Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

10.12.2019

China: Neue Überschallrakete

Das chinesische Militär testet derzeit eine neue Hyperschallrakete.

Parallel zur bereits am 1. Oktober 2019 vorgestellten DF-17 hat das chinesische Militär eine weitere Hyperschallrakete namens „Xingkong“-2 entwickelt. Bereits im August 2018 wurde ein erfolgreicher Flugversuch durchgeführt. Noch befindet sich „Xingkong“-2 in einer Testphase, demnächst soll jedoch die Indienststellung erfolgen.

Bei der Rakete handelt es sich um einen so genannten „Hypersonic Waverider“ (Hyperschallrakete, die durch den Flug erzeugte Stoßwellen als zusätzlichen Auftrieb verwendet). Die „Xingkong“-2 unterscheidet sich von der DF-17 durch einen reduzierten Strömungswiderstand sowie einen „Scramjet“-Antrieb (Die Kompression der Luft im Verbrennungsraum erfolgt durch enger werdenden Einlauf).

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09.12.2019

China: Gemeinsames Marinemanöver

Im Jänner 2020 führt die chinesische Marine ein gemeinsames Manöver mit Pakistan im Arabischen Meer durch.

Dabei werden Zerstörer, Fregatten, Versorger und ein U-Boot-Rettungsschiff zum Einsatz kommen. Das Ziel der Übung ist das Trainieren gemeinsamer Operationen.

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07.12.2019

Indien: Flugzeuge erhalten Notsignale

Sämtliche Flugzeuge und Hubschrauber der indischen Luftwaffe sollen künftig mit Geräten zum Senden von Notsignalen ausgerüstet werden.

Dadurch wird unter anderem das Auffinden von abgestürzten Flugzeugen im Meer ermöglicht. Die Sendedauer der Notsignale beträgt 30 Tage. Die militärische Führung entschied sich zur Aufrüstung, nachdem 2016 ein indisches An-32-Frachtflugzeug über dem Golf von Bengalen verunglückte und nicht mehr gefunden werden konnte.

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06.12.2019

China: Modernisierung von Zerstörer abgeschlossen

Der chinesische Zerstörer CNS-„Shenzhen“ der 051-B-Klasse wurde nach einer umfangreichen Modernisierung wieder in Dienst gestellt.

Die Modernisierung des Schiffes begann bereits 2017. Dabei wurden 32 Senkrechtstarterzellen für die Luftabwehrraketen eingebaut, damit künftig auch der Kampf gegen Flugzeuge und Raketen geführt werden kann. Weiters wurden die Feuerkraft des Schiffes gesteigert und moderne Sensoren sowie Kommunikationsmittel eingebaut. Die CNS-„Shenzhen“ kann damit künftig auch Kommandofunktionen übernehmen.

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05.12.2019

Indien: Einführung von Integrated Battle Groups

Nach mehreren erfolgreich durchgeführten Tests mit Integrated Battle Groups sollen diese künftig im indischen Heer großflächig eingeführt werden.

Bis 2023 sollen die Integrated Battle Groups (IBGs) schließlich bei allen Heeresgruppen einsatzbereit sein. IBGs müssen innerhalb von zwölf bis 48 Stunden für Offensiv- sowie Defensiveinsätze mobilisiert werden können. Ihre Aufgabe besteht in der Offensive darin, feindliche Linien zu durchbrechen und in das Zielgebiet vorzudringen. Dort müssen die IBGs selbstständig auf alle Lageentwicklungen reagieren, bis die Hauptkräfte in den Kampf eingreifen. In der Defensive verzögern sie den feindlichen Vorstoß bis zum Eintreffen der Hauptkräfte. IBGs bestehen aus gepanzerten Kräften, Artillerie-, Pionier- und Fernmeldeeinheiten sowie einer Luftkomponente.

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04.12.2019

China: Marine-Großübung

Am 24. November 2019 startete die chinesische Marine eine große Landungsübung.

Der Sprecher der Marine meldete lediglich den Manöverbeginn, machte aber keine Angaben über das Übungsgebiet. Im Mittelpunkt steht das Sammeln von Erfahrungen mit großen Landungen schwerer Kräfte, um auf eine mögliche militärische Auseinandersetzung im Gebiet der Südchinesischen See und in Taiwan vorbereitet zu sein. Beim Manöver kamen das Panzerlandungsschiff CNS-„Baxian Shan“ der Ostseeflotte und die CNS-„Luoxiao Shan“ zum Einsatz. Außerdem wurden Schnellboote verwendet, die Sperren beseitigen und eine vorgegebene Landungszone sicherten. Unter den Landungsfahrzeugen befand sich auch eine große Anzahl von Typ-05-Schwimmpanzern.

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03.12.2019

Indien: Neue Transportflugzeuge

Nach zähen Verhandlungen zwischen dem indischen Verteidigungsministerium und Airbus wird das europäische Unternehmen insgesamt 56 Stück C-295-Transportflugzeuge an Indien liefern.

Die entscheidenden Regierungsstellen haben ihre Zustimmung zu der Lieferung erteilt. 16 Flugzeuge sollen in Sevilla (Spanien) gefertigt werden, die restlichen 40 Maschinen werden in Tata (Indien) produziert. Die indische Armee erwartet die neuen C-295-Transportflugzeuge bereits dringend, da die derzeit in Dienst stehende HS-748 „Avro“-Flotte am Ende ihrer möglichen Einsatzzeit angekommen ist.

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02.12.2019

Japan/Südkorea: Wiederaufnahme der Geheimdienstzusammenarbeit gescheitert

Südkorea und Japan können sich derzeit auf keine Zusammenarbeit ihrer militärischen Geheimdienste sowie auf eine gemeinsame Aufklärung im Rahmen des General Security of Military Information Agreements (GSOMIA) einigen.

Seit der Aufkündigung von GSOMIA verfügen die südkoreanischen Streitkräfte über keinen Zugang zu wichtigen Informationen des japanischen Geheimdienstes, die vor allem die Aufklärung der Flugbahnverfolgung nordkoreanischer Raketen betreffen. Die Kooperation wurde nach mehreren Anschuldigungen Südkoreas gegenüber Japan bezüglich dessen Rolle im Zweiten Weltkrieg sowie als koreanische Kolonialmacht aufgekündigt. Darüber hinaus streiten beide Länder auf wirtschaftlicher Ebene. Der Streit trifft auch die USA, die sich nun mit zwei verfeindeten Alliierten konfrontiert sehen – jedoch bis dato keine Verhandlungen zwischen beiden Ländern vermitteln konnten.

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30.11.2019

Indien: Neue Luftabwehrraketen

Nach Angaben des russischen Rüstungsherstellers Rosoboronexport sollen die ersten S-400-Luftabwehrraketen im September 2021 an Indien ausgeliefert werden. Indien hat bereits eine Teilrate an den Konzern überwiesen.

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29.11.2019

Russland: Arktis-Großübung

Russische Radar- und EloKa-Einheiten starteten am 15. November 2019 eine umfangreiche Übung im Gebiet der Tschuktschensee und der Ostsibirischen See.

Bei dem Manöver wird unter anderem das neue „Sopka“-2-Radar, das speziell für arktische Temperaturen entwickelt wurde, getestet. Dieses verfügt über eine besonders hohe Auflösung und wurde speziell für den Einsatz in der Arktis entwickelt. Zusätzlich müssen sich die neuen russischen Mi-8-Hubschrauber - neben ihrer Funktion als Feinddarsteller - auch bezüglich ihrer Einsatzfähigkeit und Robustheit beweisen.

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