Internationale Militärmobilität als gelebte Praxis
Im Zeitraum vom 1. Jänner bis 10. November 2025 wurden insgesamt 4.967 militärische Transporte ausländischer Streitkräfte durch österreichisches Staatsgebiet genehmigt.
Insgesamt führten 22 verschiedene Staaten Transite durch. Diese dienten überwiegend der Teilnahme an Übungs- und Ausbildungsvorhaben, an wissenschaftlichen und sportlichen Veranstaltungen sowie der logistischen Versorgung und Verlegung von Truppenteilen in andere Staaten. Direkte Lieferungen militärischer Güter in einen kriegsführenden Staat über österreichisches Hoheitsgebiet wurden nicht genehmigt.
Österreich ist als zentral gelegener Staat seit Jahrzehnten Teil internationaler Verkehrs- und Logistikkorridore. Internationale Militärtransite durch österreichisches Staatsgebiet erfolgen auf gesetzlicher Grundlage einzelfallbezogen, transparent und unter strikter Wahrung der immerwährenden Neutralität. Jeder einzelne Transit ausländischer Streitkräfte wird beantragt, geprüft und gemäß den Bestimmungen des Truppenaufenthaltsgesetzes sowie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten genehmigt.
Internationale militärische Mobilität ist nicht einseitig. Auch das Österreichische Bundesheer ist auf internationale Ausbildungs- und Übungstätigkeit angewiesen, da aktuelle Sicherheitsherausforderungen zunehmend international geprägt sind und nur gemeinsam mit Partnerstaaten bewältigt werden können. Gemeinsame Übungen stärken die Interoperabilität, verbessern die Zusammenarbeit und ermöglichen den Austausch von Erfahrung und Know-how.
Im Jahr 2025 hat das Österreichische Bundesheer 704 Ausbildungsentsendungen administriert. Dabei wurden etwa 2.400 Soldaten in 44 Staaten entsandt. Darüber hinaus nahm das Bundesheer an 35 internationalen Übungen teil. Zur Vorbereitung dieser Übungen wurden weitere 102 Planungskonferenzen, Workshops und Erkundungsmaßnahmen durchgeführt, wofür insgesamt 1.202 Personen entsandt wurden. Diese internationalen Entsendungen ermöglichen es, unter realistischen Bedingungen zu üben, die im Inland oft nicht möglich sind.
-red-