Russland: Geheimer Rüstungsdeal mit Iran?

International

Ein Abkommen über moderne Luftabwehrsysteme im Wert von rund 500 Millionen Euro sorgt kurz vor neuen Atomgesprächen in Genf für erhebliche politische Spannungen.

Laut einem Bericht der Financial Times sollen Russland und der Iran bereits im Dezember 2025 in Moskau ein geheimes Rüstungsabkommen unterzeichnet haben, das den Wiederaufbau der iranischen Luftverteidigung nach den militärischen Auseinandersetzungen mit den USA und Israel zum Ziel hat. Kern des Deals sind demnach 500 tragbare Luftabwehrsysteme vom Typ Verba, 2.500 infrarotgelenkte 9M336-Raketen sowie 500 Nachtsichtgeräte „Mowgli" 2, womit Teheran eine flexible, dezentrale Flugabwehr aufbauen könnte, die weniger anfällig für Angriffe auf stationäre Radarsysteme wäre.

Die Verhandlungen sollen zwischen dem russischen Staatsunternehmen Rosoboronexport und dem iranischen Verteidigungsministerium geführt worden sein, während westliche Geheimdienste das Geschäft als Teil einer enger werdenden sicherheitspolitischen Kooperation zweier stark sanktionierter Staaten werten. Nur wenige Tage vor den für 26. Februar angesetzten Atomverhandlungen in Genf verschärft der mutmaßliche Deal die Spannungen zusätzlich, während Moskau und Teheran zugleich durch gemeinsame Militäraktivitäten im Golf von Oman demonstrativ Geschlossenheit zeigen.

-red-