Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

22.02.2021

Schweiz: Militär 2.0

Die Schweizer Armee will ihre Fähigkeiten stärker auf ein hybrides Konfliktbild ausrichten. Investiert werden soll unter anderem in moderne Rechenzentren und in die Cyberabwehr.

Das Rüstungsprogramm 2021 sieht insgesamt Verpflichtungskredite im Umfang von 854 Millionen Schweizer Franken vor. In den Ausbau des Führungsnetzes werden 178 Millionen Schweizer Franken investiert. In die Ausstattung der Rechenzentren werden 79 Millionen Schweizer Franken fließen. Die Vernetzung der Informatiksysteme soll verstärkt und die Bandbreiten erhöht werden. Zudem soll das bestehende Netz durch weitere einsatzrelevante Standorte erweitert und bestehende Betreiberstandorte besser geschützt werden. Die neue IT-Ausstattung der Rechenzentren wird sowohl die Rechenkapazität als auch der Schutz von Cyber-Angriffen erhöhen.

-red-


22.02.2021

NATO: Ausweitung der Irak-Mission

Die NATO hat den Startschuss für die Ausweitung des Einsatzes im Irak gegeben.

Wie die Wiener Zeitung berichtet, will die NATO damit verhindern, dass die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) wieder an Stärke gewinnt. Die Operation mit derzeit 500 Soldaten soll schrittweise auf etwa 4.000 Soldaten erhöht werden. Seit 2017 werden auch irakische Soldaten zu Sicherheitskräften ausgebildet. In Zukunft sollen die Ausbildungsaktivitäten auch irakische Sicherheitsinstitutionen und Gebiete außerhalb von Bagdad umfassen.

-red-


19.02.2021

Japan: Nansei-Inseln erhalten Seetransporteinheit

Laut dem japanischen Verteidigungsminister Nobuo Kishi ist für die Nansei-Inseln ab 2024 eine eigene Seetransporteinheit geplant.

Dadurch soll die Versorgung der, auf den südwestlich von Japan gelegenen Inseln, stationierten Boden-Selbstverteidigungsstreitkräfte sichergestellt werden. Die Einheit soll aus insgesamt vier Schiffen bestehen, von denen eines eine Ladung von bis zu 2.000 Tonnen und die anderen drei eine Ladung von einigen Hundert Tonnen aufnehmen können. Mit diesem Schiffsverband soll die Fähigkeit verstärkt werden, für den Flugtransport ungeeignete schwere Ausrüstung oder große Mengen davon kurzfristig auf die Inseln zu verlegen.

-ihb-

 


18.02.2021

Indien/USA: Start für Manöver „Yudh Abhyas“

Am 9. Februar 2021 hat das jährliche gemeinsame Manöver der indischen und amerikanischen Streitkräfte in Rajasthan begonnen.

Die Übung „Yudh Abhyas“ wird bis zum 21. Februar 2021 dauern. Jeweils 250 Soldaten aus Indien und den USA nehmen daran teil. Folgendes Gerät kommt zum Einsatz: indigenous Advance Light Helicopter WSI „Rudra“, MI-17, Chinooks, Stryker Vehicles der US-Army und BMP-II Mechanised Infantry Combat Vehicles des indischen Militärs.

-nt-


18.02.2021

USA: Aufstellung von Littoral Marine Regiments

Das Marinekorps hat sich für die Aufstellung von drei Littoral Marine Regiments entschieden, um auf eine Bedrohung Chinas im Westpazifik schneller reagieren zu können.

Die neuen Regimenter sollen aus 1.800 bis 2.000 Mann bestehen, das entspricht 2/3 eines gegenwärtig in Dienst stehendem Marineinfanterieregiments. Die Aufgaben der Regimenter wird die logistische Versorgung von Flugkräften, das etwaige Bekämpfen von Schiffen mittels Raketen in großer Entfernung, die Aufklärung, Luftabwehr und Bildung der vordersten Verteidigungslinie umfassen. Ab 2023 soll das erste Regiment in Hawaii seine Operationsbereitschaft erhalten. Zwei weitere Regimenter sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre in Japan und Guam aufgestellt werden.

