Japan: Langstreckenwaffen zur Abschreckung
Japan will seine militärischen Fähigkeiten für einen potenziellen Gegenschlag ausbauen.
Damit reagiert die Regierung auf zunehmende militärische Aktivitäten Chinas, Russlands und Nordkoreas in der Region. Grundlage bildet die Nationale Sicherheitsstrategie von 2022, die nach einem bewaffneten Angriff auf Japan auch Schläge gegen gegnerische Raketenstellungen vorsieht.
Die Selbstverteidigungsstreitkräfte führen bereits weitreichende Flugkörper ein. Da die vorhandenen Munitionsbestände für längere Kampfhandlungen nicht ausreichen, will Japan zusätzliche Marschflugkörper aus den USA beschaffen und die eigene Rüstungsproduktion ausbauen. Ergänzend sollen Kampfdrohnen Ziele über große Entfernungen bekämpfen können.
Dabei berücksichtigt Japan auch Erfahrungen aus dem Ukrainekrieg, wo Russland Drohnen und Marschflugkörper bei kombinierten Angriffen einsetzt. Zudem plant Japan ein Netzwerk aus kleinen Satelliten. Diese sollen mobile Raketenwerfer und Kriegsschiffe schnell erkennen und präzise Zieldaten für weitreichende Waffensysteme liefern.
-nt-