Entminungsdienst räumt 12 Tonnen Kriegsmaterial in sieben Monaten

Österreich
(Symbolfoto: Bundesheer/Wolfgang Korner)
(Symbolfoto: Bundesheer/Wolfgang Korner)

Auch Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkrieges geht von Munition und Blindgängern eine erhebliche Gefahr aus.

Von Jänner bis Ende Juli gingen beim Entminungsdienst des Bundesheeres 624 Fund- und Wahrnehmungsmeldungen ein; Höhepunkt war der Juli mit 120 Einsätzen. Insgesamt bargen, überprüften und vernichteten die Einsatzkräfte in sieben Monaten 12.803,05 kg Kriegsmaterial.

Der regionale Schwerpunkt lag in Niederösterreich, wo die Experten zu 296 Einsätzen ausrückten – im März mit 61 und im Juli mit 57 Einsätzen. In Oberösterreich gab es 88 Ausrückungen in der Steiermark 77 Einsätzen. In Kärnten waren es 46 Ereignisse, in Wien wurden 35, im Burgenland 34 und Tirol 27 gezählt. Weniger Funde wurden aus Salzburg (14) und Vorarlberg (7) gemeldet. 

Die Experten warnen vor dem Berühren oder Bewegen verdächtiger Fundstücke. Alterungsprozesse machen alte Munition extrem empfindlich und unberechenbar. Wer auf potenziell gefährliche Gegenstände stößt, sollte den Fundort sichern, Abstand halten und die Polizei kontaktieren.

-red-