Japan: Seezielflugkörper im Test
Japan hat Ende Oktober 2026 zum ersten Mal den Einsatz seines neuen Seezielflugkörpers Typ 25 geübt.
Das Training fand im Rahmen der Militärübung „Keen Sword“ mit den USA auf dem Übungsgelände Onohara im Südwesten Japans statt. Damit wollen beide Staaten ihre Fähigkeiten zur Abwehr feindlicher Kriegsschiffe verbessern.
Die japanischen Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte verlegten dafür ein mobiles Startsystem vom Stützpunkt Kengun in der Präfektur Kumamoto zum Übungsgelände. Dort trainierten die Soldaten die Einsatzbereitschaft und ermittelten mithilfe japanischer und amerikanischer Aufklärungsdaten die Positionen simulierter Seeziele. Scharfe Flugkörper kamen nicht zum Einsatz.
Der Typ 25 erreicht nach Schätzungen eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern. Japan will damit gegnerische Kriegsschiffe auf große Entfernung bekämpfen und angesichts zunehmender chinesischer Marineaktivitäten seine Abschreckungsfähigkeit stärken. Weitere Systeme sollen bis 2027 folgen. In betroffenen Regionen wächst jedoch die Sorge, dass die Standorte im Konfliktfall selbst zu Angriffszielen werden könnten.
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