Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

17.06.2019

Indien: Missglückter Scramjet-Test

Am 12. Juni 2019 schlug der erste Testflug eines indischen Scramjets fehl.

Der Versuch fand im Testgebiet Dr. Abdul Kalam statt. Eine „Agni“-1 Rakete sollte den Scramjet auf eine Höhe von 30 bis 40 km bringen, auf der das Triebwerk aktiviert und eine Fluggeschwindigkeit von Mach 6 erreicht werden sollte.

Nach dem Start der Rakete ging diese jedoch in einen unkontrollierbaren Flugzustand über. Der Test musste daraufhin abgebrochen werden.

Bei einem Scramjet handelt es sich um ein Staustrahltriebwerk mit Überschallverbrennung. Dabei erfolgt die Kompression der Luft im Verbrennungsraum lediglich durch Ausnutzung der hohen Strömungsgeschwindigkeit innerhalb eines verengenden Einlaufes.

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17.06.2019

Japan: Suche nach abgestürzter F-35 endgültig eingestellt

Nach den USA haben nun auch die japanischen Selbstverteidigungskräfte die Suche nach dem im Pazifik abgestürzten F-35A-Kampfflugzeug aufgegeben.

Am 9. April 2019 war der Jet im Zuge einer Übung 30 Minuten nach dem Start in Misawa aus bisher ungeklärten Umständen ins Meer gestürzt. Bei der Suche konnten nur einige Flugzeugteile gefunden werden. Der Rest des Flugzeuges und der Pilot blieben bis heute verschwunden. Gegenwärtig werden die Daten der drei anderen F-35A ausgewertet, die ebenfalls bei der Übung teilgenommen haben, um mögliche Erkenntnisse über die Absturzursache zu erhalten. Keiner der beteiligten Piloten konnte den Absturz der Maschine beobachten.

Einige Militärs fordern nun eine Verbesserung der Ausbildung der F-35A-Piloten. Bei der japanischen F-35-Staffel kam es bereits vor dem Unglück zu zwei Zwischenfällen mit der abgestürzten Maschine. Es handelte es sich dabei um ein technisches Problem und einen Pilotenfehler, beide Male kam es zu einer Notlandung.

Im letzten Funkspruch des abgestürzten Piloten teilte dieser mit, dass er die Übung abbrechen müsse. Er gab jedoch keine Gründe an. Vermutlich verschlimmerte sich seine Lage derartig schnell, dass er keine Chance zu einem Notausstieg hatte.

Trotz der ungeklärten Umstände ist davon auszugehen, dass der Flugbetrieb in nächster Zukunft wiederaufgenommen wird.

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17.06.2019

Indien: Beschaffung neuer Bomben

Die indische Luftwaffe wird insgesamt 100 „SPICE“-Bomben von Israel beschaffen.

Die Bombe ist eine Abstandswaffe, die aus bis zu 60 Kilometer Entfernung zum Bestimmungsort vom Kampfflugzeug ausgeklinkt wird. Der Anflug auf das Zielobjekt erfolgt mittels einer Terrainverfolgung, basierend auf einem Algorithmus. Der Bordcomputer vergleicht die aktuellen mit den gespeicherten Daten und steuert die Bombe ins Ziel.

Innerhalb von drei Monaten nach Vertragsunterzeichnung sollen die bestellten „SPICE“-Bomben ausgeliefert werden.

Bereits bei einem Luftangriff am 26. Februar 2019 auf Balakot hat die indische Luftwaffe „SPICE“-Bomben eingesetzt.

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15.06.2019

China: Raketenstart von mobiler Seeplattform

Am 5. Juni 2019 hat China erstmals eine Rakete vom Typ „Langer Marsch-11“ mittels einer mobilen Startplattform in der Gelben See vor der Küste von Shandong mit fünf kommerziellen Satelliten ins All geschossen.

Durch die mobile Plattform können Raketen in eine günstigere Startposition möglichst nahe des Äquators gebracht werden. Zusätzlich wird weniger Startenergie benötigt, und es kann schneller eine hohe Geschwindigkeit erreicht werden. Dies bedeutet zugleich einen großen wirtschaftlichen Vorteil für die kommerzielle Satellitentechnik. Sollten sich Teile der Rakete lösen, würden diese lediglich ins Meer fallen, und auch bei einem Absturz wäre damit künftig kein bewohntes Gebiet betroffen.

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14.06.2019

China: Raketenabschussstellung vor Küste

In Folge der Spannungen zwischen China und den USA bezüglich Taiwan hat das chinesische Staatsfernsehen am 5. Juni 2019 über eine Raketenabschussstellung chinesischer Streitkräfte im Küstengebiet von Weihutang berichtet.

In der gezeigten Feuerstellung waren insgesamt zehn DF-21D-Antischiffraketen in Abschussposition zu sehen.

Die Raketen können einzeln oder als Salve gegen mittlere bis große Seeziele eingesetzt werden. Zusammen mit der DF-26-Antischiffrakete stellt die DF-21D eine ernste Bedrohung für feindliche Kriegsschiffe dar, insbesondere für Flugzeugträger. Die Reichweite beider Raketentypen genügt, um eine potenzielle Flugzeugträgerkampfgruppe in ihrem Operationsgebiet vor der chinesischen Küste zu treffen.

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13.06.2019

Indien: Transportflugzeug verschwunden

Am 4. Juni 2019 verschwand aus bislang ungeklärter Ursache ein Transportflugzeug vom Typ AN-32 mit 13 Soldaten an Bord von den Radarschirmen.

