Großbritannien: Mobile Panzerabwehr ersetzt Kampfpanzer

International
(Symbolbild: pixabay)
(Symbolbild: pixabay)

Großbritannien stellt seinen Nato-Beitrag in Estland neu auf und ersetzt den bisherigen gepanzerten Verband durch eine mobile Panzerabwehrtruppe mit 1.200 Soldaten.

Die Umgliederung soll die Verteidigung an der Nato-Ostflanke an die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg anpassen. Die neue Einheit setzt verstärkt auf Drohnen, Panzerabwehrwaffen und eine hohe Beweglichkeit, um rasch zu verlegen und gegnerischen Angriffen auszuweichen. Bislang sicherten etwa 800 britische Soldaten mit Kampf- und Schützenpanzern die alliierte Präsenz in Estland. Künftig soll die größere, leichter bewegliche Truppe den gleichen Auftrag übernehmen.

Estland investierte in den vergangenen Jahren vor allem in weitreichende Raketenartillerie und moderne Rohrartillerie, verzichtete jedoch aus Kostengründen auf eigene Kampfpanzer. Die Neuausrichtung folgt den Erkenntnissen aus dem  Ukraine-Krieg, wonach Drohnen und mobile Panzerabwehrsysteme einen immer größeren Einfluss auf das Gefechtsfeld ausüben und schwere Panzerverbände zunehmend verwundbar machen.

-red-