Japan: Marine modernisiert ihre U-Boot-Flotte
Japan modernisiert seine U-Boot-Flotte und überlegt zugleich nukleare Antriebe.
Anfang Oktober 2026 lief in Kōbe in der Präfektur Hyōgo die Shōgei vom Stapel. Mitsubishi Heavy Industries baut das siebte dieselelektrische U-Boot der Taigei-Klasse für die japanischen Seestreitkräfte. Die Werft will es im Haushaltsjahr 2027 übergeben. Die Baureihe folgt auf die Sōryū-Klasse. Das 84 m lange und 9 m breite Boot nutzt Lithium-Ionen-Batterien, um länger unter Wasser zu bleiben. Verbesserte Sonarsysteme und geringere Eigengeräusche sollen helfen, Ziele aufzuspüren und selbst unentdeckt zu operieren.
Parallel treibt Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi die Debatte über atomgetriebene U-Boote voran. Japan will bis Jahresende seine drei zentralen Sicherheitsdokumente überarbeiten. Ein Vorschlag sieht vor, auch nukleare U-Boot-Antriebe zu prüfen. Eine Entscheidung steht noch aus. Nukleare Antriebe ermöglichen lange Tauchfahrten und hohe Geschwindigkeiten. Damit könnten Besatzungen länger im Einsatz bleiben und gefährliche Seegebiete schneller verlassen. Dem stehen deutlich höhere Baukosten und der Bedarf an technischem Fachpersonal gegenüber, das die Anlagen wartet und instand hält.
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