Die Maschine war nach Jorhat in der Provinz Assam an der Grenze zu China unterwegs. Bis dato konnten Suchflugzeuge die Absturzstelle, die vermutlich in einem dichten und gebirgigen Waldgebiet liegt, nicht finden.

Schlechtes Wetter mit niedrigen Wolken könnte die Ursache für den Absturz sein. Die Suche wird durch heftige Regenfälle behindert.

An der Suche beteiligen sich Flugzeuge vom Typ C-130J, SU-30, mehrere Mi-17-Hubschrauber sowie Aufklärungssatelliten.

Die indische Luftwaffe beschaffte insgesamt 100 AN-32 von der Sowjetunion, die immer wieder Probleme verursachten. Drei AN-32 sind in den vergangenen Jahren, ohne je gefunden zu werden, abgestürzt. Gegenwärtig sind in Indien noch 64 AN-32 im Dienst. Auch die Ersatzteilbeschaffung für die veralteten Maschinen gestaltet sich schwierig.

Die indische Luftwaffe versucht nun eine Modernisierung der Type durchzuführen.

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12.06.2019

Indien: Marine absolviert U-Boot-Rettungsmanöver

Am 5. Juni 2019 führte die indische Marine ein U-Boot-Rettungsmanöver durch.

Zum Einsatz kam dabei das neue U-Boot-Rettungsfahrzeug (DSRV), mit dem verunglückte Besatzungen selbst aus größeren Tiefen gerettet werden können.

Die Übung fand mit Beteiligung der Besatzung der INS „Sindhudvaj“ statt.

Die Marine konnte eine Reihe von Erfahrungen bezüglich der Unterwasserevakuierung sammeln, die in neue Vorschriften einfließen werden.

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11.06.2019

China: Luftschutz-Großübung

Am 28. und 29. Mai 2019 wurde in Chongqing und Shanghai eine große Luftschutzübung abgehalten.

Geübt wurde die Abwehr eines umfassenden Luftangriffes mit dem Ziel, strategisch wichtige Objekte vor Angriffen aus der Luft, durch Bomben oder Flugkörper zu schützen beziehungsweise im Falle von Einschlägen geeignete Rettungsmaßnahmen durchzuführen.

Neben der konventionellen Luftabwehr mit FlAk- und FlARak-Einheiten, wurden potenzielle strategische Ziele mittels Täuschkörpern und Reflektoren geschützt. Zum Einsatz kamen auch Heliumballons an denen Reflektoren hingen. Zusätzlich wurden die Ziele durch ELOKA-Kräfte bewacht.

An dem Großmanöver waren etwa 4.000 Soldaten sowie zivile Beamte des Katastrophenschutzes und der Provinz- und Stadtregierung beteiligt. Bei der Übung wurde zudem die Stabsarbeit zwischen Militär und ziviler Verwaltung im Falle eines Luftangriffes trainiert. Im Mittelpunkt des Einsatzszenarios stand die Evakuierung eines Bezirkes in der Stadt Chongqing nach einem Luftangriff sowie die schnelle Wiederherstellung der zerstörten Stromversorgung nach einem Kraftwerkstreffer.

Die Großübung bestand aus insgesamt 20 unterschiedlichen Szenarien.

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11.06.2019

Pakistan: Neues Anti-Torpedosystem

Die pakistanische Marine hat die türkische Rüstungsfirma Aselan mit der Anschaffung des Anti-Torpedosystems „Zargana“ beauftragt, das künftig auf sämtlichen U-Booten der „Agosta“-Klasse eingesetzt werden soll.

Nach dem Erkennen und Klassifizieren der Bedrohung ermittelt das System die am besten geeignete Ausweichstrategie gegen Torpedos und berücksichtigt dabei die Umgebungsbedingungen mit den vom U-Boot gelieferten Echtzeitdaten. Vom System eingesetzte akustische Störsender verhindern, dass der Torpedo den Standort des U-Boots erkennt, während akustische Köder das U-Boot imitieren und den Torpedo täuschen. Das Raketen- und Abschusssystem verfügt über bis zu 24 verschiedene Abschusszellen für Einzel- oder Salvenschüsse.

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08.06.2019

Indien: Bordcomputer als Absturzursache

Den Absturz einer modernisierten Mirage 2000-1 am 1. Februar 2019 hat, nach Angaben der Untersuchungskommission der indischen Luftwaffe, nicht der Pilot sondern der Bordcomputer zu verantworten.

Der Computer hatte, gegen den Willen des Piloten, während des Starts die Kontrolle über das Flugzeug übernommen und drückte dabei die Flugzeugnase des Jets Richtung Boden. Der Soldat hatte keine Chance in die Steuerung einzugreifen. Beim Absturz kamen beide Besatzungsmitglieder ums Leben.

Hinsichtlich der Flugsteuerung traten bei der Mirage 2000 schon in der Vergangenheit immer wieder Probleme auf. Diese Zwischenfälle fanden aber bislang in größerer Flughöhe statt, wodurch die Piloten noch die Möglichkeit hatten, den Bordcomputer auszuschalten.

Bisher konnten die aufgetretenen Probleme technisch nicht erklärt werden, da sie sich in den betreffenden Flugzeugen nicht wiederholten und sämtliche späteren Untersuchungen keine Abnormalitäten ergaben.

-nt-