International

Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

17.09.2021

Großbritannien: Laserwaffen

Das Verteidigungsministerium will 72,5 Millionen Pfund (84,83 Millionen Euro) in die Entwicklung von Energiewaffen investieren.

Für dieses Vorhaben werden drei Aufträge an die Industrie vergeben, die 249 Arbeitsplätze erhalten und weitere 49 schaffen sollen. Die britischen Streitkräfte wollen 2023 mit den praktischen Tests der Laserwaffen beginnen. Diese Technologie könnte laut Verteidigungsministerium das „Schlachtfeld revolutionieren“ und das „Risiko von Kollateralschäden reduzieren“. Die Systeme sollen ohne herkömmliche Munition auskommen (was Kosten reduzieren soll), elektrisch angetrieben und zur Bekämpfung von Drohnen eingesetzt werden.

-red-


17.09.2021

Nordkorea: Raketen abgefeuert

Laut Südkorea und Japan wurden zwei ballistische Raketen ins Japanische Meer geschossen.

Die Flugkörper sollen nach Angaben des südkoreanischen Militärs und der japanischen Küstenwache am 15. September 2021 abgefeuert worden sein. Südkorea hat daraufhin den Nationalen Sicherheitsrat einberufen und behält (mit Unterstützung der USA) die „volle Bereitschaftshaltung“ gegenüber Nordkorea. Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga sprach von einer Bedrohung des Friedens und der Sicherheit. Nordkorea testete erst Tage zuvor neue Langstreckenraketen mit einer Reichweite von 1.500 Kilometer.

-red-


16.09.2021

USA: Fokus auf China und Russland

Nachdem der US-Fokus lang auf der asymmetrischen Kriegsführung lag, will man sich nun verstärkt den anderen Supermächten widmen.

Der Generalstab der US-Luftwaffe stellte fest, dass nach dem Ende der Anti-Terror-Operationen in Afghanistan, Irak und Syrien die Konzentration wieder auf die symmetrischen Gegner gelegt werden muss. China und Russland hätten in den letzten 20 Jahren (während die USA mit asymmetrischer Kriegsführung beschäftigt war) nachgerüstet und technologisch aufgeholt.

Besonders China bereitet den USA Sorgen, da es über eine derart starke Luftwaffe verfügt, dass es kaum möglich sei, diese auf konventioneller Ebene herauszufordern. Die US-Luftwaffe kämpft mit Mangel an Piloten, hohen Kosten für Kampfflugzeuge und veralteten IT-Systemen. In den vorgeschobenen Basen im pazifischen Raum käme es zudem zu Spannungen mit der lokalen Bevölkerung, die immer weniger ausländische Stützpunkte toleriert. Die Pandemie und die wirtschaftlichen Vorteile, die China diesen Ländern anbietet, mache es zunehmend schwierig, diese Stützpunkte zu unterhalten.

-nt-


16.09.2021

Belarus/Russland: Waffenkauf

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko will Waffen im Wert von mehr als eine Milliarde Dollar (850 Millionen Euro) erwerben.

Die Ankündigung fand am 12. September 2021 bei einem gemeinsamen Militärmanöver mit Russland statt. Geplant ist unter anderem der Kauf von Kampfflugzeugen, Helikoptern und S-400-Luftabwehrsystemen, die der Staat bis 2025 erhalten sollte. Beim Manöver kritisierte Weißrussland die hybriden Angriffe des Westens. Lukaschenko und der russische Präsident Wladimir Putin wollen angesichts zunehmender Spannungen mit den Nachbarländern einen einheitlichen Verteidigungsraum schaffen.

-red-


15.09.2021

Japan/Vietnam: Verteidigungsabkommen

Aufgrund des wachsenden militärischen Einflusses von China wollen die beiden Staaten nun verstärkt zusammenarbeiten.

Konkret ist geplant, dass Japan militärisches Equipment und Technologie für Vietnam zur Verfügung stellt und vermehrt gemeinsame Übung abgehalten werden. Das Abkommen ist am 11. September 2021 in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi bei einem Treffen der Verteidigungsminister beider Staaten unterzeichnet worden. Vietnam ist mittlerweile die elfte Nation mit der Japan ein derartiges Abkommen beschlossen hat. Sowohl Japan als auch Vietnam sind mit China in Territorialstreitigkeiten bezüglich einiger Inseln im Südchinesischen Meer verwickelt.

