Italien: Startschuss für A2CS-Programm
Mit der Auslieferung der ersten vier Schützenpanzer Lynx KF-41 hat das Joint Venture Leonardo Rheinmetall Military Vehicles (LRMV) den offiziellen Beginn des Programms A2CS (Army Armoured Combat Systems) des italienischen Heeres eingeläutet.
Das A2CS-Programm sieht zunächst die Beschaffung von 21 neuen „A2CS Combat“-Fahrzeugen vor, für die Ende 2025 der erste Vertrag unterzeichnet wurde. An der Zeremonie nahmen unter anderem Verteidigungsminister Guido Crosetto, der Generalstabschef des Heeres, General Carmine Masiello, Leonardo-CEO Roberto Cingolani sowie Rheinmetall-CEO Armin Papperger teil.
Guido Crosetto betonte, dass die sicherheitspolitische Lage ein modernes, flexibles und technologisch fortschrittliches Verteidigungsmodell erfordere. Die Einführung des Lynx sei ein zentraler Schritt zur Stärkung der Landsysteme und ein Beispiel erfolgreicher italienisch-deutscher Industriekooperation. Eine Schlüsselrolle komme dabei dem Test- und Evaluierungszentrum Ce.Poli.Spe zu, das die Einsatzreife neuer Systeme sicherstellt.
General Carmine Masiello sprach von einem Wendepunkt für das Heer: Nach Jahrzehnten internationaler Einsätze beginne nun konkret der Weg zur umfassenden Mechanisierung. Der Lynx werde die Art und Weise, wie das italienische Heer kämpft, grundlegend verändern und den Soldaten die technologische Grundlage für künftige Herausforderungen geben.
Die ausgelieferten Fahrzeuge sind mit dem 30-mm-Turm Lance von Rheinmetall ausgestattet. In der Serienkonfiguration wird der 30-mm-Turm Hitfist von Leonardo integriert, der auch bei den weiteren 16 Fahrzeugen dieses ersten Loses zum Einsatz kommt. Die modulare Lynx-Plattform erlaubt unterschiedliche Rollen, darunter Schützenpanzer, Transportfahrzeug, Gefechtsstand oder Sanitätsfahrzeug.
Gemeinsam mit dem neuen Kampfpanzerprogramm soll A2CS die schwere Fahrzeugflotte des italienischen Heeres umfassend modernisieren. Ziel ist eine hochdigitalisierte, vernetzte und interoperable Gefechtsfahrzeugfamilie, die Einsätze im Multidomain-Umfeld ermöglicht und zugleich Impulse für die europäische Rüstungskooperation setzt.
-red-