplant. 3,1 Milliarden Yen (etwa 26 Millionen Euro) will das Ministerium in die Modernisierung und den Umbau des Hubschrauberträgers „Izumo“ investieren. Dieser soll künftig für den Einsatz senkrechtstartender F-35B-Kampfflugzeuge geeignet sein. Für die Beschaffung der sechs F-35 sind insgesamt 84,6 Milliarden Yen (etwa 715 Millionen Euro) veranschlagt.

-nt-


05.09.2019

China: Marineflotte eskortiert zivile Schiffe

Am 29. August 2019 lief die 33. Flotte der chinesischen Marine aus der Hafenstadt Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong aus, um zivile Schiffe in den Golf von Aden zu eskortieren.

Die Flotte besteht hauptsächlich aus Seestreitkräften der Nordeinheit der chinesischen Marine, darunter ein Zerstörer vom Typ 052D, eine Fregatte und ein Versorgungsschiff.

An Bord waren mehr als 600 Offiziere und Soldaten, Dutzende Soldaten für Spezialoperationen und zwei Hubschrauber.

Die chinesische Marine begann bereits im Dezember 2008 Eskortmissionen im Golf von Aden und in den Gewässern vor Somalia durchzuführen. In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 106 Schiffe mit mehr als 28.000 Offizieren und Soldaten entsandt, um 6.700 chinesische und ausländische Seefahrzeuge zu eskortieren.

-nt-


04.09.2019

Japan: Neue elektronische Kampfeinheit

Bis Ende 2020 soll in Camp Kengun (Präfektur Kumamoto) eine elektronische Kampfeinheit des japanischen Militärs aufgestellt werden.

Die 80 Mann starke Einheit wird dem Kommando der Westarmee unterstellt sein. Sie soll künftig das Gebiet um die Senkaku-Inseln beobachten und Aktivitäten der chinesischen Marine und Luftwaffe überwachen.

Die neue elektronische Kampfeinheit wird künftig gegen Flugzeuge, Schiffe, Landstreitkräfte, Radare und feindliche Kommunikation eingesetzt.

Japan verfügt bereits über eine Einheit dieser Art. Sie ist auf der Insel Hokkaido stationiert und operiert in Russland.

-nt-


03.09.2019

China: Brigadeübung in 4.500 Meter Höhe

Die 76. Armeegruppe führte ein Brigademanöver mit schweren Kampfpanzern vom Typ 99A auf einem Hochplateau in 4.500 Meter Höhe durch.

Ziel der Übung war die Erprobung schwerer Kampfpanzer und moderner Waffensysteme in großer Höhe mit wenig Sauerstoff und die Anwendung neuer Einsatzmethoden.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden derzeit vom chinesischen Militär analysiert.

-nt-


02.09.2019

Japan: Zielübungen chinesischer Jets auf japanische Kriegsschiffe?

Laut Medienberichten sind zwei Zerstörer der japanischen Marine während einer Übungsfahrt in internationalen Gewässern der Ostchinesischen See von mehreren JH-7-Kampfflugzeugen der chinesischen Luftwaffe gezielt angeflogen worden.

Den japanischen Soldaten sei es möglich gewesen den Funkverkehr der chinesischen Piloten abzuhören. Dabei hätten die Chinesen untereinander beschlossen Zielübungen auf die beiden japanischen Schiffe durchzuführen.

Ein Sprecher der chinesischen Luftwaffe stufte den Bericht als unglaubwürdig ein, da es nahezu unmöglich sei, den Funkverkehr zwischen den Flugzeugen mitzuhören. Die Piloten würden während eines Einsatzes niemals im Klartext kommunizieren. Die japanischen Kriegsschiffe hätten umgekehrt die chinesischen Flugzeuge elektronisch erfasst, so der Sprecher weiter.

-nt-


31.08.2019

Südkorea: Zusammenarbeit mit japanischem Geheimdienst eingestellt

In Folge des Handelsstreites mit Japan beschloss die südkoreanische Regierung die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Nachrichtendienste auf Grundlage des General Security of Military Information Agreements (GSOMIA) zu beenden.

Japan bedauerte den Schritt und bezeichnet diesen als äußerst gefährlich.

Das amerikanische Verteidigungsministerium forderte beide Staaten auf, ihre Differenzen zu klären und wieder miteinander zu kooperieren.

Südkorea erklärte, dass die Besorgnis der USA verständlich sei, diese über die Entscheidung jedoch zeitgerecht informiert wurden.

Mit diesem Schritt ist Japan nun von wichtigen Informationen bezüglich Nordkorea abgeschnitten. Die Beobachtung von nordkoreanischen Raketentests wird für Japan deutlich erschwert und verlangsamt.

Japan hofft, künftig entsprechende Informationen von den USA zu erhalten.

-nt-


30.08.2019

Japan: Entwicklung von eigenem Kampfjet

Die japanische Regierung will bis 2030 ein neues, in Japan entwickeltes Kampfflugzeug als Ersatz für alte F-2-Jets an die Luftwaffe übergeben.

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden insgesamt 90 Kampfflugzeuge gebaut, deren Entwicklungskosten insgesamt 14 Milliarden US-Dollar (etwa 12,5 Milliarden Euro) betragen.

Das neue Kampfflugzeug soll mit Luft-See- bzw. Luft-Boden-Langstreckenraketen ausgestattet sein. Derzeit wird in Japan die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Großbritannien angedacht und diskutiert. Denn die Briten suchen für die Entwicklung ihres neuen, in Planung befindlichen Kampfflugzeuges „Tempest“ noch einen potenten Partner.

Bis 2030 sollen 147 F-35, 100 modernisierte F-15 sowie 90 Kampfflugzeuge aus eigener Produktion in der japanischen Luftwaffe im Einsatz sein.

-nt-


29.08.2019

Indien: Luftwaffe verlangt Außerdienststellung alter Jets

Der indische Luftwaffenmarschall Dhanoa informierte Verteidigungsminister Rajnath Singh bei einer Luftwaffentagung über den katastrophalen Zustand der veralteten Militärflugzeuge und forderte eine Ausmusterung der überholten MiG-21-Flotte bis September 2019.

Analysen des Luftkampfes gegen Pakistan bei Balakot hätten gezeigt, dass die 45-Jahre alten MiG-21 gegen moderne Jets keine Chance mehr hätten.

Derzeit stehen noch 110, im Jahr 2006 modernisierte, MiG-21 „Bison“ im Dienst der indischen Luftwaffe. Von den ab 1973 beschafften 876 Stück gingen in den 40 Dienstjahren mehr als die Hälfte bei Unfällen und Einsätzen verloren.

-nt-