China: Bemannte Mondmission vor 2030

International

Mit erfolgreicher Raketenbergung und neuen Raumfahrtplänen für 2026 rückt die erste chinesische Mondlandung vor 2030 näher.

China hat erstmals eine Raketenstufe aus dem Meer geborgen und damit einen technologischen Meilenstein auf dem Weg zu wiederverwendbaren Trägerraketen erreicht: Die erste Stufe der Langer Marsch 10 wurde nach einem Tiefflugtest vor der Küste geborgen, nachdem zuvor das neue bemannte Raumschiff Mengzhou einen Abbruchtest unter maximalem dynamischem Druck erfolgreich absolviert hatte.

Die Tests fanden am Raumfahrtbahnhof Wenchang in der Provinz Hainan statt. Sie gelten als zentrale Schritte für Chinas geplante bemannte Mondmission, bei der Astronauten noch vor 2030 auf dem Mond landen sollen. Sowohl die Rakete als auch die wiederverwendbare Rückkehrkapsel der Mengzhou sind für dieses Vorhaben entwickelt worden.

Parallel dazu stellte die China Manned Space Agency ihre Raumfahrtplanung für 2026 vor. Diese sieht zwei bemannte Missionen und einen Versorgungsflug zur chinesischen Raumstation vor, während internationale Kooperationen – unter anderem mit Pakistan sowie Astronauten aus Hongkong und Macau – ausgebaut werden.

Nach Angaben der Behörde schreiten Entwicklung und Tests zentraler Komponenten wie der Mondlandefähre Lanyue planmäßig voran. Währenddessen operiert die Raumstation stabil im Orbit und ermöglichte seit Beginn ihrer Betriebsphase bereits zahlreiche Langzeitmissionen, Außenbordeinsätze und hunderte wissenschaftliche Experimente – ein weiterer Baustein auf Chinas Weg zur Weltraummacht.

-nt-