-red-


15.09.2021

Deutschland: Neues NATO-Kommando

Das Joint Support and Enabling Command (JSEC) koordiniert in Zukunft sämtliche Truppenbewegungen der NATO-Partner im europäischen Bündnisgebiet.

Die Aufstellung des neuen Kommandos am Standort Ulm (Baden-Württemberg) ist nach drei Jahren abgeschlossen. Den Beschluss dazu fällten die Verteidigungsminister der NATO im Jahr 2018. Rund 250 Soldaten aus 20 Nationen sollen dafür sorgen, dass die Truppen im Bündnisfall gut vorbereitet sind, rasch und unbürokratisch koordiniert werden und der Materialtransport sichergestellt ist. Das JSEC ist dem Joint Force Command Norfolk (Virginia, USA) gleichgestellt und wird von einem deutschen General geführt.

-red-


14.09.2021

China: Verfolgung von US-Zerstörer

Am 8. September 2021 haben Luftwaffe und Marine der Volksbefreiungsarmee den US-Zerstörer Benfold im Südchinesischen Meer verfolgt.

Das Schiff war im Seegebiet der umstrittenen Nansha-Inseln unterwegs, die unter anderem von China beansprucht werden. China hat scharfen Protest gegen die Verletzung seiner Souveränität durch das US-Schiff eingelegt. Tage zuvor ist die Flugzeugträgerkampfgruppe „Carl Vinson“, bestehend aus dem gleichnamigen Flugzeugträger, dem Kreuzer „USS Lake Champlain“, dem Zerstörer „USS Chafee“ und dem Littoral Combat Ship (Schiff für küstennahe Gefechtsführung) „USS Tulsa“, durch das Südchinesische Meer gefahren. Ein Sprecher der Heeresgruppe Süd meinte in einer Stellungnahme, dass es sich dabei um eine sinnlose Provokation handeln würde.

-nt-


14.09.2021

Südkorea: Test von U-Boot-Rakete

Am 7. September 2021 hat Südkorea eine U-Boot-gestützte ballistische Rakete an Bord des U-Bootes „Dosan Ahn Chang-ho“ getestet.

Bei der Rakete soll es sich um eine Variante einer Hyunmoo-2B mit einer Reichweite von 500 km gehandelt haben. Die „Dosan Ahn Chang-ho“ war am 13. August von der Marine in Dienst gestellt worden und hat sechs vertikale Abschusszellen. Die Marine plant den Einsatz solcher U-Boot-gestützten ballistischen Raketen ab 2026. Diese sollen vor allem Nordkorea in Schach halten.

-nt-


13.09.2021

Indien: Neue Airbus-Transporter

Die Beschaffung von Airbus-C295-Transportern wurde nach einigen Jahren genehmigt.

Das indische Verteidigungsministerium möchte seine Luftstreitkräfte weiter ausbauen. Dazu werden unter anderem 56 Airbus C295W-Transporter im Wert von 2,5 Milliarden Dollar (2,11 Milliarden Euro) beschafft. Zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung sollen bereits 16 Modelle aus Spanien geliefert werden – die 40 restlichen Flugzeuge werden innerhalb von zehn Jahren in Indien gebaut. Das Programm soll laut dem Ministerium nicht nur die Luftstreitkräfte, sondern auch die Industrie stärken und tausende Arbeitsplätze schaffen.

-red-


13.09.2021

Nordkorea: Militärparade

In einer nächtlichen Parade wollte der Staat am 73. Jahrestag seiner Gründung militärische Stärke zeigen.

Am 9. September 2021 präsentierte sich das nordkoreanische Militär auf dem durch Scheinwerfer ausgeleuchteten Kim-Il-sung-Platz. Auf Waffendemonstrationen wurde Großteils verzichtet. Paramilitärs der Arbeiter-und-Bauern-Rotarmisten führten die Parade an, eine weitere Einheit formierte sich in orangefarbenen Schutzanzügen und Schutzmasken. Machthaber Kim Jong-un war ebenfalls anwesend, verzichtete aber auf eine Rede. Es wird vermutet, dass die Veranstaltung auch den Zusammenhalt Nordkoreas demonstrieren und stärken sollte.

-red-


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