Frankreich: Streitkräfte forcieren Drohnen

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(Symbolbild: pixabay)
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Frankreich beschleunigt den Ausbau seiner Drohnenfähigkeiten und richtet seine Rüstungsindustrie stärker auf eine mögliche Kriegswirtschaft aus.

Das Verteidigungsministerium in Paris begründet diesen Kurs mit den Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg und der zunehmenden Bedeutung unbemannter Systeme für moderne Streitkräfte. Die Beschaffungsbehörde startete einen nationalen „Drohnenpakt“, der etablierte Rüstungskonzerne ebenso einbindet wie junge Technologieunternehmen. Ziel ist es, die technologische Unabhängigkeit Frankreichs zu stärken und die Produktion militärischer Drohnen-Systeme rasch auszuweiten. 

Parallel verschärft Frankreich den Schutz sensibler Technologien. Der Militärgeheimdienst überwacht sicherheitsrelevante Entwicklungen, während das Testzentrum in Bourges neue Systeme technisch prüft. Auch die Streitkräfte bauen ihre Fähigkeiten aus. Das 61. Artillerieregiment in Chaumont dient als Schwerpunktverband für Drohneneinsätze, dort befindet sich seit 2023 auch die Drohnenschule des Heeres. Bei der Großübung „Orion 2026“ setzte Frankreich erstmals etwa 1.200 Drohnen neben etwa 10.000 Soldaten ein.

-red-