Polen: Produktion von K2-Panzern

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Ein polnischer K2-Kampfpanzer bei einem Scharfschießen. (Foto: U.S. Army National Guard/Matthew A. Foster; CC)
Ein polnischer K2-Kampfpanzer bei einem Scharfschießen. (Foto: U.S. Army National Guard/Matthew A. Foster; CC)

Polen nimmt nach fast 20 Jahren die eigene Kampfpanzerproduktion wieder auf.

Der staatliche polnische Rüstungskonzern Bumar-Łabędy hat für die Fertigung mit Hyundai Rotem aus Südkorea ein Abkommen für die Fertigung des Kampfpanzer K2 „Black Panther“ im schlesischen Gliwice geschlossen. Das erste in Polen produzierte Fahrzeug soll 2028 ausgeliefert werden.

Grundlage für dieses Vorhaben ist ein Vertrag von 2025 über 180 K2-Panzer und 81 Unterstützungsfahrzeuge. Insgesamt plant Warschau die Beschaffung von etwa 1.000 K2-Panzern, von denen mehr als 500 als modernisierte Variante K2PL im Inland gefertigt werden sollen. Neben Bumar-Łabędy sind weitere Unternehmen des Staatskonzerns PGZ an Produktion und Systemintegration beteiligt.

Die Wiederaufnahme der Panzerfertigung ist Teil der umfassenden Aufrüstung Polens seit Beginn des russischen Angriffes auf die Ukraine. Bis 2030 sollen etwa 1.100 Kampfpanzer verfügbar sein. Parallel investiert Polen in Raketenartillerie, Kampfflugzeuge und den Ausbau der nationalen Munitionsproduktion.

-red-