Zulauf beim Grundwehrdienst

Österreich

73 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sprechen sich laut aktuellen Umfragen für die Wehrpflicht aus. Diese Haltung spiegelt sich auch in den Zahlen des Bundesheeres wider.

73 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sprechen sich laut aktuellen Umfragen für die Wehrpflicht aus. Diese Haltung spiegelt sich auch in den Zahlen des Bundesheeres wider.

Im Jahr 2024 entschieden sich 16.361 von 28.778 tauglich gemusterten Personen für den Grundwehrdienst. Das entspricht einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber 2021. Auch die Zahl der freiwilligen Meldungen nahm zu: Ihr Anteil stieg von etwa fünf Prozent im Jahr 2022 auf etwa acht Prozent im Jahr 2024. In den vergangenen zehn Jahren meldeten sich etwa 4.650 Frauen freiwillig zum Ausbildungsdienst. Ende 2025 waren knapp 120 Frauen als Milizsoldatinnen registriert.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sieht darin eine Bestätigung der breiten Akzeptanz des Grundwehrdienstes. Die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa habe zudem international eine verstärkte Debatte über Wehrmodelle und Verteidigungsfähigkeit ausgelöst. Derzeit leisten rund 15.000 Grundwehrdiener ihren Dienst, ergänzt durch etwa 14.200 Berufssoldaten und 33.000 Milizangehörige.

-red-