Japan: Eurodrone für U-Boot-Jagd?
Japan hat seine Zusammenarbeit im Eurodrone-Programm ausgeweitet und prüft die Entwicklung einer maritimen Variante für die U-Boot-Jagd.
Die Absichtserklärung sieht die Untersuchung möglicher Konfigurationen, die Einbindung japanischer Sensoren und Wirkmittel sowie Industrieanteile bei Fertigung und Wartung vor. Ziel ist es, eine unbemannte Plattform zu entwickeln, die große Seegebiete überwachen und neben Sonarbojen auch Torpedos einsetzen kann. Eine Beschaffungsentscheidung hat Tokio jedoch noch nicht getroffen.
Die japanischen Seestreitkräfte und die Küstenwache nutzen bereits die MQ-9B SeaGuardian für maritime Überwachungsaufgaben, während die Luftselbstverteidigungsstreitkräfte die RQ-4B Global Hawk einsetzen. Beide Systeme verfügen jedoch nicht über die angestrebten Fähigkeiten zur U-Boot-Bekämpfung. Mit der Prüfung einer maritimen Eurodrone möchte Japan seine bemannten Seeaufklärungsflugzeuge vom Typ Kawasaki P-1 ergänzen und seine Fähigkeiten zur Überwachung weitläufiger Seegebiete weiter ausbauen.
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