Deutschland: Neue Systeme für Heer, Luftwaffe und Marine
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat kurz vor der Sommerpause 16 Beschaffungsvorhaben für die Bundeswehr freigegeben.
Die Marine erhält vier Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU mit einer Option auf vier weitere sowie Combatant Craft Medium für Spezialkräfte. Zudem entwickelt sie ein Hochenergie-Laserwaffensystem, das Drohnen, Schwarmangriffe und weitere Ziele im Nahbereich bekämpfen soll. Die Marine beschafft außerdem Übungsmunition für Schiffsgeschütze, während Heer und weitere Truppenteile 40-mm-Gefechtsmunition erhalten.
Das Luftwaffenprojekt CFSN treibt unbemannte Experimentierflugzeuge, Bodenkontrollstationen und ein offenes Missionssystem für den Verbund bemannter und unbemannter Luftfahrzeuge voran.
Das neue Sturmgewehr G95 bekommt Hauptkampf- und Reflexvisiere. Joint Fire Support Teams erhalten moderne Aufklärungs-, Kommunikations- und Führungsmittel. Die Bundeswehr erweitert ihren Fuhrpark um schwere und mittlere Lastkraftwagen sowie Anhänger und beschafft mobile geschützte und ungeschützte Rettungsstationen. Für das Aufklärungssystem PEGASUS dient künftig ein gebrauchter Bombardier Global 6000 als Schulungsflugzeug.
Darüber hinaus fließen Mittel in zusätzliche IT-Services, gehärtete Notebooks und Tablets sowie in das Raumfahrtprojekt „Responsive Launch Demonstration“, das schnelle Satellitenstarts ermöglichen soll.
Mit diesem Beschaffungsvorhaben mit einem Volumen von etwa 9,5 Milliarden Euro stärkt die Bundeswehr ihre Einsatzfähigkeit in den Bereichen See-, Luft-, Land-, Cyber- und Weltraumoperationen.
-red-