Saudi Arabien/Jemen: Huthi und Saudi-Arabien weiten Kämpfe aus

• International

Die Huthi im Jemen und Saudi-Arabien haben ihre gegenseitigen Angriffe im September 2026 ausgeweitet.

Die Huthi griffen am 19. September 2026 nach eigenen Angaben Ziele in Riad und im Industrie- und Energiezentrum Yanbu am Roten Meer mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen an. In Riad waren Explosionen zu hören, nahe dem internationalen Flughafen König Khalid stieg Rauch auf. Saudi-Arabien meldete den Abschuss einer auf die Hauptstadt gerichteten ballistischen Rakete und vereitelte nach eigenen Angaben weitere Angriffe auf Baish, Taif, Farasan und Yanbu.

Die Huthi begründeten ihre Angriffe mit verstärkten saudischen Luftschlägen im Jemen. Am 21. September 2026 bezifferte die Gruppe die Zahl der saudischen Angriffe innerhalb der vorherigen 24 Stunden auf 28. F-15 und Eurofighter Typhoon hätten Ziele in Taiz, Al-Jawf und Marib angegriffen. Seit Beginn der jüngsten Eskalation sollen insgesamt 760 saudische Luftangriffe erfolgt sein. Unabhängig bestätigt sind diese Zahlen nicht.

Im Zuge der Kämpfe meldeten die Huthi zudem den Abschuss einer bewaffneten Aufklärungsdrohne vom Typ Wing Loong II über dem Küstenbezirk Mocha im Gouvernement Taiz. Die in China entwickelte Drohne soll zu den saudischen Streitkräften gehört haben. Die jüngsten Angriffe verschärfen den seit 2015 militärisch ausgetragenen Konflikt zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien geführten Koalition.

-nt-