Deutschland: LUNA NG im vernetzten Drohnenverbund erprobt

International

Rheinmetall hat mit dem unbemannten Luftfahrzeugsystem LUNA NG erfolgreich an einer zukunftsweisenden Erprobung der Bundeswehr im Gefechtsübungszentrum Heer in Sachsen-Anhalt teilgenommen.

Im Mittelpunkt stand der Aufklärungs- und Wirkverbund, bei dem von der Zielerkennung bis zur Zielbekämpfung ausschließlich unbemannte Systeme eingesetzt wurden. Zum Einsatz kamen Aufklärungsdrohnen und Loitering Munition, die erstmals in einem vollständig vernetzten Wirkszenario zusammenwirkten.

Drohnenschwärme gelten international als Schlüsseltechnologie zukünftiger Gefechtsführung, sind jedoch bislang nur begrenzt erprobt. Die LUNA NG, die bei der Bundeswehr unter dem Projekttitel HUSAR (Hocheffizientes Unbemanntes System zur Aufklärung mittlerer Reichweite) geführt wird, konnte in dieser Testkampagne ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Rheinmetall band das System an das Command & Control Unmanned Management System der Bundeswehr (C2-UMS Bw) an. Dadurch konnte LUNA NG im Verbund mit anderen Drohnen und Loitering-Munitionssystemen agieren.

Zu den Leistungsmerkmalen der LUNA NG zählen eine Flugzeit von über zwölf Stunden und eine maximale Einsatzhöhe von bis zu 5.000 Metern. Die Erprobung war von einem hohen Grad an Digitalisierung und Vernetzung geprägt. Dabei zeigte sich, dass das Zusammenspiel im Aufklärungs- und Wirkverbund die Zeitspanne vom Erkennen über das Markieren bis hin zur Bekämpfung eines Zieles deutlich verkürzt.

Auch kurzfristig zugewiesene Aufträge arbeitete die LUNA NG während der Tests zuverlässig ab. Das System überzeugte durch hohe Aufklärungsleistung, große Ausdauer und einen geräuscharmen Betrieb in großer Höhe. Die angebundenen Kräfte erhielten durch die Drohne ein umfassendes Lagebild über ein weitreichendes Einsatzgebiet sowie hochauflösende Zielinformationen. Die Sensordaten standen live zur Verfügung, sodass für die Einheiten am Boden ein vollständiges Lagebild in Echtzeit entstand.

-red-