-red-


17.02.2021

China: Neue Panzer für Armee

Die Heeresgruppe West hat neue Panzer erhalten.

Bei der 76. Armeegruppe des Militärkommandos Xingjiang kommt der modernste Panzer der PLA, der Panzer 99A, zum Einsatz. In den vergangenen Wochen wurde zudem der leichtere Panzer 15 in den Dienst gestellt. Das Panzerfahrzeug wurde speziell für den Gebirgs- und Dschungelkampf entwickelt. Der schwerere Panzer 99A ist im Hochgebirge, wegen des anspruchsvolleren Terrains und dem Mangel an Sauerstoff nur bedingt einsatzfähig.

-nt-


17.02.2021

China: Feuerbefehl umfasst Senkaku-Inseln

Seit 1. Februar 2021 hat Peking die chinesische Küstenwache dazu autorisiert Waffengewalt gegen Schiffe, die in chinesisches Hoheitsgewässer eindringen, anzuwenden.

Der Feuerbefehl hat besonders in Japan für Aufsehen gesorgt, da dieser auch im Seegebiet der Senkaku-Inseln gelten soll. Seit Jahrzehnten flammt der Streit um die Inseln immer wieder auf. Beide Länder erheben Anspruch. Tokio beruft sich auf das Jahr 1885, in dem Japan die Kontrolle der Inseln übernahm. Peking hält dagegen, dass die Diaoyu-Inseln bereits während der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) zu China gehört hätten. 

-red-


17.02.2021

Vietnam/Tschechien: Kauf von tschechischen Trainingsjets

Hanoi kauft zwölf tschechische Militär-Trainingsjets des Typ L-39NG.

Wie der tschechische Radiosender Czech Radio berichtet, hat der Hersteller Aero Vodochody einen Vertrag mit dem vietnamesischen Verteidigungsministerium unterzeichnet. Damit handelt es sich um den ersten Vertrag für die neue Generation der Trainingsjets. Eine zuvor getroffene Vereinbarung mit Senegal umfasst nicht den Umfang des Vertrages mit Vietnam.

-red-


16.02.2021

USA/Saudi Arabien: Ende der Unterstützung im Jemen

US-Präsident Joe Biden hat die milliardenschweren Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gestoppt.

Wie das Nachrichtenportal „Zeit online“ berichtet, hat Biden einen Bruch mit der Außenpolitik seines Vorgängers angekündigt. Biden will den Krieg im Jemen nicht mehr unterstützen. Über Jahre hinweg hatten die USA das saudi-arabische Militär und seine arabischen Verbündeten bei ihrem Kampf gegen die Huthi-Rebellen mit Geheimdienstinformationen und Logistik unterstützt. Biden will sich um Friedensverhandlungen bemühen. Die UN stuft die Lage im Jemen als größte humanitäre Krise weltweit ein.

-red-


16.02.2021

USA: Drohne „Longshot“ wird entwickelt

Das neue Dreistufensystem soll die Sicherheit von Kampfjetpiloten deutlich erhöhen.

Wie der Standard berichtet, hat die Defense Advanced Reasearch Projects Agency des US-Militärs erste Verträge für die Entwicklung der neuen Luft-Luft-Drohne an die Rüstungsunternehmen General Atomics, Lockheed Martin und Northrop Grumman vergeben. Die unbemannte Drohne, die mit multiplen Raketen ausgestattet sein wird, soll künftig von einem Kampfjet transportiert und in der Luft gestartet werden können. Kampfjetpiloten „warten“ nach dem Start der Drohne in sicherer Entfernung, während diese den Angriff autonom fliegt.

-red-